Frikadelli: Starke Generalprobe

[Teaminfo] Das Frikadelli Racing Team kann mit dem letzten Härtest vor dem ADAC Total 24h-Rennen sehr zufrieden sein. Beim 6h-Qualifikationsrennen fuhren Matt Campbell, Romain Dumas, Mathieu Jaminet und Sven Müller auf einen starken vierten Platz im Gesamtklassement. Damit stellt die Mannschaft aus Barweiler den bestplatzierten Porsche im Teilnehmerfeld. Auch das Schwesterfahrzeug von Klaus Abbelen und Alex Müller spulte problemlos die Distanz ab und erreichte auf dem 16. Platz das Ziel.

„Insgesamt bin ich mit unserem Auftritt sehr zufrieden. Aufgrund der vielen Fahrzeit, die uns im Rahmen dieser Veranstaltung zur Verfügung gestanden hat, konnten wir unsere Entwicklungsarbeit für das 24h-Rennen sehr gut vorantreiben. Auch wenn noch nicht alles perfekt funktioniert hat, befinden wir uns nach den heutigen Eindrücken auf einem guten Weg“, so Teamchef Klaus Abbelen.

Ähnlich wie bei den drei VLN-Rennen zuvor warteten erneut schwierige Witterungsbedingungen auf die Teilnehmer. So wurden vor allem die Trainingssitzungen einmal mehr von starken Regenschauern geprägt. Nur ein kurzes Zeitfenster zu Beginn des ersten Qualifyings erlaubte eine schnelle Zeitenjagd auf trockener Fahrbahn. Die beiden Porsche 911 GT3 R von Frikadelli Racing konnten sich dennoch souverän für das Einzelzeitfahren der Top-30 Fahrzeuge qualifizieren. Diese ganz besondere Herausforderung, die zur finalen Ermittlung der Startaufstellung diente, nahmen Mathieu Jaminet und Alex Müller in Angriff. Während Müller die Startnummer 30 hier auf die 13. Startposition bringen konnte, war für Jaminet nach einem Dreher auf seiner gezeiteten Runde der 18. Rang das Maximum.

Im Rennen galt es somit für die Fahrerbesatzung des neuen Porsche 911 GT3 R zu einer Aufholjagd anzusetzen. Dies sollte Matt Campbell, Romain Dumas, Mathieu Jaminet und Sven Müller, die das erste Mal in dieser Konstellation gemeinsam auf der Nürburgring Nordschleife unterwegs waren, perfekt gelingen. Am Ende überquerte das Fahrerquartett auf einem starken vierten Rang als bestplatzierter Porsche die Ziellinie. Ihre Teamkollegen Klaus Abbelen und Alex Müller konnten den letzten Test unter Rennbedingungen ebenfalls erfolgreich gestalten. Am Ende belegten sie zusammen den 16. Platz und sammelten viele Daten für das große Saisonhighlight an Fronleichnam (20.-23. Juni 2019).

Mathieu Jaminet (Fahrer Frikadelli-Porsche 911 GT3 R #31):„Ich bin sehr zufrieden mit unserem heutigen vierten Platz. Sicherlich hätte das Top-30 Qualifying besser laufen müssen, aber ich habe leider einen kleinen Fehler in meiner Runde gehabt, der auf der rutschigen Fahrbahn letztlich zu einem Dreher geführt hat. Auch wenn wir also noch Reserven haben, glaube ich, dass wir an diesem Wochenende insgesamt einen guten Schritt nach vorne gemacht haben.“

Sven Müller (Fahrer Frikadelli-Porsche 911 GT3 R #31): „Wir haben das Fahrzeug seit Saisonbeginn sehr gut entwickeln können, was das heutige Ergebnis sicherlich auch ein Stück weit beweist. Aktuell fehlt uns leider noch ein wenig der Speed im Vergleich zu BMW, aber wir werden weiter an unserer Performance arbeiten. Insgesamt macht mir die Arbeit mit dem Frikadelli Racing Team wirklich extrem viel Spaß.“

Romain Dumas (Fahrer Frikadelli-Porsche 911 GT3 R #31): „Ich habe heute wieder jede einzelne Runde auf der Nürburgring Nordschleife genossen. Der neue Porsche 911 GT3 R lässt sich hier sehr gut bewegen, trotzdem haben wir im Hinblick auf das 24h-Rennen noch ein paar Feinarbeiten vor uns. Bei Frikadelli Racing fühle ich mich unheimlich wohl. Klaus ist als Teamchef sehr akribisch und setzt sich wirklich für alles ein, was wir brauchen. Neben seiner direkten Art gefällt mir das ausgesprochen gut. Ich freue mich schon sehr, das diesjährige 24h-Rennen mit dem Team von Frikadelli Racing zu bestreiten.“

Alex Müller (Fahrer Frikadelli-Porsche 911 GT3 R #30): „Das Top-30 Qualifying war wirklich schwierig, weil es praktisch auf der gesamten Nordschleife extrem rutschig war. Trotzdem war meine Runde ganz in Ordnung und der Zeitenabstand zu den anderen Porsche-Fahrzeugen überschaubar. Es hat wieder Spaß gemacht, diese eine freie Runde zu erleben.

