Audi gibt Fahreraufgebot bekannt

[Teaminfo] Audi Sport customer racing startet mit seinen Kunden zum elften Mal bei ADAC Total 24h-Rennen auf dem Nürburgring. Beim größten deutschen Autorennen gehen vom 20. bis zum 23. Juni drei Teams mit fünf aktuellen Audi R8 LMS an den Start, hinzu kommt ein Audi R8 LMS der ersten Generation eines Privatteams.

„Wir konzentrieren unsere Unterstützung in diesem Jahr auf die Teams Car Collection Motorsport, Land Motorsport und Phoenix Racing. Jedes dieser Teams hat mit Audi bereits mindestens ein 24h-Rennen gewonnen“, sagt Chris Reinke, Leiter Audi Sport customer racing. „Zwei Piloten von Audi aus der DTM und neun Audi Sport-Fahrer aus dem Kundensport starten auf dem Nürburgring in insgesamt fünf Audi R8 LMS.“

Der dreimalige Nürburgring-Sieger Markus Winkelhock und der zweimalige Gewinner Christopher Haase teilen sich im Audi Sport Team Car Collection ein Cockpit mit dem dreimaligen Le-Mans-Sieger Marcel Fässler. DTM-Champion René Rast, der ebenso wie Kelvin van der Linde einmal das 24h-Rennen in der Eifel für sich entschieden hat, fährt für das Audi Sport Team Land zusammen mit Christopher Mies, dem Gewinner von 2015 und 2017. Rast und Haase sind auf dem jeweils anderen Auto zusätzlich als weitere Piloten nominiert.

Der frühere Sieger Frank Stippler ist mit dem Audi Sport Team Phoenix dabei. Die Audi Sport-Fahrer Dries Vanthoor und Pierre Kaffer komplettieren dieses Aufgebot gemeinsam mit ihrem Teamkollegen Frédéric Vervisch, der im Januar die 24 Stunden von Dubai gewonnen hat. Darüber hinaus ist Stippler auch mit Audi-Werksfahrer Jamie Green aus der DTM in einem privat eingesetzten R8 LMS von Phoenix Racing gemeldet. Die Privatpiloten Vincent Kolb und Kim-Luis Schramm sind ebenfalls auf diesem Auto genannt.

Rahel Frey schließlich unterstützt das private Team RaceIng fahrerisch und startet an der Seite von Bernhard Henzel, Frank Schmickler und Pavel Lefterov. Ferner setzt Car Collection Motorsport ein Privatfahrerteam ein. Audi Sport erwartet darüber hinaus in anderen Klassen weitere Kundenteams mit Produkten der Marke.

Audi Sport Team Car Collection
Christopher Haase/Marcel Fässler/René Rast/Markus Winkelhock

Audi Sport Team Land 
Christopher Haase/Kelvin van der Linde/Christopher Mies/René Rast

Audi Sport Team Phoenix 
Pierre Kaffer/Frank Stippler/Dries Vanthoor/Frédéric Vervisch

Car Collection Motorsport 
Stefan Aust/Christian Bollrath/Jean-Louis Hertenstein/Klaus Koch

Phoenix Racing 
Jamie Green/Vincent Kolb/Kim-Luis Schramm/Frank Stippler

Team RaceIng 
Rahel Frey/Bernhard Henzel/Pavel Lefterov/Frank Schmickler

Fans kicken gegen Fahrer: Anmeldung läuft

Am Mittwoch vor dem 24h-Rennen (19. Juni 2019) treffen sich Rennfahrer und Fans zum Fußballturnier für den guten Zweck: Beim One World Charity Cup werden Spenden für die Lukas-Podolski-Stiftung gesammelt. Gleichzeitig ist das gemeinsame Kicken von Rennfahrern und Fans ein Ausdruck der familiären Atmosphäre, die das 24h-Rennen seit jeher auszeichnet. Die meisten Plätze für Fan-Mannschaften sind bereits vergeben – aber noch gibt es für Besucher die Möglichkeit, sich anzumelden. Wer also Lust hat, mit seinen Freunden als „Ajax Adenau“ oder „Borussia Brünnchen“ – oder unter einem selbstgewählten anderen Namen – anzutreten, sollte sich sputen. Bis 31. Mai 2019 ist die Anmeldung möglich. Der Kostenbeitrag für jedes Team beträgt pauschal 80,– Euro. Für Zuschauer ist der Eintritt in der ring°arena frei.

Bis zu zehn Fan-Mannschaften gehen beim Hallenfußballturnier an den Start. Die besten ziehen ins Halbfinale ein, für das die Rennfahrer bereits gesetzt sind. (Logisch – sie müssen sich ja am Wochenende dem 24h-Rennen stellen). Das Timing ist so gewählt, dass Fans nach dem Ende des Adenauer Racing Days zur entscheidenden Phase des Fußballturniers kommen können. Gespielt wird beim One World Charity Cups auf dem 30 x 15 Meter großen Court in der ring°arena.

Internationale Rennfahrer spielen gemeinsam
Das Team der Rennfahrer ist eine Traummannschaft – jedenfalls, wenn es um die Lenkradarbeit geht. Aus Deutschland sind etwa Fabian Vettel, Lucas Luhr und Maro Engel dabei, die mit Stars wie Augusto Farfus (BRA), Mikkel Jensen (DEN), Maxime Martin (BEL) oder Indy Dontje (NED) zusammenspannen.

Eine Reihe weiterer Rennfahrer haben bereits zugesagt, ihre Kollegen am Spielfeldrand als „Edelfans“ zu unterstützen. Timo Scheider zeigte sich etwa ebenso interessiert, wie Martin Tomczyk und Maxi Götz. Auch Raffaele Marciello, Pierre Kaffer, Rene Rast, Chris Mies, Patrick Assenheimer, Kenneth Heyer, Philip Ellis und Adam Christodolou wollen vorbeischauen, soweit der Rennfahrer-Job sie nicht durch dringende Angelegenheiten hindert.

Die letzten freien Plätze sind noch zu haben
Zwei Mal fünf Teams können in der Vorrunde antreten, die ab 9:30 Uhr in der ring°arena stattfindet. Noch sind die letzten Plätze zu haben. Die Nennung kann per E-Mail (über anmeldung@oneworld-charity.de) gesendet werden – die Anmelefrist läuft am 31. Mai 2019 aus. Die Teams werden in der Reihenfolge des Eingangs der Anmeldungen berücksichtigt, bis zu drei Mannschaften können über eine Warteliste nachrücken. Mit dem Nenngeld (80,– Euro) tragen die Mannschaften zur Deckung der unmittelbaren Turnierkosten bei, erhalten aber auch umfangreiche Leistungen. So ist natürlich ein Spielerbereich inklusive Umkleiden und Duschen vorhanden. Die Teams erhalten außerdem ein Verpflegungspaket sowie drei von den Fahrern signierte Bälle von „DeinBall.de“ als Erinnerungsstück.

Die einzelnen Matches dauern je zehn Minuten und werden nach den offiziellen Hallenfußball-Regeln des DFB auf Kunstrasen ausgetragen. Die vollständigen Regularien gibt es auf der 24h-Homepage in der Rubrik „Tipps für Fans“ zum downloaden.

Neuer Qualifyingmodus: „Wir wollen, dass sie kämpfen“

Die engen Duelle, die es an der Spitze des 24h-Rennens in den vergangenen Jahren gab und die die Fans förmlich von den Sitzen gerissen haben, sind nicht von Gott gegeben, sondern das Ergebnis einer aufwändigen Bewertung und Einstufung der Top-Fahrzeuge in der sogenannten „Balance of Performance”. Um dieses hohe Level der Chancengleicheit zu erhalten, haben die Verantwortlichen des ADAC Nordrhein das Einstufungsverfahren der GT3-Fahrzeuge über den Winter weiter verfeinert. Vor allem das Einzelzeitfahren zur Ermittlung der besten Startplätze und die Qualifikation dafür rückten in den Blick der Regelmacher.

Die erste grundsätzliche Änderung ist die Anzahl der teilnehmenden Fahrzeuge. Diese ist nicht mehr auf 30 beschränkt. Deswegen heißt das Einzelzeitfahren nun Top-Qualifying und nicht mehr Top-30-Qualifying. Teilnahmeberechtigt sind nun neben den „Pro“- auch die „Pro-Am“-Teams – das heißt ein Teil der Startplätze ist für Privatfahrer reserviert. Das macht den Kampf noch interessanter! Die Unterteilung erfolgt anhand der FIA-Einstufungen.

Top-Qualifying für „Pro“ und „Pro-Am“
In den vergangenen Jahren schafften es meistens alle „Pro“-Teams ohne größere Probleme, sich für das Top-30-Qualifying zu qualifizieren. Um bei ihnen den Kampfgeist zu wecken, wurden mehrere Änderungen beschlossen: So können maximal 80 Prozent der genannten „Pro“-Teams den Sprung ins Top-Qualifying schaffen. Zudem werden die qualifizierten Teams erst nach dem ADAC 24h-Qualirennen bekanntgegeben. Somit kann sich keines der Teams hundertprozentig sicher sein, sich qualifiziert zu haben. „Wir wollen, dass sie bis zuletzt kämpfen“, erklärt Rennleiter Walter Hornung. „Damit steigt der Druck, die wahre Leistungsfähigkeit vor dem eigentlichen 24h-Wochenende offenlegen zu müssen.”

Bislang wurden die schnellsten Rundenzeiten aus dem Qualifying und die Top-Positionen aus den VLN- und dem 24h-Qualirennen herangezogen, um die Teilnehmer für das Top-30-Qualifying zu finden. Das war zwar ein von außen nachvollziehbarer Vorgang, der aber bei genauerer Betrachtung auch Nachteile hatte. So konnten Teams das Pech haben, auf ihren schnellen Runden durch den Verkehr oder Flaggensignale, eingebremst zu werden. Oder Piloten waren mit Absicht in einzelnen Sektoren langsam unterwegs, um das wahre Potenzial ihrer Fahrzeuge nicht zu zeigen. Zum einen, um die Konkurrenz im Unklaren zu lassen und um eine härtere BoP-Einstufung zu verhindern.

