Zweimal Podium für Sorg Rennsport

[Teaminfo] Über zwei zweite Plätze freute sich das Team AVIA Sorg Rennsport beim vierten von neun Rennen zur VLN. Die Wuppertaler Mannschaft untermauerte damit nachhaltig ihre Meisterschaftsambitionen in der Gesamtwertung und mehreren Klassenwertungen. „Das war heute wieder ein guter und erfolgreicher Renntag für uns“, sagten die Brüder Benjamin und Daniel Sorg.

Für das beste Ergebnis sorgten zum dritten Mal in Folge Oliver Frisse, Torsten Kratz und Moran Gott mit dem BGStechnic-BMW 325i. In der mit 24 Fahrzeugen am stärksten besetzten Klasse der Produktionswagen bis 2500 ccm (V4) fuhr das Trio nach zwei Siegen dieses Mal auf den zweiten Platz. Sie profitierten allerdings von einem Reifenschaden beim lange Zeit Zweitplatzierten.

Die Teamkollegen Emir Asari und Ersin Yücesan mussten den HS Gebäudetechnik-BMW 325i Coupé in der ersten Runde mit technischen Problemen abstellen.

In der Klasse SP10 für GT4-Fahrzeuge lieferten sich Heiko Eichenberg und Erik Johansson im AVIA-BMW M4 GT4 erneut einen großartigen Kampf mit den Wettbewerbern. Am Ende mussten sie sich nur einem geschlagen geben, und das um gerade 12,5 Sekunden. „Das war ein 3,5 Stunden-Sprintrennen und spannend bis zum letzten Meter. Ein großes Kompliment gebührt unseren Fahrern.“

Im mit 17 Startern gut besetzten BMW M240i Racing Markenpokal wurden die beiden Norweger Sindre Setsaas und Inge Hansesaetre zusammen mit Moritz Oberheim im AVIA-M240i eigentlich als Dritter mit nur 22,781 Sekunden abgewinkt. Doch die technischen Kommissare hatten nach dem Ziel etwas zu beanstanden und nahmen das Fahrzeug aus der Wertung. Die Sorg-Brüder legten unmittelbar Berufung ein, das Verfahren ist schwebend.

Nach technischen Problemen im Training, konnten Björn Simon, Philipp Hagnauer, Philip Schauerte und Murat Ates mit dem Eibach-Porsche Cayman S aus der Klasse V6 nicht am Rennen teilnehmen.

Bonk: Kleine Mannschaft, großer Erfolg

[Teaminfo] Bonk Motorsport startete beim vierten Lauf der in der VLN, der 50. Adenauer ADAC Rundstrecken-Trophy, nur mit einem kleinen Aufgebot. „Wir sind nur mit dem Audi RS3 LMS und dem unter Bonk-Bewerbung fahrende Nett-Peugeot angetreten. Aber mit zwei Klassensiegen haben wir den maximalen Erfolg geholt. Ein guter Renntag in der Eifel“, so Teamchef Michael Bonk.

Die Bedingungen am Nürburgring waren gut – angenehme Temperaturen und trotz dichter Wolkendecke blieb es trocken. Den in der Klasse SP3T gemeldeten Audi RS3 LMS TCR fuhren Hermann Bock und Michael Bonk. Das Training musste nach einem Unfall früh für mehr als eine Stunde unterbrochen werden. Anschließend wurde das Qualifying auf 45 Minuten verkürzt. Der Bonk-Audi startete von Position drei in der Klasse, arbeitete sich aber während der 3,5-Stunden-Renndistanz – auch die Renndauer wurde durch die morgendliche Verzögerung angepasst – schnell in der Klasse nach vorn. Dank konstant schneller Rundenzeiten reichte es zum Schluss zum Klassensieg und Rang 33 im 154 Teilnehmer starken Feld. Bonk dazu: „Wir hatten ein problemloses Rennen. Der Audi ist mittlerweile sehr zuverlässig und über die Distanz konstant schnell.“

Der unter Bonk-Bewerbung fahrenden Nett-Peugeot erlebte einen weiteren perfekten Renntag. Jürgen Nett, Achim Nett und der Brite Bradley Philpot fuhren mit dem Peugeot 308 Racing Cup TCR überlegene Trainingsbestzeit in der Klasse SP2T und siegten anschließend im Rennen auch ohne jegliche Probleme. Jürgen Nett: „Es hat wieder Spaß gemacht. Wir haben gemeinsam mit Michelin einen guten Reifen für den Peugeot entwickelt. Die Zuverlässigkeit stimmt und für die Nordschleife haben wir eine passende Abstimmung gefunden.“

Höhen und Tiefen für AVIA racing

[Teaminfo] Beide AVIA Sorg Rennsport BMWs erzielten am 13. Juli 2019 bei der 50. Adenauer ADAC Rundstrecken-Trophy, dem vierten Lauf der VLN Saison, Podestplätze in ihrer Klasse. Der BMW M4 GT 4 #181 mit dem Fahrerduo Erik Johansson und Heiko Eichenberg am Steuer, ging von Platz zwei in der SP10 Klasse in das Rennen und konnte die Position erfolgreich bis zur Zieldurchfahrt behaupten.

Der BMW M240i #695 pilotiert von Sindre Setsaas, Inge Hansesætre und Moritz Oberheim startete vom vierten Rang in der mit 17 Fahrzeugen besetzten – und damit zweitstärksten Klasse des Feldes – der Cup 5 Klasse und schloss das Rennen auf dem dritten Platz ab.

Nicht ganz ohne Kratzer, aber ohne weitere Probleme sahen die Piloten des BMW M240i Racing Cup die Zielflagge. Durch einen auffahrenden Konkurrenten während der ersten Rennstunde wurde der Wagen von Platz vier auf fünf zurückgeworfen. Bis zum Fahrerwechsel hatte die Mannschaft jedoch den vierten Rang wieder zurück.

Im Nachgang stellten die Rennkommissare aber fest, dass der Cup-BMW nicht mehr den Regeln entsprach. Aufgrund des Auffahrunfalls eines Kontrahenten auf das AVIA-Fahrzeug zu Beginn des Rennens war der Heckflügel verstellt worden. Das nahmen die Regelhüter zum Anlass, das Fahrzeug aus der Wertung auszuschließen. AVIA Sorg Rennsport legte gegen die Disqualifikation bereits umgehend Berufung ein.

Benjamin Sorg (AVIA Sorg Rennsport): „Der Kampf in der Klasse, besonders um Führungspositionen, verlangt uns alles ab. Dass wir am Ende, mit nur zwölf Sekunden Rückstand und ohne einen Kratzer am Auto, Zweiter geworden sind ist stark. Auch das super Ergebnis in der Cup 5 lässt uns zuversichtlich auf das 6h-Rennen blicken. Die Entscheidung der Rennkommisare sehen wir als unberechtigt an, wurde der Heckflügel ja offensichtlich durch die Kollission verstellt.“

Inge Hansesætre, #695 BMW M240i: „Ich fuhr einen sauberen Start-Stint und konnte unsere Position halten. Nach dem kleinen Zwischenfall übergab ich das Auto auf Fünf liegend an Moritz Oberheim. Er und Sindre Setsaas fuhren eine tolle Pace und wir wurden mit dem dritten Platz belohnt. Perfekte Teamarbeit.“

Für den AVIA Clio #620 war das Wochenende bereits in der ersten schnellen Runde des Qualifyings am Samstagmorgen zu Ende. Acht Minuten nach Beginn verunfallten vier Fahrzeuge im Bereich Klostertal, vermutlich wegen einer Betriebsmittelspur auf der Stecke. Unter ihnen war auch der AVIA Clio zu finden. Fahrer Michael Bohrer konnte das Fahrzeug unverletzt verlassen, die Beschädigungen am Auto waren jedoch nicht vor Ort zu reparieren. Bohrer verbucht den Ausfall als „unvermeidbaren Rennunfall“.

Aufgrund des Unfalls und aufwändiger Reparaturarbeiten an den Leitplanken im Abschnitt war das Qualifying lange unterbrochen und wurde nur verkürzt wieder aufgenommen. Ebenso entschied der Veranstalter durch diese Verzögerung die Renndistanz von vier auf dreieinhalb Stunden zu verkürzen.

Biathletin Nadine Horchler schnupperte RennluftAm Freitag vor dem Rennen nahm Nadine Horchler im AVIA Sorg Rennsport Audi A3 TCR neben Heiko Eichenberg Platz und erlebte ihre erste Runde durch die Grüne Hölle im Renntempo. Horchler wird von AVIA im Biathlon unterstützt und bekam die Gelegenheit, sich ein Bild vom Langstrecken-Rennsport zu machen.

