VLN4: Assenheimer / Metzger kämpfen sich zum Sieg

Die Schlussphase der 50. Adenauer ADAC Rundstrecken-Trophy war nichts für schwache Nerven. Drei Teams kämpften im Sekundenabstand um den Sieg – die Entscheidung fiel erst auf den letzten Metern. Am Ende jubelten Patrick Assenheimer und Manuel Metzger im Mercedes-AMG GT3 des Black Falcon Team AutoArena Motorsport. Mit einem Vorsprung von nur 2,023 Sekunden wurde das Duo vor Marek Böckmann und Philip Ellis in einem weiteren AMG GT3 von GetSpeed Performance abgewinkt. Platz drei beim vierten Lauf der VLN Langstreckenmeisterschaft sicherten sich Christian Krognes, David Pittard und Jody Fannin im BMW M6 GT3 von Walkenhorst-Motorsport.

„Nachdem wir beim 24h-Rennen sehr viel Pech hatten, war der VLN-Sieg jetzt die richtige Antwort“, sagte Manuel Metzger, der seinen fünften Sieg in dem Nordschleifenchampionat holte. Assenheimer feierte seinen zweiten Erfolg. „Patrick hat in der Anfangsphase einen sehr guten Doppelstint gefahren. Ich hatte dann in der Schlussphase einen harten aber immer fairen Zweikampf mit Philip (Ellis).“ Metzger, 2011 VLN-Champion, musste seine ganze Nordschleifen-Erfahrung ausspielen, um den Kontrahenten auf Distanz zu halten. „Ich habe mich auf das konzentriert, was ich am besten kann: sicher zu bleiben. Philip hat aus meiner Sicht etwas mehr riskiert – am Ende hatte ich die Nase vorne.“

Auch wenn er das Nachsehen hatte, war Ellis zufrieden: „Das war ein Megafight am Schluss. Wir haben uns hart duelliert. Auch wenn es kleinere Berührungen gegeben hat, lief es sehr fair uns respektvoll ab. Am Ende konnte ich nicht gegenhalten, auch wenn ich alles versucht habe. Dennoch ist Platz zwei für mich und das ganze Team ein sensationelles Ergebnis. Man darf nicht vergessen, dass GetSpeed erst in diesem Jahr zu Mercedes-AMG gewechselt ist und erst die zweite Saison in der GT3-Klasse unterwegs ist.“

Walkenhorst-Motorsport büßte beim letzten Boxenstopp zwei Runden vor Schluss wertvolle Zeit ein und verabschiedete sich aus dem Kreis der Siegkandidaten. „Bei der VLN einen Podestplatz einzufahren, ist ein großartiger Erfolg. Auch wenn der Sieg oder Platz zwei vielleicht drin gewesen wären, bin ich nicht unzufrieden“, sagte David Pittard, der im Qualifying mit 7:59,711 Minuten die Pole-Position errungen hatte. „Unsere Pace war perfekt und die Reifen haben gut funktioniert – wir sind vorne mit bei der Musik. In drei Wochen greifen wir in der gleichen Konstellation an. Mal sehen, was dann möglich ist.“

24h-Sieger Frank Stippler beendete das Rennen zusammen mit Vincent Kolb im Audi R8 LMS von Phoenix-Racing auf Rang vier. Das schnellste GT3-Pro-Am-Fahrzeug, den Lamborghini Huracan von Konrad-Motorsport, pilotierten Axcil Jefferies und Michele Di Martino auf Rang fünf. „Nachdem wir bei den ersten Rennen mit unterschiedlichen Problemen zu kämpfen hatten, ist das ein toller Erfolg für Franz Konrad und sein Team“, sagte Di Martino. „Wir konnten endlich zeigen, was mit dem Lambo möglich ist. Wir arbeiten in die richtige Richtung.“

Auf Platz sieben fuhren Marcel Hoppe, Moritz Kranz und Peter Terting im Porsche 911 GT3 Cup von Mühlner-Motorsport das besten Jahresergebnis für ein Cup-Fahrzeug ein. Auf Rang acht folgte mit Henry Walkenhorst, Andreas Ziegler und Jörn Schmidt-Staade im BMW M6 GT3 das schnellste Fahrzeug der SP9-Am-Kategorie.

Ähnlich eng wie die Entscheidung im Gesamtklassement war auch die Entscheidung in der GT4-Klasse. Tobias Müller, Tim Scheerbarth und Tristan Viidas im Mercedes-AMG GT4 des Black Falcon Team Identica überquerten 12,550 Sekunden vor Heiko Eichenberg und Erik Johansson im BMW M4 GT4 des Team AVIA Sorg Rennsport die Ziellinie. Platz drei ging auch hier an einen Walkenhorst-BMW mit den Fahrern Ben Tuck, Jörg Breuer und Will Tregurtha.

Wechsel an der Tabellenspitze: Adrenalin übernimmt die Führung

Das Pixum Team Adrenalin Motorsport startet als Tabellenführer in das zweite Saisondrittel. Mit ihrem dritten Klassensieg im BMW M240i Racing Cup haben Yannick Fübrich und David Griessner die Spitze übernommen. Das bis dato führende Trio vom Team AVIA Sorg Rennsport, Torsten Kratz, Oliver Frisse und Moran Gott, verpasste einen weiteren Klassensieg in der V4. Nach Platz zwei im Rennen steht nun auch Platz zwei in der Tabelle zu Buche.

Das Zeittraining wurde nach nur acht Minuten mit der Roten Flagge unterbrochen. Im Streckenabschnitt Kesselchen hatte sich ein Unfall mit vier Fahrzeugen ereignet. Die Strecke war blockiert, sodass die darauffolgenden Fahrzeuge nicht passieren konnten. Nach Räumung der Unfallstelle und einer notwendigen Leitplankenreparatur wurde das Training um 10:15 Uhr neu gestartet und auf 45 Minuten angesetzt. Der Rennstart erfolgte um 12:30 Uhr über die Distanz von 3:30 Stunden.

Das Ergebnis der 50. Adenauer ADAC Rundstrecken-Trophy bleibt aufgrund einer routinemäßigen Dopingkontrolle der Nationalen Anti Doping Agentur (NADA) vorläufig. Sechs zufällig ausgewählte Fahrer wurden zur Kontrolle gebeten.

In drei Wochen, am 3. August 2019, steht der Saisonhöhepunkt der VLN Langstreckenmeisterschaft Nürburgring auf dem Programm. Das ROWE-6h-ADAC-Ruhr-Pokal-Rennen bietet Teams und Fans als einziges Rennen im Jahr eine 50 Prozent längere Distanz.

Vielversprechende Newcomer beim 24h-Rennen

Der ADAC Nordrhein ist nicht nur als Veranstalter des ADAC TOTAL 24h-Rennen motorsportlich aktiv. Der Regionalclub engagiert sich vielfältig und in unterschiedlichsten Motorsportdisziplinen. Viel Wert wird dabei auch auf die Förderung von talentierten Nachwuchskandidaten gelegt. Zu ihnen gehören die jungen Nordrheiner Lars Peuker (23) und Finn Unteroberdörster (21), die beim diesjährigen 24h-Rennen gewissermaßen die „Gesellenprüfung“ ablegten. Nach einer Phase mit intensiver Betreuung stellte das 24h-Rennen den krönenden Abschluss ihrer Förderung dar.

Lars Peuker zeigte sein Können bereits sehr erfolgreich in der RCN, dort holte er fünf Klassensiege und drei zweite Plätze, sowie den Vizetitel der Nachwuchswertung. Seit 2018 nahm er als Förderkandidat an den Läufen der VLN teil. Aber auch Finn Unteroberdörster bringt alles mit, was ein erfolgreicher Motorsport-Youngster braucht: Er bewies mit vielen Klassensiegen in der RCN und auch nach dem anschließenden Einstieg in der VLN sein Talent. Noch dazu hat er familiär bedingt Benzin im Blut. Sein Vater holte 2000 den VLN-Meistertitel und nahm insgesamt 13 Mal am 24h-Rennen teil.

Für die Jungs, die am 24h-Rennwochenende für das Toyota Motorsport United Team an den Start gingen, ist die Teilnahme am 24h-Rennen etwas ganz Besonderes: „Für mich ist die Teilnahme eine große Ehre und ich bin froh das ich die Chance von Toyota bekommen habe! Ich freue mich total und bin gespannt was mich erwarten wird, insbesondere weil ich noch nicht in der Nacht auf der Nordschleife gefahren bin,“ berichtete Finn kurz vor dem Start des zweiten Qualifyings am Freitag. Auch Lars betonte, dass das nächtliche Fahren eine der größten Herausforderungen darstellt: „Es ist schwierig sich richtig auf das Rennen vorzubereiten, weil man so selten nachts fahren kann. Wir fahren beide in der VLN-Saison und kennen die Strecke, aber ansonsten kann man sich außer mit viel Sport und geistigen Aufgaben nicht besonders auf dieses Event vorbereiten.“

Im ersten Qualifying am Donnerstag ging es für Finn vor allem darum, sich an den für ihn neuen und heckgetrieben Toyota GT86 zu gewöhnen, war er doch aus der VLN einen Renault Megane mit Frontabtrieb gewohnt. Zeitlich konnte das Team durch die Code 60 Phase gegen Ende des Qualifyings nicht so viel rausholen wie erhofft, erreichten aber dennoch den fünften Platz der Klasse. Während des zweiten Qualifyings tüftelte das Team fleißig an der Software, da Leistung fehlte. Dies führte zu weitaus weniger Runden als ursprünglich geplant. Dennoch fuhren Lars, Finn und das Team einen Startplatz im oberen Mittelfeld ihrer Klasse SP3 raus.

Am Samstag hatte das junge Team einen sehr guten Start in das 24h-Rennen: „Alexander Fielenbach ist den Start und dann von Position acht auf fünf gefahren, Adrian Brusius konnte uns dann noch weiter auf Position zwei voranbringen. Wir versuchen mit den nächsten Stints noch weiter nach vorn zu kommen. Bisher läuft es also ziemlich gut für uns, noch besser als im Qualifying“, fasste Finn zwischenzeitlich zusammen.

Auch die Herausforderung Nachtfahrt gelang den beiden mit Erfolg. Nach einer recht ruhigen Nacht fuhr das Team an die Klassenspitze und konnte trotz Getriebeproblemen den Vorsprung halten: „Wir versuchten so gut es ging vorsichtig zu fahren und so die Getriebeprobleme weitestgehend zu umgehen“ erklärte Finn. Die vorsichtige Weiterfahrt gelang mit Bravour, und schließlich sprang in der SP3 ein Klassensieg mit deutlichem Vorsprung heraus. Mit diesem erfolgreichen Rennwochenende gelang ein echter Höhepunkt für die beiden 24h-Newcomer Finn und Lars, die sich damit sicherlich für kommende Aufgaben empfehlen konnten.