Genauere Analyse der Rundenzeiten
Nun wird das ganze Verfahren etwas komplizierter, aber auch fairer und genauer. Für die Beobachter des Livetimings ist die Strecke in neun Sektoren unterteilt. Um die Rundenzeiten aber genauer analysieren zu können, haben die Verantwortlichen den GP-Kurs und die Nordschleife in 42 Sektoren aufgeteilt. Diese werden analysiert und die besten Sektorzeiten aus fünf zusammenhängenden Runden genommen. Zusätzlich werden die Informationen aus den Dataloggern der Fahrzeuge, GPS-Daten und Streckenmeldungen zur Ermittlung der schnellsten Teams herangezogen.

„Aus der Sicht der Regel- und BoP-Macher kann ich das neue System verstehen. Würde ich auch so machen“, so Rowe-Racing-Teamchef Hans-Peter Naundorf. „Für den Fan wird es leider intransparenter. Aber es gibt eben keine einfache Lösung. Grundsätzlich ist es wichtiger, dass wir alle ein ausgewogenes Rennen sehen. Es ist besser eine gute und sportliche Show zu haben und dafür auf einen einfachen Modus zu verzichten.“

Am Montag nach dem 24h-Qualirennen wird damit begonnen, die enormen Datenmengen auszuwerten und die ersten Teilnehmer des Top-Qualifyings zu nennen. Weitere Teams können sich noch in den Zeittrainings des ADAC Total 24h-Rennen qualifizieren.

Niki Lauda ist tot – 24h-Rennen trauert um Sieger von 1973

Mit Niki Lauda verstarb am Tag nach dem 24h-Qualifikationsrennen eine der prägenden Figuren des Motorsports. Der Österreicher, der 1975, 1977 und 1984 drei Mal die Formel-1-Weltmeisterschaft gewann, wird Fans und Aktiven als Vorbild in Erinnerung bleiben. Wie kaum ein anderer war er in vielen Rollen der Branche aktiv und erfolgreich. Als Fahrer glänzte er vor allem in den 70er und 80er Jahren, als er neben vielen Grand-Prix-Siegen auch einen Gesamtsieg beim 24h-Rennen auf dem Nürburgring holte: 1973 konnte er sich mit Teamkollege Hans-Peter Joisten im BMW 3.3 CSL des Jägermeister und Alpina Racing Teams mit einer Runde Vorsprung vor den Teamkollegen Brian Muir / Han Akersloot durchsetzen.

„Wir nehmen Abschied von einer der großen Persönlichkeit des Motorsports“, erklärt 24h-Rennleiter Walter Hornung. „Niki Lauda war als herausragender Sportler und Unternehmer und mit seiner zielstrebigen Art ein Vorbild für viele. Unsere Gedanken sind bei seiner Familie.“

Der Nürburgring spielte in Laudas Karriere stets eine wichtige Rolle. Immer präsent wird sein Feuerunfall von 1976 bleiben. In der Eifel feierte der Österreicher aber auch Triumphe – und das nicht nur in der Formel 1. 1973 zuvor hatte der damals 24-jährige etwa das 24h-Rennen auf einem BMW 3.3 SCL gewonnen. Der junge Grand-Prix-Pilot konnte das in zwei Teilen ausgetragene Rennen mit prägen und sich schon im ersten Teil von Beginn an in Führung setzen. Kuriosum: Die damalige Auflage wurde um 17 Uhr für acht Stunden gestartet, in der Nacht wurde eine achtstündige Pause eingelegt, um dann ab 9 Uhr vormittags erneut für acht Stunden zu fahren. Der damals am Nürburgirng eigens für die Veranstaltung aufgebaute Vergnügungspark sollte den Besuchern die Zwischenzeit verkürzen, während die Teams die Pause für Reparaturen nutzten. Auch nach dem Restart dominierten Lauda und sein Teamkollege Joisten das Geschehen. Sie siegten am Ende mit einer Runde Vorsprung auf ihre Teamkollegen. Mit sechs Runden Rückstand wurden Hans Heyer / Klaus Fritzinger im Werks-Ford Capri RS 2600 Dritte.

Schnelle Familiengeschichten beim 24h-Qualirennen

„Stuck hoch drei“ hieß es 2011, als Hans-Joachim „Strietzel“ Stuck und seine beiden Söhne Johannes und Ferdinand das damalige 24h-Rennen gemeinsam auf einem Auto bestritten. In diesem Jahr lautet die Schlagzeile „Engstler hoch zwei“! Mit Franz Engstler und seinem Sohn Luca startete beim 24h-Qualirennen erneut eine international bekannte Rennfahrerfamilie gemeinsam beim Langstreckenklassiker durch die „Grüne Hölle“.

„Den Anstoß zu diesem ersten gemeinsamen Vater/Sohn Einsatz hat genaugenommen meine Frau gegeben“, sagt Franz Engstler, der am 24h-Rennen schon 18 Mal teilgenommen hat. „Aber natürlich war es auch für mich schon immer ein Traum gewesen, gemeinsam mit meinem Sohn an den Start zu gehen. Zum Glück startet Luca dieses Jahr nicht in der TCR-Germany, sondern in der TCR-Europe, so gab es keine Terminüberschneidung und er konnte hier beim 24h-Qualirennen starten. Da wir beide noch nicht die nötige Anzahl von 18 gezeiteten Runden für die vorgeschriebene Permit-A vorweisen können, haben wir an diesem Wochenende sicherheitshalber auf zwei Autos genannt, falls es mit einem Fahrzeug technische Probleme oder einen Unfall geben sollte“.

Gemeinsames Ziel: Permit-A
„Luca hat bislang so gut wie keine Nordschleifen-Erfahrung“, erzählt der Papa. Beim ersten VLN Rennen sei er neun Runden gefahren und müsse an diesem Wochenende die fehlenden neun zum Erlangen der Permit-A drehen. „Das gilt auch für mich“, betont Franz Engstler. Zum Einsatz kommt ein von Engstler selbst, mit Unterstützung von Hyundai, aufgebauter seriennaher Hyundai i30 N Fastback mit ca. 300 PS (#160). „Das Fahrzeug reicht aber völlig aus, um Erfahrung auf der Nordschleife zu sammeln, denn es ist weit weniger aggressiv als ein TCR-Auto“, erklärt Franz Engstler. „Luca brennt auf den Einsatz hier, denn nach seinen beiden zehnten Plätzen beim WTCR-Gaststart auf dem Slovakiaring ist er bis in die Fingerspitzen motiviert“, erzählt Franz Engster, der äußerst stolz auf die Entwicklung seines Sohnes ist. Allerdings hat sich Franz Engstler in der Slowakei am rechten Daumen verletzt hat und kann den Ritt durch die „Grüne Hölle“ deshalb nicht voll genießen.

Weitere Vater/Sohn-Gespanne im Einsatz
Mit Georg und Leonard Weiss (#11 Ferrari 488 GT3) startete ein weiteres „Vater/Sohn“-Gespann beim ADAC Qualifikationsrennen und natürlich auch in fünf Wochen beim ADAC Total 24h-Rennen. „Da mein 60.Geburtstag genau auf den Starttag des 24h-Rennens (22.Juni) fällt, war es mein Wunsch, hier zusammen mit meinem Sohn Leonard erstmals gemeinsam auf einem Auto dieses besondere Rennen zu bestreiten“, betont Georg Weiss.

Als drittes weit über die Eifel hinaus bekanntes „Vater/Sohn-Duo“ nutzten Christian Menzel und sein Sohn Nico das ADAC Qualifikationsrennen als Generalprobe für das 24h-Rennen. Allerdings starten beide nicht gemeinsam im Nissan GT-R Nismo GT3, aber immerhin in einem Team: Vater Christian auf der #39 und Sohn Nico auf der #38. „Wir fahren hier zwei vom Team KCMG privat eingesetzte Nissan der neuesten Baustufe – also zwei Fahrzeuge, die in dieser Konfiguration noch nicht beim 24h-Rennen gelaufen sind“, erklärt Christian Menzel. „Möglicherweise starten wir dort sogar gemeinsam auf einem Auto – das entscheidet das Team. Für mich ist es schon der 25.Start beim Eifelklassiker, für meinen Sohn dagegen erst der Zweite“.

BMW siegt souverän beim 24h-Qualifikationsrennen

Überzeugender Auftritt für den BMW M6 GT3 beim ADAC Qualifikationsrennen auf der Nürburgring-Nordschleife: Alle Podiumsplätze beim letzten Testrennen für das 24h-Rennen am Fronleichnamswochenende (20. bis 23. Juni) gingen an Teams des bayerischen Herstellers. Während Walkenhorst Motorsport mit Christian Krognes (NOR), David Pittard und Nicholas Yelloly (beide GBR) den Gesamtsieg holte, sicherte sich ROWE Racing mit Jesse Krohn (FIN) und John Edwards (USA) den zweiten und mit Connor de Philippi (USA), Tom Blomqvist (GBR) und Mikkel Jensen (DNK) den dritten Platz. Der Porsche 911 GT3 R von Frikadelli Racing landete auf Platz vier vor dem bestplatzierten Mercedes-AMG auf Rang fünf. Der beste Audi wurde Achter.

>> Endergebnis Rennen Gesamt nach 6 h (PDF)

 

Packende Startphase
Schon die Startphase des sechsstündigen 24h-Qualifikationsrennens hatte es in sich: Ein spannendes Duell an der Spitze der ersten Startgruppe war geprägt von den typischen Eigenschaften der Nordschleife. Auf der feuchten Strecke hatten sich viele Teams bei der Reifenwahl scheinbar verpokert und waren auf Slicks gestartet. Marcel Fässler im Audi R8 LMS #4 konnte sich auf seinen Regenreifen deshalb perfekt in Szene setzen und Pole-Sitter Yelmer Buurman im Black-Falcon-Mercedes-AMG #6 sowie die versammelte Konkurrenz deutlich hinter sich lassen. Doch sein Feuerwerk währte nur kurz: Bereits nach vier Runden steuerte er die Box an, weil er auf der zunehmend trockenen Strecke immer mehr in Schwierigkeiten geriet. An der Spitze konnten sich bis zur Rennmitte nach drei Stunden vor allem die BMW M6 GT3 von Rowe Racing, Schnitzer und Walkenhorst sowie die beiden Porsche 911 GT3 R der Vorjahressieger von Manthey Racing in Szene setzen.