Sichtlich beeindruckt äußerte sich Horchler nach dem Aussteigen: „Was die Motorsportler da draußen auf der Rennstrecke leisten ist beachtlich. Die körperliche Belastung und das hohe Maß an Konzentration, um am Limit zu fahren beeindruckt. Ebenso bin ich beeindruckt über die gesamte Stimmung im Fahrerlager und bei den Teams. Bei den Vorbereitungen und während des Rennens wird hochprofessionell aber immer mit Freude gearbeitet. Das war wirklich interessant und hat viel Spass gemacht. Danke AVIA und AVIA Sorg Rennsport für diese Einladung.“

Max Kruse Racing: Doppelsieg in der TRC-Klasse

[Teaminfo] Beim vierten Lauf der VLN hatte die Pechsträhne des Teams Max Kruse Racing endlich ein Ende. Nach den drei vorherigen Rennen, an denen die Mannschaft punktelos blieb, fuhren die beiden Piloten Benjamin Leuchter und Andreas Gülden mit einem fehlerlosen Rennen ihren ersten Saisonsieg in der Klasse TCR ein. Direkt dahinter platzierte sich das erstmals eingesetzte „Junioren-Auto“ mit der Schweizerin Jasmin Preisig sowie Loris Prattes und machte damit den Doppelsieg perfekt.

Die 50. Adenauer ADAC Rundstrecken-Trophy sollte ein Meilenstein und ein Wendepunkt der VLN-Saison 2019 für das Team Max Kruse Racing werden. Nachdem die Mannschaft in den ersten drei Rennen jeweils durch viel Pech ohne zählbare Erfolge blieb, machte man während der langen Pause einen Reset und startete bei VLN 4 nochmal neu durch. Offensichtlichstes Merkmal dieses Neustarts war das zweite Auto, das nun an der Seite des „Güldenen Leuchters“ die VLN-Rennen bestreiten wird. Die Schweizerin Jasmin Preisig sowie der junge Deutsche Loris Prattes wechselten sich am Steuer des schneeweißen Volkswagen Golf GTI TCR mit der #819 ab. Das schwarz-goldene Top-Auto mit der charakteristischen #10 pilotierten wie gewohnt Benny Leuchter und Andy Gülden.

Bereits im Qualifying, das wegen eines schweren Unfalles auf der Strecke verkürzt werden musste, ließen die beiden Top-Piloten Leuchter und Gülden nichts anbrennen und stellten ihren Golf klar auf die Pole Position der Klasse TCR. Dahinter konnte Jasmin Preisig mit einer tollen Runde den dritten Startplatz erringen, obwohl sie in ihrer schnellsten Runde durch eine Slow-Zone etwas aufgehalten wurde. Beste Voraussetzungen also für ein erfolgreiches Rennen.

Die beiden Startfahrer Andy Gülden und Jasmin Preisig machten dann von Anbeginn klar, dass in diesem Rennen mit Max Kruse Racing zu rechnen sein würde. Während Gülden seine Pole Position souverän in eine sichere Führung umsetzte, kämpfte sich die junge Schweizerin nach einem guten Start an den Zweitplatzierten der Klasse TCR heran und konnte ihn nach einem kurzen Zweikampf überholen. In der Folge fuhr sie Rundenzeiten, die auf dem selben Niveau wie die des führenden Schwesterautos lagen. Nach den obligatorischen Fahrerwechseln zur Hälfte des um 30 Minuten verkürzten Rennens konnten die Piloten Leuchter und Prattes ihre Plätze halten. Benny Leuchter verwaltete an der Spitze seine sichere Führung und fuhr so einen blitzsauberen Start-Ziel-Sieg heraus. Dahinter steigerte sich Youngster Loris Prattes, der gerade erst seine Nordschleifen-Permit erworben hatte und zudem den Golf GTI TCR überhaupt nicht kannte, mit jeder Runde und fuhr den zweiten Platz nach Hause.

Mit diesem Befreiungsschlag ist die Jagd nach dem Meistertitel für das Team neu eröffnet. „Lord Schleife“ Andy Gülden strebt seine dritte TCR-Meisterschaft in Folge an. Mit diesem Sieg sind seine Chancen noch absolut intakt und das gesamte Team wird schon in drei Wochen beim 6h-Rennen im Rahmen von VLN 5 wieder voll angreifen.

Max Kruse: „Ich bin froh, dass wir endlich den ersten Sieg in der VLN einfahren konnten. Es war ein langer und teilweise frustrierender Weg bis hierhin, umso glücklicher sind wir alle, dass es jetzt endlich geklappt hat! Glückwunsch auch an Jasmin und Loris, die gleich bei ihrem ersten Rennen zeigen konnten, dass sie zu Recht für Max Kruse Racing an den Start gehen! Danke an das ganze Team für die gute Arbeit der letzten Wochen. Jetzt werden wir weiter hart arbeiten, um schnellstmöglich weitere Top-Ergebnisse folgen zu lassen.“

Benjamin Leuchter: „Ich freue mich sehr, dass Max Kruse Racing nun endlich für die harte Arbeit belohnt wurde. Nach all dem Pech der letzten Rennen hatten wir nun mal ein Wochenende, an dem endlich alles perfekt funktioniert hat. Wir haben das Auto auf die Pole Position gestellt und einen ungefährdeten Start-Ziel-Sieg herausgefahren. Was mich aber mindestens genauso freut, ist die Tatsache, dass uns unser Junior-Auto mit Platz zwei den Doppelsieg beschert hat. Wir mussten dafür sehr viel Arbeit investieren und mein Dank geht hier an alle Team-Mitglieder, die alles so auf den Punkt gebracht haben. Besonders wichtig war der Sieg auch für den Andy, weil wir so seine Meisterschafts-Chancen am Leben erhalten haben. Es war ein sehr intensives Wochenende und so kann es gern weiter gehen!“

Andy Gülden: „Endlich, endlich ist der Knoten geplatzt! Ab jetzt beginnt unsere Saison eigentlich erst. Das Team wächst und es ist grandios, dass wir gleich einen Doppelsieg einfahren konnten. Das komplette Team hat schon das ganze Jahr einen mega Job gemacht und es ist toll, dass wir nun auch mal die Früchte ernten durften. Wir haben das echt verdient!“

Jasmin Preisig: „Ich bin total happy mit dem Ergebnis! Dass wir beide Autos auf P1 und P2 ins Ziel bekommen haben, ist super. Ein großes Lob auch an das Team, das uns ein Top-Auto hingestellt hat. Mein Team-Kollege Loris hat auf Anhieb einen Super-Job gemacht und ich selbst konnte eine neue Bestzeit auf der Nordschleife hinlegen, die ich aber in Zukunft noch weiter runterschrauben möchte. Im Team habe ich mich sofort wohl gefühlt und wir sind heiß auf die nächsten Rennen!“

Loris Prattes: „Als ich am Freitag hier her kam, hatte ich keine Ahnung, wie sich der Golf GTI TCR anfühlt und auch wenig Nordschleifen-Erfahrung. Aber vom ersten Moment an habe ich mich sehr wohl im Auto gefühlt. Im Training konnte ich hinter Benny herfahren und habe da nochmal sehr viel gelernt. Dafür nochmal vielen Dank! Das Qualifying war wegen der Unterbrechung nicht einfach für mich, trotzdem konnten wir auf P 3 fahren. Unser Ziel im Rennen war ganz klar, mit P2 den Doppelsieg perfekt zu machen und die Lücke zum „Güldenen Leuchter“ nicht zu groß werden zu lassen, und das ist uns ganz gut gelungen. Für mich war es wichtig, dass ich mich Schritt für Schritt weiter entwickle und von meinen beiden Super-Coaches lerne. Im Team wurde ich sofort gut aufgenommen und habe mich sehr wohl gefühlt. Nun freue ich mich auf die nächsten Veranstaltungen.“

Frikadelli: Cayman mit starker Performance

[Teaminfo] Das Frikadelli Racing Team ist mit einem guten Ergebnis in das zweite Saisondrittel gestartet. So konnten sich Hendrik von Danwitz und „Jules“ beim vierten Lauf zur VLN den zweiten Platz in der Porsche Cayman GT4 Clubsport Wertung (Typ 981) sichern. Damit gelang es dem Frikadelli Racing Team die Führung in der Teammeisterschaft erfolgreich zu verteidigen.

„Insgesamt können wir mit dem Rennen wieder sehr zufrieden sein, auch wenn wir natürlich gerne unseren dritten Saisonsieg gefeiert hätten. Am Ende mussten wir uns jedoch mit gerade einmal drei Sekunden Rückstand ganz knapp geschlagen geben. Schade, aber trotzdem waren es für uns wieder wichtige Punkte im Kampf um den Titel in der Porsche Cayman GT4 Clubsport Wertung (Typ 981)“, erklärt Hendrik von Danwitz.

Der Auftakt ins Rennwochenende sollte gleich äußerst turbulent verlaufen. So wurde das Zeittraining nach nur acht Minuten mit der roten Flagge unterbrochen nachdem sich im Streckenabschnitt Kesselchen ein Unfall mit vier Fahrzeugen ereignet hatte. Erst nach Räumung der Unfallstelle sowie dem Vollzug einer notwendigen Leitplankenreparatur konnte das Training fortgesetzt werden. Aufgrund der hiermit verbundenen zeitlichen Verzögerung wurde seitens der Rennleitung die Entscheidung getroffen, die Restfahrzeit im Qualifying auf 45 Minuten zu verkürzen. Hendrik von Danwitz und „Jules“ ließen sich von diesen Umständen nicht aus der Ruhe bringen und stellten den #962 Porsche Cayman GT4 CS mit einer Rundenzeit von 8:59.245 min. auf die Pole Position in der Wertung für die 981-er Baureihe des Fahrzeugs.