FIA WTCR verabschiedet sich mit spannendem Wochenende in die Sommerpause

Der spannende Kampf um die Führung im FIA Tourenwagen-Weltcup (WTCR) geht weiter: Bei der letzten europäischen Runde der Saison im portugiesischen Vila Real verteidigte das deutsche Team All-inkl.com Münnich Motorsport die Tabellenführung. Esteban Guerrieri (ARG) blieb zwar in zwei der drei Rennen des Wochenendes punktelos, holte aber auch eine Podiumsplatzierung. Ähnlich wechselhaft, aber die entscheidende Kleinigkeit besser lief es dafür für Verfolger Norbert Michelisz (Hyundai): Er gewann Lauf 1, patzte dann aber im zweiten Heat, den er punktelos beendete. Eine Top-Ten-Platzierung im dritten Umlauf half ihm dann dabei, den Rückstand um 20 Punkte zu verkürzen. Die Ehre des deutschen All-inkl-Teams rettete Teamkollege Nestor Girolami, der in allen drei Läufen in die Punkteränge fuhr und auf Platz vier liegt. Im engen Leitplankenkanal des Stadtkurses war dagegen für Benjamin Leuchter nichts zu holen: Der einzige deutsche im Feld, der auf der Nordschleife ein grandioses Wochenende erlebte, konnte beim Kampf um die vorderen Positionen diesmal kein Wörtchen mitreden. Die FIA WTCR geht nun in eine längere Sommerpause. Erst Mitte September geht es im chinesischen Ningbo International Speedpark mit der siebten von zehn Saisonrunden weiter.

Rennen 1: Michelisz startet zur Aufholjagd

Auf dem engen Straßenkurs von Vila Real machte Norbert Michelisz (Hyundai) von Beginn an klar, dass er im Kampf um die Tabellenführung vollen Einsatz zeigt. Im ersten Qualifying, dessen Ergebnis über die Startpositionen für Rennen 1 entscheidet, holte der Ungar die Pole Position. Der BRC-Squadra-Corse-Pilot führte die Session schon früh an und verteidigte die Spitze auch gegen Rob Huff (Volkswagen), der die Führung zwischenzeitlich an sich riss. Doch Michelisz konterte mit einer Rekordrunde und sagt anschließend, die sei „vermutlich die Runde meines Lebens“ gewesen. „Ich hätte nicht schneller fahren können.“ In der Startaufstellung stand er schließlich neben Markenkollege Augusto Farfus, der im Lukoil-Hyundai nur 0,299 Sekunden langsamer war. Die gute Ausgangsposition setzte Michelisz dann in einen überzeugenden Sieg in Rennen 1 um, mit dem er den Abstand zum Tabellenführer deutlich reduzieren konnte. Denn während Michelisz ungehindert zum Sieg stürmte, hatte es der Tabellenführer wesentlich schwerer und blieb punktelos. Der Sieger hatte dabei nicht nur die richtige Pace, sondern erhielt auch Schützenhilfe von Farfus, der die Verfolger Yann Ehrlacher (Lynk & Co) und Rob Huff (Volkswagen) in Schach hielt. „Nach dem Qualifying wusste ich, dass ich ein Auto habe, mit dem ich gewinnen kann“, sagt Michelisz. „Aber ich muss Augusto danken, der auf clevere Weise geholfen hat. Danach musste ich einfach den Abstand managen. Ich bin glücklich über den Sieg und natürlich auch die Punkte.“ Für Bewegung im Feld sorgten dabei vor allem Jokerrunden, die auf dem 4,785 km langen Kurs einzigartig sind: Einmal im Rennen müssen die Piloten eine etwas langsamere Streckenvariante wählen. Das nutzte Yan Ehrlacher aus, um an Augusto Farfus vorbeizugehen, der so schließlich als Dritter abgewinkt wurde. Für den Tabellenführenden Esteban Guerrieri war es dagegen ein Rennen zum Vergessen. Der All-inkl.com-Pilot war nach einem Problem im Qualifying nur von Rang 16 gestartet und bliebt auch im Rennen nicht von Problemen verschont – schließlich erreichte er nicht das Ziel. Etwas besser lief es für seinen Teamkollegen und argentinischen Landsmann Nestor Girolami, der das Rennen als Elfter beendete und damit noch einige Punkte sammelte.

Rennen 2: Eine weitere Marke trägt sich in die Siegerliste ein

Neue Kräfteverhältnisse gab es dann am Rennsonntag, an dem vormittags die Qualifyings und am Nachmittag der zweite und dritte Lauf ausgefahren wurden. Attila Tassi (Honda Civic TCR) holte dabei seine erste Pole Position vor seinem Teamkollegen Tiago Monteiro, der als Lokalmatador vom Publikum für die starke Trainingsvorstellung gefeiert wurde. „Ein gutes Wochenende für uns Ungarn“, witzelte Tassi nach dem Erfolg von Landsmann Michelisz am Vortag. Doch im Rennen 2, das für die Top Ten des Qualifyings in umgekehrter Reihenfolge beginnt, waren es ein Chinese und ein Spanier, die das Geschehen an der Spitze des Feldes dominierten. Ma Quinghua hatte in der Alfa Romeo Giulietta TCR auf der Pole gestanden und verteidigte Platz 1 bis zur Rennhalbzeit. Doch dann schlug die Stunde des Spaniers Mikel Azcona (Cupra TCR). Er war von Position drei ins Rennen gestartet und hatte sich die beste Jokerrunden-Strategie zurecht gelegt. So konnte er zunächst am Zweitplatzierten Esteban Guerrieri (Honda) und später am führenden Ma Quinghua vorbeigehen: Es war der erste Rennsieg für den Iberer und auch der erste für sein Team PWR. Zudem verewigte er mit dem ersten Cupra-Sieg der Saison einen weiteren Hersteller in der Bestenliste. „Der Beginn des Wochenendes war hart, weil es unser erster Start auf diesem Kurs ist“, sagte er anschließend. „Aber wir haben das Auto kontinuierlich verbessert, und im Qualifying am Sonntagmorgen war ich in der Lage eine gute Runde zu fahren – und hatte auch mehr Vertrauen ins Auto. Unglaublich, hier zu gewinnen – meine Familie und viele Freunde sind hier. Und dann zwei Autos mit dem Joker zu überholen, ist der Wahnisnn.“ Als Dritter wurde der Tabellenführer Esteban Guerrieri abgewinkt, der damit seine Führung wieder ausbauen konnte. Denn während er sich über 16 Punkte für Platz drei freuen konnte, blieb diesmal sein Verfolger Norbert Michelisz punktelos. Der Honda-Pilot hatte im Renngetümmel eine Berührung mit dem Alfa Romeo von Kevin Ceccon und fiel schließlich aus. Als 17. abgewinkt, bliebt auch der Deutsche Benjamin Leuchter punktelos.

Rennen 3: Lokalmatador Montiero holt umjubelten Sieg

Zum Mann des Rennens – und aus einheimischer Sicht des gesamten Wochenendes – wurde Tiago Monteiro, der im KCMG-Honda Civic TCR Rennen drei gewann. Der Portugise holte damit nicht nur seinen ersten Saisonsieg, sondern auch den ersten Triumph nach seiner langen Verletzungspause: Ein emotionaler Moment für den 42-jährigen Ex-Formel-1-Piloten, der in der Auslaufrunde Tränen in den Augen hatte. Von Platz zwei gestartet, nutzte er in der dritten Runde die Jokerlap von Attila Tassi im Hyundai und setzte sich in Führung. Hinter ihm wurde im Anschluss Yvan Muller im Lynk & Co von Cyan Racing zum ersten Verfolger, der aber dem Lokalmatador letztlich nie gefährlich werden konnte. Im Ziel führte der Elsässer eine dicht gestaffelte Verfolgergruppe an, konnte aber den zweiten Platz stets verteidigen. Auch diesmal war es wieder Cupra-Pilot Mikel Azcona, der sich mit einer perfekten Strategie in Szene setzen konnte. Er ging als Achter ins Rennen und fuhr zeitweise bis auf die dritte Position nach vorne. Schließlich aber konnte ihn Cyan-Pilot Yann Ehrlacher (FRA) noch einmal überholen, der damit hinter Teamkollege Muller als Drittplatzierter abgewinkt wurde. Ganz übel lief es dagegen für den Tabellenführer. Esteban Guerrieri, der als Neunter in der Startaufstellung stand, wurde Opfer eines Startunfalls mit Nicky Catsburg (Hyundai), der beide Fahrer zur Aufgabe zwang. Er konnte so nur noch von der Boxenmauer aus verfolgen, wie sein schärfster Konkurrent wichtige Punkte holte. Denn Norbert Michelisz fuhr in diesem dritten Lauf bis auf Position zehn nach vorne und erntete so sechs wichtige Punkte im Kampf um die Meisterschaft. Insgesamt konnte Michelisz am Portugal-Wochenende den Abstand auf Guerrieri um 20 Zähler verkürzen.

WTCR-Sieger Leuchter: Zweiter TCR-Golf für die Nordschleife

Das erfolgreiche WTCR-Wochenende beim 24h-Rennen hat Benjamin Leuchter (Duisburg) beflügelt: Der VW-Pilot hat im portugiesischen Villa Real zwar ein Wochenende mit Licht und Schatten im Tourenwagen-Weltcup erlebt. Doch nutzte er den Schwung seiner 24h-Erfolge schon vorher: Auf seiner Lieblingsstrecke, der Nürburgring-Nordschleife, wird er parallel zum WTCR-Engagement auch weiter mit seinem eigenen Team in der VLN Langstreckenmeisterschaft antreten. Leuchters VW Golf GTI TCR im Team Max Kruse Racing erhält Verstärkung. Die Mannschaft des Bremer Bundesligaspielers, der künftig bei Fenerbahçe Istanbul in der Süper Lig kickt, bringt einen zweiten TCR-Golf an den Start. Er wird von der Schweizerin Jasmin Preisig und dem Nachwuchs-Piloten Loris Prattes aus Neuhemsbach gefahren. Die Premiere ist in einer Woche beim vierten VLN-Lauf am 13. Juli 2019.

Als Piloten für das neue TCR-Fahrzeug hat Max Kruse Racing zwei hoch interessante Neuzugänge verpflichtet. Die Schweizerin Jasmin Preisig (26) ist VW-Markenbotschafterin und bringt Erfahrungen aus der ADAC TCR Germany mit. Auch Loris Prattes (18) sammelte in der deutschen TCR-Serie bereits Rennkilometer und wird für Preisig nun vom Konkurrenten zum Teamkollegen.