BMW dominiert spätestens ab Rennmitte
Die zweite Rennhälfte wurde dann immer mehr zur Galavorstellung der BMW-Mannschaften. Zeitweise fuhren die BMW M6 GT3 acht Sekunden schneller als die dahinter liegenden Porsche 911 GT3 R. Lediglich eine Zeitstrafe von 1:32 Minuten wegen Missachtung der Gelben Flaggen sorgte noch einmal für Stirnrunzeln der BMW-Strategen, doch am Ende gingen alle Podiumsplätze an die Münchner. Die 24h-Rekordsieger von Manthey Racing lagen bis wenige Minuten vor Rennende auf Podiumskurs, mussten dann allerdings wegen Problemen mit der Lenkungen nochmals die Boxen ansteuern. Damit war der BMW-Dreifachsieg endgültig besiegelt.

Der Norweger Christian Krognes fasste den Erfolg so zusammen: „Das ist einer meiner intensivsten Momente in diesem Jahr. Wenn du deinem Konkurrenten immer näher kommst, pusht dich das total. Ich habe schnell festgestellt, dass wir in den langsameren Passagen besseren Grip hatten. So wusste ich, dass ich am besten auf dem GP-Kurs überholen kann. Es ist nach den vielen Jahren der erste Sieg für das Team.“

Auch Rennleiter Walter Hornung zog eine positive Bilanz des Wochenendes: „Wir haben heute tolle Rennaction gesehen, die Lust auf das 24h-Rennen macht. Die Teams haben an diesem Wochenende mit nassen und trockenen Verhältnissen in Training und Rennen sehr vielfältige Testbedingungen gehabt. Wir haben eine optimale Generalprobe für das 24h-Rennen geboten – und die Fans hatten auch noch ihren Spaß bei der heißen Rennaction. Genau das ist das Ziel dieser Veranstaltung.”

News und Stimmen aus der zweiten Rennhälfte

Das Siegerpodest beim ADAC Qualifikationsrennen 24h-Rennen 2019 war fest in der Hand der BMW-Teams. Besonders die Endphase bot einen spannenden Fight der Spitzenreiter und machte viel Appetit auf das 24h-Rennen im Juni. Hier die News und Stimmen aus der zweiten Hälfte des Rennens.

1 – Lietz / Makowiecki / Pilet / Tandy (Porsche 911 GT3 R)
16:22 Uhr Patrick Pilet zieht an seinem Teamkollegen (#911) Earl Bamber vorbei und übernimmt Rang vier.
17:35 Uhr Patrick Pilet kommt zum voraussichtlich letzten Mal an die Box und bleibt im Porsche sitzen.

6 – Assenheimer / Bastian / Buurman / Piana (Mercedes-AMG GT3)
15:47 Uhr Yelmer Buurmann: „Alles nicht so optimal heute. Wir sind mit dem falschen Reifendruck losgefahren, haben dann gleich in der ersten Runde gewechselt. Dann gab es eine Strafe wegen Speeding in der Boxengasse. Irgendwas zwischen Platz sechs und acht sollte aber noch drin sein. Wichtig ist aber, dass wir alle unsere Stints gefahren sind, weitere Nordschleifen-Erfahrung gesammelt und ein paar Einstellungen getestet haben.”

11 – Weiss / Weiss / Still (Ferrari 488 GT3)
17:16 Uhr Leonard Weiss: „Ich glaube, ich habe mich noch nie so gut gefühlt im Auto. Es ist trocken, ich konnte konstant meine Linie fahren und bin gut durchgekommen. Aber auch im Regen bin ich mit dem Ferrari echt zufrieden.”

13 – Albrecht / Dittmann (VW Golf 5 R-Line GTI)
15:48 Uhr War zu schnell in der Boxengasse unterwegs und bekommt eine Zeitstrafe von 30 Sekunden.

15 – Aust / Bollrath / Koch / Bender (Audi R8 LMS)
16:37 Uhr 1:32 Min. Zeitstrafe wegen der Missachtung von Flaggensignalen.

38 – Oliveira / Burdon / Wlazik / Menzel (Nissan GT-R Nismo GT3 2018)
17:40 Uhr Christian Menzel: „Ich kann ein positives Fazit ziehen. Beide Autos sind noch im Rennen und wir sind solide und schnell unterwegs. Wir können unser Programm fahren. Das haben wir dringend gebraucht. Der heutige Tag ist für uns der wertvollste im ganzen Jahr.“

48 – Hohenadel / Arnold / Marciello (Mercedes-AMG GT3)
15:33 Uhr Teammanager Stefan Fischer: „Wir haben ein Problem an der Hinterachse. Marcello war im Auto und hatte Probleme beim Schalten sowie laute Geräusche. Die Jungs checken das jetzt gerade, aber ich fürchte, dass wir das hier nicht vor Ort reparieren können.”

50 – Posavac / Scheibner / Heldmann / Müller (BMW Z4 GT3)
16:53 Uhr Wegen der Missachtung der Höchstgeschwindigkeit in der Boxengasse wird der Z4-Besatzung nach dem Rennen 1:35 Min. auf die Fahrzeit addiert.
18:18 Uhr Der BMW Z4 GT3 gewinnt die Klasse der GT3 Fahrzeuge der älteren Generation. Somit ein erfolgreiches Saisondebüt für das Team rund um Peter Posavac.

51 – Funke / Weishar / Schädler / Göschel (BMW M4 GT4)
16:01 Uhr Sven Schädler übernimmt das Steuer des BMW M4 GT4. Für ihn ist dieses Wochenende und auch das 24h-Rennen Arbeit und Spaß zugleich. Als Reifen-Entwicklungsfahrer kann er auf der Rennstrecke sicherlich wichtige Erkenntnisse für seinen Arbeitgeber sammeln.
16:24 Uhr Hat Im Bereich Hatzenbach das linke Hinterrad verloren und sich in die Wiese gedreht

55 – Grossmann / Trummer / Hirschi (Ferrari 488)
17:17 Uhr Neue absolute Bestzeit für Simon Trummer im Ferrari mit einer Zeit von 8:18.195 Min. Der Rekord wurde im vergangenen Jahr vom Manthey Porsche neu aufgestellt mit einer Zeit von 8:17.340 Min.

62 – Thomas / von Gartzen / Kranz (Porsche 911 GT3 Cup)
16:29 Uhr Wird mit technischem Defekt im Bereich Pflanzgarten von der Strecke gezogen. Somit sind mit der #69 und #62 die beiden Erstplatzierten in der SP7 innerhalb einer Runde ausgeschieden.
17:49 Uhr War in der Boxengasse zu schnell unterwegs und bekommt eine Ersatzstrafe von 1.05 Minuten.

63 – Stengel / Huber / Schwager / Berg (Porsche 991 GT3 CUP)
16:37 Uhr Nutznießer der beiden Ausfälle in der SP7 ist jetzt Dominik Schwager, der die Klasse zum ersten Mal an diesem Wochenende anführt.

69 – Chrzanowski / Jodexnis / Brück (Porsche 991 GT3 Cup MR)
15:48 Uhr Der Clickvers Porsche ist aktuell Führender in der SP7 und verdrängt damit den Mühlner Porsche, der das ganze Wochenende bisher die Klasse dominiert hatte.
16:24 Uhr Kersten Jodexnis ist auf einer Kühlwasserspur im Bereich Klostertal in die Reifenstapel gerutscht.

70 – Hoffmann / Kaya / Müller / Viidas (Mercedes-AMG GT4)
16:44 Uhr Tobias Müller: „Wir haben uns mit unserem GT4 vor allem auf Reifentests konzentriert. Das läuft auch ziemlich gut und bringt uns eine Menge Erkenntnisse für das Set-up. Da zählt jede Runde.”

71 – Schrey / Jäger / Hürtgen / Fischer (BMW M4 GT4)
18:26 Uhr Sieg für Hofor Racing by Bonk Motorsport in der GT4 Klasse. Die Nordschleifenexperten Hürtgen/Jäger/Schrey/Fischer können sich gegen die Konkurrenz durchsetzen.

73 – Robertson / Brunot / Ladell / White (Ginetta G55 GT4)
18:16 Uhr Unfall im Brünnchen

78 – Pflanz / Wiskirchen / „Der Bommel“ / Vleugels (Porsche 997 GT3 Cup)
18:28 Uhr Nach dem Einschlag im Zeittraining heute Morgen wird die Leistung belohnt und der Porsche des Döttinger Teams gewinnt seine Klasse.

80 – Wawer / Schmickler / Assmann / Grassl (Porsche Cayman GT4 CS)
17:43 Uhr Steht nach Unfall im Bereich Metzgesfeld

91 – Schmidt / Lammering / Stein / Rabensteiner (VW Golf VI GTI)
16:16 Uhr Hat Flaggensignale missachtet und erhält deswegen eine Zeitstrafe von 55 Sekunden.
17:01 Uhr 1:05 Min. Zeitstrafe nach dem Rennende wegen Missachtung der Höchstgeschwindigkeit in der Boxengasse.

98 – De Philippi / Blomqvist / Jensen (BMW M6 GT3)
15:55 Uhr Mikkel Jensen kommt an die Box und übergibt an Connor De Philippi.
16:25 Uhr 1:32 Min. Zeitstrafe wegen der Missachtung von Flaggensignalen für den Drittplatzierten.
17:16 Uhr Sitzt ihre Zeitstrafe von 1.32 Min. ab.
18:03 Uhr Der zweite Rowe BMW M6 übernimmt Rang drei und sorgt damit für ein reines BMW-Podium.