Im Rennen haben wir dann wirklich Glück gehabt mit dem Wetter und konnten sehr viel Fahrzeit und Kilometer sammeln. Wir haben unser gewünschtes Programm sehr gut durchbekommen und freuen uns nun auf das 24h-Rennen.“

Audi gibt Fahreraufgebot bekannt

[Teaminfo] Audi Sport customer racing startet mit seinen Kunden zum elften Mal bei ADAC Total 24h-Rennen auf dem Nürburgring. Beim größten deutschen Autorennen gehen vom 20. bis zum 23. Juni drei Teams mit fünf aktuellen Audi R8 LMS an den Start, hinzu kommt ein Audi R8 LMS der ersten Generation eines Privatteams.

„Wir konzentrieren unsere Unterstützung in diesem Jahr auf die Teams Car Collection Motorsport, Land Motorsport und Phoenix Racing. Jedes dieser Teams hat mit Audi bereits mindestens ein 24h-Rennen gewonnen“, sagt Chris Reinke, Leiter Audi Sport customer racing. „Zwei Piloten von Audi aus der DTM und neun Audi Sport-Fahrer aus dem Kundensport starten auf dem Nürburgring in insgesamt fünf Audi R8 LMS.“

Der dreimalige Nürburgring-Sieger Markus Winkelhock und der zweimalige Gewinner Christopher Haase teilen sich im Audi Sport Team Car Collection ein Cockpit mit dem dreimaligen Le-Mans-Sieger Marcel Fässler. DTM-Champion René Rast, der ebenso wie Kelvin van der Linde einmal das 24h-Rennen in der Eifel für sich entschieden hat, fährt für das Audi Sport Team Land zusammen mit Christopher Mies, dem Gewinner von 2015 und 2017. Rast und Haase sind auf dem jeweils anderen Auto zusätzlich als weitere Piloten nominiert.

Der frühere Sieger Frank Stippler ist mit dem Audi Sport Team Phoenix dabei. Die Audi Sport-Fahrer Dries Vanthoor und Pierre Kaffer komplettieren dieses Aufgebot gemeinsam mit ihrem Teamkollegen Frédéric Vervisch, der im Januar die 24 Stunden von Dubai gewonnen hat. Darüber hinaus ist Stippler auch mit Audi-Werksfahrer Jamie Green aus der DTM in einem privat eingesetzten R8 LMS von Phoenix Racing gemeldet. Die Privatpiloten Vincent Kolb und Kim-Luis Schramm sind ebenfalls auf diesem Auto genannt.

Rahel Frey schließlich unterstützt das private Team RaceIng fahrerisch und startet an der Seite von Bernhard Henzel, Frank Schmickler und Pavel Lefterov. Ferner setzt Car Collection Motorsport ein Privatfahrerteam ein. Audi Sport erwartet darüber hinaus in anderen Klassen weitere Kundenteams mit Produkten der Marke.

Audi Sport Team Car Collection
Christopher Haase/Marcel Fässler/René Rast/Markus Winkelhock

Audi Sport Team Land 
Christopher Haase/Kelvin van der Linde/Christopher Mies/René Rast

Audi Sport Team Phoenix 
Pierre Kaffer/Frank Stippler/Dries Vanthoor/Frédéric Vervisch

Car Collection Motorsport 
Stefan Aust/Christian Bollrath/Jean-Louis Hertenstein/Klaus Koch

Phoenix Racing 
Jamie Green/Vincent Kolb/Kim-Luis Schramm/Frank Stippler

Team RaceIng 
Rahel Frey/Bernhard Henzel/Pavel Lefterov/Frank Schmickler

Sorg Rennsport: Klassensieg und Podium

[Teaminfo] Mit guten Ergebnissen für das Team AVIA Sorg Rennsport endete die Generalprobe für das ADAC Total 24h-Rennen Ende Juni, das ADAC 6hQualifikationsrennen auf dem Nürburgring. Vor allem der BGS technic-BMW 325i überzeugte auf ganzer Linie und setzte souverän seine Siegesserie in der Klasse V4 fort. „Im Mittelpunkt stand das Testen der Fahrzeuge und für die Fahrer, die 24h-Streckenvariante aufzufrischen. Wenn dann auch noch die Ergebnisse stimmen, war es ein guter Tag“, sagte Benjamin Sorg.

