VLN steht in den Startlöchern

Strahlende Gesichter trotz trübem Wetter: Eine Woche vor dem VLN-Saisonauftakt am 23. März gab es bei den traditionellen Test- und Einstellfahrten einen Vorgeschmack auf die Saison 2019. Als um 9 Uhr die Boxenampel auf Grün schaltete, gingen mehr als 100 Fahrzeuge auf die Strecke, um sich den letzten Feinschliff für den ersten Lauf der größten Breitensportserie der Welt zu holen. Damit setzten sie gleichzeitig den Startschuss für dei Vorbereitungen auf das 24h-Rennen: Nach dem dritten VLN-Lauf (27. April) geht es vom 18. bis 19. Mai zunächst zum Prolog beim 24h-Qualirennen. Der Saisonhöhepunkt auf der Nordschleife folgt dann vom 20. bis 23. Juni bei den 24h.

Bei den VLN-Test- und Einstellfahrten erlebten mehrere hundert Besucher die Stars der Serie auch zum Anfassen. Die Moderatoren Lars Gutsche und Olli Martini gaben bei der einstündigen VLN-Präsentation einen ausführlichen Ausblick auf die neue Saison. Zu Beginn der Veranstaltung dröhnten die Motoren der spektakulären Rennboliden bei der Parade durch den ring°boulevard. Mit dabei waren Janine Hill und Fabian Vettel im Mercedes AMG GT3 von GetSpeed Performance, der Ferrari 458 von racing one, der Eifelblitz von Johannes Scheid aus dem BMW M240i Cup, Mühlner Motorsport mit einem Porsche Cayman GT4 CS, der Opel Manta von Olaf Beckmann und Peter Hass, ein BMW M4 GT4 von Sorg-Rennsport, der futuristisch anmutende KTM X-Bow GT4 von Teichmann Racing, das Meisterauto der BMW 325i von Adrenalin Motorsport mit der #1 sowie Max Kruse Racing mit einem Volkswagen Golf GTI TCR.

Angeführt von den letztjährigen VLN-Meistern Danny Brink, Christopher Rink und Philipp Leisen standen eine Reihe von Interviews mit den Fahrern der Nordschleifen-Rennserie auf dem Programm. „Wir wollen wieder angreifen und den Meistertitel verteidigen“, verkündete Leisen stellvertretend für das Trio. Kaum abwarten kann den Saisonstart Andy Gülden: „Ich freue mich, dass wir wieder zusammengefunden haben. Vor zwei Jahren haben wir die VLN bei Mathilda Racing gemeinsam gerockt“, sagte Gülden, der mit Benjamin Leuchter nun im Team des ehemaligen Fußball-Nationalspielers Kruse im Cockpit sitzt. Bereits 126 VLN-Rennen und 56.000 Rennkilometer hat der legendäre Opel Manta von Olaf Beckmann und Peter Hass auf dem Buckel. Auch der Fuchsschwanz durfte nicht fehlen. „Den müssen wir beim Rennen nur erneuern, wenn es stark regnet“, erzählte Beckmann. Christian Kohlhaas und Stephan Köhler wollen derweil mit einem neuen Teamkollegen an die makellose Erfolgsserie des Vorjahres in der VLN anknüpfen. Jürgen Bleuel ist der Dritte im Bunde. „Wir wollen 2019 zehn von neun Rennen gewinnen“, sagte er scherzhaft.

Auch Heiko Eichenberg und Yannick Mettler wollen im BMW M4 GT4 von Sorg Rennsport ihren Titel in der SP10 verteidigen. „Das wird eine schwierige Nummer. Wir werden alles dafür geben“, sagte Eichenberg. Angreifen will das Duo Lars Peucker und Nico Otto im BMW 240i Racing Cup mit dem Eifelblitz von Johannes Scheid. Im letzten Jahr gab es sechs Podestplätze in der Cup5. „Diese Klasse ist in der VLN am meisten umkämpft. Wir wollen aber wieder mindestens genauso erfolgreich sein. Ein Klassensieg wäre das große Ziel“, sagte Otto.

DEKRA wird Partner des ADAC TOTAL 24h-Rennens

Das ADAC TOTAL 24h-Rennen hat mit der Expertenorganisation DEKRA den Kreis seiner Hauptsponsoren komplettiert. Die weltweit aktive Organisation ist bekannt als Sicherheitspartner im Verkehr, bei der Arbeit und zu Hause. Als global aktive Marke mit hoher Affinität zum Automobil und zum Motorsport ist DEKRA eine perfekte Ergänzung im Kreis der Partner des größten Rennens der Welt.

Der neue Partner des ADAC TOTAL 24h-Rennens wird von den Organisatoren mit offenen Armen empfangen. „Wir freuen uns sehr, dass der Kreis der Hauptsponsoren für das diesjährige 24h-Rennen nun komplett ist und hoffe, dass daraus eine langfristige Partnerschaft wächst“, sagt Rennleiter Walter Hornung. „DEKRA steht vor allem für Sicherheit in allen wesentlichen Lebensbereichen. Die Voraussetzungen dafür sind unter anderem Neutralität, Professionalität und hohe Standards, aber auch Teamgeist und Verantwortungsbewusstsein. Das sind gemeinsame Werte, die wir als Veranstalter der 24h mit DEKRA teilen, um das große Ziel zu erreichen. Denn auch im Motorsport steht die Sicherheit aller Beteiligten an erster Stelle.“

Auch DEKRA ist überzeugt von der Partnerschaft. „Unser Ziel ist, ein globaler Partner für eine sichere Welt zu sein“, erklärt Guido Kutschera, Vorsitzender der Geschäftsführung der DEKRA Automobil GmbH. „Die umfangreiche Präsenz bei einem weltweit beachteten Rennsportereignis ist deshalb ein wertvoller Baustein unserer Kommunikation. Zudem passt das 24h-Rennen gut zu uns: Hier geht es darum, Hightech unter härtesten Bedingungen mit größtmöglicher Sicherheit für alle Beteiligten einzusetzen. Solche fordernden Situationen sind genau das, was unsere mehr als 46.000 Mitarbeiter in rund 60 Ländern täglich bei ihrer Arbeit erleben.“

Für die Vermarktung des ADAC TOTAL 24h-Rennens ist die Partnerschaft mit DEKRA ein wichtiger Baustein. „Wir haben mit DEKRA nicht nur den letzten verfügbaren Platz im Kreis der Hauptsponsoren belegt“, sagt Matthias Wurm, Geschäftsführer des 24h-Promotors SPORTTOTAL LIVE GmbH. „Nun steht auch fest, dass wir auf Sponsoren mit sehr hoher Affinität zum Motorsport stolz sein können. Ob TOTAL als Titelsponsor, H&R und REMUS sowie DEKRA als neue Hauptsponsoren: Alle diese Marken sind international bekannt und verfügen über einen glaubhaften und intensiven Bezug zur Rennstrecke. Zudem werden Partnerschaften mit Gran Turismo und Falken Tyres fortgesetzt, deren Rennsport-Gene ohnehin außer Frage stehen.“

Countdown läuft: 100 Tage bis zum 24h-Rennen!