Nachwuchsarbeit im Fokus
Das Team hat durch das zweite Fahrzeug zwar mehr Arbei, aber auch zusätzliche Möglichkeiten in der Abstimmung und Entwicklung. Zudem hat sich die Mannschaft das Thema Nachwuchsförderung auf die Fahne geschrieben. Teambesitzer Max Kruse: „Es war von Anfang an unser Ziel und Anspruch, nicht nur um Top-Platzierungen zu kämpfen, sondern auch erfolgreiche Nachwuchsarbeit zu leisten. Nachdem wir damit im vergangenen Jahr in der TCR Germany mit Florian Thoma angefangen haben, setzen wir dieses Konzept jetzt auch in der VLN konsequent um. Loris und Jasmin sind zwei absolute Nachwuchs-Hoffnungen, die ganz sicher ihren Weg machen werden.“

Weiterbildung für die Nordschleifen-Rookies
Teamgründer Benny Leuchter ergänzt: „Zwei Autos im Langstreckensport bedeutet für das Team eine große Herausforderung, aber die nehmen wir gern an.“ Leuchter, der gleichzeitig auch VW-Markenbotschafter ist, freut sich gemeinsam mit seinem Teamkollegen Andreas Gülden auf die neuen Mitstreiter. Nicht nur mit Blick auf die reiche Erfahrung Güldens als Chefinstruktor der Nürburgring Academy verspricht der Duisburger: „Andy und ich werden unsere Erfahrungen und Kenntnisse auf der Nordschleife an sie weitergeben, und die beiden werden sicher sehr schnell gute Ergebnisse bringen. Wir haben schon gezeigt, dass wir mit unserem VW Golf GTI TCR von der Performance her auf der Nordschleife ganz vorn mitfahren können. Ebenso froh bin ich über die Begeisterung unserer Partner über diesen Schritt, die uns da voll und ganz unterstützen. Vielen Dank dafür!“

Auch abseits der Rennstrecke wird das Team künftig noch enger mit Volkswagen zusammenarbeiten. Max Kruse sagt: „Dass wir mit Benny und Jasmin zwei Volkswagen-Markenbotschafter im Team haben, macht uns besonders stolz.“ Der Profifußballer hofft vor allem, dass nun auch in der VLN endgültig der Knoten platzt. „Nun müssen wir die guten Voraussetzungen umsetzen und nach dem ganzen Pech endlich gute Ergebnisse einfahren.“

Porsche #911 nachträglich disqualifiziert

Das Team Manthey Racing mit der Startnummer #911 ist beim ADAC Total 24h-Rennen nachträglich aus der Wertung genommen worden. Am Porsche 911 GT3 R des im Gesamtergebnis zweitplatzierten Teams wurden bei der routinemäßigen Nachuntersuchung im Anschluss an das Rennen Unregelmäßigkeiten bei der Motorleistung festgestellt. Die in der BoP für die Überprüfung auf einem Rollenprüfstand festgeschriebenen 494 PS (inklusive vier Prozent Toleranz) wurden überschritten. Auch eine erneute Überprüfung, die von den Sportkommissaren im Rahmen einer Verhandlung auf Wunsch des Teams mit einer veränderten Messmethode angesetzt worden war, ergab nicht die in der BoP vorgeschriebenen Werte. Daraufhin wurde das Team Manthey Racing von den Sportkommissaren im schriftlichen Verfahren disqualifiziert. Der Veranstalter wurde angewiesen, ein neues Ergebnis unter Ausschluss des Teams zu erstellen. Die nachfolgenden Teams rücken auf, sodass sich nun folgende Reihenfolge ergibt:

1. Platz: Audi Sport Team Phoenix (mit Pierre Kaffer, Frank Stippler, Frédéric Vervisch und Dries Vanthoor) auf Audi R8 LMS
2. Platz: Mercedes-AMG Team Black Falcon (mit Maxi Buhk, Hubert Haupt, Thomas Jäger und Luca Stolz) auf Mercedes-AMG GT3
3. Platz: Audi Sport Team Car Collection (Markus Winkelhock, Christopher Haase, Marcel Fässler und René Rast) auf Audi R8 LMS

Das Team hat auf das Recht, Berufung gegen das Urteil einzulegen, verzichtet.

Ein Kiwi in der Eifel

Der Neuseeländer Wayne Moore feierte beim ADAC Total 24h-Rennen 2019 sein 25. Jubiläum bei der berühmten Hatz durch die Eifel. Damit ist er der Fahrer mit den meisten Starts unter nicht deutscher Flagge.

In den frühen 90ern lud der deutsche Florian Schmidt – damals Co-Pilot von Wayne Moore – den Neuseeländer zu den 24h-Rennen auf der Nordschleife ein, da es sich als „Training“ für die bevorstehende Asphalt-Rallye auf der Isle of Man anbot. Zusammen mit Eberhard und Norbert Rattunde wurde so der Grundstein für eine 17-jährige „Fahrgemeinschaft“ mit diversen Fahrzeugen aus dem VW-Konzern gelegt. Seither hatte der Kiwi Moore alle Höhen und Tiefen erlebt, die einem bei dem 24h-Rennen in der Eifel nur passieren können: Von zwei Klassensiegen, über eine Teilnahme mit extra aus Neuseeland eingeflogenen Honda Civic bis hin zu einem finanziell sehr klammen Einsatz bei dem kaum genug Geld für die Reifen vorhanden war.

Als der Ringboulevard noch ein gelb blühendes Rapsfeld war, das 24h-Rennen ins Guinness Buch als weltweit größte Motorsportveranstaltung aufgenommen wurde, oder aus Sicherheitsgründen Tempolimits eingeführt wurden, Wayne war immer dabei, nicht einmal ein gut bezahlter Job oder der Tod seines Vaters konnte den Mann von der anderen Seite der Weltkugel davon abhalten die 24h auf dem Nürburgring zu bestreiten.

Mittlerweile hat der Kiwi auch dreimal die 24 Stunden in Dubai und zweimal das 24h-Rennen im australischen Bathurst bestritten. „Bathurst oder Dubai sind auch tolle Strecken, aber die Emotionen, das Adrenalin, die ganze Stimmung, so etwas gibt es nirgendwo sonst auf der Welt. Diese Verbindung zwischen den Fan-Massen und den Fahrern ist einfach einmalig“, erklärt er und schwärmt: „Es ist mein 25. 24h-Rennen hier und ich bin immer noch so aufgeregt. Man muss einfach hier gewesen sein um das verstehen zu können, weil es einfach keine Worte dafür gibt.“

Zu seinem Jubiläum 2019 pilotierte Moore einen BMW 335 E92 #54 des dänischen Scangrip Racing Teams zusammen mit Landsmann Michael Eden und dem Dänen Niels Borum. Allerdings war das Team nicht vom Glück verfolgt: Nach einem frühen technischen Defekt in der Klostertalkurve kam das Team nicht wirklich in Gang und absolvierte insgesamt nur 25 Runden – das reichte nicht, um den Jubiläumseinsatz in Wertung zu beenden. Zum Glück bleiben viele gute Erinnerungen – danach gefragt antwortet Wayne Moore: „Meine schönsten Erinnerungen aus den letzten 25 Jahren hier sind natürlich meine beiden Klassensiege. Aber wenn man nach einem Problem am Fahrzeug doch wieder auf die Strecke fahren kann und das Rennen dann auch noch beendet, fühlt sich das ganze genauso gut wie ein Sieg an und das gab es einige Male. Ich erinnere ich auch noch gut an mein erstes 24h-Rennen 1994 hier, das definitiv mein schwerstes Rennen war. Kaum jemand sprach damals Englisch und als ich hier ankam, wusste ich nichts über die Strecke. Ich saß stundenlang im Hotel und lernte den Verlauf und die Bremspunkte anhand von Karten, die meine Teamkollegen angefertigt hatten, bis mein Kopf rauchte. Deshalb kann ich jedem Newcomer nur empfehlen, nehmt euch die Zeit und lauft die Strecke ab und lasst es ruhig angehen. Nichts auf der Welt ist wertvoller als die Strecke vorher einmal in echt gesehen zu haben und das Rennen selbst geht 24 Stunden, es wird also nicht in der ersten Kurve gewonnen.“

Stimmen Pressekonferenz

Sieger / #4 Audi Sport Team Phoenix Audi R8 LMS

Frederic Vervisch:

„Nächstes Mal wünsche ich mir eine bessere BOP. Aber, wir haben es geschafft anzukommen. Das Qualifying war wirklich hart und keine Vorbereitung für das Rennen. Das eigentliche Rennen war ein 24h Sprint. Meine drei Kollegen haben einen super Job gemacht und wir haben auch Glück gehabt. Wir hatten keine Fahrerfehler, keinen Reifenschaden und dazu kam Glück. Das wünschen wir uns auch für das nächste Mal.“

Pierre Kaffer:

„Wir standen mit dem Rücken zur Wand und haben den Druck immer aufrechterhalten. Es war ein tolles Rennen für mich, denn wir hatten den gleichen Speed wie das Schwesterauto. Deshalb haben die Positionen oft gewechselt. Es war ein heißes Rennen für unser ganzes Team und ich bin überhappy hier gewonnen zu haben, denn es ist mein erster Sieg hier beim 24h-Rennen in der Eifel. Großen Dank an mein Team Phoenix-Racing und ebenso an Audi, denn ich hatte ein perfektes Auto ohne jegliche mechanischen Probleme“.

Dries Vanthoor:

Das Duell mit dem Audi von Land Motorsport hat sehr viel Spaß gemacht. Es war zwar oft sehr har,t aber immer absolut fair. Rundenlang musste man immer am Vordermann über die ganze Nordschleife dranbleiben um dann auf der Döttinger Höhe versuchen vorbei zu kommen.

Frank Stippler:

Für mich ist es fast kaum zu glauben, da ich 2012 das letzte Mal gewonnen habe. Es gab viele Situationen, die auch hätten ins Auge gehen können. Es war teilweise sehr ernüchternd, wir haben diese Saison viel Schrott auf der Strecke gesehen. Wir haben auch ein, zwei Situationen gehabt, die hätten anders ausgehen können. Wenn du da nicht das Glück auf deiner Seite hast, führt das schnell zum Aus. Der Sieg ist fast kaum zu glauben, wir haben nicht damit gerechnet. Wirklich unglaublich und unbeschreiblich.