Bei den Produktionswagen bis 2500 ccm wurden Ersin Yücesan, Emir Asari, Torsten Kratz und Heiko Eichenberg ihrer Favoritenrolle gerecht. Pole-Position und Start-Ziel-Sieg am Steuer des BGS technic-BMW 325i. Dieses Fahrzeug feierte bereits bei den 24h 2017 und 2018 sowie beim Quali-Rennen 2018 Klassensiege. Nach zwei Erfolgen in der bisherigen VLN-Saison führt der seriennahe BMW derzeit dort sogar die Gesamtwertung an.

„Ersin Yücesan legte als Startfahrer den Grundstein zum Erfolg und übernahm gleich die Führung. Von Stunde zu Stunde wurde der Abstand immer größer, im Ziel nach 34 Runden hatten wir dann eine Runde Vorsprung. Das war eine hervorragende Leistung“, sagte Daniel Sorg.

Lange Zeit sah es nach einem V4-Doppelsieg aus, doch am HS Gebäudetechnik-BMW 325i der belgischen Teamkollegen Pieter Denys und Gregory Eyckmans musste eine Antriebswelle getauscht werden wegen eines Schnittes in der Manschette. Das Duo zeigte eine großartige Aufholjagd und übernahm in der letzten Runde sogar noch den vierten Platz von acht Startern und hatte um 1,7 Sekunden die Nase vorn.

Ebenfalls acht Teams kämpften um den Klassensieg im BMW M240i RacingMarkenpokal. Für beide Sorg-Teams hatte Priorität, Erfahrungen für das 24h-Rennen zu sammeln. Hierbei wären die vier Spanier Joaquin Capsi Segura, Alvaro Fontes, Antonio Castilo und Guillermo Aso als Vierte sogar beinahe aufs Podium gefahren. Zwischenzeitlich waren sie sogar Zweite.

Am Gerri-BMW der US-Amerikaner Cameron Evans, Charlie Postins und Scott Smith gab es erst eine defekte Radaufhängung nach Fremdkörperkontakt und dann noch einen Leitplankentreffer. Mehr als Platz sieben war nicht mehr möglich. Bei den Produktionswagen bis 3500 ccm (Klasse V6) lenkten Alberto Carobbio, Ugo Vicenzi, Murat Ates und Björn Simon den Eibach-Porsche Cayman S auf den dritten Platz.

Das ADAC Total 24h-Rennen findet vom 20. bis 23. Juni auf dem Nürburgring statt. Das Team AVIA Sorg Rennsport wird beim größten Autorennen der Welt mit neun Fahrzeugen antreten.

Falken: Starke Performance bleibt unbelohnt

[Teaminfo] Ein Wechselbad der Gefühle erlebte Falken beim ADAC Qualifikationsrennen 24h-Rennen vergangenen Sonntag auf dem Nürburgring. Nach einer überlegenen Performance in der Anfangsphase des Sechsstundenrennens musste der BMW M6 GT3 die Generalprobe für das ADAC Total 24h-Rennen vorzeitig beenden. Der Porsche 911 GT3 R kam nach einer Aufholjagd auf dem 15. Platz ins Ziel.

Einmal mehr forderte die „Grüne Hölle“ durch wechselnde Wetterverhältnisse den Teilnehmer alles ab und verwandelte bereits das Top-30-Qualifying zu einem Lotteriespiel. Das Resultat: 16. Startplatz für Alexandre Imperatori, Peter Dumbreck und Stef Dusseldorp im #33 BMW M6 GT3, Platz 17 für Martin Ragginger, Dirk Werner und Joerg Bergmeister im #44 Porsche 911 GT3 R.

Pünktlich zum Rennstart trocknete die Strecke wieder ab, was die richtige Reifenwahl noch mehr zur Glückssache machte. Falken entschied sich für eine Doppelstrategie und schickte die Fahrzeuge unterschiedlich bereift auf die Reise.

Die Show der Anfangsphase lieferte Stef Dusseldorp. Der Niederländer ließ seinen BMW mit Falken Intermediates bestücken und dankte dies mit einer überragenden Performance. Bereits in der zweiten Runde übernahm er die Führung und fuhr mit 8:31.629 Minuten die bis dahin beste Rundenzeit. Zeitweise war Dusseldorp pro Runde bis zu fünf Sekunden schneller als die Konkurrenz und konnte den Vorsprung auf über 50 Sekunden ausbauen. Auch Peter Dumbreck, der von Dusseldorp übernahm, konnte die Pace gehen. Nach einem technischen Defekt touchierte er im Streckenabschnitt Wehrseifen jedoch die Leitplanke und musste den #33 BMW vorzeitig abstellen.