Noch 100 Tage bis zum Rennen des Jahres auf der Nordschleife: Vom 20. bis 23. Juni steht die legendäre Nordschleife wieder ganz im Zeichen des größten Rennspektakels Deutschlands. Über 200.000 Fans werden rund um die längste und spektakulärste Rennstrecke der Welt erwartet, wenn die gut 160 Fahrzeuge 24 Stunden lang um eine der begehrtesten Trophäen des internationalen Langstreckensports kämpfen. Mit im Programm sind auch in diesem Jahr wieder die Boliden des FIA Tourenwagen-Weltcups, die drei Sprintrennen am Wochenende austragen. Viele weitere Highlights im Rahmenprogramm auf und neben der Strecke machen das ADAC TOTAL 24h-Rennen zum Höhepunkt für Fans, Fahrer, Teams und Offizielle. Schon jetzt gibt es die Tickets für die 24h auf dem Nürburgring im Vorverkauf. Wer sich seine Karte sichern möchte, der findet sie im Online-Shop von eventimsports.de und über die Homepage des Nürburgrings. Telefonisch können Karten über die Hotline 01806 991185 (0,20 €/Anruf aus dem Festnetz, max. 0,60 €/Anruf aus den Mobilfunknetzen) bestellt werden.

Spannende Fahrzeuge am Start
Das ADAC TOTAL 24h-Rennen startet unter guten Vorzeichen in die Motorsportsaison 2019. Zahlreiche Teams haben ihren Start bereits verkündet oder sogar bereits ihre Nennung abgegeben. Die Spitzengruppe jagt in diesem Jahr den Porsche 911 GT3 R von Manthey-Racing, der 2018 nach einem spektakulären Showdown die 46. Auflage des 24h-Rennens für sich entschied. Das Team aus der Nachbarschaft des Nürburgrings ist nun mit sechs Gesamtsiegen alleiniger Rekordhalter. Den nächsten Eintrag in der Hall of Fame will sich nun eine ganze Reihe von Teams sichern. So haben in der siegverdächtigen GT3-Klasse bereits BMW- und Porsche-Teams ihren Start angekündigt, auch Nissan-Teams werden hier dabei sein. Bei einer Reihe weiterer Marken dürfte es nur eine Frage der Zeit sein, bis das Line-up für 2019 bekannt gegeben wird, sodass auch Audi- und Mercedes-AMG-Boliden wieder zur Spitzengruppe gehören dürften. Seine Rückkehr hat außerdem die Scuderia Cameron Glickenhaus angekündigt. Das Privatteam aus den USA düpierte die versammelte Konkurrenz 2017, als es die Pole-Position holte. Auch in diesem Jahr will es mit dem spektakulären SCG 003C in der Spitzengruppe mitmischen. Etliche Privatteams haben außerdem bereits ihr Saisonprogramm verkündet. Bonk Motorsport, Muehlner Motorsport, Ring Racing und andere werden erneut für Action in den vermeintlich „kleinen“ Klassen sorgen. Die erste Pole des Jahres dagegen ging an das Team um Skateboard-Legende Titus Dittmann: Die Mannschaft gab für ihre giftgrüne Dodge Viper bereits im vergangenen Dezember als erste die Nennung für das 24h-Rennen 2019 ab.

Reglement mit leichten Änderungen im Quali-Modus
Über den Winter haben die Organisatoren des ADAC Total 24h-Rennens Feintuning am Reglement betrieben und dabei vor allem den Qualifying-Modus geändert. Ermöglicht von einer Revolution in der Zeitmessung am Ring werden nun „virtuelle Rundenzeiten“ zur Bestimmung der Leistungsfähigkeit einzelner Fahrzeuge herangezogen: Für die Spitzengruppe der GT3- und SP-X-Fahrzeuge werden anhand der gemessenen Zwischenzeiten in den Sektoren der Nordschleife theoretische Rennrunden bestimmt und verglichen. In das Einzelzeitfahren ziehen danach jeweils 80 Prozent der Profi-Teams und 80 Prozent der Breitensport-Teams aus der Spitzengruppe ein. Das neue Verfahren hat den Vorteil, dass auch die besten Breitensportler eine Chance haben, sich im Einzelzeitfahren um die Pole-Position beim 24h-Rennen zu beweisen. Darüber hinaus soll das Verfahren verhindern, dass Teams ihre wahre Leistungsfähigkeit durch künstliches „Langsamfahren“ verbergen, um Einfluss auf die Gestaltung der Balance of Performance zu nehmen. Ermittelt werden die Rundenzeiten bei den Nordschleifenrennen vor dem 24h-Rennen. Das sind die Läufe zur VLN Langstreckenmeisterschaft sowie das finale Vorbereitungsrennen, das wie in den Vorjahren beim ADAC Qualifikationsrennen 24h-Rennen stattfindet. Dieser Prolog bietet am 18. und 19. Mai vom abendlichen Qualifying über das Einzelzeitfahren um die Pole bis zum sechsstündigen Hauptrennen viele Elemente, die den Teams eine perfekte Vorbereitung auf die 24h im Juni ermöglichen.