2. Gesamtrang / #911 Manthey Racing Porsche 911 GT3 R

Laurens Vantoor:

„Ich habe einen Flaggenposten nicht gesehen während ich mit einem langsameren Fahrer gekämpft habe. Eigentlich ganz einfach, da habe ich die Flagge übersehen. Das war keine Absicht. Seitdem ich hier auf dem Nürburgring fahre, habe ich noch keine Strafen bekommen und ich habe es einfach nicht gesehen. Das soll keine Ausrede sein, das ist einfach doof gelaufen. Das Auto ist einwandfrei gelaufen, wir haben keine Fehler gemacht und haben kein anderes Auto berührt. Die Kollegen haben einen perfekten Job gemacht, nur ich habe einfach die Flagge nicht gesehen.“

Kevin Estre:

Ich war mit großem Vorsprung in Führung. Doch Fehler können schnell passieren, egal ob bei Tag oder Nacht, auf der Strecke oder an der Box. Das Team Manthey und auch Porsche waren wie immer sehr stark. Dass wir die schnellste Runde gefahren haben ist zwar schön, dennoch sind wir natürlich enttäuscht nicht gewonnen zu haben. Ich habe im Schlussstint gepuscht und war teilweise mit zwei Rädern in der Wiese – dennoch hat es nicht gereicht. Trotz allem ist dies dennoch mein persönlich bestes Ergebnis hier am Nürburgring.

Earl Bamber:

Das Auto war einfach toll zu fahren, das ganze Team und meine Fahrerkollegen, insbesondere Kevin, haben einen super Job gemacht. Für mich war es nicht sonderlich schwer ich musste einfach nur die Lücke offenhalten, die die Jungs herausgefahren hatten. Ich glaube wir haben das ganze Wochenende gezeigt welchen Speed wir haben und wo wir hätten landen können. Die Strafe war mit 5:32 min ist schon sehr lange. Ich glaube kein anderes Fahrzeug musste so lange stehen bleiben wie wir. Ich möchte auf jeden Fall Porsche und Manthey danken, dass sie uns so ein perfektes Auto hingestellt haben. Wir wollen auf jeden Fall im nächsten Jahr zurückkommen und erneut angreifen.

Michael Christensen:

Wir hatten keine Probleme das Top-Qualifying zu erreichen, wir haben uns nur von Anfang an gut auf das Rennen vorbereitet. Wir waren schon früh qualifiziert, deshalb viel uns das Qualifying auch recht leicht. Das neue System ist aber durchaus sinnvoll um mehr Fairness zu erreichen.

3. Gesamtrang / #3 Mercedes-AMG Team Black Falcon Mercedes-AMG GT3

Luca Stolz:

„Definitiv schadet es nicht meiner Karriere, wenn ich beim 24h-Rennen auf dem Nürburgring auf dem Podium zu stehe. Es ist ein tolles Rennen und die Fans jubeln einem die gesamte Zeit zu. Das ist wirklich eine spezielle Atmosphäre. Das Team Black Falcon hat einen super Job gemacht. Obwohl zwei Fahrzeuge ausgeschieden sind, haben sie uns dennoch den finalen Push gegeben. Wir sind alle zusammen super happy!“

Thomas Jäger:

„Wir freuen uns sehr über ein tolles Rennen. Wenn man hier gewinnen will, darf man einfach keine Fehler machen, sonst funktioniert es nicht. Deshalb sind wir nicht enttäuscht über Platz drei. Die BOP kann nicht so schlecht gewesen sein, denn es stehen drei verschiedene Marken auf dem Podium. Nach den Plätzen zwei und drei im letzten Jahr ist das heute ein schöner Erfolg für die ganze Mannschaft, denn es ist nicht planbar hier zu gewinnen.

Maximilian Buhk:

Wir werden heute den dritten Platz auf jeden Fall ausgiebig feiern. Ich weiß zwar noch nicht genau wie und wo, aber uns wird definitiv was einfallen. Da Hubert vor kurzem 50 geworden gibt es ja zusätzlich noch etwas zu feiern und wir haben gleich noch jemanden, der noch einen ausgeben muss.

Hubert Haupt:

Die ersten zwei bis drei Stunden konnten wir vom Speed nicht ganz mithalten. Das 24h-Rennen ist nicht umsonst das Härteste der Welt – man muss irgendwie durchkommen. Unsere Strategie war das ohne Fehler zu tun. Einige Autos waren sehr schnell und aggressiv unterwegs. Unsere Strategie war nicht das letzte Risiko, sondern das wir uns auch mal zurücknehmen. Dadurch hatten wir keine Reifenplatzer und sind fehlerfrei gefahren. Dank unserer Erfahrung konnten wir das auch an unsere Youngster im Team weitergeben können, die das genauso umsetzten konnten. Wir hatten das Ziel fehlerfrei durchzufahren und das haben wir auch genauso umgesetzt.

Fünfter Gesamtsieg für das Phoenix-Team und Audi

Das Phoenix-Team aus Meuspath hat nach einer über 24 Stunden komplett fehlerfreien Vorstellung in der „Grünen Hölle“ zum fünften Mal das ADAC TOTAL 24h-Rennen auf dem Nürburgring gewonnen. Im Audi R8 LMS triumphierten die Lokalmatadoren vor 230.000 Fans mit dem deutsch-belgischen Fahrer-Quartett Pierre Kaffer, Frank Stippler, Frédéric Vervisch und Dries Vanthoor, der als Schlussfahrer den Porsche 911 GT3 R #911 der Meuspather Nachbarn von Manthey-Racing mit dem Franzosen Kevin Estre am Steuer souverän in Schach hielt. Nach 157 Runden und insgesamt 3.984,386 Kilometern feierte Phoenix seinen fünften Triumph beim „Eifel-Marathon“, auch für Audi war es der fünfte Sieg. Außer für Stippler, der schon 2012 gewonnen hatte, war es für die weiteren Phoenix-Piloten der erste Erfolg.

„Es war immer für mich ein Traum, hier oben am Nürburgring das 24h-Rennen mal zu gewinnen. Für mich ist das das Heimrennen und es hat einen ganz großen Stellenwert neben meinen Siegen in Sebring und Le Mans. Ich bin stolz auf die ganze Phoenix-Audi-Mannschaft, und für mich schließt sich ein Kreis, denn Ernst Moser war früher mein Lehrmeister“, sagte Pierre Kaffer.

Zeitstrafe kostet Manthey-Porsche #911 möglichen Sieg
Estre und seine Teamkollegen Earl Bamber (Neuseeland), Michael Christensen (Dänemark) sowie Laurens Vanthoor (Belgien) hatten den möglichen Sieg durch eine Zeitstrafe von 5:32 Minuten für eine Geschwindigkeitsüberschreitung bei doppelten gelben Flaggen verpasst. Die Vanthoor-Brüder sind das erste Geschwister-Paar seit 1985, dass für zwei verschiedene Teams gemeinsam auf dem Podium stand. Damals hatten das Axel und Jochen Felder geschafft.

Den letzten Podiumsplatz holten sich Maximilian Buhk, Hubert Haupt, Thomas Jäger und Luca Stolz im Black-Falcon-Mercedes-AMG #3 als Dritte. Bester BMW war das Falken-Auto mit der #44 auf Platz Sieben, während die Ausfälle der übrigen fünf M6 GT3 von Rowe, Schnitzer und Walkenhorst bei den Rekordsiegern aus München für viel Frust sorgten. In die Top-10 schafften es außer Audi, Porsche und Mercedes-AMG noch der Glickenhaus-SCG #705 und der Kondo-Nissan #45 auf den Plätzen neun und zehn.

Zweikampf in der Anfangsphase und heiße Audi-Duelle
Die Anfangsphase hatten der von der Pole Position gestartete Black-Falcon-Mercedes-AMG #2 mit Maro Engel am Steuer und Kevin Estre im Manthey-Porsche #911 dominiert. Diese Reihenfolge hatte bis kurz vor Mitternacht Bestand, bis Adam Christodoulou die #2 nach einer Kollision beim Überrunden mit beschädigtem Lenkgetriebe abstellen musste. In der Nacht warf die Reparatur nach einer Berührung mit einem langsamen Fahrzeug den zwischenzeitlich bis in die Top-3 vorgerückten Glickenhaus-SCG #705 um mehrere Runden zurück.

Für die beste Unterhaltung sorgten in der Nacht und nach Sonnenaufgang der Phoenix-Audi #4 und der Land-Audi #29, die sich über mehrere Runden und Stunden zahlreiche spektakuläre Windschattenduelle und Überholmanöver lieferten, in die sich später noch der Black-Falcon-Mercedes-AMG #6 einmischte, in dem der Italiener Gabriele Piana DTM-Pilot Rene Rast im Land-Audi einmal bei Höchsttempo kompromisslos auf die Wiese drückte. Rast konnte sein Auto unter größter Anstrengung abfangen und einen Unfall vermeiden.

„Reise nach Jerusalem“ auf dem Weg zum Podium
Kurz darauf nahm die „Reise nach Jerusalem“ der möglichen Sieg- oder Podiums-Kandidaten richtig Fahrt auf. Zunächst krachte Maximilian Götz mit dem Mann-Filter-Mercedes-AMG #48 nach einem Vorschaden unvermittelt im Bereich Hohe Acht gegen die Leitplanke, dann schied der zwischenzeitlich zweitplatzierte Frikadelli-Porsche #31 aus. Drei Stunden vor Rennende verhängte die Rennleitung eine Zeitstrafe von 5:32 Minuten gegen den scheinbar sicher führenden Manthey-Porsche #911, weil er an einer Unfallstelle bei doppelten gelben Flaggen mit 172 statt der erlaubten 120 km/h vorbeigefahren war. Nach Absitzen der Strafe war die #911 nur deshalb lediglich auf Rang zwei hinter den neu führenden Phoenix-Audi #4 zurückgefallen, weil der Land-Audi #29 nach einem Reifenschaden, der fast die komplette rechte hintere Seite zerstörte, auf der Strecke ausrollte und auch der Black-Falcon-Mercedes-AMG #6 nach einem Unfall ausschied, bevor es eine mögliche Strafe für die Piana-Aktion gegeben hatte. Der Manthey-Porsche #911 startete danach die Schlussattacke auf den führenden Phoenix-Audi #4.

Erster deutscher Sieg im Tourenwagen-Weltcup
Im Vorfeld des 24h-Spektakels hatte Benjamin Leuchter für den ersten deutschen Sieg im Tourenwagen-Weltcup (FIA WTCR) gesorgt, als er im dritten Lauf seine erste Pole Position in den ersten Triumph seiner Karriere verwandelte. „Dieser Sieg bedeutet mir sehr viel. Ich habe vor dem Wochenende die Erwartungen immer gebremst und freue mich um so mehr, dass es geklappt hat“, sagte der Youngster aus Duisburg. Zudem ging die inoffizielle Halbzeitmeisterschaft bei den Teams an das sächsische Team All-inkl.com Münnich Motorsport, für das Tabellenführer Esteban Guerrieri mit einer Pole und zwei Podiumsplatzierungen in drei Rennen die Spitzenposition bei den Fahrern behauptete.