99 – Krohn / Edwards (BMW M6 GT3)
15:46 Uhr Der führende Jesse Krohn an die Box.
16:04 Uhr John Edwards übernimmt die Führung, da Nicholas Yelloly (#101) an die Box kommt.
17:00 Uhr Boxenstopp: John Edwards übergibt an Jesse Krohn.
17:01 Uhr Jesse Krohn setzt sich bei der Ausfahrt aus der Boxengasse direkt vor Romain Dumas im Frikadelli-Porsche auf Platz 4.
18:42 Uhr Jesse Krohn: „Natürlich bin ich enttäuscht, nachdem wir fast das gesamte Rennen über geführt haben, und es dann in den letzten Runden verloren haben. Aber der andere BMW war einfach zu schnell. Das Team hat einen tollen Job gemacht, aber es hat nicht ganz gereicht. Es sieht gut aus für das 24h-Rennen.“

100 – Walkenhorst / Ziegler / Schmidt-Staade / Tresson (BMW M6 GT3)
17:34 Uhr Hat Flaggensignale nicht beachtet und bekommt eine Ersatzstrafe von 2.07 Minuten.

101 – Krognes / Pittard / Yelloly (BMW M6 GT3)
15:46 Uhr Nicholas Yelloly übernimmt die Führung.
15:49 Uhr Christian Krognes: „Mein Stint, war echt super! Die Reifen sind perfekt, das ganze Auto liegt optimal. Ich hatte viel Spaß auf der Strecke.”
17:05 Uhr Schnellste Rennrunde durch Pittard mit einer Zeit von 8:19.383 Min.
17:17 Uhr Der Führende Walkenhorst BMW kommt in die Box. Daher wird Jesse Krohn gleich die Spitze übernehmen.
17:41 Uhr Krognes klebt an der Stoßstange des führenden Rowe-BMW M6 mit Krohn am Steuer.
17:49 Uhr Christian Krognes kann an Jesse Krohn im Rowe BMW M6 vorbeiziehen und die Führung übernehmen.
18:23 Uhr Teamchef Henry Walkenhorst: „Das ist ein Traum. Es ist unglaublich. Alle drei haben keinen Fehler gemacht und das war, glaube ich, heute ausschlaggebend. Der Wettergott hat auch mitgespielt.“
18:37 Uhr Christian Krognes: „Das ist einer meiner intensivsten Momente in diesem Jahr. Wenn du deinem Konkurrenten immer näher kommst, pusht dich das total. Ich habe schnell festgestellt, dass wir in den langsameren Passagen besseren Grip hatten. So wusste ich, dass ich am besten auf dem GP-Kurs überholen kann. Es ist nach den vielen Jahren der erste Sieg für das Team.“

131 – Büllesbach / Schettler / Pydys / Stahlschmidt (Porsche Cayman S)
15:34 Uhr Kommt nach kurzer Runde erneut an die Box, weil das Auto Kühlwasser verliert. Das war’s für den Cayman. Das Team schickt den Porsche nicht mehr auf die Strecke.

149 – Ganser / Hancke / Schöffner (Honda Accord Type R)
16:17 Uhr Steht am Hauptposten Metzgesfeld

154 – Gresek / Philipp / Gusenbauer / Engstler (BMW E90 325i)
16:47 Uhr Philipp Gresek steht kurze Zeit gegenüber der Mercedes Tribüne scheinbar mit technischen Problemen und kann das Rennen nach kurzer Zeit fortsetzen.

157 – Huber / Sagmeister / Schmidt (BMW E90 325i)
17:26 Uhr Unfall im Bereich Eiskurve.

170 – Lauck / Terting / Gulden (Hyundai i30 N TCR)
15:50 Uhr Der Hyundai TCR dominiert an diesem Wochenende die TCR-Klasse nach belieben und führt souverän seine Klasse. Gleichzeitig liegt man im Gesamt auf Platz 33 und ist somit bester Fronttriebler.

241 – Foster / Perel / Witt / Merlini (BMW M240i Racing)
15:49 Uhr Wird von der DMSB-Staffel im Bereich Klostertal abgeschleppt.

245 – Capsi Segura / Fontes / Castilo / Aso (BMW M240i Racing)
16:54 Uhr Auch der Cup-BMW von Sorg war zu schnell in der Box und bekommt nachträglich 1:05 Min. aufaddiert.

302 – Friedhoff / Friedhoff / Kasperlik / Serrano (Porsche Cayman GT4 Clubsport)
16:01 Uhr Steht im Bereich Ausgang Steilstrecke mit technischem Defekt

303 – Kranz / Jung / Schula (Porsche Cayman GT4 Clubsport)
18:13 Uhr Der Führende in der Cup3 bekommt wegen der Überschreitung der Höchstgeschwindigkeit in der Box nachträglich eine Zeitstrafe von 1:05 Min. Das dürfte aber keine Auswirkung auf das Klassenergebnis haben.

705 – Mutsch / Fernandez-Laser / Mailleux / Simonsen (SCG003C)
16:28 Uhr Felipe Laser: „Ich kann ganz happy sein. Das Auto läuft optimal. Für ein paar Schrecksekunden sorgten Regentropfen, aber das hatte sich ja schnell wieder erledigt. Das ist ja das tolle an der Nordschleife: Hier können hinter jeder Ecke andere Streckenverhältnisse lauern.”

911 – Bamber / Christensen / Estre / Vanthoor (Porsche 911 GT3 R)
15:56 Uhr Laurens Vanthoor kommt an die Box und übergibt an Earl Bamber.
16:00 Uhr Routinestopp beim Manthey-Porsche: Nach dem Wechsel zu Earl Bamber sagt Laurens Vanthoor: „Wir hatten in dieser Saison bei der Vorbereitung auf das 24h-Rennen bislang viel Regen. Daher ist es wichtig, dass es heute ziemlich trocken war. Da konnten wir eine Menge Einstellungen probieren.”
18:02 Uhr Laurens Vanthoor ist in die Box angebogen.
18:12 Uhr Teamchef Nicki Raeder: „Wir hatten ein Problem mit der Lenkung, wissen aber noch nicht genau, was los ist. Aber es wurde uns zu gefährlich. Es gab Vibrationen und das Lenkrad stand etwas schief.“

Jet-Setter Farfus in Bestform

Eigentlich heißt es, dass man nicht gleichzeitig auf zwei Hochzeiten tanzen kann – Augusto Farfus bewies an diesem Wochenende das Gegenteil. Denn der Brasilianer war bei zwei Veranstaltungen in zwei Ländern auf zwei ganz unterschiedlichen Fahrzeugen unterwegs. Beim ADAC 24h-Qualifikationsrennen startete er im BMW M6 GT3 des Schnitzer Teams gemeinsam mit Martin Tomczyk (Kolbermoor) und Timo Scheider (Österreich). Beim FIA WTRC-Lauf im niederländischen Zandvoort ging er im Hyundai i30 N TCR des BRC-Teams an den Start. Zwischen den beiden Events pendelte er mit dem Helikopter. Damit war dieses Wochenende eines der anstrengendsten für den BMW-Piloten. „Es ist mein fünftes Rennwochenende in Folge und dieses Wochenende wird in die Geschichte eingehen“, erzählt Farfus. „Ich fahre zwei Autos mit komplett unterschiedlichen Stilen in zwei unterschiedlichen Wettbewerben.“

Er kam, stieg ein und fuhr Bestzeit

Wie nervenstark der Brasilianer ist, zeigte er am Samstag. Gerade am Nürburgring gelandet, fuhr er im ersten Qualifying gleich die schnellste Rundenzeit. „Augusto ist wirklich eine sensationelle Runde gefahren“, berichtete sein Schnitzer-Teamkollege Martin Tomczyk. „Er ist erst kurz vorher mit dem Hubschrauber aus Zandvoort hier gelandet. Dann waren es auch noch seine ersten Runden im Auto hier auf der Nordschleife. Dass er gleich in der dritten Runde diese Zeit gefahren ist, ist wirklich toll.“ Kaum war Farfus in der Boxengasse angekommen und aus dem Auto ausgestiegen, war er auch schon wieder weg. „Er ist auf nach Zandvoort und muss den Hubschrauber erwischen, damit er morgen an der WTCR teilnehmen kann“, berichtet sein BMW-Teamchef Herbert Schnitzer Jr. „Am Sonntag möchte er mit dem Heli wieder hierher zurückfliegen, um im Rennen mitzufahren.“ Allerdings war die WTCR-Bilanz durchwachsen. Beim ersten Rennen am Samstag hatte Farfus kein Glück. Sechs Runden vor Schluss musste er die Boxengasse ansteuern, dafür gelang ihm im zweiten Heat am Sonntag ein sauberer sechster Platz. Den abschließenden dritten WTCR-Lauf des Wochenendes schloss er sogar als Dritter ab. Nur mit dem geplanten Start am Nürburgring wurde es nichts mehr: Statt nochmal in die Eifel einzuschweben verzichtete Farfus zugunsten des WTCR-Einsatzes darauf, noch einmal in das Geschehen am Nürburgring einzugreifen.

Doppelstart am 24h-Wochenende

Beim ADAC TOTAL 24h-Rennen in rund einem Monat wird Farfus erneut einen Doppelstart absolvieren, dann ist die WTCR im Rahmen des ADAC TOTAL 24h-Rennens unterwegs. „Immerhin bin ich an dem Wochenende auf der gleichen Strecke unterwegs, das macht es etwas einfacher“, so der Brasilianer, der sich beim 24h-Rennen unbedingt den Sieg holen will. „Im vergangenen Jahr haben wir das Fahrzeug vorbereitet und das Setup erarbeitet. Wir haben ein Auto, das zur Strecke passen sollte. Der M6 ist immer noch schnell.“

WTCR: Spannende Läufe in den Niederlanden – nun geht es auf die Nordschleife!