Programm komplett: Eine Vollgas-Show am Ring!
Mit dem neuen Titelsponsor TOTAL haben sich auch weitere Hauptsponsoren geändert – und alle neuen Partner haben ausnahmslos eine hohe Motorsportaffinität. Pünktlich zu Beginn des 100-Tage-Countdowns für das Rennen ist die Reihe der Sponsoren dabei, vollständig zu werden. Ein wichtiger Baustein des Rennens ist damit gesichert. Auch dank der Hilfe der Partner können die Organisatoren bei konstanten Eintrittspreisen ein Programm bieten, das seinesgleichen sucht. Neben dem FIA Tourenwagen-Weltcup (FIA WTCR), der bei der Veranstaltung erneut drei Rennen auf der Nordschleife austrägt, lockt ein attraktives Rennprogramm. Am Freitag bildet das dreistündige Rennen der ADAC 24h-Classic auf der Gesamtstrecke eines der Highlights neben dem Top-Qualifying der 24h und dem ersten Lauf der FIA WTCR. Auf der Grand-Prix-Strecke wird darüber hinaus der Audi Sport Seyffarth R8 LMS Cup zu sehen sein. Den traditionellen Auftakt ins Wochenende bildet außerdem die Leistungsprüfung der RCN am Donnerstagmorgen auf der Nordschleife. Neben der Strecke gibt es ebenfalls viel zu entdecken. So bildet das beeindruckende Ravenol-Riesenrad erneut den Blickfang im Fahrerlager – hier können die Besucher während des gesamten Wochenendes eine beeindruckende Panoramafahrt absolvieren. Auch die Fan-Meile auf dem ring°boulevard und die Fan-Arena im historischen Fahrerlager sind als beliebte Anlaufstelle für die Besucher wieder in Planung. Ganz heiß wird die Rennparty außerdem am Freitagabend. Dann lockt im Fahrerlager die geöffnete Boxengasse zum Pitwalk und parallel steigt in der Müllenbachschleife die Falken Drift Show.

24h-Qualirennen: Zeitplan ist online

Der Zeitplan für das ADAC Qualifikationsrennen 24h-Rennen ist online. Ab sofort können Fans also den Besuch beim großen Prolog zum ADAC Total 24h-Rennen planen. Geboten wird ein zweitägiges Programm mit einigen höchst attraktiven Details. So gibt es am Samstagabend von 18:45 bis 21:15 Uhr das erste Qualifying – eine perfekte Gelegenheit, schon einmal ein wenig abendliches „24h-Flair“ zu tanken und an die Nordschleife zu kommen. Vorher stehen eine GLP und ein RCN-Lauf sowie das Freie Training zum 24h-Qualirennen auf dem Programm: Ab 8:15 Uhr drehen sich bereits auf der Strecke die Räder. Der Sonntag steht dann ganz im Zeichen des 24h-Qualirennens: Nach dem zweiten Qualifying am Morgen gibt es ab 10:15 Uhr ein Top-30-Qualifying um die vordersten Positionen in der ersten Startgruppe. Um 12:00 Uhr wird der Start zum sechsstündigen Rennen freigegeben.

Den Zeitplan gibt es online oder als PDF zum Download hier:
> Zeitplan 24h-Qualirennen

H&R wird Partner des 24h-Rennens

Mit dem Fahrwerkskomponenten-Hersteller H&R hat das ADAC Total 24h-Rennen einen weiteren Premiumpartner neu gewonnen. Das Unternehmen aus Lennestadt belegt im Rahmen einer zunächst dreijährigen Kooperation künftig die Nummernschildflächen am Heck und an der Front der Rennwagen und löst damit den bisherigen Partner Bilstein ab. Für H&R ist die neue Partnerschaft mit dem 24h-Rennen eine entscheidende Ausweitung des Engagements im Langstreckensport, denn das Unternehmen ist den Fans an der Nordschleife bereits aus der VLN-Langstreckenmeisterschaft bekannt. Auch dort ist der schwarz-weiße Schriftzug auf den Nummernschildflächen präsent.

Die Partnerschaft mit H&R bietet für das ADAC Total 24h-Rennen weitere Planungssicherheit. „Ich freue mich, dass wir mit H&R ein langjährig im Motorsport präsentes und bekanntes Unternehmen gewinnen konnten“, sagt Rennleiter Walter Hornung. „Der Name H&R steht für Qualität ‚Made in Germany‘ und ist auch im Motorsport bis in die Spitzenklassen als Teilelieferant bekannt und beliebt – natürlich auch zahlreichen Teams des 24h-Rennens. Dieser Einsatz unter härtesten Bedingungen und diese Spitzenleistungen auch beim längsten Rennen auf der anspruchsvollsten Rennstrecke werden mit der Partnerschaft auch nach außen gezeigt. Es ist schön, dass das 24h-Rennen Partner hat, die so unmittelbar auch im eigentlichen Rennen zu erleben sind.“

Auch H&R sieht die neue Kooperation sehr positiv: „Unsere Marke steht für Erfolg im Motorsport“, so Heinz Remmen, Geschäftsführer von H&R, der im Jahr 2001 bereits selbst Meister in der VLN Meisterschaft war. „Qualität und Langlebigkeit unserer Komponenten sind insbesondere bei Langstreckenrennen auf der Nordschleife oftmals entscheidend über Sieg und Niederlage. Wir haben bereits mehrere Gesamtsiege in der grünen Hölle einfahren können und freuen uns, nun auch als offizieller Hauptsponsor des 24h-Rennens unsere Marke der breiten Öffentlichkeit zu präsentieren.“

WTCR: Auch 2019 mit starker deutscher Beteiligung

Der FIA Tourenwagen-Weltcup (WTCR) ist auch 2019 ein Highlight des 24h-Rennens. Drei Läufe wird die höchste Tourenwagenklasse der Welt auf der Nordschleife austragen. Das Starterfeld für die neue Saison formiert sich derzeit – und schon jetzt ist sicher, dass es starke deutsche Akzente geben wird. Schon lange in der Szene fest etabliert ist das Team All-inkl Münnich Motorsport, das aus dem sächsischen Friedersdorf zu den zehn WTCR-Events anreist. Die beiden Argentinier Nestor Girolami und Esteban Guerrieri werden für den deutschen Rennstall ins Volant der Honda Civic TCR greifen. Im VW Golf GTI TCR wird es außerdem das WTCR-Debüt für einen deutschen Piloten geben: Der Duisburger Benjamin Leuchter (31 Jahre) wird im Team von Sébastian Loeb Racing antreten. Gerade für die Läufe auf der Nordschleife könnte der Duisburger zu den Geheimfavoriten zählen – schließlich holte er hier bereits beim 24h-Rennen 2017 den TCR-Klassensieg und hält auf der legendären Strecke seit 2016 den Rundenrekord für frontgetriebene Produktionswagen.