News und Stimmen nach 23h

Alles neu eine Stunde vor Schluss. Der #4 Audi Sport Team Phoenix Audi R8 LMS übernimmt die Führung, nachdem der #911 Manthey Porsche seine Strafe abgesessen hat. Aber auch das weitere Verfolgerfeld musste Federn lassen. Der #29 Audi Sport Team Land Audi R8 LMS bleibt mit Reifenschaden hinten rechts im Schwalbenschwanz liegen, der #6 Mercedes-AMG GT3 fällt mit Unfall aus, die Markenkollegen mit der #16 beenden das Rennen vorzeitig mit technischem Defekt. Neu auf Rang 3 ist der #3 Mercedes-AMG Team Black Falcon Mercedes-AMG GT3, gefolgt vom Audi Sport Team Car Collection R8 LMS mit der #14. BMW ist zurück in den Top 10, der #33 Falken Motorsport M6 GT3 ist Siebter.

#4 – Audi R8 LMS (Kaffer,Stippler,Vervisch,Vanthoor)

13:11 Uhr Ernst Moser: „Das Drama hört nicht auf in diesem Rennen. Wir sind noch optimal im Rennen.“

13:21 Uhr: Audi in Führung! Es ist erst der sechste Führungswechsel in diesem 24h-Rennen – und einer, der das bisherige Geschehen auf den Kopf stellt.

13:35 Uhr: „Es gibt nur noch einen Boxenstopp bei uns – ob nach 7 oder 8 Runden, das entscheiden wir später. Wir müssen jetzt schauen, dass wir den Abstand zum Porsche halten. Derzeit liegen wir zwischen 1:00 und 1:10 Min. vorne. Mehr Strategie gibt es nicht. Jetzt fährt Frédéric (Vervisch), der später an Dries Vanthoor übergibt.“

#6 – Mercedes- AMG GT3 (Assenheimer,Bastian,Buurman,Piana)

12:57 Uhr: Unfall im Bereich Eschbach, Fahrer ist Nico Bastian

#16 – Mercedes- AMG GT3 (van der Zande,Vautier,Seyffarth,Heyer)

13:14 Uhr: Der bereinigt fünfte Mercedes steht im Bergwerk mit technischem Defekt.

#14 – Audi R8 LMS (Winkelhock,Haase,Fässler,Rast)

13:18 Uhr: Marcel Fässler: „Mein Stint war durchwachsen. Ich bin an einer Stelle in den Verkehr hinein geraten wo es schwierig war, keine Zeit zu verlieren. Zu viel riskieren wollte

ich aber auch nicht. Mir war wichtig im Rhythmus zu bleiben – und wenn ich mir anschaue was da vorne alles passiert ist, dann war das wahrscheinlich auch richtig so.“

14:19 Uhr: Bekommt 1:27 Min. Zeitstrafe wegen Missachtung der Mindeststandzeit.

#29 – Audi R8 LMS (Mies,Rast,van der Linde,Haase)

13:05 Uhr: In langsamer Fahrt im Karussell unterwegs.

13:09 Uhr: Der Land Audi steht mit zerrissener Karosse im Schwalbenschwanz

#44 – Porsche 911 GT3 R (Bachler,Bergmeister,Ragginger,Werner)

14:11 Uhr: Klaus Bachler dreht sich zweimal im Galgenkopf und schlägt zweimal leicht an. Kann die Fahrt aber fortsetzen.

14:13 Uhr: wird in die Box geschoben und das Team checkt den Porsche. Jörg Bergmeister: „Durch den Dreher ist der Splitter abgerissen, das ist eine etwas längere Reparatur. Klaus Bachler bleibt im Auto. Für uns war es kein optimales Wochenende.“

#74 – BMW M4 GT4 (Wolf,Amweg,Hoffmeister,Adams)

12:56 Uhr: Rudi Adams fährt mit offener Motorhaube im Bereich der Boxengasseneinfahrt gegen die Leitplanke. Dadurch schließt sich zwar die Haube und der Pilot sieht jetzt wieder etwas, aber die Haube verkeilt sich in der Leitplanke und die DMSB-Staffel muss helfen.

#911 – Porsche 911 GT3 R (Bamber,Christensen,Estre,Vanthoor)

Die 5:32-Min.-Zeitstrafe für den Spitzenreiter wurde wegen einer deutlichen Überschreitung der vorgeschriebenen Geschwindigkeit verhängt. In einer 120-Kilometer-Zone wurde der Porsche mit 172 km/h gemessen.

13:11 Uhr: sitzt die Strafe ab bevor es weitergeht zum Boxenstopp

13:19 Uhr: Hat seine Zeitstrafe abgesessen und absolviert anschließend einen planmäßigen Boxenstopp. Christensen steigt aus und übergibt an Vanthoor.

News und Stimmen nach 21h

Bis zum Ende der 21. Rennstunde führt immer noch der #911 Manthey Racing Porsche 911 GT3 R. Doch eine Zeitstrafe von 5.32 Minuten wird in den letzten drei Stunden noch einmal richtig Bewegung in das Klassement bringen. Pech auch für den bislang stark fahrenden #31 Frikadelli Porsche. Erst verlor das Team Rang 2 durch einen Reifenschaden, dann musste man den 911er mit technischen Problemen ganz abstellen. Neu auf Position 2 nun der #6 Mercedes-AMG Team Black Falcon GT3 vor den Audi R8 LMS der Audi Sport Teams Land Motorsport, Phoenix Racing und Car Collection.

Der schnellste Serienwagen ist der #133 Porsche 911 Carrera aus der V6 auf Gesamtrang 53.

#4 – Audi R8 LMS (Kaffer,Stippler,Vervisch,Vanthoor)

10:35 Uhr: Dries Vanthoor nutzte den Windschatten auf der Döttinger Höhe, um an Rast in Land Audi Nr. 29 vorbeizuziehen. Die beiden Markenkollegen geben alles im Kampf um Rang drei.

#6 – Mercedes- AMG GT3 (Assenheimer,Bastian,Buurman,Piana)

11:39 Uhr: Gabriele Piana drückt Rene Rast im Land-Audi Nr. 29 auf der Döttinger Höhe bei einer Abwehraktion auf die Wiese. Rast trifft dabei den AMG, welcher einen Reifenschaden davonträgt. Rast fängt sein Auto ab und kann weiterfahren.

#7 – Lamborghini Huracan GT3 Evo (Mapelli,Jefferies,Di Martino,Lyons)

10:32 Uhr: Teamchef Franz Konrad: „Das Auto fährt nach dem Unfall gute Zeiten. Wir werden nochmal attackieren und rausholen, was wir können. Der Unfall hatte uns allerdings drei Runden gekostet.“

11:41 Uhr: Reifenschaden hinten rechts im Bereich Pflanzgarten 2

12:09 Uhr: Nach dem Einschlag und Reifenschaden hat man die Reparaturarbeiten eingestellt, weil man nicht sicher sein konnte, ob das Auto noch sicher ist.

#12 – Porsche 911 GT3 R (Klohs,Kern,Olsen,Cairoli)

11:41 Uhr: Matteo Cairoli „Es war nicht einfach, ich hatte große Probleme mit den Bremsen. Wir haben jetzt die Bremsen vorne und hinten gewechselt. Auch das Reifenmanagement war nicht einfach. Wir sind in den Top-10 und Zweiter in unserer Klasse. Da hoffen wir noch auf Platz eins.“

#19 – Lexus RC F GT3 (Farnbacher,Yoshimoto,Seefried,Tischner)

11:25 Uhr: Dominik Farnbacher: „Wir hatten Probleme mit dem Benzintank. Das Nachfüllen war nicht mehr möglich, da es Probleme mit dem Überdruckventil gab. Mitten in der Nacht mussten wir den ganzen Tank zerlegen.“

#29 – Audi R8 LMS (Mies,Rast,van der Linde,Haase)

12:14 Uhr Rene Rast: „Es war hartes Racing, ich habe zwei Stints Rad-an-Rad-Duelle gehabt mit Dries Vanthoor und einem Mercedes. Mit dem Mercedes ist es nicht ganz glücklich gelaufen. Er hat mich auf der Döttinger Höhe einmal übers Gras geschickt, das war ziemlich gefährlich. Insgesamt können wir zufrieden sein, wir kämpfen ums Podium. Das hätte vor dem Rennen keiner gedacht.“

#31 – Porsche 911 GT3 R (Dumas,Campbell,Müller,Jaminet)

11:16 Uhr: Sven Müller: „Es werden weniger Autos auf der Strecke, es ist ein bisschen einfacher zu fahren als in der Nacht. Da gab es viele Ölspuren. Jetzt wird es wieder ein Sprintrennen. Für mich ist es gut gelaufen. Ich konnte den Mercedes auf der Döttinger Höhe überholen. Da war eine Gelbphase, er musste ein bisschen langsamer machen und ich konnte Schwung holen. Wir wollen weiter nach vorne, einen Platz können wir noch schaffen. Und wir geben alles, dass wir das noch hinbekommen.“

12:04 Uhr: Reifenschaden hinten rechts. Ist in langsamer Fahrt unterwegs. Das ist auch die Erklärung warum der Porsche im Karrussel außen unterwegs war.

Matt Campbell: „Leider hatte ich genau auf der Hälfte der Strecke einen Reifenschaden und habe durch den weiten Weg zur Box eine Menge Zeit verloren. Das ist sehr ärgerlich, aber nicht zu ändern. Auf solche Dinge haben wir leider keinen Einfluss.“

#48 – Mercedes- AMG GT3 (Hohenadel,Arnold,Marciello,Götz)

Maximilian Götz: „Meinem Unfall war schon ein paar Runden vorher ein Kontakt von Raffaele Marciello vorausgegangen. Es war also ein Folgeschaden, und dann ging es links in die Leitplanke. Das war schon ein sehr heftiger Einschlag. Zum Glück ist mir nichts passiert. Es tut mir nur leid für das Team, die hatten so hart gearbeitet.“

#305 – Porsche Cayman GT4 CS (Krämer,Kloft,Nagelsdiek,Veremenko)

11:15 Uhr: Sascha Kloft: „Es war antrengend. Am Anfang hatte ich freie Fahrt, am Ende gab es dann zwei Code 60 nach einem schweren Unfall. Es ist aber gut zu fahren, und wir hoffen, dass wir die letzten vier Stunden auch noch überstehen.“

News und Stimmen nach 19h

Konstanz und Drama halten sich die Waage in den Rennstunden 18 bzw. 19. Manthey Racing hält die Führung mit der #911. Der Kampf um Platz 2 bleibt bis kurz vor Ende der 19. Stunde spannend zwischen dem #31 Frikadelli Racing Porsche und dem #48 Mercedes-AMG Team Mann Filter Fahrzeug. Zunächst bringt eine Zeitstrafe für Frikadelli eine Änderung, dann fällt Maximilian Götz an der Hohen Acht aus und der Mercedes-AMG GT3 aus dem Kampf ums Podium. Hinter den beiden Porsche fliegen nun die beiden Audi R8 LMS der Audi Sport Teams Land (#29) und Audi Sport Team Phoenix (#4). Das Mercedes-AMG Team Black Falcon stellt auf Rang 5 den besten Mercedes-AMG GT3.