Alles bereit für das 24h-Rennen: Während am Nürburgring das 24h-Qualifikationsrennen die letzte Gelegenheit für die 24h-Teams zum finalen Test auf der Nordschleife bot, ging der FIA Tourenwagen-Weltcup (WTCR) in Zandvoort an den Start. Diese vierte von zehn Meisterschaftsrunden war auch für die Topklasse im internationalen Tourenwagensport das letzte Aufeinandertreffen vor dem Rennen in Deutschland. Und wieder erstaunte die WTCR ihre Fans mit äußerst abwechselungsreichem Sport und Überraschungssiegern. Im Qualifying und dem ersten von drei Rennen waren es die Piloten der chinesischen Marke Lynk & Co, die das Geschehen bestimmten. Thed Björk (SWE) und Yann Ehrlacher (FRA) holten die Bestzeiten in den Qualifyings und siegten im dritten Rennen des Wochenendes. Björk siegte außerdem in Lauf eins. Im zweiten Rennen holte Esteban Guerrieri im Honda Accord des deutschen Teams All-inkl.com den Sieg und konnte damit seine Meisterschaftsführung ausbauen.

Rennen 1: Björk mit starker Vorstellung

Thed Björk war der Mann des Tages am ersten Renntag der WTCR an der niederländischen Nordseeküste. Er führte schon im Qualifying ein Viererpack von Lynk & Co-Piloten an und gewann danach auch den ersten Lauf des Wochenendes. Der Schwede konnte seine Pole gegen den Teamkollegen Yvan Muller (FRA) verteidigen und in einen Start-Ziel-Sieg umwandeln. Der spanische Cupra-Pilot Mikel Azcona holte als Dritter seine zweite Podiumsplatzierung in der laufenden Saison. Das Renngeschehen war dabei extrem eng, die ersten 15 Autos trennten im Ziel nach zwölf Runden weniger als zehn Sekunden. „Es sieht einfach aus, wenn man von vorne startet, aber ich war unter enormen Druck“, sagt Björk nach seinem Sieg. Der Tourenwagen-Weltmeister von 2017 freute sich über „ein fantastisches Rennen. Meine Familie war hier, um zuzuschauen. Es ist toll, mit einem Sieg zurückzuschlagen. Es fühlt sich toll an. Das Team hat einen guten Job gemacht.“ Auf Platz vier lag im Ziel Johan Kristoffersson (SWE), der in seinem VW Golf GTI TCR sein bis dato bestes WTCR-Ergebnis erzielte.

Rennen 2: Guerrieri siegt, Doppelpodium für Volkswagen

In Rennen 2 ließ der frisch gebackene Tabellenerste nichts anbrennen: Esteban Guerrieri (ARG) hatte in Rennen 1 gerade die Führung in der WTCR von seinem Teamkollegen und Landsmann Nestor Girolami übernommen. Mit einem sauber herausgefahrenen Start-Ziel-Sieg in Rennen 2 baute der Pilot des deutschen All-inkl.com-Teams sie noch einmal aus. Er setzte sich schon in der ersten Kurve vor die beiden Volkswagen-Piloten Benjamin Leuchter (GER) und Johan Kristoffersson (SWE) und gab sie im Anschluss nicht mehr her. „Es war ein hartes Rennen“, beschrieb der glückliche Laufsieger anschließend. „Wir haben uns gegenüber gestern verbessert, und das Team hat mir ein tolles Auto hingestellt. Dadurch habe ich eine Menge Punkte geerntet, das ist großartig. Aber es ist auch schade für meinen Teamkollegen Nestor, der nur als Elfter ankam. Wir denken und arbeiten als Team.“ Guerrieri beschrieb auch, dass er in der Schlussphase des Rennens Probleme im Heckbereich des Honda bekam und witzelte: „Gleichzeitig schien Benjamin hinter mir aber Probleme mit den Scheinwerfern zu haben – die blitzten dauernd auf. Aber schön, dass er sich wie ein Gentleman verhielt und es nicht mit der Brechstange versuchte.“

Rennen 3: Kurioses Wechselspiel bei Lynck & Co

In Lauf drei schien kurz nach dem Start schon alles klar, als Thed Björk an seinem Teamkollegen Yann Ehrlacher vorbeiziehen konnte, der seine Pole Position wegen eines schwachen Starts nicht verteidigen konnte. Der besser platzierte Lynck & Co-Pilot übernahm damit die Führung, doch der 38-Jährige ließ den Teamkollegen und Polesitter passieren. Kurze Zeit später übernahm er aber erneut die Führung – nach regem Funkverkehr mit dem Team an der Box. So gab es einen Doppelsieg für die chinesische Marke. „Ich hatte einen perfekten Start und war vor Yann in der ersten Kurve“, beschrieb Björk im Ziel. „Ich kann gut verstehen, dass er nicht erfreut ist – aber wir alle hier im Starterfeld wollen gewinnen. Dafür sind wir ja hier. In der Tabelle mache ich damit einen Schritt nach vorne, und wir werden dranbleiben und pushen.“ Als Drittplatzierter kletterte Norbert Michelisz (Hyundai) auf das Podium, der in der 14. von 15 Runden an Markenkollegen und Doppelstarter Augusto Farfus vorbeizog. Tabellenführer Esteban Guerrieri fand als Achtplatzierter keinen Weg am Johan Kristofferson im bestplatzierten Volkswagen vorbei.

Spannende erste Hälfte beim 24h-Qualirennen

Aufregende Startphase beim 24h-Qualifikationsrennen: Ein spannendes Duell an der Spitze der ersten Startgruppe war geprägt von den typischen Eigenschaften der Nordschleife. Auf der feuchten Strecke hatten sich viele Teams bei der Reifenwahl scheinbar verpokert und waren auf Slicks gestartet. Marcel Fässler im Audi R8 LMS #4 konnte sich auf seinen Nassreifen deshalb perfekt in Szene setzen und Pole-Sitter Yelmer Buurman im Black-Falcon-Mercedes-AMG #6 sowie die versammelte Konkurrenz deutlich hinter sich lassen. Doch sein Feuerwerk währte nur kurz: Bereits nach vier Runden steuerte er die Box an, weil er auf der zunehmend trockenen Strecke immer mehr in Schwierigkeiten geriet. Die Fans am Nürburgring sahen auch zahlreiche weitere außerplanmäßige Boxenstopps und packende Positionskämpfe – Nordschleifen-Action vom feinsten eben. An der Spitze konnten sich bis zur Rennmitte nach drei Stunden vor allem die BMW M6 GT3 von Rowe Racing, Schnitzer und Walkenhorst sowie die beiden Porsche 911 GT3 R der Vorjahressieger von Manthey Racing in Szene setzen, doch auch der Phoenix-Audi #4 hielt sich konstant in der Spitzengruppe.

1 – Lietz / Makowiecki / Pilet / Tandy (Porsche 911 GT3 R)
12:30 Uhr Das Team musste vom Ende der ersten Startgruppe aus starten und liegt nach einer halben Stunde bereits auf Gesamtrang zwei.
12:59 Uhr Richard Lietz steht bereit, um Nick Tandy abzulösen.
13:08 Uhr Routine-Boxenstopp: Lietz ersetzt Tandy. Nick Tandy: „Wir sind am Anfang ganz gut zurechtgekommen, aber es war echt hart. Hier war es nass, dort nur feucht, ein paar Meter weiter trocken. Jetzt müssen wir weiter Vollgas geben.“

4 – Fässler / Frey (Audi R8 LMS)
12:02 Uhr Nach einem packenden Startduell mit #6 Buurman zieht Fässler vorbei und biegt als erster auf die Nordschleife ab. Er setzt sich anschließend an der Spitze von seinen Konkurrenten ab.
12:18 Uhr Fässler muss die beiden BMW #33 und #101 passieren lassen.
12:21 Uhr Boxenstopp mit Reifenwechsel beim Mann der ersten Kilometer.
13:36 Uhr Marcel Fässler: „Bei den Mischbedingungen am Start lief es eigentlich ganz gut. Ich konnte mich zunächst vom Feld absetzen. Als es immer trockener wurde, waren die slickbereiften Teams im Vorteil. Später auf Slicks war ich auch recht gut unterwegs, aber wir hatten gefühlt trotzdem zu wenig Power.“

5 – Kolb / Schramm (Audi R8 LMS)
12:38 Uhr kommt an die Boxen und wechselt auf Slicks
13:54 Uhr Kim Luis Schramm: „Wir konnten eine gute Pace fahren und hatten schöne Zweikämpfe. Im Moment ist das Wetter ganz in Ordnung und wir können nochmal einiges testen, um im 24h-Rennen gut aufgestellt zu sein. Die Strecke ist derzeit komplett trocken.“

6 – Assenheimer / Bastian / Buurman / Piana (Mercedes-AMG GT3)
12:31 Uhr Hat die Boxenstoppzeit nicht eingehalten und erhält eine Zeitstrafe von 36 Sekunden.

11 – Weiss / Weiss / Still (Ferrari 488 GT3)
12:16 Uhr Wechselt auf Slicks.
13:28 Uhr Hendrik Still: „Ich sitze zum ersten Mal auf der Nordschleife im Ferrari und dafür sind wir sehr zufrieden.“

15 – Aust / Bollrath / Koch / Bender (Audi R8 LMS)
13:40 Uhr kleiner Schaden hinten links, der aber mit ein paar Kabelbindern repariert werden konnte.

17 – Shoffner / Hill / Schiller / Palttala (Mercedes-AMG GT3)
14:34 Uhr Fabian Schiller: „Mein Stint war okay und ich denke, wir haben viel gelernt. Leider sind wir hinter anderen GT3-Fahrzeugen hängen-geblieben, die in den kurvenreichen Passagen nicht so schnell sind wie wir. Da diese meist auf der Döttinger Höhe sehr schnell sind, ist es schwierig für uns zu überholen.“

22 – Kainz / Krumbach / Mattschull (Ferrari 488 GT3)
12:16 Uhr Hat auf Slicks gewechselt.
12:30 Uhr Georg Weiss: „Der Motor ist zu heiß geworden. Wir suchen nach dem Fehler, wissen aber noch nicht, woran es liegt.“

31 – Dumas / Jaminet / Campbell / Müller (Porsche 911 GT3 R Gen. II)
13:05 Uhr Matt Campbell fährt mit einer Zeit von 8:23.028 Min. als erster Fahrer unter der 8:25er-Marke.