Mit der sukzessiven Veröffentlichung des Fahrerkaders für 2019 schürt die FIA WTCR die Vorfreude auf die Saison, die vom 5. bis 7. April in Marokko beginnt. Um die Nachfolge des amtierenden Champions Gabriele Tarquini (ITA) bewerben sich starke Piloten, davon alleine sieben FIA-Weltmeister inklusive Augusto Farfus (BRA), Johan Kristoffersson (SWE) und des amtierenden Champions Tarquini.

Aus deutscher Sicht besonders interessant ist der Einstieg von Benjamin Leuchter, der ein ausgemachter Spezialist für die frontgetriebenen Renn-Tourenwagen ist: 2018 startete er in der ADAC TCR Germany. Im Jahr zuvor gewann er gemeinsam mit Andreas Gülden (Reifferscheid), Dennis Wüssthoff (Heiligenhaus) und Constantin Kletzter (Österreich) die TCR-Klasse beim 24h-Rennen auf einem von matilda racing eingesetzten Golf GTI TCR. Bereits 2016 stellte er mit 7:47,21 Min. den aktuellen Nordschleifen-Rundenrekord für Fronttriebler auf. Nun wird er als Teamkollege von Mehdi Bennani (MAR), Rob Huff (GBR) und Johan Kristoffersson (SWE) zum Weltcup-Piloten und schwärmt: „Damit wird ein Kindheitstraum Wirklichkeit. Ich bin hocherfreut, dass ich diesen Platz in der WTCR erhalte und werde alles daransetzen, die deutschen Farben würdig zu vertreten. Ich bin bislang zwar nur mit zwei der zehn Strecken im Kalender vertraut, aber ich bin auch ein schneller Lerner und werde alles dafür tun, um erfolgreich zu sein.“

In Sachen Streckenkenntnis sind die Piloten des deutschen All-inkl-Teams sicherlich im Vorteil. Münnich Motorsport setzt mit dem 34-jährigen Esteban Guerrieri und seinem 29-jährigen Landsmann Nestor „Bebu“ Girolami auf ein argentinisches Fahrerduo. Mit Guerrieri hat das sächsische Team ein ganz heißes Eisen im Feuer, schließlich schloss er die Saison 2018 als Gesamtdritter und bester Honda-Pilot ab. Dabei holte er zwei Siege. Für Girolami steht das Jahr 2019 im Zeichen der Rückkehr: Bereits zwischen 2015 und 2017 fuhr er in der Tourenwagen-Weltmeisterschaft (WTCC) auf Honda und Volvo. Im vergangenen Jahr hielt er sich in südamerikanischen Meisterschaften fit, um nun wieder auf die große Bühne in der WTCC-Nachfolgeserie FIA WTCR zurückzukehren.

NITRO auch 2019 Fernsehpartner des 24h-Rennens

NITRO und das ADAC Total 24h-Rennen setzen ihre erfolgreiche Partnerschaft auch in diesem Jahr fort. Kurz vor Weihnachten einigte sich die Kölner Mediengruppe mit den TV-Spezialisten des größten Rennens der Welt, die Livebilder vom Nürburgring auch 2019 zu übertragen. NITRO wird erneut das gigantische Motorsportevent auf der längsten Rennstrecke der Welt rund um die Uhr in Szene setzen, das in den vergangenen Jahren durch spannenden Sport, knappe Entscheidungen und spektakuläre Rennszenen begeisterte.

Mit der Zusammenarbeit von ADAC Total 24h-Rennen und der NITRO wird eine erfolgreiche Zusammenarbeit fortgeführt, die die Fans an den Bildschirmen ganz nah am Geschehen teilhaben ließ: Mit weltrekordträchtigen nonstop-Live-Übertragungen von über 26 Stunden bei NITRO war das 24h-Rennen auf dem Nürburgring zuletzt ein echtes TV-Ereignis. Das rund 90-köpfige Team des Kölner Senders bewies dabei seine hervorragende Motorsportkompetenz. „Die Liveübertragungen des 24h-Rennens haben in den vergangenen Jahren neue Dimensionen erreicht“, weiß Rennleiter Walter Hornung. „Ich freue mich, dass uns NITRO auch im Jahr 2019 intensiv begleiten wird und dazu beiträgt, dass Motorsportfans auch zu Hause keine Sekunde Action verpassen müssen.“

Motorsport-Highlight des Jahres
Die Mediengruppe RTL wird vom ADAC Total 24h-Rennen schwerpunktmäßig auf NITRO berichten. NITRO-Senderchef Oliver Schablitzki: „In den vergangenen Jahren ist es uns gelungen, das 24h-Rennen zu einer erfolgreichen TV-Marke aufzubauen. Die Faszination Nürburgring war nicht mehr nur vor Ort zu spüren, sondern gewann Jahr für Jahr immer mehr Zuschauer im Fernsehen. Nun freuen wir uns, in der bewährten Partnerschaft zwischen ADAC, Sporttotal und NITRO den nächsten Schritt zu gehen und weiter dafür zu sorgen, dass Motorsportfans mit einem Nonstop-Live-Spektakel der Extraklasse auf ihre Kosten kommen.“ Dazu trug sicherlich auch bei, dass NITRO das 24h-Rennen intensiv auch im Vorfeld thematisierte und für die Übertragung ein Team zusammenstellte, das Fachwissen und journalistische Kompetenz vereinte. So setzte der Sender etwa Ex-MotoGP-Profi und Formel-1-Kommentator Alex Hofmann und 24h-Legende Dirk Adorf ans Mikro, die gemeinsam mit den Sportreportern und -kommentatoren der Sendergruppe einen 25-stündigen Sendemarathon absolvierte.

TV-Produktion der Superlative
Für die störungsfreie Live-Übertragung, weltweite Contentvermarktung und die Gesamtvermarktung des Events wird auch bei der 47. Auflage der 24h auf der Nordschleife die Kölner Sporttotal Live GmbH verantwortlich zeichnen. Die Experten des Technologie- und Medienunternehmens realisierten 2018 erneut eine gigantische Live-Produktion, von der nicht nur NITRO profitierte: 38 Sender in 152 Ländern strahlten Bilder von der Nordschleife aus – ein weiteres Indiz für das riesige auch weltweite Interesse am Mammutevent auf der längsten und schönsten Rennstrecke der Welt.