Ganz anders verlief das Rennen des #44 Porsche. Hier setzte das Team zunächst auf Regenreifen, wechselte aber direkt nach der Einführungsrunde auf profillose Slicks. Diese Entscheidung erwies sich als goldrichtig, der Porsche pflügte mit schnellen Rundenzeiten durch das Feld. Das erfahrene Fahrertrio absolvierte die zusätzliche Herausforderung mit Bravour und belegte am Ende den 15. Gesamtrang.

Der nächste Renneinsatz für Falken ist das Highlight der Saison. Das ADAC Total 24h-Rennen Nürburgring findet vom 20. bis 23. Juni 2019 statt.

Fans kicken gegen Fahrer: Anmeldung läuft

Am Mittwoch vor dem 24h-Rennen (19. Juni 2019) treffen sich Rennfahrer und Fans zum Fußballturnier für den guten Zweck: Beim One World Charity Cup werden Spenden für die Lukas-Podolski-Stiftung gesammelt. Gleichzeitig ist das gemeinsame Kicken von Rennfahrern und Fans ein Ausdruck der familiären Atmosphäre, die das 24h-Rennen seit jeher auszeichnet. Die meisten Plätze für Fan-Mannschaften sind bereits vergeben – aber noch gibt es für Besucher die Möglichkeit, sich anzumelden. Wer also Lust hat, mit seinen Freunden als „Ajax Adenau“ oder „Borussia Brünnchen“ – oder unter einem selbstgewählten anderen Namen – anzutreten, sollte sich sputen. Bis 31. Mai 2019 ist die Anmeldung möglich. Der Kostenbeitrag für jedes Team beträgt pauschal 80,– Euro. Für Zuschauer ist der Eintritt in der ring°arena frei.

Bis zu zehn Fan-Mannschaften gehen beim Hallenfußballturnier an den Start. Die besten ziehen ins Halbfinale ein, für das die Rennfahrer bereits gesetzt sind. (Logisch – sie müssen sich ja am Wochenende dem 24h-Rennen stellen). Das Timing ist so gewählt, dass Fans nach dem Ende des Adenauer Racing Days zur entscheidenden Phase des Fußballturniers kommen können. Gespielt wird beim One World Charity Cups auf dem 30 x 15 Meter großen Court in der ring°arena.

Internationale Rennfahrer spielen gemeinsam
Das Team der Rennfahrer ist eine Traummannschaft – jedenfalls, wenn es um die Lenkradarbeit geht. Aus Deutschland sind etwa Fabian Vettel, Lucas Luhr und Maro Engel dabei, die mit Stars wie Augusto Farfus (BRA), Mikkel Jensen (DEN), Maxime Martin (BEL) oder Indy Dontje (NED) zusammenspannen.

Eine Reihe weiterer Rennfahrer haben bereits zugesagt, ihre Kollegen am Spielfeldrand als „Edelfans“ zu unterstützen. Timo Scheider zeigte sich etwa ebenso interessiert, wie Martin Tomczyk und Maxi Götz. Auch Raffaele Marciello, Pierre Kaffer, Rene Rast, Chris Mies, Patrick Assenheimer, Kenneth Heyer, Philip Ellis und Adam Christodolou wollen vorbeischauen, soweit der Rennfahrer-Job sie nicht durch dringende Angelegenheiten hindert.

Die letzten freien Plätze sind noch zu haben
Zwei Mal fünf Teams können in der Vorrunde antreten, die ab 9:30 Uhr in der ring°arena stattfindet. Noch sind die letzten Plätze zu haben. Die Nennung kann per E-Mail (über anmeldung@oneworld-charity.de) gesendet werden – die Anmelefrist läuft am 31. Mai 2019 aus. Die Teams werden in der Reihenfolge des Eingangs der Anmeldungen berücksichtigt, bis zu drei Mannschaften können über eine Warteliste nachrücken. Mit dem Nenngeld (80,– Euro) tragen die Mannschaften zur Deckung der unmittelbaren Turnierkosten bei, erhalten aber auch umfangreiche Leistungen. So ist natürlich ein Spielerbereich inklusive Umkleiden und Duschen vorhanden. Die Teams erhalten außerdem ein Verpflegungspaket sowie drei von den Fahrern signierte Bälle von „DeinBall.de“ als Erinnerungsstück.

Die einzelnen Matches dauern je zehn Minuten und werden nach den offiziellen Hallenfußball-Regeln des DFB auf Kunstrasen ausgetragen. Die vollständigen Regularien gibt es auf der 24h-Homepage in der Rubrik „Tipps für Fans“ zum downloaden.