Im Rennen konnten die beiden Piloten an diese starke Performance anknüpfen. Nahezu über die gesamte dreieinhalbstündige Distanz bestimmten von Danwitz und „Jules“ das Geschehen an der Spitze maßgeblich mit. Schlussendlich konnte man mit dem zweiten Platz in der Porsche Cayman GT4 Clubsport Wertung (Typ 981) sowie dem vierten Rang in der Cup3-Klasse ein mehr als beachtliches Ergebnis erzielen.

„Mit dem Abschneiden unseres Porsche Cayman können wir bislang wirklich sehr zufrieden sein. Hendrik und „Jules“ haben während der ersten vier Saisonrennen eine hervorragende Leistung geboten und führen nach zwei Siegen und einem zweiten Rang die Porsche Cayman GT4 Clubsport Wertung (Typ 981) zu Recht an. Wir werden teamseitig weiterhin alles geben, um die beiden Piloten bestmöglich bei ihren Einsätzen zu unterstützen.“, erklärt Teamchef Klaus Abbelen.

Mercedes triumphiert bei VLN 4

[Teaminfo] Mercedes-AMG Motorsport holt beim vierten Lauf der VLN neben einem Doppelsieg auch zwei Klassensiege in der SP8T und SP10. Mercedes-AMG schließt damit nahtlos an die hervorragenden Ergebnisse aus dem 24h-Rennen mit dem zweiten Gesamtplatz und einem Klassensieg an. Bei teilweise wechselhaften Bedingungen in der Eifel feierte das Black Falcon Team AutoArena Motorsport mit der Startnummer 6 den Gesamtsieg und zugleich den ersten Sieg für den Mercedes-AMG GT3 in der VLN-Saison 2019. Das Team GetSpeed Performance kam mit Platz zwei zu ihrem ersten Gesamtpodium auf dem Nürburgring, seitdem sie in dieser Saison zu Mercedes-AMG gewechselt sind. Komplettiert wurde das erfolgreiche Abschneiden der Performance- und Sportwagenmarke aus Affalterbach durch die Klassensiege der Startnummern 162 und 155 von Black Falcon.

Gleich zu Beginn der vierten Veranstaltung der VLN wurde der Ablauf durcheinander gewirbelt: Nach einem Unfall während des Qualifikationstrainings musste die Session für etwas mehr als eine Stunde unterbrochen werden. Schon vor der Unterbrechung setzte Manuel Metzger auf dem Black Falcon Mercedes-AMG GT3 #6 eine Rundenzeit von 8:03.990 Minuten, welche am Ende des Zeitfahrens für die dritte Startposition reichen sollte. Marek Böckmann konnte die Zeit mit seinem GetSpeed Performance Mercedes-AMG GT3 nochmal um knapp vier Zehntelsekunden unterbieten und ging von Position zwei in das durch die Verzögerungen auf 3,5 Stunden verkürzte Rennen. Fabian Schiller mit der Startnummer 23 vom Team GetSpeed Performance stellte sein Fahrzeug auf den fünften Gesamtrang.

In der Anfangsphase entwickelte sich an der Spitze mit Beteiligung der drei Mercedes-AMG GT3 ein enger Fünfkampf mit vielen Führungswechseln. Nach den ersten Boxenstopps und leichtem Regen in manchen Streckenabschnitten zeichnete sich eine Doppelführung durch die Startnummer 2 mit Marek Böckmann und der Nummer 6 mit Patrick Assenheimer am Steuer ab. Nach den letzten Fahrerwechseln ergab sich dann ein spannendes Kopf-an-Kopf-Rennen um die Gesamtführung. Philip Ellis, der das Fahrzeug von Böckmann übernommen hatte, lieferte sich ein rundenlanges Duell mit seinem Markenkollegen Manuel Metzger, der Patrick Assenheimer am Steuer abgelöst hatte. Metzger konnte schließlich mit einem beherzten Manöver überholen und setzte sich ein wenig ab, bevor es wenige Runden vor Schluss doch wieder zu einem Dreikampf um die Führung kam.

Metzger verteidigte Position eins, während Ellis vorerst auf Platz drei zurückfiel. Die endgültige Entscheidung in einem äußert spannenden Rennen gab es aber erst knapp zehn Minuten vor dem Ende, als alle Fahrzeuge aus der Spitzengruppe die Box zu einem kurzen Tankstopp ansteuerten. Manuel Metzger profitierte durch seinen späteren Stopp, kam mit einem Vorsprung von gut einer Minute wieder auf die Strecke zurück und konnte die Führung souverän bis ins Ziel bringen. Philip Ellis setzte sich während seines Tankstopps auf die zweite Position und komplettierte damit den Doppelerfolg für Mercedes-AMG. Auf Platz zwölf (P3 in der SP9 Pro-Am) beendete der zweite GT3 von GetSpeed Performance mit Janine Hill, John Shoffner und Fabian Schiller das Rennen.

Zwei Klassensiege durch die Mercedes-AMG GT4 von Black Falcon
Vom ersten Startplatz ihrer Klasse SP10 gestartet, holte sich das Fahrertrio Tobias Müller, Tim Scheerbarth und Tristan Viidas in ihrem Mercedes-AMG GT4 vom Black Falcon Team Identica den Klassensieg und bauten damit ihre Tabellenführung in der Klasse aus. Auch in der Klasse SP8T feierte ein Mercedes-AMG GT4 den Klassensieg: Carlos Rivas, Ace Robey und Tobias Wahl, die ebenfalls unter der Bewerbung vom Team Black Falcon an den Start gingen, sicherten sich hier die erste Position.

Am 3. August geht es bei der VLN mit dem 5. Lauf der Saison in den Saisonhöhepunkt, dem ROWE 6h ADAC Ruhr-Pokal-Rennen.

Manuel Metzger, Black Falcon Team AutoArena Motorsport #6: „Es war ein hartes Stück Arbeit gegen unsere Kollegen von GetSpeed Performance, gerade in den letzten Runden. Es war ein harter, aber fairer Kampf um den Sieg. Wir sind natürlich überglücklich, dass wir gewonnen haben.“

Patrick Assenheimer, Black Falcon Team AutoArena Motorsport #6: „Wir haben uns viel erhofft im Vorfeld, aber dass es dann so gut laufen würde, ist natürlich super. Das Team hat das Auto perfekt vorbereitet. Mein Start war nicht einfach, ich musste hart mit meinem Markenkollegen Marek Böckmann kämpfen. Ich konnte dann aber das Tempo halten, bin immer weiter rangefahren und konnte schließlich überholen und erst einmal Platz zwei übernehmen. Das war bisher einer meiner besten Stints bei der VLN, vielleicht sogar noch einen Tick besser als beim VLN-Sieg im letzten Jahr.“

Marek Böckmann, GetSpeed Performance #2: „Das war das härteste Rennen, das ich je gefahren bin. Es war alles dabei: Ein aufregender Start, ein wenig Regen und viele Zweikämpfe mit leichten Kontakten. Der Mercedes-AMG GT3 ist aber solide gebaut, deswegen gab es auch keine Probleme. Wir haben hart um den Sieg gekämpft, aber die Kollegen waren heute ein bisschen schneller als wir. Unser Ziel war das Podium und das haben wir geschafft. Das Team hat uns ein tolles Auto hingestellt und einen super Job gemacht. Wir sind einfach mega happy.“

Cayman Trophy: Teichmann feiert 1. Saisonsieg

[Teaminfo] Daniel Bohr, „Max“ und „Jens“ (#960, Teichmann Racing) feierten beim vierten Lauf der VLN ihren ersten Saisonsieg in der Cayman GT4 Trophy by Manthey-Racing. Platz zwei belegten Marc Keilwerth und Marcos Adolfo Vazquez in der Startnummer 966 (Mathol Racing), gefolgt von der Startnummer 978 von KKrämer Racing pilotiert von Karsten Krämer, Charles Ladell und Alexey Veremenko.

Aufgrund einer Kollision zu Beginn des Zeittrainings wurde dieses unterbrochen und konnte erst um 10:15 Uhr wiederaufgenommen werden. In den verbleibenden 45 Minuten sicherte sich der Mühlner-Cayman mit der Startnummer 979 die Pole-Position und somit den Extra-Meisterschaftspunkt.

Durch die Verzögerungen am Morgen startete der auf dreieinhalb Stunden verkürzte, vierte VLN-Lauf für die 149 Teilnehmer mit 30 Minuten Verspätung um 12:30 Uhr. Die 50. Adenauer ADAC Rundstrecken-Trophy war geprägt von zahlreichen Positionswechseln. Besonders die Podiumsplätze waren in den 23 gefahrenen Runden umkämpft. In einem spannenden Vierkampf zu Rennbeginn konnte das Mühlner-Trio (#979) zunächst Rang eins verteidigen. Nach einer Kollision mit der Startnummer 966 (Mathol Racing) fiel der Sportwagen zurück und konnte nach einem weiteren Zwischenfall das Rennen zwar beenden, wurde jedoch aufgrund der Unterschreitung der im Reglement vorgeschriebenen Distanz, die ein Teilnehmer für eine Wertung zurücklegen muss, nicht klassifiziert. Auch die Startnummer 917 lag lange Zeit aussichtsreich in Führung, musste jedoch 35 Minuten vor Rennende den Mittelmotor-Sportwagen abstellen. Die schnellste Rennrunde absolvierten Riebensahm, Ortmann und Moelig (#945, Overdrive Racing), die auch als Erster die Ziellinie überquerten. Jedoch wurde das Fahrzeug von den Sportkommissaren nach Rennende aus der Wertung genommen. Ihren Platz nahm das von Position drei gestartete Fahrer-Trio des Teichmann-Caymans mit der Startnummer 960 ein.