REMUS wird neuer 24h-Partner

Das ADAC Total 24h-Rennen begrüßt ab sofort einen weiteren Partner mit hoher Affinität zum Motorsport: Der Sportauspuffhersteller REMUS, der für viele Motorsportler auf zwei und vier Rädern ein wichtiger Ausstatter ist, stößt neu zum Kreis der Sponsoren des größten Rennens der Welt hinzu. Das markante Logo des Unternehmens wird neben Banden und Onboardplates auch auf den Heckscheiben der rund 160 teilnehmenden Rennwagen prangen, die vom 20. bis 23. Juni 2019 beim prestigeträchtigsten Rennen des Saison auf der legendären Nordschleife antreten.

Der Zugang des renommierten Sportausstatters stößt bei den Organisatoren des Riesenevents auf große Zustimmung: „Ich freue mich sehr, einen Partner bei unserem Rennen zu begrüßen, dessen Produkte und Image perfekt zu den 24h auf dem Nürburgring passen“, freut sich Rennleiter Walter Hornung. „Ich bin mir sicher, dass wir REMUS einen Rahmen bieten, der durch seine sportliche Qualität und wegen der ganz besonderen Atmosphäre sehr gut passt. Als weltweit agierender Hersteller für Sportauspuffanlagen passt REMUS perfekt in das Line-Up unserer Partner.“

Für REMUS ist das Engagement auf der spektakulärsten, längsten und legendärsten Rennstrecke der Welt eine perfekte Abrundung der Sponsoringaktivitäten. „Auf der Nürburgring-Nordschleife sind Eigenschaften gefordert, die perfekt zu unserer Marke passen: Zuverlässigkeit, Robustheit, Top-Performance“, sagt Stephan Zöchling, Chief Executive Officer, REMUS-SEBRING Group. „Zahlreiche Teams im Automobilsport – auch beim 24h-Rennen – vertrauen deshalb auf unsere Produkte. Und in diesem Umfeld fühlen wir uns sehr gut aufgehoben. Auf der Nordschleife werden wir nicht nur unsere Marke präsentieren, sondern auch zeigen, was wir können – und die Zuschauer ganz nebenbei mit prächtigem Sounderlebnis verwöhnen. Wir freuen uns auf das 24h-Rennen!“

Grünes Biest: Erste 24h-Nennung 2019 für das Comeback-Projekt

Das war ein ganz schöner Schlag in doppelter Hinsicht: Das 24h-Rennen war in vollem Gang, als sich Skaterpapst und Rennfahrer Titus Dittmann mitten in der Nacht beim Team meldete: Gerade war er hinter dem Streckenabschnitt Pflanzgarten nach einer unverschuldeten Berührung mit einem Konkurrenten abgeflogen. Dem heftigen Einschlag folgte der Schlag für das Team. Denn die giftgrüne Viper war so böse ramponiert, dass nicht nur die Weiterfahrt unmöglich war, auch für die Zukunft der traditionsreichen Privatfahrer-Truppe sah es übel aus.

Seitdem arbeitet die ehrenamtliche Mannschaft am Comeback – und mittlerweile sieht es richtig gut aus. Ein Grundstein ist die Wiederherstellung der Viper, die nach geradezu irrwitziger Detailarbeit wieder auf dem besten Wege ist. Der zweite folgte gerade: Kaum war das Nennungsportal des ADAC Total 24h-Rennens im Internet eröffnet, flatterte die Anmeldung des Teams bereits ein. „Ich wusste, dass die Nennung bald möglich ist und habe immer wieder mal im Netz geschaut“, verrät Fahrer und Teamchef Bernd Albrecht. „Und sobald es möglich war, habe ich genannt. Diese erste Pole des 24h-Rennens wollte ich schon gerne haben.“

Fest steht bereits die Fahrerbesetzung, die mit Bernd Albrecht (Hirrlingen), Titus Dittmann (Münster), Reinhard Schall (Dettingen an der Erms) und Michael Lachmayer (Hürth) unverändert sein soll. Und so geht das Team nun daran, den nächsten Schritt zu machen: Die Nennung auch in den Renneinsatz münden zu lassen. „Noch fehlt uns etwas Budget“, verrät der Teamchef, „denn wir fahren nicht nur um einen Podestplatz, sondern eben auch für die gute Sache. Und somit wird eben alles durch Sponsoren und viel Ehrenamt gewuppt.“ Denn das Viper-Team unterstützt das von Titus Dittmann initiierte „skate aid“-Projekt und fährt das 24h-Rennen unter dem Motto „Wir rollen für skate-aid“.

Wie die spannende Story weitergeht? Das Team freut sich über jeden gedrückten Daumen. Den aktuellen Stand der Dinge gibt es immer auf Facebook auf der Teamseite von „Das Grüne Biest – Wir rollen für skate aid

Nürburgring und ADAC: Gemeinsame Zukunft mit elf Events bis 2023

Elf auf einen Streich. Was ähnlich klingt wie ein Zitat aus einem bekannten Märchen, ist in der Tat eine gute Nachricht für Motorsport-Fans: Denn der ADAC und der Nürburgring haben ihren Vertrag bis 2023 verlängert und somit gleich für elf Veranstaltungen die Weichen für die Zukunft gestellt. Die Besucher können sich somit auch weiterhin auf die Events freuen, die der Allgemeine Deutsche Automobil-Club in der Grünen Hölle ausrichtet. Hierzu gehören unter anderem das ADAC Total 24h-Rennen und der ADAC Truck-Grand-Prix.