Gelungene Generalprobe für Hyundai i30 Fastback

[Teaminfo] Vielversprechender Einstand für den neuen Hyundai i30 Fastback N auf der legendären Nürburgring-Nordschleife: Franz Engstler, Luca Engstler, Guido Naumann und Byung-Hui Kang holten im sechsstündigen Qualifikationsrennen für das ADAC Total 24h-Rennen mit dem vom Hyundai Team Engstler aufgebauten und eingesetzten Tourenwagen den zweiten Rang in der Klasse „V2T“.

Nachdem das eigentlich geplante Renndebüt des Tourenwagens beim zweiten Lauf der VLN Mitte April nach nur einer Runde wegen Schneefalls abgebrochen werden musste, stellte die „Grüne Hölle“ auch beim Qualifikationsrennen Fahrer, Autos und Teams mit ihrem wechselnden Eifelwetter vor Herausforderungen. Bereits im Freien Training und im Qualifying sorgten starke Regenschauer auf der 25,378 Kilometer langen Strecke für rutschige Bedingungen. Im ersten Zeittraining fuhr Hyundai Motor Deutschland-Markenbotschafter Luca Engstler mit einer Zeit von 10.26,553 Minuten auf den zweiten Rang in der Klasse „V2T“ für seriennahe Fahrzeuge mit maximal 2 Liter Hubraum und Turboaufladung. Nasse Bedingungen im zweiten Zeittraining verhinderten anschließend eine Zeitenverbesserung.

Nach morgendlichem Niederschlag begann auch das Qualifikationsrennen auf nasser Strecke. Luca Engstler startete mit einer Mischbereifung aus Slicks vorne und Regenreifen hinten – was sich als richtige Entscheidung erwies. Während viele andere Fahrer, die ausschließlich auf Regenreifen gesetzt hatten, wegen der abtrocknenden Strecke zum Reifenwechsel an die Box kommen mussten, blieb der Youngster draußen und machte zahlreiche Positionen gut. Das Fahrerquartett übernahm mit dem Hyundai i30 Fastback N schließlich die Führung in seiner Klasse und baute sie anschließend weiter aus. Mit 10.19,003 Minuten fuhren sie dabei auch eine beste Runde, die deutlich schneller war als die Bestmarke im Qualifying. Durch Probleme bei der Betankung verloren die Piloten später knapp 30 Minuten. Dennoch sah Schlussfahrer Byung-Hui Kang nach sechs Stunden als Zweiter der Klasse „V2T“ die Zielflagge.

Andreas Klinge, Teammanager Hyundai Team Engstler
„Wir haben nach sechs Stunden bei schwierigen Bedingungen mit dem typisch-wechselhaften Eifelwetter die Zielflagge gesehen und das stimmt uns optimistisch. Natürlich gab es beim ersten Renneinsatz des brandneuen Wagens noch ein paar Kinderkrankheiten, aber das kann passieren. Wir haben viel über das Fahrzeug gelernt und wichtige Daten und Erfahrungen gesammelt. Diese werden wir jetzt für die Vorbereitung auf das 24h-Rennen auswerten und das Gelernte umsetzen, damit wir Mitte Juni perfekt aussortiert sind. Die vier Fahrer haben einen guten Job gemacht. Ich denke, wir haben eine vielversprechende Crew mit einer spannenden Mischung aus Jung und Alt.“

Guido Naumann, Hyundai i30 Fastback N #160
„Das war ein guter Probelauf für das 24h-Rennen. Wenn ich nicht einmal ohne Benzin ausgerollt wäre, hätten wir wohl sogar den Klassensieg eingefahren. Wir Fahrer sind mit dem Auto sehr zufrieden. Der Hyundai i30 Fastback N für das 24h-Rennen ist sehr seriennah, aber hat ein tolles Handling und macht uns sehr viel Spaß zu fahren.“

Die 47. Auflage des ADAC Total 24h-Rennens auf der Nürburgring-Nordschleife findet vom 20. bis 23. Juni statt.

Manthey: Platz sieben im Qualirennen

[Teaminfo] Als Vorbereitung für das ADAC Total 24h-Rennen am Nürburgring startete Manthey-Racing am Wochenende beim Qualifikationsrennen. Nach sechs Stunden überquerte der Porsche 911 GT3 R mit der Startnummer eins auf der 25,378 Kilometer langen Kombination aus Nordschleife und Grand-Prix-Kurs die Ziellinie auf Platz sieben. Während es zu Beginn des Rennens um 12 Uhr regnete, klarte es kurze Zeit später auf und die Strecke trocknete ab. Richard Lietz, Frédéric Makowiecki, Patrick Pilet und Nick Tandy sammelten nach den widrigen Bedingungen mit Regen und Schnee in den vorherigen VLN-Läufen wichtige Daten im Trockenen. Das Fahrzeug mit der Startnummer 911 und den Piloten Earl Bamber, Michael Christensen, Kévin Estre und Laurens Vanthoor musste eine Runde vor Rennende den Einsatz mit einem technischen Problem an der Box beenden.