Auf der 36. Gesamtposition fährt mit der #310 das schnellste Cup Auto aus der Klasse Cup 3 der Porsche 718 Cayman GT4 CS.

#4 – Audi R8 LMS (Kaffer,Stippler,Vervisch,Vanthoor)

10:08 Uhr: Driess Vanthoor musste einen Überholversuch gegen Rene Rast im Land-Audi Nr. 29 am Ende der Zielgerade abbrechen, weil ihm ein langsames Fahrzeug in die Quere kam. Um diesem auszuweichen, musste der Belgier einen langen Weg durch die Auslaufzone nehmen und verlor zunächst den Anschluss an Rast.

#6 – Mercedes- AMG GT3 (Assenheimer,Bastian,Buurman,Piana)

09:49 Uhr: Nico Bastian hat an Gabriele Piana übergeben und berichtet: „Wir sind momentan Sechster und konnten die Lücke zu den beiden Audi schließen. Jetzt müssen wir den Speed halten, müssen aber konstanter werden. Dann können wir die beiden Audi einholen. Für den Rest braucht es dann etwas Glück.“

09:59 Uhr: Yelmer Buurmann muss das Rennen krankheitsbedingt vorzeitig beenden. Somit fährt der Black Falcon AMG nur noch mit Bastian, Assenheimer und Piana.

#7 – Lamborghini Huracan GT3 Evo (Mapelli,Jefferies,Di Martino,Lyons)

08:38 Uhr: Einschlag in Bereich Klostertal, kann aber weiterfahren.

#14 – Audi R8 LMS (Winkelhock,Haase,Fässler,Rast)

10.15 Uhr: Wegen Missachtung von Flaggensignalen, wird eine Strafzeit von 0.32 Minuten ausgesprochen.

#16 – Mercedes- AMG GT3 (van der Zande,Vautier,Seyffarth,Heyer)

Kenneth Heyer: „Wir haben unser Ziel erreicht, ohne einen nennenswertem Kratzer durch die Nacht zu kommen. Ein Reifenschaden, der erst relativ spät auf der Nordschleife passiert ist, hat uns glücklicherweise nicht viel Zeit gekostet. In der Nacht war es relativ schwierig zu fahren: Die Sicht war stellenweise sehr schlecht und es gab viele Unfälle und Code 60-Phasen – die haben uns etwas Zeit gekostet. Wir sind dauerhaft in den Top 10 und haben nach hinten etwas Luft. Das Rennen dauert noch sieben Stunden, da kann eine Menge passieren. Wir wollen weiterhin fehlerfrei bleiben. Was dann möglich ist, werden wir sehen.“

#18 – Mercedes- AMG GT3 (Vettel,Ellis,Ludwig,Szymkowiak)

Jules Szymkowiak: „Bislang läuft es gut. Wir halten uns aus allem raus und fokussieren uns darauf, anzukommen. Wir sind für das letzte Renndrittel gut aufgestellt. Ich bin in der Nacht eine Doppelstint gefahren – eine große Herausforderung. Da war ganz schön viel los mit vielen Code-60-Phasen. Da konnte man nicht übertrieben pushen, sondern musste alles clever managen. Trotzdem habe ich natürlich Gas gegeben, wo es möglich war. Am Vormittag fahre ich erneut einen Doppelstint. Einer unserer Hauptkonkurrenten scheint Probleme zu haben, zu den anderen sind wir antizyklisch unterwegs. Es wird eine spannende Schlussphase.“

#31 – Porsche 911 GT3 R (Dumas,Campbell,Müller,Jaminet)

08:40 Uhr: sitzt seine Zeitstrafe von 33 Sekunden ab wegen zu kurzer Standzeit an der Box bei einem vorherigen Stopp. Jaminet steigt aus, Müller ein. Durch die Zeitstrafe fällt der Porsche auf den dritten Rang hinter den Mann-Filter Mercedes Nr. 48 zurück.

#48 – Mercedes- AMG GT3 (Hohenadel,Arnold,Marciello,Götz)

09:12 Uhr: Zusammenstoß mit der Nr. 141 in der Dunlopkehre. Augenscheinlich können beide die Fahrt fortsetzen.

Günter Aberer, Teamchef: „Wir hatten einen heftigen Kontakt mit einem Porsche. Der Porsche hatte uns zu spät gesehen und war reingezogen. Die Spur hat sich etwas verstellt, aber die haben die Jungs wieder etwas hingedreht. Wir hoffen, dass das Auto hält. Egal auf welcher Position man liegt, man muss bis zum Ende beten.“

10:09 Uhr: Maxi Götz dreht sich auf der Hohen Acht und schlägt leicht rückwärts an.

10:15 Uhr Maxi Götz muss von der DMSB Staffel abgeschleppt werden.

#66 – Porsche 911 GT3 Cup 991 MK1 (Sczepansky,Schlichenmeier,Wasel,Kurt)

08:40 Uhr Matthias Wasel: „Beim Anfahren der Aremberg-Kurve ist von hinten ein schnelles Auto gekommen, ich glaube, es war ein Mercedes. Ich habe rechts Platz gelassen, aber im Kurvenausgang ist ihm auch der Platz ausgegangen. Ich bin dann sicherheitshalber links rüber gezogen, in die Grünanlage und dann in die Leitplanke.“

#110 – KTM X-Bow GT4 (Bohr,Brüggenkamp,Schröder ,Tasche)

09:20 Uhr: Andreas Tasche: „Es läuft ganz gut für uns. Einige unserer Konkurrenten sind schon ausgefallen. Wir wollen jetzt einfach durchkommen. Wir fahren deswegen nicht mehr letzte Rille.“

#116 – Renault Clio (Epp,Holthaus,Bohrer,Bruchmann)

09:59 Uhr: Endgültige Aufgabe mit Motorschaden

#171 – Hyundai Veloster N TCR (Basseng,Verdonck,Oestreich,Lauck)

09:14 Uhr: Steht auf Döttinger Höhe

#173 – Cupra TCR (Gentgen,Pischinger,Thiele,Gies)

10:09 Uhr: Mehrfacher Überschlag im Bereich Ausgang Fuchsröhre. der Pilot war selbstständig ausgestiegen. Das Auto wird nun geborgen.

#420 – Porsche Cayman GT4 CS (Kiefer,Patzelt,Dupont,Kurata)

09:31 Uhr: Der Care for Climate-Porsche Cayman kracht nach einer Berührung mit dem Car Collection-Audi Nr. 15 im Bereich Eschbach in die Leitplanken.

News und Stimmen nach 17h

Die 17-Stunden Marke schließt mit einer Porsche Doppelführung ab. Manthey Racing bekleidet mit der #911 weiter die erste Position vor der #31 von Frikadelli Racing. Eng bleiben die Abstände innerhalb der Top 10, wo die Ränge 2 bis 9 innerhalb einer Runde liegen. Erster Verfolger der beiden 911er ist die #48 aus dem Mercedes-AMG Team Mann Filter. Um Position 4 kämpfen die Audi R8 LMS der Audi Sport Teams Land (#29) und Audi Sport Team Phoenix (#4). Schnellster Teilnehmer außerhalb der GT3 bleibt trotz der Probleme in der Nacht der Glickenhaus auf Platz 17. In der TCR Kategorie führt der Hyundai Veloster N TCR mit der #171.

#6 – Mercedes- AMG GT3 (Assenheimer,Bastian,Buurman,Piana)

08:04 Uhr: Nico Bastian pflügt im Schwedenkreuz durch die Wiese, um einen Auffahrunfall mit dem TJ-Opel Astra Nr. 164 zu verhindern.

#7 – Lamborghini Huracan GT3 Evo (Mapelli,Jefferies,Di Martino,Lyons)

Teamchef Franz Konrad: „Die Nacht war okay, keine besonderen Vorkommnisse. Wir hatten ein paar Probleme mit unseren Fahrern, ein Pilot kam in der Nacht nicht so gut zurecht. Wir wollen jetzt nochmal ein bisschen pushen. Mal schauen, ob unser Baby das mitmacht.“

#11 – Ferrari 488 GT3 (Keilwitz,Kainz,Krumbach,Mattschull)

07:17 Uhr: Alexander Mattschull: „Die Fahrt in den Morgen war wirklich mein erster Stint, in dem ich mich mit dem Auto und der Strecke ein bisschen anfreunden und mal kontunuierlich acht Runden durchfahren konnte. Ich glaube, ich bin konstant immer etwas bisschen schneller geworden. Zum Teil war die Sicht durch die tiefstehende Sonne einschlecht. Das ist man blind gefahren.“

#16 – Mercedes- AMG GT3 (van der Zande,Vautier,Seyffarth,Heyer)

07:35 Uhr: Jan Seyffarth: „Ich bin einen Doppel-Stint gefahren. Aus der Nacht raus ins Helle, das ist natürlich immer geil. Das Tempo war gut, aber wir hatten ein-, zweimal Pech mit Code 60 und dadurch ein bisschen Zeit verloren. Kenneth Heyer wird wahrscheinlich jetzt auch einen Doppel-Stint fahren. Wir sind zufrieden, wie es läuft.“

#22 – Ferrari 488 GT3 (Weiss,Weiss,Dontje,Still)

07:31 Uhr: Hendrik Still: „Ich bin einen Doppel-Stint gefahren. Die Performance des Autos war richtig stark. Ich sehe grade: schnellste Rennrunde. Der Hammer.“

#31 – Porsche 911 GT3 R (Dumas,Campbell,Müller,Jaminet)

07:39 Uhr: Sven Müller: „In der Nacht ging es für uns hoch und runter. Ich bin da nicht so viel gefahren und werde zum Ende des Rennens wieder mehr fahren. Matt Campbell hat mir gesagt, dass es richtiges Chaos gab. Es war zwei-, dreimal sehr knapp, da hätten wir fast das Auto verloren. Es war Öl, aber auch viele Teile auf der Straße. Aber wir haben alles gut überstanden, das Auto ist noch in einem Stück. Wir liegen gerade auf Platz zwei, aber es ist ein echt enger Fight mit dem Mercedes.“

07:44 Uhr: Wegen Unterschreitung der Mindeststandzeit beim Boxenstopp wird eine Strafzeit von 0.33 Minuten ausgesprochen.