„Der ADAC ist für uns ein wichtiger und verlässlicher Partner, insbesondere als Ausrichter der vielen Veranstaltungen an unserer Rennstrecke“, erklärt Nürburgring-Geschäftsführer Mirco Markfort, beim gemeinsamen Termin mit Mirco Hansen, Leiter Sport und Ortsclubbetreuung des ADAC Nordrhein e.V. und Franz-Rudolf Ubach, Vorstand Sport des ADAC Mittelrhein e.V.. „Die Vertragsverlängerung bis 2023 gibt allen Beteiligten eine längerfristige Planungssicherheit und die Möglichkeit der strategischen Weiterentwicklung.“

ADAC Total 24h-Rennen und Nürburgring gehören untrennbar zusammen
Die ADAC-Regionalvereine und deren aktive Ortsclubs sind als Veranstalter und sportlicher Ausrichter für insgesamt elf Events zuständig. Hierzu gehört natürlich das weltweit bekannte ADAC Total 24h-Rennen. „Für uns und für die Fans gehören Veranstaltung und Rennstrecke untrennbar zusammen. Beide profitieren voneinander. Das 24h-Rennen zog in diesem Jahr 210.000 Besucher an den Nürburgring. Umgekehrt ist der Nürburgring mit seiner Einzigartigkeit das Schlüsselmerkmal des Rennens. Eine echte Win-Win-Situation“, sagt Mirco Hansen. Das berühmte Rennen ist mit seinem gigantischen Starterfeld und der unvergleichbaren Atmosphäre rund um die Nordschleife jedes Jahr das unangefochtene Highlight für die Motorsport-Fans. Für die möchte der Veranstalter das Event auch in Zukunft weiterentwickeln, wie Walter
Hornung, Rennleiter des Langstreckenklassikers und Vorstand Sport des ADAC Nordrhein erklärt: „Das 24h-Rennen und das Rahmenprogramm mit allen Aktivitäten und Angeboten machen das Gesamterlebnis für den Besucher aus. Wir arbeiten jedes Jahr daran, atemberaubenden Motorsport zu bieten und darüber hinaus den Erlebnisfaktor noch weiter auszubauen.“

Echte Magneten: ADAC GT Masters und ADAC Truck-Grand-Prix
Die Weiterentwicklung der Veranstaltungen steht auch beim ADAC Westfalen e.V. im Fokus – mit Erfolg. Die ADAC GT Masters konnte bereits in diesem Jahr einen Zuschauerzuwachs von über 30 Prozent verbuchen. „Wir erleben insbesondere bei dieser Rennserie einen enorm spannenden und ausgeglichenen Wettkampf. Diese Spannung kam bei den Zuschauern besonders gut an“, berichtet Jürgen Hieke, Vorstandsmitglied für Sport beim ADAC Westfalen e.V.. „Wir freuen uns, dass wir die positive Entwicklung des Events mit der erstmaligen Teilnahme der GT4 Germany im Rahmenprogramm auch 2019 fortführen können.“

Trotz völlig unterschiedlicher Fahrzeuge verhält es sich beim beliebten ADAC Truck-Grand-Prix ganz ähnlich. Jedes Jahr begeistert er die Fans mit XXL-Motorsport, einem vielseitigen und offenen Fahrerlager sowie dem dazugehörigen Musikfestival. Vielfalt und Familienfreundlichkeit sind hier echte Kernmerkmale. „Der Truck-Grand-Prix steht für actionreichen Motorsport bei dem im Kampf um die Positionen der Lackaustausch einfach dazugehört. Das sorgt natürlich für eindrucksvolle Szenen. Er ist aber gleichzeitig auch ein stimmungsvolles Festival für alle Trucker, Familien und Country-Fans“, beschreibt Franz-Rudolf Ubach vom ADAC Mittelrhein die einzigartige Atmosphäre. Der ADAC-Regionalclub verantwortet nicht nur das Truck Spektakel, sondern auch die SimRacing Expo. 2014 feierte das Event rund um den virtuellen Motorsport Premiere im ring°boulevard und entwickelt sich seitdem kontinuierlich weiter. Diese Entwicklung ist für den geistigen Vater der Veranstaltung und Geschäftsführer der ADAC Travel & Event Mittelrhein GmbH, Marc Hennerici, ein Erfolg von vielen Beteiligten: „Dass dieses Event mittlerweile so erfolgreich ist, ist auch unseren Partnern zu verdanken, die diese Entwicklung mitgetragen haben. Hierzu gehört auch der Nürburgring, der die SimRacing Expo von Anfang an unterstützt hat und mit dem ring°boulevard und der ring°arena die perfekte Infrastruktur für Besucher, Aussteller und virtuelle Motorsport-Wettbewerbe bietet.“

Vom Amateur- bis Profisport ist beim ADAC alles dabei
Während bei der ADAC SimRacing Expo die Fahrer an Simulatoren sitzen, fahren am gleichen Wochenende nebenan auf der echten Rennstrecke die Boliden der Blancpain GT Series. Auf die Helden der Rennsport-Geschichte können sich Zuschauer hingegen bei der ADAC Westfalen Trophy, der Nürburgring Classic, beim RGB Saisonfinale sowie beim Kölner Kurs freuen. Bei letzterer Veranstaltung werden hingegen die Motorräder der Rennsport-Geschichte zum Leben erweckt. Beim Thema
Motorsport-Förderung und Amateursport ist weiterhin die RCN Rundstrecken-Challenge Nürburgring mit der Gleichmäßigkeitsprüfung (GLP) fester Bestandteil des Rennstrecken-Kalenders 2019. Mit zusammengerechnet elf Events ist der ADAC fester Partner der Rennstrecke und zeitgleich Garant für ein attraktives und abwechslungsreiches Programm.

WTCR bestätigt Nordschleifentermin

Nun ist es offiziell: Das FIA World Motor Sport Council hat bei seiner jüngsten Sitzung den Terminkalender des Tourenwagen-Weltcups WTCR bestätigt. Damit steht endgültig fest, dass die Topklasse des internationalen Tourenwagensports auch 2019 beim ADAC Total 24h-Rennen antritt. Das Nordschleifen-Festival ist der fünfte von zehn Saisonterminen im Kalender und bildet damit den würdigen Rahmen zur Vergabe der Halbzeitmeisterschaft. Eine Reihe von Detailänderungen soll das Geschehen außerdem noch spannender und transparenter machen.