Die Generalprobe zum 24h-Rennen fand in diesem Jahr zum sechsten Mal statt. In dem Rennen geht es nicht primär um das Endergebnis, sondern um schnelle Rundenzeiten. Denn in diesem Jahr gibt es für das ADAC Total 24h-Rennen einen neuen Qualifyingmodus: Das Einzelzeitfahren heißt jetzt Top-Qualifying und ist nicht mehr auf 30 Fahrzeuge beschränkt. Teilnahmeberechtigt sind neben den „Pro“- auch die „Pro-Am“-Teams – das bedeutet, ein Teil der Startplätze ist für Privatfahrer reserviert. Welche Teams sich qualifiziert haben, ergibt eine Analyse von 42 Sektorzeiten aus fünf zusammenhängenden Runden bei verschiedenen Veranstaltungen (VLN 1, VLN 3, Qualifikationsrennen). Die Teams für das 24h-Top-Qualifying werden erst in der Woche nach dem Qualifikationsrennen bekannt gegeben.

Manthey-Racing gewann bislang sechs Mal beim Langstrecken-Klassiker in der „Grünen Hölle“: 2006, 2007, 2008, 2009, 2011 und 2018. Nach BMW (19 Siege) ist Porsche die Marke mit den zweitmeisten Siegen (12). Das 24-Stunden-Rennen auf der Nürburgring-Nordschleife wird vom 22. bis zum 23. Juni ausgetragen.

Bernhard Demmer (Einsatzleitung Porsche 911 GT3 R #1, #911): „Die Schlussbilanz des Qualifikationsrennens ist etwas durchwachsen, aber grundsätzlich nicht schlecht. Weitere Schritte auf der Vorbereitungsliste sind abgehakt. Die trockene Strecke hat uns beim Thema Reifen nochmal gute Erkenntnisse gebracht. Unglücklich ist das technische Problem bei unserer Startnummer 911 in der letzten Runde. Aber aus Sicherheitsgründen haben wir uns entschieden, das Fahrzeug als Vorsichtsmaßnahme kurz vor Schluss abzustellen, obwohl wir ja auf Podiumskurs lagen.“

Richard Lietz (Porsche 911 GT3 R #1, Platz 7): „Wenn ich die VLN-Rennen mit einbeziehe, dann war die Vorbereitung für das 24h-Rennen sehr gut. Wir haben jetzt wichtige Daten auf der trockenen Strecke gewonnen und hier im Rennen ganz verschiedene Reifen eingesetzt. Das Ergebnis hätte etwas besser sein können, aber so ist es nun mal. Wenn wir bei der Analyse die richtigen Schlüsse ziehen können, sind wir für das 24h-Rennen gut aufgestellt.“

Kévin Estre (Porsche 911 GT3 R #911, DNF): „Natürlich ist es ärgerlich, wenn man so kurz vor Schluss eines Sechs-Stunden-Rennens ausfällt. Aber die Sicherheit geht vor und deshalb sind wir reingekommen. Beide Autos hatten verschiedene Strategien. Zu Beginn des Rennens waren wir auf Regenreifen, aber dann ist es doch schnell trocken geworden und wir mussten einen Extra-Stopp einlegen. Die Pace war gut. Wir waren nicht die Schnellsten, aber wir waren vorn mit dabei.“

Hyundai: Bestens vorbereitet

[Teaminfo] Das 24h-Qualifikationsrennen verlief für die beiden TCR-Tourenwagen von Hyundai Motorsport ohne nennenswerte Probleme und wurde so zur gelungenen Vorbereitung auf den Saisonhöhepunkt. Bei der Generalprobe zur 47. Auflage des ADAC Total 24h-Rennens waren beide Fahrzeuge, der Hyundai i30 N TCR und der Hyundai Veloster N TCR, mit dem für Kunden erhältlichen Langstreckenpaket ausgerüstet. Die Tourenwagen von Hyundai sind zusätzlich mit ABS, einer Schnelltankvorrichtung sowie – beim 24h-Rennen – mit Zusatzscheinwerfern für das Fahren im Dunkeln bestückt.

Beide Tourenwagen waren jeweils mit einer Drei-Fahrer-Crew besetzt. Das rein deutsche Trio Manuel Lauck, Andreas Gülden und Peter Terting fuhr den Hyundai i30 N TCR. Den Hyundai Veloster N TCR pilotierten die beiden Deutschen Marc Basseng und Moritz Oestreich sowie der Belgier Nico Verdonck.