#50 – BMW Z4 GT3 (Posavac,Scheibner,Heldmann,Müller)

07:53 Uhr: Einschlag Beginn Döttinger Höhe.

#81 – BMW M3 CSL (Kroll,Eggimann,Titze,Engljähringer)

06:37 Uhr: Der verbliebene Hofor-BMW macht es seinem Teamkollegen aus der ersten Rennrunde nach und verunfallt am Reifenstapel Hatzenbach.

#88 – Subaru WRX STI (van Dam,Schrick,Yamauchi,Iguchi)

07:18 Uhr: Der in der SP3T führende Subaru verunfallt auf der Breidscheider Brücke, kann die Fahrt allerdings fortsetzen.

#122 – Opel Manta (Beckmann,Hass,Strycek,Schulten)

07:19 Uhr: Unfall im Bereich Ex-Mühle

#132 – Porsche Carrera (Hoffmann,Palluth,Wahl,Woodside)

08:27 Uhr: Carsten Palluth: „Der Stopp war unplanmäßig, weil wir einen Über-Kreuz-Funkverkehr hatten. Ich hatte verstanden, ich soll zum Fahrerwechsel an die Box kommen. Das war aber nicht für mich gedacht, sondern für einen anderen Fahrer von einem anderen Team. Deshalb bin ich zu früh reingekommen und unser nächster Fahrer war nicht fertig.“

#146 – Porsche Cayman (Finck,Grosse,Moetefindt,Munhowen)

07:57 Uhr: Yann Munhowen: „Es macht Spaß. Die Sonne blendet ein bisschen. Wir haben aber einen guten Vorsprung und sind auf Platz eins in der Klasse.“

#911 – Porsche 911 GT3 R (Bamber,Christensen,Estre,Vanthoor)

Um 6:57 Uhr fährt Kevin Estre die 100. Rennrunde. Durch die häufigen Code-60-Phasen zu Beginn des Rennens liegt der Rundenrekord von 159 Umläufen in 24 Stunden noch ein weiter Ferne. Es läuft eher auf 157 Runden zu.

07:31 Uhr: Kevin Estre: „Ich bin aufgewacht und wir lagen mit zwei Minuten in Führung. Das hat gutgetan. Das Auto ist super gut, nur das Bremspedal ist etwas „lang“. Wir haben jetzt die Bremssättel gewechselt, mal sehen, ob es besser wird. Hoffentlich machen wir so fehlerfrei weiter.“

News und Stimmen nach 15h

Die Nacht war deutlich ruhiger als die ersten Stunden des 24h-Rennens, als etliche kleinere und größere Unfälle für Aufregung gesorgt hatten. An der Spitze zog der Porsche mit der #911 gleichmäßig seine Runden und liegt nach wie vor in Führung. Dahinter ist ein heißer Kampf entbrannt: Zwischen Platz zwei und sieben lag zeitweise gerade einmal eine gute Minute. Verschiedene Porsche, Mercedes und Audi liegen dichtauf. Erste Verfolger des Spitzenreiters sind der Mann-Filter-Mercedes #48 und der Frikadelli-Porsche #31. Der Glickenhaus hat durch einen Auffahrunfall Boden verloren und der Manta ist zurück auf der Strecke!

#1 – Porsche 911 GT3 R (Lietz,Makowiecki,Pilet,Tandy)

01:17 Uhr: Dreher im Bereich Schwalbenschwanz. Der Fahrer ist ausgestiegen. Richard Lietz: „Das war ein Nordschleifenunfall wie er schon oft passiert ist. Ich hoffe, dem anderen beteiligten Fahrer geht es gut. Ich bin okay, aber das Auto ist leider kaputt. So ist Rennsport. Wenn Du nicht attackierst, bis Du zu langsam. Pusht Du hart, kann etwas passieren.“

#3 – Mercedes- AMG GT3 (Buhk,Haupt,Jäger,Stolz)

02:20 Uhr: Luca Stolz: „Das war mein erster Doppelstint. Es gab viel Hektik, viele Unfälle – da fällt es schwer in den Rhytmus zu kommen. Das Auto läuft prima, ich konnte Boden gut machen.“

#14 – Audi R8 LMS (Winkelhock,Haase,Fässler,Rast)

03:29 Uhr: Christopher Haase: „Es ist einiges los auf der Strecke. Um diese Uhrzeit verlässt manche Fahrer die Konzentration – insofern ist das eine schwierige Phase. Nach einem schwierigen Start konnten wir uns mittlerweile auf Platz 5 bis 8 verbessern. Jetzt wollen wir die Nacht überstehen und dann schauen wo wir am Vormittag stehen.“

#29 – Audi R8 LMS (Mies,Rast,van der Linde,Haase)

05:09 Uhr: Christian Land: „Wir lassen Kelvin van der Linde im Auto. Der hat gerade einen Lauf und fährt absolute Top-Zeiten. Auch René Rast war vorher schon gut unterwegs, so dass wir kontinuierlich auf die Spitze aufholen.“

#31 – Porsche 911 GT3 R (Dumas,Campbell,Müller,Jaminet)

03:02 Uhr: Mathieu Jaminet: „Ich konnte mich gleich zu Beginn meines Doppel-Stints auf Position zwei verbessern. In meinen zweiten Stint hatte sich die Balance des Autos verändert, und ich bin vorsichtiger gefahren. Es gab immer wieder Unfälle und Code-60-Zonen. Ich habe kritische Situationen so gut es ging vermieden.“

#39 – Nissan GT-R Nissmo GT3 (Menzel,Liberati,Jöns,Vaxiviere)

01:56 Uhr: Einschlag in der Hohenrain-Schikane, Menzel ist ausgestiegen.

#48 – Mercedes- AMG GT3 (Hohenadel,Arnold,Marciello,Götz)

04:07 Uhr: Die Zweitplatzierten erhalten wegen Missachtung von Flaggensignalen eine Zeitstrafe von 32 Sekunden.

#50 – BMW Z4 GT3 (Posavac,Scheibner,Heldmann,Müller)

02:38 Uhr: Es ist vollbracht! Der Motor am Z4 GT3 ist getauscht. Das Team wird gleich wieder auf die Strecke zurückkehren.

#89 – VW Golf VII GTI (Preisig,Schreiner,Assmann,)

05:44 Uhr: Nach dem Motorwechsel nimmt der VW Golf der Damenmannschaft das Rennen wieder auf.

#100 – BMW M6 GT3 (Walkenhorst,Ziegler,Schmidt-Staade,Tresson)

01:32 Uhr: Dreher mit Leitplankeneinschlag in der Fuchsröhre.

#122 – Opel Manta (Beckmann,Hass,Strycek,Schulten)

04:56 Uhr: Der Opel Manta ist zurück! Nach stundenlanger Reparatur ist der Fanliebling wieder auf der Strecke. Nach einem kurzen Funktionstest ist der Manta kurz wieder an der Box gewesen. Nach einem erneuten Rundum-Check sitzt nun Peter Hass am Steuer.

#142 – BMW E36 M3 (Quante,Kleeschulte,Kaiser)

01:58 Uhr: Beim lange Zeit Führenden der Klasse V5 muss die Hinterachse gewechselt werden.

#155 – BMW 325i (Kratz,Frisse,Moore,Björn)

03:44 Uhr: Der Sorg-BMW (in den vergangenen 2 Jahren Sieger in der V4), verlor nach dem Rennstart viel Zeit durch einen schleichenden Plattfuss. Die Mannschaft kämpfte sich aber zurück. Teamleader Torsten Kratz übernahm im aktuellen Doppelstint die Führung. Aus Platz drei mit zwei Minuten Rückstand wurde innerhalb von 18 Runden Rang eins mit knapp fünf Minuten Vorsprung.

#160 – Hyundai i30 N Fastback (Engstler,Engstler,Naumann,Byung Hyi Kang)

01:01 Uhr: Franz Engstler: „Wir haben ein Elektronikproblem. Deswegen hat unser ABS nicht richtig funktioniert. Als ich vorhin aus der Boxengasse gefahren bin, hat auf einmal die Hinterachse blockiert. Wir finden aber das genaue Problem nicht. Wir vermuten, dass beim Unfall im Qualifying ein Kabel im Kabelbaum beschädigt wurde.“

#705 – SCG 003C (Mutsch,Fernandez-Laser,Mailleux,Simonsen)

01:31 Uhr: Thomas Mutsch kommt zum außerplanmäßigen Boxenstopp, der SCG003C hat Kampfspuren vorne links und benötigt eine neue Front.

01:47 Uhr: Nach Reparatur der Fahrzeugfront nimmt Thomas Mutsch das Rennen wieder auf. Zeitverlust knapp zwei Runden. Felipe Laser: „Thomas hatte leider eine Kollission. Das ist exterm schade. Wir haben natürlich viel Zeit verloren – das ist nicht aufzuholen. Aber aufgeben ist nicht, wir pushen weiter.“

#911 – Porsche 911 GT3 R (Bamber,Christensen,Estre,Vanthoor)

Michael Christensen: “Wir sind schnell, aber auf der Strecke muss man in jeder Sekunde aufpassen, um Kollisionen zu vermeiden. Zweimal war es bei mir sehr knapp, aber bisher ist alles gut gegangen.“

06:02 Uhr: Nicki Raeder: „Mit Platz 1 sind wir natürlich zufrieden. Aber zwei Minuten Vorsprung sind manchmal auf einen Schlag weg, weil man in einer Code-60-Zone wegen schlechter Sicht einen kleinen Fehler macht. Wir werden im Moment vielleicht nicht mehr mit Gewalt in jede Lücke stechen, aber richtig langsam fahren können die Jungs sowieso nicht so gut.“

06:15 Uhr: Neue Bremsscheiben lagen bereits neben dem Auto, aber beim führenden Manthey-Porsche wurde doch nur getankt und die Reifen gewechselt. Kevin Estre übernimmt das Steuer von Earl Bamber.

06:05 Uhr+++Jetzt ist die Nacht auch offiziell vorbei: Anstelle der reflektierenden Anzeigetafeln zeigen die Sportwarte rund um die Strecke nun wieder Flaggen.