In dieser Saison ist sowohl der neue Porsche 718 Cayman GT4 Clubsport als auch dessen Vorgängermodell startberechtigt, der Porsche Cayman GT4 Clubsport. In der Cayman GT4 Trophy by Manthey-Racing wird in drei verschiedenen Wertungen um Titel gekämpft: in der Fahrer-Gesamtwertung sowie in der Teamwertung für die bisherigen GT4-Cayman der Generation 981 und in der Teamwertung für Fahrzeuge der neuen Generation 982. Den ersten Platz in der Teamwertung 981 sicherte sich der Drittplatzierte Cayman mit der Startnummer 978 (KKrämer Racing).

„Max“ (Teichmann Racing), Platz 1: „Im ersten Stint sind wir nicht so gut durchgekommen, haben uns aber im zweiten nach vorne gekämpft. Es war ein gutes Rennen für uns und wir freuen uns sehr über den ersten Platz.“

Marc Keilwerth (Mathol Racing), Platz 2: „Die Anfangsphase war super spannend, vier Autos fuhren Kopf an Kopf über fast sieben Runden. Wir hatten ein bisschen Pech mit zwei kleineren Kollisionen, aber das Auto hat super gehalten. Wir sind sehr zufrieden mit dem zweiten Platz.“

Karsten Krämer (Teamchef und Fahrer KKrämer Racing), Platz 3: „Wir freuen uns riesig über den dritten Platz und den Sieg in der 981-Wertung. Mit diesem Ergebnis konnten wir an unsere gute Leistung vom 24h-Rennen anknüpfen. Es war ein spannender Fight mit dem Frikadelli-Cayman, den ich erst in der vorletzten Runde auf der Döttinger Höhe überholen konnte. Ich bin stolz auf das gesamte Team, es war ein tolles Rennen.“

GetSpeed Performance hungrig nach Erfolg

[Teaminfo] GetSpeed Performance ist zurück auf der Heimstrecke. Und dies durchaus ambitioniert und aussichtsreich. Nach dem erfolgreichen Auftritt beim ADAC TOTAL 24h-Rennen startet das Team aus dem Gewerbepark am Nürburgring am Samstag, 13. Juli 2019, wieder in der VLN. Beide Mercedes-AMG GT3 haben bei Lauf vier der größten Breitensportserie der Welt sehr gute Chancen auf eine Platzierung auf dem Treppchen.

Ohnehin ist die Brust derzeit breit bei der Crew um Chef Adam Osieka nach einem starken 24h-Rennen in der Eifel. Ausdruck einer starken Teamleistung war der sechste Platz in der Gesamtwertung bei dem legendären Langstreckenklassiker. Nun will Osieka in der Eifel nach den Sternen greifen. „Wir kommen mit dem Auto immer besser zurecht. Es wird Zeit für den ersten Gesamtsieg von GetSpeed in der VLN. Dafür werden wir alles in die Waagschale werfen. Unser Mindestziel für das Rennen am Samstag ist ein Platz in den Top drei. Wir sind hochmotiviert.“

Gute Erinnerungen an den letzten VLN-Lauf hat Fabian Schiller. Der 21-Jährige behielt damals im Starkregen den Überblick und steuerte den #23 Rooster Rojo J2Racing-GT3 zusammen mit Janine Hill und John Shoffner auf Platz eins in der Klasse SP9 Pro-Am. Als Trio bestreiten sie jeden Testtag und die Trackdays zusammen. Es werden die Daten und die Onboard-Videos gemeinsam analysiert. „Ich bin eine Art Coach für die beiden und versuche Ihnen so viel Erfahrung wie möglich weiter zu vermitteln. Ich kann viel weiter geben, da ich schon seit drei Jahren im Mercedes-AMG GT3 unterwegs bin. Ich stehe ihnen immer mit Rat und Tat zur Seite.“

Im #2 Vodafone Mercedes AMG GT3 nehmen dieses Mal Marek Böckmann und Philip Ellis Platz. Der 22 Jahre alte Böckmann war bei VLN1 schon für GetSpeed im Einsatz und belegte zusammen mit Tristan Vautier und Luca Ludwig Platz 18. „Da konnte ich aufgrund der verkürzten Renndauer im letzten Stint nur sieben Runden fahren“, erinnert er sich. Nun bildet er mit Ellis ein schlagkräftiges Team. „Ich bin bei VLN1 in meinem Stint gegen ihn gefahren, er saß da in dem anderen GetSpeed-Mercedes. Da haben wir uns drei, vier Runden bekämpft und sind direkt hintereinander über die Ziellinie gerast. Auf der Strecke haben wir uns aber gut verstanden. Das ist schon eine gute Voraussetzung. Nun fahren wir zum ersten Mal im selben Auto“, sagt Böckmann.

Max Kruse Racing verdoppelt sich

[Teaminfo] Der „Güldene Leuchter“ von Max Kruse Racing bekommt Verstärkung: Ab dem vierten Lauf der VLN setzt das Team aus Reinbek zwei Volkswagen Golf GTI TCR ein. Gesteuert wird das Schwesterauto des „Güldenen Leuchters“ von der Schweizerin Jasmin Preisig und dem Nachwuchs-Piloten Loris Prattes aus Neuhemsbach.

Eine Chance für den Nachwuchs
Max Kruse Racing schlägt ab dem vierten VLN-Lauf am 13. Juli 2019 ein neues Kapitel auf. Neben dem bekannten und beliebten „Güldenen Leuchter“ mit Andy Gülden und Benny Leuchter setzt das Team einen zweiten Volkswagen Golf GTI TCR ein. Pilotiert wird das ebenfalls in der TCR-Klasse startende Auto von der Volkswagen-Markenbotschafterin für die Schweiz Jasmin Preisig und der deutschen Nachwuchshoffnung Loris Prattes. Beide Neuzugänge verfügen trotz ihrer Jugend bereits über eine Menge Erfahrung im TCR-Auto und werden eine echte Bereicherung für das Team darstellen. Damit wird Max Kruse Racing dem eigenen Anspruch gerecht, erfolgreiche Nachwuchsarbeit zu leisten. Bereits im Jahr 2018 setzte die Mannschaft in der ADAC TCR Germany ab Saisonmitte ein zweites Fahrzeug mit dem jungen Schweizer Florian Thoma ein, der mittlerweile über die GT4-Klasse den Weg in das hoch klassifizierte ADAC GT Masters gefunden hat.

Schnelle Renn-Amazone
Von ihrem Vater hat Jasmin Preisig das Benzin im Blut geerbt: Sie durfte schon früh erste «Erfahrungen» im Renn-Kart sammeln und hatte riesigen Spaß daran. Die Faszination ist ungebrochen und so betreibt sie schon seit zwölf Jahren aktiv Motorsport. Dabei durfte sie auch schon den einen und anderen Erfolg feiern. Trotz begrenzter Mittel machte Jasmin ihren Weg über den Kartsport in den Tourenwagensport – in der vergangenen Saison 2018 fuhr sie in der ADAC TCR Germany mit einem Opel Astra TCR. In diesem Jahr war Jasmin Bestandteil des von Volkswagen unterstützten Projektes „Girls Only – Ready to rock the Green Hell“, wo ein reines Frauenteam mit einem Volkswagen Golf GTI TCR beim 24h-Rennen auf dem Nürburgring antrat und die Zielflagge sah. Darüber hinaus wurde die junge Schweizerin gerade zur Markenbotschafterin des Volkswagen-Importeuers in der Schweiz erklärt.

Nachwuchs-Hoffnung aus Deutschland
Loris Prattes stieg ebenfalls schon sehr früh in den Motorsport ein. Bereits seit 2006 betreibt der Schüler Kartsport. Bis 2015 arbeitete sich der Deutsche durch die verschiedenen Kart-Klassen und sammelte dabei viele Siege und Titel. Im Jahr 2016 erfolgte der Wechsel in den Automobilsport und Loris startete dort richtig durch. Schon im ersten Jahr sicherte sich der junge Rheinland-Pfälzer den Vizemeister-Titel im Dacia Logan Cup. Ein Jahr später stieg Loris in den Renault Clio Cup auf. Die TCR-Klasse stand 2018 das erste Mal auf dem Programm. In der hart umkämpften ADAC TCR Germany griff Loris in das Lenkrad eines Seat Leon Cupra TCR und wurde damit zum Gegner für seine heutige Teamkollegin Jasmin Preisig. Daneben erwarb er mit mehreren Starts bei der VLN die große Nordschleifen-Permitt, wodurch er nun auf den schnellen Autos in der VLN antreten darf.

Für die Mannschaft bedeutet die Verdoppelung der Fahrzeuge eine große Herausforderung, der man sich aber sehr gern stellt. Mit zwei Fahrzeugen und vier talentierten Piloten steigen zwar Aufwand und Kosten, aber auch die Möglichkeiten bei der Abstimmung und Entwicklung. Mit zwei Volkswagen Markenbotschaftern im Team wird Max Kruse Racing in Zukunft auf und abseits der Rennstrecke noch enger mit Volkswagen zusammenarbeiten.