33 – Dumbreck / Dusseldorp / Imperatori (BMW M6 GT3)
12:17 Uhr Dusseldorp übernimmt im Klostertal die Führung
12:36 Uhr Beste Rundenzeit für Dusseldorp mit 8:31.629 Min.
12:44 Uhr Der Führende kommt in die Box, Dusseldorp steigt aus und Dumbreck wird das Steuer übernehmen.
13:19 Uhr Dreher mit Einschlag vorne rechts im Bereich Wehrseifen
13:26 Uhr Dumbreck ist mit einem Reifenschaden vorne rechts und kaputter Karosserie auf dem Weg in die Box.

38 – Oliveira / Burdon / Wlazik / Menzel (Nissan GT-R Nismo GT3 2018)
13:32 Uhr Unfall im Bereich Hatzenbach, kann aber weiterfahren.

39 – Menzel / Liberati / Jöns / Vaxiviere (Nissan GT-R Nismo GT3 2018)
13:04 Uhr Christer Jöns übernimmt die Führung in der 8. Rennrunde.
13:11 Uhr Der Führende kommt an die Box
13:20 Uhr Christer Jöns: „Es war genau richtig, nach der Einführungsrunde an die Box zu kommen und gleich von Regen auf Slicks zu wechseln. Danach hatte ich relativ freie Fahrt und konnte viel Boden gut machen. Am Anfang war vielleicht 80 Prozent trocken und der Rest feucht und teilweise richtig nass.”
14:33 Uhr Nico Menzel hat den KCMG Nissan GT3 von Vaxiviere übernommen.

42 – Farfus / Tomczyk / Scheider (BMW M6 GT3)
12:26 Uhr Herbert Schnitzer jun.: „Es war ein großes Pokern am Anfang, wir haben uns für Regenreifen entschieden. Im Moment läuft das Auto auf dem Martin Tomczyk sitzt, stabil und problemlos. Wir sind jetzt gespannt, ob Augusto, der gegen 14:00 Uhr ins Auto steigen soll, rechtzeitig hier ist.”
14:56 Uhr Timo Scheider kommt an die Box. Das Auto ist an der Front beschädigt und wird mit Racetape in Form gebracht.

44 – Bergmeister / Ragginger / Werner (Porsche 911 GT3 R)
12:43 Uhr Der Porsche scheint Probleme zu haben und wird von den Konkurrenten überholt.
13:04 Uhr Teammanager Ernst Hansenbring: „Wir haben die Frontschürze kurz abgenommen, weil wir leichte Vibrationen am Auto hatten. Es war aber nur ein kurzer Check im Rahmen des Routine-Boxenstopps. Der BMW ist auf geschnittenen Slicks ins Rennen gegangen, der Porsche auf Regenreifen. Wir sind mit dem Porsche gleich nach der Einführungsrunde wieder reingekommen. Das erklärt, welche Wahl die bessere war …“

48 – Hohenadel / Arnold / Marciello (Mercedes-AMG GT3)
12:27 Uhr Stefan Fischer, Teamorganisator: „Christian hat der Start/Ziel-Geraden einen Schlag aufs Rad bekommen und meldete deswegen einen Lenkradschiefstand. Er kam dann in die Box und wir haben das kontrolliert und gleichzeitig die Reifen von Regen auf Slicks gewechselt. Wir wollten am Start auf Nummer sicher gehen.“
13:40 Uhr Leichte Kollission mit der #91 im Bereich Karussell, beide können weiterfahren.
14:42 Uhr Probleme mit dem Getriebe, momentan in der Box.

50 – Posavac / Scheibner / Heldmann / Müller (BMW Z4 GT3)
12:34 Uhr Jörg Müller fährt mit dem mittlerweile betagten BMW Z4 GT3 auf Gesamtplatz drei.
14:08 Uhr Dirk Heldmann nimmt zum erste Mal im Renntempo Platz im Z4 GT3

51 – Funke / Weishar / Schädler / Göschel (BMW M4 GT4)
12:42 Uhr Langsame Fahrt im Bereich Klostertal
12:55 Uhr Technischer Defekt im Bereich Pflanzgarten.

55 – Grossmann / Trummer / Hirschi (Ferrari 488)
13:38 Uhr Erhält eine 33-Sekunden-Zeitstrafe wegen der Missachtung der Mindeststandzeit in der Boxengasse
14:11 Uhr Der Ferrari steht in der Arembergkurve im Kies

61 – Scheerbarth / Oehme / Goder / Schlüter (Porsche 911 GT3 Cup)
12:19 Uhr Unfall im Bereich T13

77 – Leisen / Brink / Rink / Lenerz (BMW M4 GT4)
13:47 Uhr Auf Platz 44 Gesamt und in Führung in der SP10 liegen die amtierenden VLN-Meister, die als Belohnung für ihre Erfolge in der VLN und der BMW Sports Trophy von BMW einen M4 GT4 zur Verfügung gestellt bekommen haben. Im Moment sitzt Leisen am Steuer.
13:57 Uhr 30-Sekunden-Zeitstrafe wegen Missachtung der Höchstgeschwindigkeit in der Boxengasse.

78 – Pflanz / Wiskirchen / „Der Bommel“ / Vleugels (Porsche 997 GT3 Cup)
14:15 Uhr Auch wenn der Porsche 997 GT3 Cup von Rent2Drive heute Morgen im Training einen Unfall hatte, führt er in der Klasse SP6. Das Auto ist allerdings noch ziemlich gezeichnet und hat viel Tape an der Front.

80 – Wawer / Schmickler / Assmann / Grassl (Porsche Cayman GT4 CS)
12:56 Uhr Der Porsche aus der Klasse SP6 steht Ende Start und Ziel mit technischem Defekt.

88 – van Dam / Schrick / Yamauchi / Iguchi (SUBARU WRX STI)
13:58 Uhr Tim Schrick führt im Subaru WRX STI nicht nur die Klasse SP3T, sondern ist auch der schnellste Allradler im Teilnehmerfeld.

90 – Sasaki / Yabuki / Daenens / Kleen (TOYOTA GR SUPRA)
13:28 Uhr Steht im Bereich Arembergkurve

91 – Schmidt / Lammering / Stein / Rabensteiner (VW Golf VI GTI)
13:39 Uhr Auspuff hängt herunter, somit wird ein Boxenstopp notwendig sein.

98 – De Philippi / Blomqvist / Jensen (BMW M6 GT3)
12:01 Uhr Blomqvist stand in der ersten Kurve kurz quer, touchierte dabei andere Fahrzeuge und fiel zurück
14:41 Uhr Mikkel Jensen hat die Führung übernommen.

99 – Krohn / Edwards (BMW M6 GT3)
13:12 Uhr John Edwards ist der neue Führende.
13:20 Uhr Der Führende kommt an die Box.
14:34 Uhr Jesse Krohn kommt als Führender an die Box
14:51 Uhr Hans-Peter Naundort, Teamchef: „Es läuft besser als gedacht für uns. Aber wir wollen jetzt noch nichts beschreien. Ich habe keinen Überblick, wer am Ende noch wie lange stoppen muss, da zu Beginn viele sehr früh in die Box sind. Das kann sich alles noch etwas verschieben. Im Moment sieht es so aus, als ob es die letzte Stunde nochmal regnen könnte.“

101 – Krognes / Pittard / Yelloly (BMW M6 GT3)
12:27 Uhr Krognes kommt in die Box
13:32 Uhr Christian Krognes übernimmt die Führung.
13:42 Uhr Kommt an die Box und der Rowe BMW #99 mit Jesse Krohn am Steuer übernimmt die Führung
14:44 Uhr Nicholas Yelloly übernimmt die Führung.
14:52 Uhr Nicholas Yelloly kommt an die Box und übergibt die Führung an den Rowe BMW (#99).

109 – Caba / Sprungmann / Rehs (Ford Mustang GT)
12:48 Uhr War in der Boxengasse zu schnell unterwegs und erhält eine Zeitstrafe von einer Minute.

111 – Kraihamer / Kofler / „Maximilian“ / Tasche (KTM X-BOW GT4)
12:05 Uhr Kofler zieht mit dem KTM-X-Box am Ende der Start-und-Zielgeraden an Schellhaas vorbei und übernimmt die Führung in der zweiten Startergruppe.

112 – Griesemann / Vatne / Björn-Hansen (KTM X-BOW GT4)
12:25 Uhr Dreher für den KTM X-Bow im Bereich Ford-Kurve

120 – Supaphongs / Ruengsomboon / Kawamura / Jian Hong (Toyota C-HR)
14:57 Uhr Technischer Defekt im Bereich der Grand Prix Strecke.

133 – Akimenkov / Selivanov / Toril Boquoi (Porsche Carrera )
13:37 Uhr Bester Serienwagen auf Platz 62 Gesamt und mit rund 40 Sek. Vorsprung in der Klasse V6

134 – Carobbio / Vicenzi / Ates / Simon (Posche Cayman S)
12:48 Uhr War in der Boxengasse zu schnell unterwegs und erhält eine einminütige Zeitstrafe.

157 – Huber / Sagmeister / Schmidt (BMW E90 325i)
14:26 Uhr War zu schnell in der Boxengasse unterwegs und erhält eine Zeitstrafe von 30 Sekunden.

160 – Engstler / Engstler / Naumann / Kang (Hyundai i30 N Fastback)
12:56 Uhr Luca Engstler: „Wir sind bei der Reifenwahl ein bisschen ins Risiko gegangen – vorne Slicks, hinten Regenreifen. Wir konnten damit die ganze Zeit draußen bleiben und haben uns in der Klasse einen schönen Vorteil rausgefahren. Jetzt machen wir vier Slicks drauf und dann kann Guido Naumann angreifen.“
13:33 Uhr Technischer Defekt auf der Döttinger Höhe
14:11 Uhr Das Fahrzeug steht in der Box, Franz Engstler sitzt am Steuer und das Team arbeitet vorne links. Luca Englster: „Wir haben leider ein kleines Problem mit der Radnabe. Aber für so etwas ist das Qualirennen da – zum Erfahrungen sammeln. Wir wollen verschiedene Sachen ausprobieren und werden auch gleich wieder rausfahren.“

170 – Lauck / Terting / Gulden (Hyundai i30 N TCR)
13:32 Uhr Nach 90 Minuten ist der Hyundai-TCR, aktuell mit Manuel Lauck am Steuer, der schnellste Fronttriebler im gesamten Starterfeld.

