Augusto Farfus: The boy is back in town

Für Augusto Farfus endete die Motorsportsaison 2018 mit einem Riesenerfolg: In den Straßenschluchten von Macau holte er am dritten November-Wochenende auf einem Schnitzer-BMW den Sieg im FIA Tourenwagen-Weltcup. Genau die richtige Überleitung auf die Saison 2019, in der sich der Ex-DTM-Pilot und Langstreckenspezialist neuen Herausforderungen stellt. Denn der Brasilianer kehrt im Rahmen eines umfangreichen GT-Programms zurück zum 24h-Rennen auf dem Nürburgring. Mit dem Abschied aus der DTM nach insgesamt sieben Jahren schlägt Farfus ein neues Kapitel in seiner erfolgreichen Karriere auf, in der er 2013 unter anderem den inoffiziellen DTM-Vizemeistertitel eroberte. Nun konzentriert er sich weiterhin als BMW-Werksfahrer auf den GT-Sport. Er wird im BMW M6 GT3 beim 24h-Rennen auf dem Nürburgring und anderen Langstreckenrennen starten sowie im BMW M8 GTE in der FIA World Endurance Championship (FIA WEC) rund um den Globus antreten. Auch ein Start beim FIA GT World Cup in Macau (CHN) steht auf dem Plan.

Mit dem 24h-Rennen auf dem Nürburgring verbindet Farfus eine intensive Geschichte. Sieben Mal stand er in der Eifel am Start und konnte dabei einiges an Erfolgen einfahren. 2015 eroberte er im BMW Z4 GT3 gemeinsam mit Jörg Müller, Nicky Catsburg und Dirk Adorf die Pole-Position und wurde im Rennen Vierter. Die größten Erfolge auf der Nordschleife feierte der 35-jährige Südamerikaner aber 2010 und 2011. In diesen Jahren fuhr er mit den Teamkollegen Jörg Müller, Uwe Alzen und Pedro Lamy um den Sieg. 2010 holte er im BMW M3 GT2 den Gesamtsieg, im Jahr darauf Platz zwei.

Auch wenn sein Weg 2019 zu den Orten großer Erfolge zurückführt, blickt er naturgemäß dennoch ein wenig wehmütig auf die DTM zurück. „Ich habe mir die Entscheidung, der DTM den Rücken zu kehren, natürlich nicht leicht gemacht“, meint Farfus. „Es ist die wohl beste Tourenwagenserie der Welt, und ich habe mich in der DTM-Familie und bei den BMW-Teams immer sehr wohl gefühlt. Ich konnte dort eine Menge lernen, meinen Speed zeigen und sogar um den Titel kämpfen. Es war eine großartige Zeit. Wer mich kennt, der weiß jedoch auch, wie sehr ich auch den GT-Sport liebe. Ich habe gespürt, dass ich nun ein neues Kapitel aufschlagen sollte. Ich bin BMW sehr dankbar, dass sie meine Entscheidung akzeptiert haben und mir die Chance geben, weiter auf allerhöchstem Niveau in BMW-Rennwagen unterwegs zu sein. Ich freue mich riesig auf 2019.“