Max Kruse, Teambesitzer: „Ab VLN 4 gehen wir als Team den nächsten Schritt und setzen ein zweites Auto ein. Es war von Anfang an unser Ziel und Anspruch, nicht nur um Top-Platzierungen zu kämpfen, sondern auch erfolgreiche Nachwuchsarbeit zu leisten. Nachdem wir damit im letzten Jahr in der TCR Germany mit Florian Thoma angefangen haben, setzten wir dieses Konzept jetzt auch in der VLN konsequent um. Loris und Jasmin sind zwei absolute Nachwuchs-Hoffnungen, die ganz sicher ihren Weg machen werden. Dass wir zudem mit Benny und Jasmin zwei Volkswagen Markenbotschafter im Team haben, macht uns besonders stolz. Nun müssen wir diese guten Voraussetzungen umsetzen und nach dem ganzen Pech endlich gute Ergebnisse einfahren.“

Benny Leuchter, Team-Gründer: „Ich freue mich sehr, dass wir 2019 wie schon im letzten Jahr ein zweites Auto einsetzen können. Zwei Autos im Langstreckensport bedeutet für das Team eine große Herausforderung, sowohl vom Equipment her als auch personell. Aber diese nehmen wir gern an und ich bin mir sicher, dass wir die richtigen Leute in der Mannschaft haben, um das zu meistern. Mit Jasmin und Loris haben wir zwei sehr gute Fahrer an Bord. Andy und ich werden unsere Erfahrungen und Kenntnisse auf der Nordschleife an sie weitergeben und die beiden werden sicher sehr schnell gute Ergebnisse bringen. Wir haben schon gezeigt, dass wir mit unserem VW Golf GTI TCR von der Performance her auf der Nordschleife ganz vorn mitfahren können. Ebenso froh bin ich über die Begeisterung unserer Partner über diesen Schritt, die uns da voll und ganz unterstützen. Vielen Dank dafür!“

Jasmin Preisig, Pilotin: „Ich freue mich mega darauf, den Rest der Saison mit Max Kruse Racing zu bestreiten! Auch das neue Design unseres Autos ist der Hammer und wird den Leuten sicher ins Auge stechen. Den VW Golf GTI TCR kenne ich ja mittlerweile sehr gut und bin zuversichtlich, sofort gute Leistungen bringen zu können. Vor dem Rennen haben wir noch ein Team-Meeting in der Werkstatt, um uns kennen zu lernen. Da bin ich schon sehr gespannt drauf und freue mich total auf die kommenden Rennen!“

Loris Prattes, Pilot: „Ich bin sehr froh, nun mit Max Kruse Racing in die VLN zu starten. Mit Benny Leuchter stehe ich seit der letzten TCR Germany Saison in Kontakt und Benny wollte mich unbedingt in seinem Team haben. Das ist eine große Ehre für mich, von einem Tourenwagen-Star wie Benny Leuchter gefördert zu werden und macht mich sehr stolz. Auch in einem derart bekannten Team wie Max Kruse Racing zu fahren, ist eine tolle Gelegenheit für mich, für die ich sehr dankbar bin. Meine Teamkollegin Jasmin kenne ich aus dem letzten Jahr in der TCR Germany. Dort waren wir zwar Gegner, verstanden uns aber schon super. Nun freue ich mich sehr darauf, mit ihr zusammen die VLN zu bestreiten und werde versuchen, das Bestmögliche herauszuholen!“

Black Falcon freut sich über Rang zwei

[Teaminfo] Black Falcon hat bei der 47. Auflage des 24h-Rennens auf dem Nürburgring den zweiten Gesamtrang erzielt. Maximilian Buhk, Hubert Haupt, Thomas Jäger und Luca Stolz sicherten sich mit dem Mercedes-AMG GT3 in einem actionreichen Rennen zunächst Gesamtrang drei, das Ergebnis wurde jedoch nachträglich vom veranstaltenden ADAC mit der Disqualifikation des bis dahin zweitplatzierten Porsche Startnummer 911 zugunsten von Black Falcon korrigiert.

In der Klasse SP10 gewannen Marek Böckmann, Yannick Mettler, Tobias Müller und Tristan Viidas mit dem Mercedes-AMG GT4 #70. Das Quartett lieferte sich über fast die gesamte Renndauer ein hochspannendes Duell um die Klassenführung. Bei den Produktionswagen der Klasse V6 feierte Black Falcon sogar einen Doppelsieg: Alexander Akimenkov, Ronny Lethmate, Carlos Rivas und Vasilii Selivanov gewannen mit dem Porsche 991 Carrera #133, ihre Teamkollegen Christoph Hoffmann, Carsten Palluth, Tobias Wahl und Robert Woodside überquerten die Ziellinie im baugleichen Auto mit der #132 auf Platz zwei. In der Klasse SP7 sicherten sich Peter Ludwig, Maik Rosenberg, „Takis“ und Dennis Trebing den dritten Platz. Der AMG GT4 #46 von Stefan Karg, Mustafa Mehmet Kaya, Reinhold Renger und Mike Stursberg kam in der SP8T nach einer unverschuldeten Kollision auf Platz sechs ins Ziel. Die beiden Mercedes-AMG GT3 mit den Startnummern 2 und 6 schieden durch Unfälle vorzeitig aus.

Ereignisreiches Rennen und Happy End für das Mercedes-AMG Team BLACK FALCON
Die Black Falcon GT3-Abteilung schickte gleich drei werksunterstütze Mercedes-AMG GT3 an den Start. Am Steuer des orangefarbenen AM-Solutions-AMG mit der Startnummer 2 sicherte Maro Engel sich und seinen Fahrerkollegen Adam Christodoulou, Manuel Metzger und Dirk Müller mit einer Rundenzeit von 8:10.910 Minuten die Pole-Position im Top-Qualifying am Freitagabend. Nach einem starken Auftakt gab die #2 in den ersten 8 Rennstunden das Tempo an der Spitze vor und führte das Rennen fast durchgängig an. Eine Kollision zerstörte nach Einbruch der Dunkelheit alle Titelträume, der AMG wurde mit Lenkungsbruch in der Box abgestellt.

Patrick Assenheimer, Yelmer Buurman, Nico Bastian und Gabriele Piana starteten mit dem AMG GT3 #6 von Position sechs und waren über das gesamte Rennen in den Top-10 zu finden. Als am Sonntagmorgen gleich mehrere GT3-Fahrzeuge an der Spitze des Feldes ausfielen kämpfte man kurzzeitig sogar um den Gesamtsieg, ehe auch hier ein Unfall zwei Stunden vor Schluss alle Siegträume frühzeitig beendete.

Der dritte AMG GT3 von Maximilian Buhk, Hubert Haupt, Thomas Jäger und Luca Stolz ging von Startposition acht ins Rennen. Das Vierergespann absolvierte ein fehlerfreies Rennen und kämpfte sich speziell in der zweiten Rennhälfte Stunde um Stunde weiter nach vorne. Schlussendlich überquerte die Startnummer 3 den Zielstrich auf Gesamtposition drei. Durch die Disqualifikation des bis dahin zweitplatzierten Porsche Startnummer 911, rutschte das Team einen Platz nach vorne.

Hattrick und Top-20 im Gesamtklassement für den AMG GT4 des Black Falcon Team Identica
In der Klasse SP10 für GT4-Fahrzeuge erlebten Marek Böckmann, Yannick Mettler, Tobias Müller und Tristan Viidas ein hochspannendes Rennen im Kampf um den Klassensieg. Nach durchwachsenem Qualifying nur von Klassenrang sechs gestartet, eroberte die Mannschaft des Disqualifikation des bis dahin zweitplatzierten Porsche Startnummer 911 Team Identica noch vor Einbruch der Nacht die Klassenführung. Im Rennverlauf entwickelte sich ein intensiver Zweikampf mit dem später zweitplatzierten BMW M4, der sich als Folge der harten Fahrweise einen Radlagerschaden einhandelte. Die Black Falcon -Piloten fuhren hingegen wesentlich materialschonender und konnten schließlich am Sonntagvormittag den entscheidenden Vorsprung herausfahren. Am Ende eines blitzsauberen Rennens standen ein hervorragender 17. Platz im Gesamtklassement sowie der Klassensieg zu buche, für Black Falcon war es in der prestige-trächtigen Klasse SP10 der GT4-Fahrzeuge nach 2017 und 2018 bereits der dritte Klassensieg in Folge.

Doppelsieg und fünfter Klassensieg in Folge für das Black Falcon Team Textar
Bei den Produktionswagen der Klasse V6 holten Alexander Akimenkov, Ronny Lethmate, Carlos Rivas und Vasilii Selivanov mit dem Porsche 991 Carrera #133 für das Black Falcon Team Textar den fünften Klassensieg beim 24h-Rennen Nürburgring in Folge. Seit dem Jahr 2015 ist Black Falcon damit in der schnellsten Produktionswagen-Klasse ungeschlagen. Erstmals gelang in 2019 sogar der Doppelsieg: Christoph Hoffmann, Carsten Palluth, Tobias Wahl und Robert Woodside sorgten mit Platz zwei im Schwesterauto #132 für ein perfektes Teamergebnis. Bereits im Qualifying sorgten die Piloten mit der Pole-Position und Startplatz drei für eine hervorragende Ausgangssituation. Dank einer hervorragenden Performance von Fahrern und Team liefen die bewährten 911er absolut problemlos und dominierten das Rennen schon ab den Abendstunden nach Belieben.