171 – Verdonck / Basseng / Oestreich (Hyundai Veloster N TCR)
12:41 Uhr Mit Reifenschaden hinten links im Bereich Klostertal unterwegs.
12:47 Uhr Kommt an die Box: Ein Reifenplatzer hinten links ist die Ursache

236 – Branner / Schaflitzl / Tremblay (BMW M240i Racing)
12:26 Uhr Leichter Einschlag nach einem missglückten Überholmannöver im Bereich Brünnchen. Der Cup-BMW kann die Fahrt aber Fortsetzen.

238 – Tregurtha / Tuck / Witt / Breuer (BMW M240i Racing)
13:26 Uhr Hat die komplette linke Seite mit roten Spuren versehen. Muss daher irgendwo in den Reifenstapel eingeschlagen sein. Kann aber trotzdem problemlos weiterfahren.

246 – Evans / Postins / Smith (BMW M240i Racing)
14:08 Uhr Langsame Fahrt auf der Döttinger Höhe
14:17 Uhr Reifenschaden vorne links.

325 – Legermann / Prattes / Rost / Niermann (BMW E90 325i)
12:35 Uhr Daniel Niermann steht kurz mit technischen Problemen im Bereich Hatzenbach, kann aber dann weiterfahren.

705 – Mutsch / Laser / Mailleux / Simonsen (SCG003C)
14:28 Uhr Dreher in der Mercedes Arena, Fahrer ist Simonsen.

911 – Bamber / Christensen / Estre / Vanthoor (Porsche 911 GT3 R)
12:05 Uhr Konnte sich beim Start auf P3 verbessern und übernimmt danach zweite Position
13:31 Uhr Kommt in Führung liegend an die Box.

Buurman holt für Black Falcon die Pole

Yelmer Buurman ist der Regenkönig beim 24h-Qualirennen. Der Niederländer konnte seinen Mercedes-AMG #6 im Einzelzeitfahren schneller als alle anderen Piloten über die regennasse Nordschleife pilotieren und eroberte damit die Pole Position beim finalen Test für das ADAC TOTAL 24h-Rennen im Juni. Am Ende des Top-30-Qualifyings lag sein Black Falcon Mercedes-AMG GT3 1,207 Sekunden vor dem Audi R8 LMS #4 von Phoenix Racing, in dem der Schweizer Marcel Fässler am Steuer saß. Die zweite Startreihe beim sechsstündigen Rennen am Nachmittag (Start 12:00 Uhr) gehört BMW. Connor de Philippi (USA) konnte mit seinem Rowe-BMW M6 GT3 #98 die Markenkollegen von Schnitzer #42 hinter sich lassen. Aus der dritten Reihe wird der Porsche 911 GT3 R #911 der 24h-Vorjahresssieger von Manthey Racing sowie der Getspeed-Mercedes-AMG GT3 #17 ins Rennen starten. Die Rennaction am Nürburgring ist in voller Länge live zu sehen: Der Videostream ist über die Homepage des 24h-Rennens sowie über Youtube zu sehen.

Yelmer Buurman konnte sich nach dem Qualifying freuen: „Bei nassen Bedingungen ist es hier an der Nordschleife natürlich sehr schwierig“, fasste der Niederländer zusammen. „Im Einzelzeitfahren kann man aber so richtig schön Gas geben und ans Limit gehen. Das passiert hier nicht so oft. Meine Runde war super und hat viel Spaß gemacht.“

>> Ergebnis Top-30-Qualifying

>> Startaufstellung 24h-Qualirennen – Startgruppe 1

>> Startaufstellung 24h-Qualirennen – Startgruppe 2

 

Q2: Schnitzer behält Führung, Tanklimit vergrößert

Auf nasser Strecke waren im zweiten Qualifying am Sonntagmorgen keine Zeiten-verbesserung drin: Die schnellsten Teams waren im 9:30er-Bereich unterwegs – die schnellste Runde, die Augusto Farfus am Samstagabend gefahren hatte, war nicht gefährdet. Viele Mannschaften führten bei den feuchten Witterungsbedingungen nur Funktionstests durch. Der Schnitzer-M6 #42 blieb damit mit einer Bestzeit von 8:17.570 Min. unverändert vor Walkenhorst (#101) und Phoenix (#4). Die Rennleitung erleichterte mit einem Beschluss am Vormittag den Teams die Arbeit im Rennen: Das Tanklimit wird für alle Teilnehmer um drei Liter vergrößert, um sicherzustellen, dass jedes Fahrzeug acht Runden am Stück zurücklegen kann.

1 – Lietz / Makowiecki / Pilet / Tandy (Porsche 911 GT3 R)
08:28 Uhr Der Vorjahressieger des 24h-Rennens muss das Qualifyingrennen vom letzten Platz der ersten Startgruppe in Angriff nehmen. Bei einer routinemäßigen Kontrolle der minimalen Fahrzeughöhe während des ersten Qualifyings war festgestellt worden, dass diese unterschritten worden ist.
09:19 Uhr Mit einer Zeit von 9:29.884 Min. fährt der Manthey-Porsche die schnellste Rundenzeit im zweiten Zeittraining.

5 – Kolb / Schramm (Audi R8 LMS)
09:35 Uhr Kommt mit Reifenschaden hinten rechts in die Box.

15 – Aust / Bollrath / Koch / Bender (Audi R8 LMS)
09:14 Uhr Steht im Kiesbett ausgangs der Grand-Prix-Strecke

22 – Kainz / Krumbach / Mattschull (Ferrari 488 GT3)
09:19 Uhr Jochen Krumbach: „Auch wenn das Wetter aktuell nicht so gut ist, will ich gleich nochmal für eine Runde rausfahren. Ich werde das Top-30-Quali in Angriff nehmen und möchte mir einfach nochmal anschauen, wie die Strecke ausschaut.“

48 – Hohenadel / Arnold / Marciello (Mercedes-AMG GT3)
08:46 Uhr Krankheitsbedingt kann Lance David Arnold nicht am heutigen Rennen und den Qualifying-Sessions teilnehmen. Raffaele Marciello und Christian Hohenadel bestreiten das Rennen.

71 – Schrey / Jäger / Hürtgen / Fischer (BMW M4 GT4)
09:30 Uhr Beim ersten Start mit einem GT4 auf der Nordschleife führt das Team Hofor Racing by Bonk die Klasse SP10 an. Mit Schrey, Fischer, Jäger und Hürtgen sitzen auf dem BMW allerdings auch nur sehr erfahrene Nordschleifenpiloten.

78 – Pflanz / Wiskirchen / „Der Bommel“ / Vleugels (Porsche 997 GT3 Cup)
09:35 Uhr Unfall im Bereich Adenauer Forst.

133 – Akimenkov / Selivanov / Toril Boquoi (Porsche Carrera )
09:13 Uhr Der schnellste Serienwagen ist fast schon traditionell der V6-Porsche von Black Falcon.

155 – Yücesan / Asari / Kratz / Eichenberg (BMW E90 325i)
09:34:39 Uhr Der BGS-technic BMW 325i E90 aus der Klasse V4 führt souverän die Klasse. Torsten Kratz, aktuell Führender in der VLN-Meisterschaft, fuhr in seiner besten Runde knappe zehn Sekunden schneller als die Konkurrenz.

170 – Lauck / Terting / Gulden (Hyundai i30 N TCR)
09:13 Uhr Auf Platz 40 im Gesamt rangiert mit dem Hyundai TCR der schnellste Fronttriebler im Starterfeld.

News und Stimmen aus dem ersten Qualifying

Der erste Tag des ADAC 24h-Qualifikationrennens ist beendet. Nach dem ersten Qualifying hat der Schnitzer-BMW M6 GT3 (#42) die provisorische Pole-Position inne, gefolgt vom Schwesterfahrzeug von Walkenhorst Motorsport (#101) und vom Phoenix Audi R8 GT3 (#4). Die Piloten starteten auf trockener Strecke ins Zeit¬training, doch nach etwas mehr als einer Stunde begann es erneut zu regnen. Zwar gingen die meisten Team nochmal auf Regenreifen raus, doch Zeitenverbesserungen waren nicht mehr möglich.

>>Ergebnis Qualifying 1 (PDF)

 

22 – Kainz / Krumbach / Mattschull (Ferrari 488 GT3)
19:13 h Jochen Krumbach war zu Beginn des Qualifyings noch optimistisch: „Die Strecke ist momentan komplett trocken. Durch den Regen bietet sie noch nicht den optimalen Grip, aber die Strecke wird jetzt immer schneller werden.“ Der später einsetzende Regen machte seine Hoffnungen aber zunichte. Am Ende landete der Ferrari auf Platz 16.

42 – Farfus / Tomczyk / Scheider (BMW M6 GT3)
19:37:39 h übernimmt mit 8:17.570 Min. die Führung.
20:45:33 h Martin Tomczyk: „Augusto ist wirklich eine sensationelle Runde gefahren. Wenn es morgen trocken ist, könnte es nochmal eng werden. Aber mit dieser Zeit sollten wir uns vorne halten.“

48 – Hohenadel / Arnold / Marciello (Mercedes-AMG GT3)
20:22 h Christian Hohenadel: „Eigentlich war es unsere Idee, mit den Slicks einen Longrun zu absolvieren. Bei Regen macht das natürlich keinen Sinn und ich bin sofort reingekommen. Wir sind aber auch schon aussortiert. Zudem haben wir morgen im Rennen noch viel Zeit.“

80 – Wawer / Schmickler / Assmann / Grassl (Porsche Cayman GT4 CS)
19:37 h Der Cayman rollt mit technischem Defekt im Bereich Anfang Döttinger Höhe aus
19:50 h Das Fahrzeuge ist wieder unterwegs.