Bereits im ersten Qualifying am Samstagabend zeigten die speziell für die Langstrecke vorbereiteten Fahrzeuge der Hyundai Motorsport Kundensportabteilung aus Alzenau ihr hohes Potenzial: Laucks beste Rundenzeit brachte den i30 N TCR auf den 40. Gesamtrang, nur wenige Plätze dahinter folgte Oestreich im Veloster N TCR. Damit waren sie die schnellsten TCR-Fahrzeuge im 100 Fahrzeuge starken Starterfeld. Einsetzender Regen verhinderte weitere Zeitenverbesserungen in dieser Session. Bei zunehmender Dämmerung konzentrierte sich das Team daraufhin auf die Zusatzscheinwerfer für die Fahrten im Dunkeln, mit denen beide Hyundai für das 24h-Rennen in der „Grünen Hölle“ ausgestattet werden.

Das Qualifikationsrennen am Sonntagmittag begann bei gemischten Streckenbedingungen. Die Piste war noch feucht und rutschig vom Regen am Morgen. Lauck im Hyundai i30 N TCR entschied sich für profillose Slickreifen vorne und profilierte Regenreifen hinten. Verdonck im Veloster N TCR wählte mit Dunlop-Trockenreifen eine aggressivere Strategie für den Start-Stint.

Mit dieser Entscheidung gewann Verdonck in den ersten Runden die Oberhand. Lauck musste wie viele andere Fahrer früh zum Boxenstopp, um komplett auf Slicks umrüsten zu lassen. Doch ein Schaden am linken Hinterreifen zwang Verdonck ebenfalls vorzeitig an die Box, wodurch Lauck seine ursprüngliche Position zurückgewann. Danach konnte Verdonck im ansonsten unbeschädigten Veloster das Tempo halten. In der zweiten Rennhälfte des sechsstündigen Qualifikationsrennens musste der Belgier wegen eines technischen Problems aber erneut einen unplanmäßigen Zwischenstopp einlegen.

Den Schluss-Stint im i30 N TCR absolvierte Peter Terting. Er brachte das Auto nach 38 Runden auf dem 25 Kilometer langen Eifelkurs ins Ziel – auf Platz eins der TCR-Klasse und als 27. insgesamt. Mit einer Runde Rückstand auf das Schwesterauto wurde der Veloster N TCR mit Verdonck am Steuer am Ende Klassenzweiter und 38. im Gesamtklassement.

Hyundai Motorsport Teamdirektor Andrea Adamo: „Das Qualifikationsrennen war ein sehr wichtiger Schritt bei unserer Vorbereitung auf das 24h-Rennen Nürburgring und die Performance unseres Teams. Sowohl der Hyundai i30 N TCR als auch der Hyundai Veloster N TCR waren auf dieser anspruchsvollen Strecke konstant schnell und zeigten die für das 24h Rennen nötige Zuverlässigkeit. Jetzt werden wir unsere Vorbereitungen für das 24 Rennen Nürburgring analysieren und endgültig abschließen, damit wir diese Leistungen nicht nur wiederholen, sondern noch verbessern können.“

Dreifachsieg für BMW Teams

[Teaminfo] Der BMW M6 GT3 hat beim Qualifikationsrennen zum ADAC Total 24h-Rennen auf dem Nürburgring einen Dreifachsieg gefeiert. Nach 41 Runden auf der Nordschleife überquerten Christian Krognes, David Pittard und Nick Yelloly im #101 BMW M6 GT3 von Walkenhorst Motorsport als Erste die Ziellinie. Den zweiten Rang belegten Jesse Krohn und John Edwards im Fahrzeug mit der Nummer 99 vom Team Rowe Racing. Als Drittplatzierten gelang ihren Teamkollegen Connor De Phillippi, Tom Blomqvist und Mikkel Jensen im #98 BMW M6 GT3 ebenfalls der Sprung auf das Podest.

Der #42 BMW M6 GT3 vom BMW Team Schnitzer kam auf den 14. Gesamtplatz. Das zweite von Walkenhorst Motorsport eingesetzte GT3-Fahrzeug belegte Rang 22. Ein überglücklicher Sieger Krognes sagte: „Das ist einer meiner intensivsten Momente in diesem Jahr. Es ist seit einigen Jahren der erste Sieg für das Team auf der Nordschleife.“ De Phillippi bilanzierte: „Der dritte Platz ist okay, weil wir kein perfektes Rennen hatten. Wir haben einen Fehler gemacht und eine Zeitstrafe bekommen, aber stehen trotzdem auf dem Podium. Das ist ein gutes Ergebnis. Für das 24h-Rennen können wir noch ein bisschen an Performance zulegen. Dann kommen wir zurück und stehen hoffentlich zwei Plätze weiter oben.“