Klassenpodium für den „Breitbau“-Porsche des Black Falcon Team Textar
In der stark besetzten Klasse SP7 bestritten Peter Ludwig, Maik Rosenberg, „Takis“ und Dennis Trebing das 24h-Rennen im Porsche 991 GT3 Cup MR II. Der spektakulär auftretende Textar-„Breitbau“ ging von Klassenrang fünf ins Rennen und fuhr im Laufe der ersten Rennstunden bis auf Platz zwei vor. Diese Platzierung verlor man erst als ein Problem an der hinteren Radaufhängung die Mannschaft in den Morgenstunden weit zurückwarf. Dank guter Rundenzeiten kämpfte sich das Quartett im Anschluss wieder bis auf Position drei nach vorne. Neben dem dritten Rang in der Klasse sicherten sich Ludwig, Rosenberg, Takis und Trebing ein Top-25 Resultat im Gesamtklassement.

Unverschuldeter Unfall verhindert Top-Resultat für das Black Falcon Team Knuffi
Für Stefan Karg, Mustafa Mehmet Kaya, Reinhold Renger und Mike Stursberg hielt das 24h-Rennen eine Achterbahn der Gefühle bereit. Nach einer starken Vorstellung im Qualifying stand das Quartett mit dem Knuffi-AMG GT4 auf der Pole-Position in der Klasse SP8T. Die ersten Stunden verliefen ohne Probleme und das Team festigte die Führung mit jeder Runde, ehe der AMG kurz vor Einbruch der Dunkelheit unverschuldet von einem anderen Fahrzeug getroffen und aufgrund einer gebrochenen Radaufhängung aus dem Rennen befördert wurde. Nach einer über dreistündigen Reparatur schickte die Boxenmannschaft das Auto zurück auf die Strecke. Das restliche Rennen verlief ohne Zwischenfälle, sodass die Startnummer 46 nach 24 Stunden immerhin noch auf Klassenrang 6 und Gesamtposition 71 von 155 gestarteten Fahrzeugen ins Ziel kam.

Sean Paul Breslin (Teamchef Mercedes-AMG Team Black Falcon): „Wir wussten von Anfang an dass das Rennen in diesem Jahr wieder sehr herausfordernd werden würde. Der Ausfall der #2 und #6 war natürlich sehr ärgerlich, besonders weil beide Fahrzeuge zum jeweiligen Zeitpunkt sehr gute Chancen auf ein Podium-Resultat oder sogar den Gesamtsieg hatten. Dennoch können wir mit dem Ergebnis zufrieden sein – wir standen beim härtesten 24h-Rennen der Welt auf der Pole-Position und im Ziel erneut auf dem Podium, zudem holten wir zum siebten Mal in Folge das beste Ergebnis aller Mercedes-AMG Fahrzeuge bei den 24h Nürburgring.“

Alexander Böhm (Geschäftsführer Black Falcon GmbH & Co. KG): “Ich bin mit dem Ergebnis und der Leistung unseres Teams sowohl auf- als auch neben der Rennstrecke äußerst zufrieden. Wir waren sowohl in der Gesamtwertung als auch in den vier weiteren Klassen, in denen wir in 2019 angetreten sind, von Beginn an sehr konkurrenzfähig. Wie bereits in den letzten fünf Jahren konnten wir auch in 2019 wieder zwei Klassensiege beim 24h Rennen Nürburgring einfahren – das war besonders aufgrund der extrem hohen Ausfallquote alles andere als selbstverständlich. Unsere Fahrer sowie die Boxenmannschaft haben einen exzellenten Job gemacht! Ein großes Lob gilt auch unserer Event-Mannschaft: Im Laufe der 24h-Woche haben wir über 400 Gäste und Mitarbeiter an fünf verschiedenen Locations verpflegt, informiert und unterhalten. Last but not least gilt unseren Partnern aus der Industrie ein großes Dankeschön, die unseren erfolgreichen Auftritt bei dieser internationalen Großveranstaltung überhaupt erst möglich gemacht haben.“

Mathol Racing: Platz 1 und 2 in der Cayman-Klasse

[Teaminfo] Mathol Racing reiste zum 47. ADAC TOTAL 24h-Rennen auf dem Nürburgring mit einer schlagkräftigen Gruppe an. Teamchef Mattias Holle über das Ergebnis: „Das 24h-Rennen ist der Höhepunkt der Langstreckensaison auf dem Nürburgring. Diesmal haben wir drei Porsche an den Start geschickt. Unser Ziel, einen Klassensieg zu holen, haben wir erfolgreich umgesetzt. Es wäre sogar ein zweiter Klassensieg möglich gewesen, aber leider hat uns da ein wenig das Glück gefehlt.“

In der Klasse V6 ging der Zimmermann-Porsche Cayman S mit dem Trio Wolfgang Weber/Daniel Schwerfeld/Roberto Falcon an den Start. Fahrer und Auto zeigten sich in Topform und belegten nach dem Training mit einer Rundenzeit von 9.44,931 Minuten Position 3 in der Klasse. Teamchef Holle dazu: „Die Zeit war o.k. Im Rennen zeigte sich aber schnell, dass noch deutlich bessere möglich waren.“

Nach sechs Stunden lag das Zimmermann-Auto in der Klasse klar in Führung. Doch manchmal entscheidet das Rennglück über Erfolg oder Misserfolg bei einer Veranstaltung. Durch eine missverständliche Situation auf der Döttinger Höhe wurde der Zimmermann-Cayman in einen kapitalen Unfall verwickelt und aus dem Rennen eliminiert. Teamchef Holle sagt: „Zum Glück ist nicht mehr passiert. Roberto Falcon konnte das Krankenhaus schon nach einer Nacht wieder verlassen. Trotzdem war es sehr schade, denn wir waren auf dem Weg zu einem souveränen Klassensieg beim 24h-Rennen.“

In der Klasse Cayman GT4 Trophy trat Mathol Racing mit zwei Autos an. Marc Keilwerth/Marcos Adolfo Vazquez/Rüdiger Schicht/„Montana“ fuhren mit dem neuen Modell (718), Henning Cramer/Thorsten Held/„Max Walter von Bär“/Jörg Kittelmann pilotieren das Vorjahresmodell des Porsche Cayman GT4 (981). Beide Mathol-Porsche kamen ohne Probleme über die Distanz. Am Ende siegten Keilwerth/Vazquez/Schicht/„Montana“ in der Klasse Cup 3 (neues Modell 718). Dabei fuhr das Quartett mit 9.06,636 Minuten auch noch die schnellste Rennrunde der Klasse. Das zweite Mathol-Auto belegte Rang 5 und fuhr dadurch auf Platz 2 in der Klasse der älteren Cayman-Generation (981).

Fazit von Teamchef Holle: „Mit Ausnahme des Unfalls des Zimmermann-Porsche haben wir ein großartiges Wochenende erlebt. Aber manchmal muss man auch kleinere Rückschläge verkraften. Auf jeden Fall hat das gesamte Mathol-Team großartige Arbeit geleistet.“

PROsport: Kein Happy-end in der „Grünen Hölle“

[Teaminfo] Vor der eindrucksvollen Kulisse von 230.000 Zuschauern entlang der legendären Nordschleife entwickelte sich die 47. Auflage des ADAC TOTAL 24h-Rennen bei besten Witterungsbedingungen zu einem Motorsport-Spektakel der Extra-Klasse, das an Spannung und atemberaubenden Szenen kaum zu überbieten war. Auch die beiden Aston Martin Vantage GT4 von PROsport Performance bereicherten das hochkarätige Starterfeld. Doch beim Debüt der britischen Sportwagen gab es für das Team aus Wiesemscheid am Nürburgring dieses Mal kein Happy-end in der „Grünen Hölle“.

Zwar kamen beide GT4-Sportwagen durch die Nacht, aber bevor der Sonntag so richtig erwacht war, schieden beide aus. Nach knapp 13 Stunden bedeutete ein technischer Defekt im Bereich der Turbolader das vorzeitige Ende für die #68 mit Jörg Viebahn, Nicolaj Möller-Madsen und Joonas Lappalainen. Drei Stunden später musste auch die #76 mit Christoph Breuer, Kay van Berlo, Alexander Miesund Mike David Ortmann nach einem Kontakt mit der Streckenbegrenzung abgestellt werden.