News und Stimmen nach 9h

Der #911 Manthey Racing Porsche hält die Führung in die Nacht hinein und baut sie auf rund 2.50 Minuten aus. Dahinter tobt weiter der Kampf um die Plätze, durchsetzt mit Dramen. So musste der lange führende und später auf Rang 2 liegende #2 Mercedes-AMG GT3 nach einer Berührung mit einem Überrundeten aufgeben. Die Verfolgerrolle übernahm die Scuderia Cameron Glickenhaus, die wiederum den #48 Mercedes-AMG GT3 im Nacken hat. Frikadelli Racing geht mit dem #31 Porsche 911 GT3 auf Rang 4 in die Nacht, gefolgt vom schnellsten Audi R8 LMS vom Audi Sport Team Car Collection mit der #14. Der letzte verbleibende BMW M6 GT3 von Walkenhorst fährt nach neun Stunden auf Platz 24.

#2 – Mercedes- AMG GT3 (Christodoulou,Engel,Metzger,Müller)

Dirk Müller: „Bei mir war alles dabei: Ich bin vom Tag in die Nacht gefahren. Der Porsche hatte Glück, dass er nur eine Code-60-Phase hatte – ich fuhr durch zwei. Deswegen konnte er den Gap plötzlich zufahren. Wir sind die beiden schnellsten Fahrzeuge im Feld – hat Spaß gemacht.“

23:05 Uhr: +++Kollision von Black Falcon-Mercedes Nr. 2 mit dem Gazoo-Toyota Nr. 90 im Yokohama-S. Nach kurzer Runde in die Boxengasse. Der Mercedes wird in die Box geschoben und das Team untersucht den Mercedes jetzt im Bereich des Vorderwagens. Adam Christodoulou steigt aus. Maro Engel über den Unfall von Adam Christodoulou: „Leider hat das Lenkgetriebe Schaden genommen, das braucht eine längere Reparaturpause. Kein Vorwurf an Adam, da gab es ein Missverständnis. Es tu weh, aber es ist so. Wir können aber stolz sein auf die Performance an diesem Wochenende.“

00:05 Uhr: Der zwischenzeitlich Führende Mercedes AMG GT3 von Black Falcon wurde offiziell vom Rennen zurückgezogen.

#8 – Porsche 911 GT3 R (Slooten,Luhr,de Leener,Jans)

22:55 Uhr: Wegen Missachtung der Fahrvorschriften in der Boxengasse und Verursachung einer Kollision, wird eine Strafzeit von 5.32 Minuten ausgesprochen.

#16 – Mercedes- AMG GT3 (van der Zande,Vautier,Seyffarth,Heyer)

Teamchef Adam Osieka: „Wir sind sehr zufrieden, denn wir hatten bis jetzt keinerlei Probleme. Die Autos laufen wie ein Uhrwerk. Auf der Strecke ist allerdings harte Competition angesagt. Die Nacht wollen wir ohne Blessuren überstehen – das ist ganz, ganz wichtig. Kurz vor dem Start hatten wir an der Startnummer 16 ein Problem mit der Hebeanlage und sind nun gezwungen zu improvisieren. Unsere Jungs müssen bei den Boxenstopps an der Nr. 16 das ganze 24h-Rennen mit Wagenhebern nachhelfen, weil der linke Stempel defekt ist.“

#18 – Mercedes- AMG GT3 (Vettel,Ellis,Ludwig,Szymkowiak)

Fabian Vettel: „Im Rennen in die Nacht hineinzufahren, war ein krasses Erlebnis. Ich habe gemerkt, wie die Fans draußen begonnen haben, ihre Grills anzuschmeissen. Dann breitet sich der Geruch von Bratwurst aus. Da bekommt man schon ein leichtes Hungergefühl, das ist toll. Andererseits fährt man dann in Rauchschwaden von riesigen Lagerfeuern und deine Augen beginnen leicht zu brennen. Leicht war das nicht. Aber eine Supererfahrung. Jetzt müssen wir schauen, dass wir gut durch die Nacht kommen. Wir stehen aktuell ganz gut da. Aber es ist ja noch nicht einmal die Hälfte geschafft. Da kann noch viel passieren. Bei dem schweren Unfall auf der Döttinger Höhe war ich unmittelbar dahinter. Ich habe auf einmal ein Auto durch die Luft fliegen sehen. Und plötzlich war die ganze Strecke voller Trümmerteile. Da sieht man, wie schnell es gehen kann – und das auf der Geraden, wo man meint, dass nichts passiert.

#44 – Porsche 911 GT3 R (Bachler,Bergmeister,Ragginger,Werner)

Martin Ragginger übergibt an Klaus Bachler und berichtet: „War eigentlich alles okay. Das Auto funktioniert wieder sehr gut. Wir haben zu Beginn viel mitgemacht. Jetzt läuft alles nach Plan. Schade für alle, dass wir nicht so gut ins Rennen gestartet sind. Jetzt versuchen wir das Beste daraus zu machen.“

#111 – KTM X-Bow GT4 (Kraihamer,Kofler,“Maximilian“,Rönnefarth)

23:13 Uhr: Schwarze Flagge wegen Verstoß gegen die Lärmvorschriften.

23:42 Uhr: steht mit technischem Defekt im Bereich Döttinger Höhe.

#705 – SCG 003C (Mutsch,Fernandez-Laser,Mailleux,Simonsen)

Felipe Laser: „Es war sehr schön, in die Nacht zu fahren. Am Brünnchen war lange Code-60-Zone, da konnte man die Stimmung am Rand der Strecke richtig genießen. Unsere Pace war gut. Jetzt hoffen wir, dass wir das die Nacht durch aufrechterhalten können.“

#718 – Porsche 718 (Zensen,Peitzmeier,Küke,Salewsky)

Michael Küke: „Ich musste mich etwas an die Dunkelheit gewöhnen, aber dann lief mein Stint super. Auf der Strecke hat es sich zum Glück etwas beruhigt.“

#911 – Porsche 911 GT3 R (Bamber,Christensen,Estre,Vanthoor)

Kevin Estre: „Der Mercedes hat im Verkehr etwas Pech gehabt. So konnte ich schnell aufholen. Die erste Möglichkeit, die sich mir geboten hat, habe ich genutzt. Ich denke, er ist mit Absicht etwas nach links gezogen, aber ich habe die Chance durchgezogen. Er ist dann wieder rüber und ich hatte wieder mehr Platz.“

+++Klasse BMW M240i Racing Cup: Mit 13 Startern ist der BMW M240i-Markenpokal die zweitstärkste Klasse und auch nach acht Stunden hart umkämpft. Seit dem Start führt die favorisierte Adrenalin-Mannschaft Nr. 240, aber FK Performance Nr. 235 folgt mit rund einer Minute Rückstand. Mit einer weiteren Minute Rückstand liegt der Avia Sorg-BMW auf Platz drei.

WTCR-Fahrer fasziniert vom Mythos Nordschleife

Jeder Fahrer, der je auf der Nordschleife fuhr, hat wohl seine Lieblingsstelle. Das geht den FIA-WTCR-Piloten nicht anders. Einige von ihnen kannten die Nordschleife natürlich schon lange vorher. Der Deutsche Benjamin Leuchter (VW) etwa, oder auch sein Markenkollege Rob Huff, der ein wenig zum Pechvogel des Wochenendes wurde – sie sind ebenso aus der VLN bekannt, wie Augusto Farfus, Frédéric Vervisch oder Nicky Catsburg. Andere Piloten betraten an diesem Wochenende Neuland. Wir befragten Alte Hasen und Nordschleifen-Newcomer im Tourenwagen-Weltcup nach ihrer jeweiligen Lieblingsstelle auf der längsten Rennstrecke der Welt, und die Antworten fielen natürlich höchst unterschiedlich aus.

Thed Björk (Cyan Racing Lynk & Co): „Wenn Du zum Schwalbenschwanz kommst, hast Du die Strecke fast geschafft und Du sagst zu Dir selbst ‘keep pushing, keep pushing’. Dann ist da mein Lieblingsabschnitt, wenn es in die Kompression am Tiergarten geht und Du so spät wie möglich von 260 km/h runterbremst – und dann bist Du durch mit der Runde, die hoffentlich eine Gute ist.“

Antti Buri (AS Motorsport): „Für mich ist es die Fuchsröhre. Die Leitplanke ist ganz nah, es ist eine enge Stelle, aber dann geht es Vollgas bergauf. Eine ganz heftige Ecke – eine von den Kurven an denen Du erst Spaß hast, wenn Du sie hinter Dir hast.“

Yann Ehrlacher (Cyan Performance Lynk & Co): „Ich nehme den Abschnitt zwischen Karussell und Döttinger Höhe, weil dieser Teil sich wie eine Kurve anfühlt, weil Du an keiner Stelle einfach geradeaus fährst. Da bist Du im Fluss, es geht links, rechts, schnelle Ecken, etwas langsamer Kurven, am Posten 174 bist Du sogar mit allen Rädern in der Luft. Das ist die verrückteste Stelle der Strecke, weil Du im Fluss bist und das Auto einfach rollen lässt. Es ist aber auch die beste Stelle und die, die ich am meisten genieße.“

Esteban Guerrieri (All-Inkl.com Münnich Motorsport): „Ich würde sagen: Fuchsröhre. Dort gibt es eine Kompression, eine echt heftige Kompression bei 250 km/h – und wenn du dann an der nächste Kuppe bist, musst Du urplötzlich einen Gang runterschalten, über den Kerb links räubern. Dann geht es weiter durch eine Reihe Kurven in der Du vom sechsten in den zweiten Gang runterschaltest. Das war die Ecke, die mich am meisten beeindruckt hat als ich zum ersten Mal herkam – und nach wie vor die Stelle, bei der ich das meiste Adrenalin ausschütte.“

Rob Huff (SLR VW Motorsport): „Die beste Stelle ist am Schwedenkreuz – vor allem, weil ich da im Vergleich zu den Teamkollegen offenbar wirklich schnell bin. Aber für mich ist diese Kurve tatsächlich die größte Herausforderung. Ich weiß gar nicht mal warum: Es ist einfach eine wirklich schnelle Kurve, die man mutig und schlau fahren muss. Du fährst 15 Sekunden lang darauf zu und weißt: Gleich kommt sie.“

Yvan Muller (Cyan Racing Lynk & Co): „Meine Lieblingsstelle ist die Dunlopkurve auf dem Grand-Prix-Kurs – das ist die langsamste Ecke, und alle anderen sind zu schnell. Die Kurve mag ich. Alle anderen nicht. Ich kann nur bestätigen was Jacky Ickx einmal gesagt hat: ’Wenn Du diese Strecke genießt, bedeutet das, dass Du nicht schnell genug bist’ Deshalb: Die Dunlopkrehre. Alle anderen nicht. Ich habe geradezu Angst vor der Strecke, nur nicht vor dieser Kurve. Deshalb ist dies die Kurve die ich mag.“