90 – Sasaki / Yabuki / Daenens / Kleen (TOYOTA GR SUPRA)
19:59 h Wegen zu schnellen Fahrens in der Boxengasse wird dem Team die schnellste Runde gestrichen.

99 – Krohn / Edwards (BMW M6 GT3)
19:02 h Nachdem die ersten Fahrzeuge ihre erste gezeitete Runde hingelegt haben, liegt Jesse Krohn mit einer Zeit von 8:23.761 Min. in Führung. Die Freude währt allerdings nur eine gute halbe Stunde, dann übernimmt Schnitzer das Zepter. Am Ende reicht es für den Rowe-BMW für Platz 6.

100 – Walkenhorst / Ziegler / Schmidt-Staade / Tresson (BMW M6 GT3)
20:08 h Teamchef Henry Walkenhorst: „Wir warten jetzt mit beiden Fahrzeugen noch zehn bis 15 Minuten ab. Wir wollen im Moment nichts riskieren. Zeitenverbesserungen sind jetzt sowieso nicht möglich. Lieber nachher auf Regenreifen nochmal raus.“

112 – Griesemann / Vatne / Björn-Hansen (KTM X-BOW GT4)
19:25 h Das Team hat das Speedlimit in der Boxengasse missachtet und bekommt die schnellste Runde gestrichen.

305 – Krämer / Nagelsdiek / Kloft (Porsche Cayman GT4 Clubsport)
19:25 h Das Team hat das Speedlimit in der Boxengasse missachtet und bekommt die schnellste Rundenzeit gestrichen.

911 – Bamber / Christensen / Estre / Vanthoor (Porsche 911 GT3 R)
19:44 h Earl Bamber: „Der Schaden von heute Vormittag war nicht so schlimm und gut zu reparieren. Wir waren kurz rausgefahren, um zu sehen, ob auch alles in Ordnung ist. In der Zwischenzeit sind wir einige Runden gefahren und das Auto ist gut unterwegs.“

Schnitzer-BMW sichert sich die vorläufige Pole

Beim ersten Qualifying zum 24h-Qualirennen auf dem Nürburgring lag am Samstagabend eines der erfolgreichsten Teams in der Historie des ADAC TOTAL 24h-Rennens vorne: Für das BMW Team Schnitzer markierte der Brasilianer Augusto Farfus in 8:17.570 Min. auf der 25,378 km langen Kombination aus Nordschleife und Grand-Prix-Kurs die schnellste Runde. Mit seinen Teamkollegen Martin Tomczyk (Kolbermoor) und dem gebürtigen Lahnsteiner Timo Scheider liegt der BMW M6 GT3 mit der Startnummer #42 vor dem abschließenden Qualifying am Sonntagmorgen vor den Markenkollegen Christian Krognes (NOR), David Pittard und Nicholas Yelloly (beide GBR) im Team Walkenhorst Motorsport #101 sowie dem Phoenix-Audi R8 LMS #4 von Marcel Fässler und Rahel Frey (beide CHE). Farfus nutzte eine Phase, in der die Strecke weitgehend trocken war und setzte seine Bestzeit schon früh. Nachdem anschließend Niederschläge einsetzten, hatte kein anderes Fahrzeug eine Chance auf Zeitverbesserung. Die endgültige Entscheidung beim Kampf um die Pole-Position fällt am Sonntagmorgen. Nach dem einstündigen Qualifiying (8:30 – 9:30 Uhr) geht es für die besten 30 Teams in das Einzelzeitfahren beim Top-30-Qualyfing (ab 10:30 Uhr). Das sechsstündige 24h-Qualifikationsrennen wird um 12:00 Uhr gestartet. Die ganze Action können Fans nicht nur am Nürburgring erleben, sondern auch am heimischen Bildschirm. Dafür sorgen Ticker, Livetiming und Video-Streams auf der 24h-Homepage sowie auf Youtube.

>>Ergebnis Qualifying 1 (PDF)

Von Beginn des Qualifyings an hatten die BMW-Teams das Sagen. Lag zunächst der Rowe-BMW #99 von John Edwards (USA) und Jesse Krohn (FIN) vorne, übernahm kurz drauf der M6 GT3 des Schnitzer-Teams die Führung. Augusto Farfus, der an diesem Wochenende sowohl beim 24h-Qualifikationsrennen als auch beim FIA Tourenwagen-Weltcup in Zandvoort antritt, saß dabei am Steuer. Viel Zeit zum Jubeln blieb dem Brasilianer allerdings nicht, denn nach dem Abklatschen mit den Teamkollegen saß er schon wieder im Helikopter auf dem Weg zur Rennstrecke an der niederländischen Nordseeküste. „Augusto hat den perfekten Zeitpunkt für seine Runde erwischt“, freute sich Teamchef Herbert Schnitzer junior. „Die Streckenbedingungen waren bei seiner Runde trocken.“ Auch Teamkollege Martin Tomczyk schwärmte von der „wirklich sensationellen Runde“ des Brasilianers. „Schließlich ist er erst kurz vorher mit dem Hubschrauber aus Zandvoort hier gelandet. Dann waren es auch noch seine ersten Runden im Auto hier auf der Nordschleife. Dass er gleich in der dritten Runde diese Zeit gefahren ist, ist wirklich toll. Wenn es morgen trocken ist, könnte es nochmals eng werden. Aber mit der Zeit sollten wir uns in der Spitzengruppe halten.“

Ferrari im Freien Training vorne – Mitfavoriten nach Regenunfall ausgeschieden
Auch im Freien Training am Mittag war die zunächst trockene Strecke schon frühzeitig nass geregnet worden. Das Geschehen bestimmten bei diesen Bedingungen ganz andere Fahrzeuge. Überraschend lag der Ferrari 488 des Teams Octane 126 mit der Startnummer #55 an der Spitze des Zeitentableaus. Die Schweizer Besatzung aus Björn Grossmann / Simon Trummer / Jonathan Hirschi konnte sich vor dem Getspeed-Mercedes-AMG #17 mit John Shoffner, Janine Hill (beide USA), Fabian Schiller (Troisdorf) und Markus Palttala (BEL) und dem Phoenix-Audi R8 #4 platzieren. Zwei starken Mercedes-AMG-Teams wurde die rutschige Piste zum Verhängnis: Die beiden GT3 von Manuel Metzger (#2, Black Falcon) und Dominik, Baumann (#16, Getspeed) kollidierten nach einem Dreher von Metzger. Beide Piloten wurden dabei verletzt und sicherheitshalber zur weiteren Behandlung ins Krankenhaus gebracht. Die Fahrzeuge wurden so stark in Mitleidenschaft gezogen, dass sie am weiteren Rennwochenende nicht teilnehmen können. Auch der Porsche 911 GT3 R mit der Nummer #911 war in den Vorfall verwickelt, konnte sich aber bis zur Boxengasse retten und vom Team wieder flott gemacht werden. Porsche-Pilot Kevin Estre schilderte: „Ich war gerade auf der Outlap und der zweite GT3 auf der Strecke. Im Bereich Steilkurve hat ein Auto vor mir gebremst, ist aber geradeaus gefahren. Mir ist das Gleiche passiert und hinter mir noch einem Mercedes. An meinem 911 ist zum Glück nicht so viel kaputt, aber ich musste trotzdem die Box ansteuern.“

RCN: Tveten / Kroth holen Last-Minute-Sieg

Traditionell eröffnet die Rundstrecken-Challenge-Nürburgring die Hatz nach Bestzeiten beim 24h-Qualifikationsrennen. Der Start, der ursprünglich auf 14:30 Uhr angesetzt war, wurde wegen des wechselhaften Wetters um gut 30 Minuten aufgeschoben, um somit den Teams in der Startaufstellung nochmal die Chance zu geben, ihre Reifenauswahl zu überdenken.

Die meisten Teams starteten in Folge entweder auf geschnittenen Slicks, Intermediates, oder sogar auf Regenreifen. Die Strecke zeigte sich zum Start zweigeteilt, zum Teil war sie nass oder bereits nach der ersten Runde an manchen Abschnitten komplett trocken.  Zur vorgeschriebenen Tankpause, in der man aufgrund der Maximalzeit die Möglichkeit hat, in Ruhe die Reifen zu wechseln, zogen nochmals dunkle Wolken über der Strecke auf. Somit entschieden sich viele Teams für einen erneuten Wechsel auf profilierte Reifen. Doch der erwartete Niederschlag blieb bis zum Rennende aus.

Im Kampf um den Sieg kristallisierte sich zunächst ein Zweikampf zwischen Jim Rautiainen und dem Duo Krichel/Schula heraus. Der Finne Rautiainen kam bei seinem ersten Nordschleifenstart im Porsche 991 GT3 Cup bestens zurecht, fuhr aber ein fremdes Reifenfabrikat, was mit einer nachträglichen Zeitstrafe reglementsgemäß geahndet wurde. Marcel Krichel / Alexander Schula sahen somit zunächst wie der sichere Sieger aus. In ihrem 30 Jahre alten Audi S2 mit über 400 PS und Allrad freuten sie sich nach erfolgreichen Abstimmungsarbeiten über den Erfolg.

Doch niemand hatte zunächst auf Stein Tveten / Holger Kroth geachtet. Das Porsche-Duo aus der Serienwagenwertung hatte beim Tankstopp als eines der ganz wenigen Teams auf Slicks gewechselt und damit alles richtig gemacht. Mit schnellen Rundenzeiten im zweiten Abschnitt konnte man sich sukzessive in der Ergebnisliste nach vorne fahren und in der letzten Runde den Gesamtsieg einfahren. Sowohl für Tveten, als auch für Kroth ist dieser Gesamtsieg der erste in ihrer Karriere.

Der nächste Lauf der Rundstrecken-Challenge-Nürburgring findet beim Saisonhighlight im Rahmen des ADAC 24h-Rennens am Donnerstag, 20. Juni 2019 statt, wenn man erneut das lange Rennwochenende eröffnet.