Teamchef Christoph Esser:„Gratulation an Ernst Moser! Wir freuen uns sehr für das siegreiche Team von Phoenix Racing, mit dem uns eine angenehme Zusammenarbeit verbindet. Wenn oder wäre–all das gilt nicht für uns. Es war schnell klar, dass das nicht unser Rennen werden würde, zu früh kamen die ersten Rückschläge. Wir haben im Debriefing bereits eine Aufgabenliste für 2020erstellt. Darauf freuen wir uns heute schon.“

Nicolaj Moller-Madsen (#68): „Ein tolles Rennen! Ich habe mich im Auto großartig gefühlt. Ohne Probleme hätten wir ein Wort um den Klassensieg mitreden können. Danke an PROsport und an meine beiden Teamkollegen.“

Joonas Lappalainen (#68): „Auf jeden Fall war das Rennen eine Enttäuschung für uns. Wir hatten ein ausgewogenes Auto für das Rennen und alle Chancen, um eine Top-Platzierung in der SP10-Klasse zu kämpfen. Das Glück war jedoch nicht auf unserer Seite. Die gesamte 24h-Veranstaltung ist unglaublich: Die zahlreichen Fans und die Atmosphäre sind wirklich einzigartig.“

Alexander Mies (#76): „Ein ganz dickes Dankeschön geht an Chris Esser für dieses Projekt und an die Mechaniker, denn wir haben denen kein leichtes Wochenende bereitet. Vor allem in der Nacht haben alle vier Fahrer durchgängig Zeit gut gemacht. Als wir wieder eine realistische Chance auf das Podium hatten, passierte der Unfall. So erbarmungslos ist die Nordschleife.“

Kay van Berlo (#76): „Die fünf Tage am Nürburgring waren sehr intensiv und lehrreich. Ich bin definitiv beeindruckt von all den vielen Fans rund um die Nordschleife. Natürlich bin ich zutiefst enttäuscht, dass ein Fehler von mir uns einen potenziellen Podiumsplatz gekostet hat. Ein großes Dankeschön an alle im Team von PROsport und natürlich an meine Teamkollegen.“

Sorg: Platz zwei im BMW Cup

Mit einem zweiten Platz im hartumkämpften BMW M240i Racing Cup endete für AVIA Sorg Rennsport das 47. Int. ADAC TOTAL 24h-Rennen auf dem Nürburgring. Am Ende entschieden ganze 39,9 Sekunden über den Sieg. Eswar die knappste Entscheidung aller 23 Klassen im Feld der 155 Starter.„Natürlich hätten wir gern wie im Vorjahr gewonnen, aber ein zweiter Platz bei13 Startern ist ein gutes Ergebnis“, waren sich die Brüder Benjamin undDaniel Sorg einig.

Vom Start an, begann im BMW-Cup der erwartete Dreikampf zwischen den Favoritenteams. Im Verlauf der Stunden wechselten mehrfach die Positionen. Im Gegensatz zu den Wettbewerbern, setzte das Sorg-Quartett Heiko Eichenberg, Sindre Setsaas, Inge Hansesaetre und William Tregurtha auf acht Runden-Stints im AVIA-BMW und damit eine mehr als die Kontrahenten. „Durch die etwas spritsparende Fahrweise konnten wir uns im Rennverlauf zwei Boxenstopps sparen“, erklärte Daniel Sorg. „Leider hat es trotzdem nicht ganzgereicht.“

Am Steuer des Gerri-BMW wurden die US-Amerikaner Cameron Evans, Lance Boicelli und Scott Smith sowie der Brite Charlie Postins bereits in der fünften Runde Opfer einer Karambolage im Yokohama-S. Der Porsche Cayman verpasste seinen Bremspunkt erheblich und krachte in die rechte Seite von Boicelli. Bis das Fahrzeug zurück im Fahrerlager war, vergingen rund 75 Minuten. Die anschließende Reparatur nur rekordverdächtige 15 Minuten. Die Porsche-Mannschaft wurde von der Rennleitung übrigens mit einer 5.32 Minuten-Penalty bestraft.

Nach ziemlich genau zehn Stunden mussten die Spanier Joaquin CapsiSegura, Alvaro Fontes, Antonio Castillo und Guillermo Aso den Nürburg-GateM240i unfallbedingt abstellen, nachdem Aso im Bereich Aremberg von der Strecke abkam.

Bei den Produktionswagen bis 2500 ccm (Klasse V4) verhinderte eine defekte Antriebswelle den 24h-Hattrick. In Führung liegend, strandete der BGStechnic-BMW 325i in der 19. Stunde im Streckenabschnitt Ex-Mühle. Die Bergung und die Reparatur dauerten fast zwei Stunden, somit nur Platz sechs von neun Startern für Torsten Kratz, Joseph Moore,Oliver Frisse und Björn Simon.

Der HS Gebäudetechnik-BMW 325i von Ersin Yücesan, EmirAsari, Lucas Schmidt und Mark Benz konnte nicht am Rennen teilnehmen, nachdem Schmidt im Qualifying sehr nachhaltig mit der Breidscheider Betonmauer Bekanntschaft gemacht hatte. Inder Klasse V6 musste der Eibach-Porsche Cayman S von Alberto Carobbio, Janghang Choi, Ugo Vincenzi und „StefanMeier“ in der sechsten Stunde wegen einer defekten Getriebe-Dichtung abgestellt werden.

Bei den Turbo-Specials bis 2000 ccm (Klasse SP3T) feierte der Audi RS3 mit Rang vier bei acht Startern ein gutes 24h-Debüt. Peter Haener, Christoph Hewer, Rudi Speichund Roland Waschkau verloren das mögliche Podest aufgrund von Pech. Benjamin Sorg: „Ein herumliegender Fremdkörper wurde bereits in der dritten Runde so ungünstig getroffen, dass der Splitter den dahinter liegenden Lüfter und einen Kühlwasserschlauch beschädigte. Die Reparatur dauerte 1.45 Stunden.

“In der mit diversen Profipiloten besetzten Klasse SP10 für GT4-Fahrzeugezeigten die Gentlemen-Driver Stefan Beyer, Emin Akata, Olaf Meyer und Fidel Leib mit dem Sinziger Mineralwasser-BMW M4 GT4 eine feine Leistung. Sie lagen nach zehn Stunden auf dem fünften Rang, ehe Akata in der Fuchsröhre mit einem Porsche Cayman, der möglicherweise auf einer Betriebsmittelspur die Kontolle verlor, kollidierte und in der Leitplanke landete.

Im Kundenauftrag wurde der Scangrip-BMW 335i von Michael Eden, Niels Borum und Wayne Moore mitbetreut. Aufgrund von Elektrikproblemen schaffte das Trio aber nur 25 Umläufe und musste vorzeitig aufgeben.

Frikadelli: Enttäuschendes Ende

[Teaminfo] Das Frikadelli Racing Team konnte beim ADAC TOTAL 24h-Rennen auf dem Nürburgring mit einer starken Leistung überzeugen und stand kurz vor dem größten Erfolg in der Teamgeschichte. So lag die Kult-Mannschaft aus Barweiler mit dem #31 Porsche 911 GT3 R bis drei Stunden vor Rennende auf einem ausgezeichneten zweiten Gesamtrang, ehe ein Reifenschaden alle Träume platzen lassen sollte. Auch mit dem #30 Porsche 911 GT3 R fehlte trotz starker Performance unter dem Strich das nötige Glück.

„Natürlich ist die Enttäuschung sehr groß, aber man kann für diesen Rennverlauf niemandem einen Vorwurf machen. Wir haben teamseitig wirklich alles richtig gemacht, es hat nur leider in der Endabrechnung das letzte bisschen Glück gefehlt. Ich möchte mich recht herzlich bei meiner gesamten Mannschaft bedanken, die sowohl in der Vorbereitung der Fahrzeuge als auch am Rennwochenende selbst hervorragende Arbeit geleistet hat. Nun gilt es die Köpfe nicht hängen zu lassen, sondern weiter zu machen. Wir werden uns mit den GT3-Fahrzeugen in diesem Jahr noch einigen Aufgaben außerhalb der Nürburgring Nordschleife stellen“, erklärt Teamchef Klaus Abbelen.

Vor einer Zuschauerkulisse von rund 230.000 Zuschauern entlang des Eifelkurses konnte man insbesondere mit dem #31 Porsche 911 GT3 R, den sich die Porsche Werksfahrer Romain Dumas und Sven Müller mit den beiden Porsche Young Professionals Mathieu Jaminet und Matt Campbell teilten, überzeugen. So erreichte Jaminet im Top-Qualifying einen starken fünften Startplatz und brachte die Mannschaft von Klaus Abbelen & Sabine Schmitz damit in eine glänzende Ausgangsposition für das Rennen.

Dem Fahrerquartett gelang es hier an die starke Leistung anzuknüpfen und sich konstant in den Top-5 des Gesamtklassements zu halten. Während einige andere Favoriten strauchelten, leisteten sich Dumas, Müller, Campbell und Jaminet auf der Strecke keinerlei Fehler. Dank einer beeindruckenden Konstanz kämpfte man sich bis auf die zweite Gesamtposition nach vorne. Der Weg zum ersten Podiumserfolg beim 24h-Rennen auf dem Nürburgring seit 2008 schien für die Frikadelli Mannschaft frei. Drei Stunden vor Rennende erlitt der #31 Porsche 911 GT3 R jedoch einen Reifenschaden und musste durch die damit verbundenen Folgen wenig später im Bereich der Quiddelbacher Höhe endgültig abgestellt werden.