Erneut werden in der FIA WTCR im kommenden Jahr gleich drei Rennen an jedem Rennwochenende ausgefahren. Geändert wurde allerdings die Punktevergabe: In allen drei Heats erhalten die ersten 15 Piloten Punkte nach dem gleichen Schema, wobei der Sieger jeweils 25 Zähler einheimst. Vereinheitlicht wird auch die Punkteverteilung im Qualifying. Ab 2019 erhält der Trainingsbeste sowohl in Q1 als auch in Q2 jeweils fünf Punkte, die nachfolgenden Piloten bis zum Trainingsfünften jeweils einen Zähler weniger. Ein weiteres Augenmerk von Neuerungen ist die Kostenkontrolle, die für ausgeglichene Kräfteverhältnisse sorgen soll. So ist die Anzahl der Fahrzeugmechaniker limitiert und Tests weitgehend verboten. Pro Hersteller werden außerdem nur maximal jeweils vier Fahrzeuge zugelassen. Die Nennungsfrist beginnt bereits am 15. Dezember.

FIA WTCR – Saisonkalender 2019

5. – 7. April: Marokko, Marrakesch
26. – 28. April: Ungarn, Hungaroring
10. – 12. Mai: Slowakai, Slovakia Ring
17. – 19. Mai: Niederlande, Zandvoort
20. – 22. Juni: ADAC Total 24h-Rennen, Nürburgring-Nordschleife
5. – 7. Juli: Portugal, Vila Real
13. – 15. September: China, Ningbo
25. – 27. Oktober: Japan, Suzuka
14. – 17. November: Macau, Guia Circuit
Termin tba: Malaysia, Sepang

Programm für das 24h-Rennen nimmt Gestalt an

Das Programm für das ADAC TOTAL 24h-Rennen vom 20. bis 23. Juni 2019 steht fest: Die Organisatoren des Rennens des Jahres auf der Nürburgring-Nordschleife haben mit dem Audi Sport Seyffarth R8 LMS Cup ein neues Highlight für das Rahmenprogramm fixiert. Die rund 20 Audi R8 LMS im GT4-Trim werden ihren dritten Saisonlauf beim 24h-Rennen bestreiten. Die beiden jeweils 30-minütigen Rennen auf dem Grand-Prix-Kurs wird der Cup am Freitag und Samstag bestreiten. Auch das weitere Rennprogramm des Wochenendes steht fest. Vorbehaltlich der Veröffentlichung des finalen Saisonkalenders durch die FIA werden die Läufe des Tourenwagen-Weltcups FIA WTCR neben dem eigentlichen 24h-Rennen erneut den zweiten Höhepunkt im Programm bilden. Den Auftakt des Geschehens auf der Strecke bildet wieder die Leistungsprüfung der RCN am Donnerstagvormittag. Auch die beliebten historischen Tourenwagen und GT im ADAC 24h-Classic sind 2019 am Start. Sie werden ihr dreistündiges Rennen als einen der Höhepunkte am Freitag austragen.

Der jüngste Neuzugang beim ADAC TOTAL 24h-Rennen steht in der Tradition von Audi-Rennen im Rahmenprogramm. War es im vergangenen Jahr noch die asiatische Variante, so kommen diesmal deutsche und europäische Audi-R8-Piloten an den Ring. Der vor allem aus dem Rahmenprogramm der DTM bekannte Audi Sport Seyffarth R8 LMS Cup wird in seiner zweiten Saison auch beim 24h-Rennen Station machen. „Wir freuen uns über die Herausforderung, beim ADAC Total 24h-Rennen zu fahren“, sagt Rüdiger Seyffarth, Serienorganisator Audi Sport Seyffarth R8 LMS Cup. „Für die Zuschauer werden die Audi R8 LMS GT4 eine tolle Show bieten. Das 24h-Rennen nimmt nicht nur wegen seines Status einen besonderen Platz im Saisonkalender ein. Auch weil wir das Starterfeld hier auch für Gaststarter öffnen, werden die beiden Läufe am Nürburgring sicherlich zum besonderen Highlight werden.“

TOTAL wird neuer Titelpartner des 24h-Rennens

Das 24h-Rennen auf dem Nürburgring hat einen neuen Titelpartner: Der Mineralölkonzern TOTAL wird dem Langstreckenrennen auf der legendären Nordschleife ab dem Jahr 2019 seinen Namen geben. Nach dem Auslaufen des Vertrages mit dem bisherigen Titelsponsor Zurich wird das „ADAC TOTAL 24h-Rennen“ erstmals vom 20. bis 23. Juni 2019 unter neuem Namen ausgetragen. Das größte Rundstreckenrennen Deutschlands mit über 200.000 Besuchern am Wochenende und einem gigantischen Starterfeld von gut 160 Renntourenwagen und GT-Fahrzeugen befindet sich damit in bester Gesellschaft. Auch beim international traditionsreichsten 24-Stunden-Rennen im belgischen Spa-Francorchamps sowie bei den legendären 24 Stunden von Le Mans (Frankreich) ist TOTAL als Partner aktiv. Am Nürburgring – der längsten und anspruchsvollsten Rennstrecke der Welt – stellt sich die bei deutschen Autofahrern vor allem durch ihre Kraftstoffe und Motorenöle bekannte Marke im Rahmen der mehrjährigen Kooperationsvereinbarung einer neuen Herausforderung.

Durch den neuen Partner erhält das 24h-Rennen einen Namensgeber, der bestens in das Profil der Veranstaltung passt. „Mit einem Sponsor, der selbst in der Mobilitätsbranche engagiert ist, werden viele künftige Gespräche sehr einfach“, ist sich Peter Meyer, Vorsitzender des ADAC Nordrhein e. V. sicher. „Ich freue mich über den Vertrag, der uns einen Partner beschert, der nicht nur die immense Öffentlichkeitswirksamkeit des 24h-Rennens auf dem Nürburgring zu schätzen weiß, sondern der selbst Know-how und Herzblut für Mobilität in den Genen hat.“ Fast nirgendwo im internationalen Motorsport sind Ausdauer und Leistungsfähigkeit so gefordert, wie auf der legendären Nordschleife. Der Kampf von Mensch und Material sowie das Bestehen extremer sportlicher und technischer Herausforderung faszinieren beim 24h-Rennen Hundertausende Zuschauer vor Ort und ein weltweites Millionenpublikum.