Das Schwesterfahrzeug von Klaus Abbelen, Alex Müller, Robert Renauer und Thomas Preining sollte trotz starker Performance nach 24 Stunden ebenfalls nicht die Zielflagge sehen. Während des Wochenendes erlebte die Besatzung eine wahre Achterbahnfahrt der Gefühle. So verpasste man zunächst knapp den Einzug in das Top-Qualifying. Vom 34. Startplatz aus ging es dafür allerdings bereits in der Anfangsphase des Rennens ordentlich nach vorne. Noch vor Einbruch der Dunkelheit fand man sich mit dem älteren Modell des Porsche 911 GT3 R in den Top-20 des Gesamtklassements wieder. Aufgrund einer defekten Schlauchverbindung musste die Aufholjagd am späten Abend jedoch für rund eine Stunde unterbrochen werden.

Trotzdem gaben Abbelen, Renauer, Müller und Preining nach der Reparatur noch einmal alles und boten den Fans eine tolle Show. Vom zwischenzeitlichen 75. Platz aus bewies man einen großen Kampfgeist und konnte erneut in die Top-20 vorfahren. Als das Problem am Sonntagmittag jedoch erneut auftreten sollte, entschied man sich den Wagen endgültig an der Box abzustellen.

Stimmen nach dem Rennen:
Matt Campbell (Fahrer Frikadelli-Porsche 911 GT3 R #31): „Die Stimmung im Team und bei uns Fahrern ist natürlich sehr getrübt, denn wir waren nach einem fehlerfreien Rennen in einer wirklich tollen Ausgangsposition. Nun gilt es das Geschehene schnell zu verarbeiten, positiv nach vorne zu schauen und es erneut zu versuchen.“

Sven Müller (Fahrer Frikadelli-Porsche 911 GT3 R #31): „Ich habe persönlich noch nie zuvor im Motorsport eine so große Enttäuschung erlebt. Wir waren richtig stark unterwegs und es wäre so viel möglich gewesen. Es ist unglaublich schade, dass wir am Ende für unsere tolle Leistung nicht belohnt worden sind. Mein Dank geht dennoch an das gesamte Frikadelli Racing Team, die wirklich alles gegeben haben. Das Auto war eine echte Rakete.“

Mathieu Jaminet (Fahrer Frikadelli-Porsche 911 GT3 R #31): „Mir fehlen nach den Ereignissen noch ein wenig die Worte. Wir waren mit dem zweiten Platz äußerst gut positioniert und hätten aufgrund einer späteren Zeitstrafe gegen das zu diesem Zeitpunkt führende Manthey-Auto sogar die Chance gehabt, das Rennen zu gewinnen. Schade, aber ich hoffe dass wir in Zukunft noch einmal eine solche Gelegenheit erhalten werden.“

Romain Dumas (Fahrer Frikadelli-Porsche 911 GT3 R #31): „Das ganze Frikadelli Racing Team hat einen tollen Job gemacht. Ich schätze das Team und Klaus als Person wirklich sehr. Es ist extrem bitter, dass wir am Wochenende nicht den gewünschten Erfolg erzielen konnten. Wir waren sehr nah dran, aber so grausam kann der Motorsport leider manchmal sein.“

Klaus Abbelen (Teamchef/Fahrer Frikadelli-Porsche 911 GT3 R #30): „Es kam an diesem Wochenende einfach unheimlich viel Pech zusammen. Bei unserer Nr. 30 ist der Schlauch, der am besten im Porsche versteckt ist, geplatzt. Nachdem das Problem in der Endphase des Rennens erneut aufgetreten war, haben wir uns letztlich zur Aufgabe entschieden.“

Alex Müller (Fahrer Frikadelli-Porsche 911 GT3 R #30): „Wir sind eigentlich davon ausgegangen, dass unser Fahrzeug nach dem ersten Training für das spätere Top-Qualifying qualifiziert wäre. Leider war es nicht der Fall, weshalb wir zu Rennbeginn viel Boden auf die Spitze verloren haben. Auf der Strecke an sich haben wir uns dafür sehr gut geschlagen. Schade, dass wir uns am Ende für die tolle Leistung nicht belohnen konnten.“

Robert Renauer (Fahrer Frikadelli-Porsche 911 GT3 R #30): „Wenn wir nicht zweimal Pech gehabt hätten, wäre es sicherlich ein tolles Wochenende für uns geworden. Trotzdem denke ich, dass wir stolz auf unsere Leistung sein können. Ich persönlich habe mich sehr wohl gefühlt bei meinem ersten Einsatz für Frikadelli Racing. Es ist eine echt lustige Truppe mit einem sehr guten Teamspirit.“

Thomas Preining (Fahrer Frikadelli-Porsche 911 GT3 R #30): „Wir haben am Wochenende ein ständiges „Up & Down“ erlebt. Nachdem wir im Qualifying unter unseren Möglichkeiten geblieben sind, konnten wir im Rennen dank eines perfekt vorbereiteten Autos sehr gut vorkommen. Es ist ärgerlich, dass wir schlussendlich einfach kein Glück hatten.“

AVIA racing jubelt über Platz zwei

[Teaminfo] AVIA racing trat beim 47. ADAC TOTAL 24h-Rennen 2019 mit zwei Fahrzeugen an. Der AVIA Sorg Rennsport BMW M240i, besetzt mit den Piloten Heiko Eichenberg, Sindre Setsaas, Inge Hansesætre und William Tregurtha, fuhr auf den zweiten Platz in der Klasse Cup 5. Der AVIA Clio RS mit Stephan Epp, Gerrit Holthaus, Michael Bohrer und Christopher Bruchmann musste das Rennen nach siebzehn Stunden wegen einem technischen Defekt beenden.

Stephan Hauke, verantwortlich für das AVIA Sportmarketing: „Es ist immer wieder aufregend die Höhen und Tiefen des 24h-Rennens zu erleben. Der Einsatz der gesamten Mannschaft war beeindruckend. Hervorragend lief es beim AVIA Sorg Rennsport BMW M240i, das Ergebnis spricht für sich. Die AVIA Clio Crew gab ihr Bestes, um sich ehrgeizig im Rennen zu halten und wieder nach vorne zu arbeiten. Auch die Unterstützung der Fans zu spüren ist fantastisch – wir sind stolz auf die Leistung des Teams und der Fahrer!“

Mit dreizehn genannten Fahrzeugen in der Klasse Cup 5 startete der AVIA Sorg Rennsport BMW M240i auf der vierten Position in das Rennen. Mit 140 Rennrunden stand nach 24 Stunden ein 33. Gesamtrang und Platz zwei in der Klasse auf dem Ergebnistableau. Letztendlich fehlten nur 39 Sekunden zum Führenden.

Benjamin Sorg, AVIA Sorg Rennsport: „Wir sind immer noch sprachlos und begeistert. Die Fahrer haben die gesamte Distanz perfekt durchgehalten und das Auto nahezu kratzerfrei ins Ziel gebracht. Auch die Boxencrew funktionierte einwandfrei. Sich in dieser hart umkämpften Klasse, in der mit identischem Material gefahren wird, um zwei Plätze nach vorne zu schieben und die Position zu halten, ist beeindruckend.“

Die Klasse Cup 5 gilt in den Langstreckenrennen am Nürburgring als die kompetitivste und für die Piloten am herausforderndste Klasse. Der BMW M240i Racing mit 340 PS basiert auf der Serienversion. Gerade in Cup-Klassen entscheidet das Können der Piloten über Sieg und Niederlage. Die Fahrer des AVIA Sorg Rennsport BMW M240i konnten sich während des Rennens durch fehlerfreie Runden vom vierten Startplatz bis auf teilweise nur noch 20 Sekunden Abstand an den führenden Konkurrenten heranarbeiten.

Der AVIA Renault Clio RS hatte kurz nach Rennbeginn bereits Probleme mit der Stromversorgung, die das Team öfters zu Boxenaufenthalten zwang. Nachdem der vermeintliche Fehler gefunden war, konnte Michael Bohrer in der Nacht die fehlenden Runden auf die Konkurrenten in der Klasse SP3 wieder verringern. Jedoch beendete ein Motorschaden, nach siebzehn Stunden und 71 Runden, das Rennen für die Mannschaft abrupt.

Michael Bohrer: „Der Fehlerteufel in der Elektrik kostete uns wertvolle Zeit in der Startphase. Durch Fleiß und Ehrgeiz unserer Boxenmannschaft brachten wir das Auto immer wieder ins Rennen. Pilotenkollege Christopher zeigte eine tolle Leistung bei seinem Debüt auf dem AVIA Clio, aber auch meine Kollegen, mit denen ich seit langem das Cockpit teile, zeigten – wie gewohnt – eine top Performance.

In der Nacht war ich in meinem Doppel-Stint auch in der Lage wieder viel fehlende Zeit aufzuholen. Dass wir dann das Auto abstellen mussten war bitter. Trotzdem war es eine achtenswerte Leistung und ich bin dem Team sehr dankbar. Bei meinem neunten 24h-Rennen den ersten Ausfall zu erleben tut zwar weh, aber da steckt man halt nicht drin.“

Das 24h-Rennen lockte dieses Jahr etwa 230.000 Zuschauer in die Eifel. Es traten 160 Fahrzeuge zum „härtesten Rennen der Welt“ an, die Zielflagge wurde von 102 Autos noch passiert. Im kommenden Jahr findet das 48. ADAC TOTAL 24h-Rennen Nürburgring vom 21. – 24. Mai 2020 statt.