„Wir freuen uns sehr, jetzt gemeinsam mit dem ADAC Nordrhein die Zukunft des 24h-Rennens auf dem Nürburgring zu gestalten“, sagte Bruno Daude-Lagrave, Geschäftsführer der TOTAL Deutschland GmbH, anlässlich der Unterzeichnung des Kooperationsvertrags in Berlin. „Unser Premiumkraftstoff Excellium und unser Motoröl TOTAL Quartz sind insbesondere darauf ausgelegt, die Langlebigkeit der Motoren zu schützen. Damit haben wir eine natürliche Assoziation mit Langstreckenrennen. Nach unseren Engagements in Le Mans und Spa-Francorchamps sind wir nun stolz, auch das dritte Mega-Event unter den internationalen 24-Stunden-Rennen als Partner zu unterstützen.“

Mit dem neuen Partner endet eine langjährige Zusammenarbeit, die das 24h-Rennen mit dem Versicherungskonzern Zurich verband. „Wir möchten uns herzlich bei Zurich für diese lange und freundschaftliche Zusammenarbeit bedanken“, sagt Matthias Wurm, Geschäftsführer der Sporttotal Live GmbH, dem Promoter des 24h-Rennens. „Wir freuen uns sehr, dass wir mit TOTAL einen neuen Partner gefunden haben, mit dem wir nun ein neues Kapitel aufschlagen werden und insbesondere die Internationalisierung vorantreiben.“

Toyota Gazoo auch 2019 dabei

[Teaminfo] Toyota Gazoo Racing und der Lexus LC wollen es 2019 nochmal wissen: Nach dem Debüt 2018 stellt sich das japanische Coupé erneut der Bewährungsprobe auf der härtesten Rennstrecke der Welt und startet 2019 beim 24h-Rennen auf dem Nürburgring. Damit setzt der Werksrennstall des größten Automobilkonzerns der Welt eine lange Tradition fort, denn bereits seit 2007 ist das Team jährlich auf der Nordschleife dabei. Bei dieser 13. Teilnahme in Folge tritt erneut der Lexus LC an. Nachdem das Team aufgrund technischer Probleme in diesem Jahr insgesamt vier Stunden in der Box statt auf der Strecke verbringen musste, folgt nun der nächste Start. Toyota Gazoo Racing will noch mehr Kilometer abspulen und das Rennen erfolgreich beenden.

Das Renncoupé wartet erneut mit verschiedenen, noch im Entwicklungsstadium befindlichen Technologien auf, die in künftigen Serienfahrzeugen und Sportwagen zum Einsatz kommen könnten. Hierzu gehören karosserietechnische Entwicklungen beispielsweise zur Gewichtsreduktion und zur Erhöhung der Steifigkeit, aber auch Modifikationen an Fahrwerk und Motor. Damit unterstreicht die Motorsport-Abteilung das Konzernbestreben, „immer bessere Autos zu bauen“ – auch durch Rennsport.

Gefahren wird der Lexus LC vom gleichen Quartett wie 2018: Der Veteran Takeshi Tsuchiya übernimmt als Cheffahrer die Verantwortung. An seiner Seite starten Naoya Gamou, Takamitsu Matsui und Yuichi Nakayama. Für die Fahrzeugabstimmung ist Gamou zuständig, der bereits zum siebten Mal durch die „grüne Hölle“ fährt. Gemeinsam mit den Mechanikern und Ingenieuren, die wie immer aus dem Unternehmen stammen, peilen sie ein erfolgreiches 24-Stunden-Rennen an.

Augusto Farfus: The boy is back in town

Für Augusto Farfus endete die Motorsportsaison 2018 mit einem Riesenerfolg: In den Straßenschluchten von Macau holte er am dritten November-Wochenende auf einem Schnitzer-BMW den Sieg im FIA Tourenwagen-Weltcup. Genau die richtige Überleitung auf die Saison 2019, in der sich der Ex-DTM-Pilot und Langstreckenspezialist neuen Herausforderungen stellt. Denn der Brasilianer kehrt im Rahmen eines umfangreichen GT-Programms zurück zum 24h-Rennen auf dem Nürburgring. Mit dem Abschied aus der DTM nach insgesamt sieben Jahren schlägt Farfus ein neues Kapitel in seiner erfolgreichen Karriere auf, in der er 2013 unter anderem den inoffiziellen DTM-Vizemeistertitel eroberte. Nun konzentriert er sich weiterhin als BMW-Werksfahrer auf den GT-Sport. Er wird im BMW M6 GT3 beim 24h-Rennen auf dem Nürburgring und anderen Langstreckenrennen starten sowie im BMW M8 GTE in der FIA World Endurance Championship (FIA WEC) rund um den Globus antreten. Auch ein Start beim FIA GT World Cup in Macau (CHN) steht auf dem Plan.

Mit dem 24h-Rennen auf dem Nürburgring verbindet Farfus eine intensive Geschichte. Sieben Mal stand er in der Eifel am Start und konnte dabei einiges an Erfolgen einfahren. 2015 eroberte er im BMW Z4 GT3 gemeinsam mit Jörg Müller, Nicky Catsburg und Dirk Adorf die Pole-Position und wurde im Rennen Vierter. Die größten Erfolge auf der Nordschleife feierte der 35-jährige Südamerikaner aber 2010 und 2011. In diesen Jahren fuhr er mit den Teamkollegen Jörg Müller, Uwe Alzen und Pedro Lamy um den Sieg. 2010 holte er im BMW M3 GT2 den Gesamtsieg, im Jahr darauf Platz zwei.

Auch wenn sein Weg 2019 zu den Orten großer Erfolge zurückführt, blickt er naturgemäß dennoch ein wenig wehmütig auf die DTM zurück. „Ich habe mir die Entscheidung, der DTM den Rücken zu kehren, natürlich nicht leicht gemacht“, meint Farfus. „Es ist die wohl beste Tourenwagenserie der Welt, und ich habe mich in der DTM-Familie und bei den BMW-Teams immer sehr wohl gefühlt. Ich konnte dort eine Menge lernen, meinen Speed zeigen und sogar um den Titel kämpfen. Es war eine großartige Zeit. Wer mich kennt, der weiß jedoch auch, wie sehr ich auch den GT-Sport liebe. Ich habe gespürt, dass ich nun ein neues Kapitel aufschlagen sollte. Ich bin BMW sehr dankbar, dass sie meine Entscheidung akzeptiert haben und mir die Chance geben, weiter auf allerhöchstem Niveau in BMW-Rennwagen unterwegs zu sein. Ich freue mich riesig auf 2019.“