Beim Qualifikationsrennen konnten die BMW Teams zudem weitere Klassensiege feiern. In der SP10-Kategorie siegte der #71 BMW M4 GT4 der Mannschaft Hofor Racing by Bonk Motorsport vor dem #70 BMW M4 GT4 mit den BMW Sports Trophy Siegern Philipp Leisen, Danny Brink und Christopher Rink sowie Marcel Lenerz am Steuer. Im BMW M240i Racing Cup setzten sich Yannick Fübrich, Daniel Zils und Oskar Sandberg vom Pixum Team Adrenalin Motorsport durch. Platz zwei ging an Will Tregurtha, Ben Tuck, Jordan und Jörg Breuer vom Team Walkenhorst Motorsport. Den dritten Rang sicherten sich Stefan Branner, Andreas Schaflitzl und Ethan Tremblay von FK Performance. In der V4-Kategorie ging der Sieg an das Team Avia Sorg Rennsport. In der Kategorie SP 9-LG war das Team Speedline Racing erfolgreich.

Der Höhepunkt der Langstreckensaison auf dem Nürburgring, das ADAC 24h-Rennen, findet vom 22. bis 23. Juni statt.

Neuer Qualifyingmodus: „Wir wollen, dass sie kämpfen“

Die engen Duelle, die es an der Spitze des 24h-Rennens in den vergangenen Jahren gab und die die Fans förmlich von den Sitzen gerissen haben, sind nicht von Gott gegeben, sondern das Ergebnis einer aufwändigen Bewertung und Einstufung der Top-Fahrzeuge in der sogenannten „Balance of Performance”. Um dieses hohe Level der Chancengleicheit zu erhalten, haben die Verantwortlichen des ADAC Nordrhein das Einstufungsverfahren der GT3-Fahrzeuge über den Winter weiter verfeinert. Vor allem das Einzelzeitfahren zur Ermittlung der besten Startplätze und die Qualifikation dafür rückten in den Blick der Regelmacher.

Die erste grundsätzliche Änderung ist die Anzahl der teilnehmenden Fahrzeuge. Diese ist nicht mehr auf 30 beschränkt. Deswegen heißt das Einzelzeitfahren nun Top-Qualifying und nicht mehr Top-30-Qualifying. Teilnahmeberechtigt sind nun neben den „Pro“- auch die „Pro-Am“-Teams – das heißt ein Teil der Startplätze ist für Privatfahrer reserviert. Das macht den Kampf noch interessanter! Die Unterteilung erfolgt anhand der FIA-Einstufungen.

Top-Qualifying für „Pro“ und „Pro-Am“
In den vergangenen Jahren schafften es meistens alle „Pro“-Teams ohne größere Probleme, sich für das Top-30-Qualifying zu qualifizieren. Um bei ihnen den Kampfgeist zu wecken, wurden mehrere Änderungen beschlossen: So können maximal 80 Prozent der genannten „Pro“-Teams den Sprung ins Top-Qualifying schaffen. Zudem werden die qualifizierten Teams erst nach dem ADAC 24h-Qualirennen bekanntgegeben. Somit kann sich keines der Teams hundertprozentig sicher sein, sich qualifiziert zu haben. „Wir wollen, dass sie bis zuletzt kämpfen“, erklärt Rennleiter Walter Hornung. „Damit steigt der Druck, die wahre Leistungsfähigkeit vor dem eigentlichen 24h-Wochenende offenlegen zu müssen.”

Bislang wurden die schnellsten Rundenzeiten aus dem Qualifying und die Top-Positionen aus den VLN- und dem 24h-Qualirennen herangezogen, um die Teilnehmer für das Top-30-Qualifying zu finden. Das war zwar ein von außen nachvollziehbarer Vorgang, der aber bei genauerer Betrachtung auch Nachteile hatte. So konnten Teams das Pech haben, auf ihren schnellen Runden durch den Verkehr oder Flaggensignale, eingebremst zu werden. Oder Piloten waren mit Absicht in einzelnen Sektoren langsam unterwegs, um das wahre Potenzial ihrer Fahrzeuge nicht zu zeigen. Zum einen, um die Konkurrenz im Unklaren zu lassen und um eine härtere BoP-Einstufung zu verhindern.

Genauere Analyse der Rundenzeiten
Nun wird das ganze Verfahren etwas komplizierter, aber auch fairer und genauer. Für die Beobachter des Livetimings ist die Strecke in neun Sektoren unterteilt. Um die Rundenzeiten aber genauer analysieren zu können, haben die Verantwortlichen den GP-Kurs und die Nordschleife in 42 Sektoren aufgeteilt. Diese werden analysiert und die besten Sektorzeiten aus fünf zusammenhängenden Runden genommen. Zusätzlich werden die Informationen aus den Dataloggern der Fahrzeuge, GPS-Daten und Streckenmeldungen zur Ermittlung der schnellsten Teams herangezogen.

„Aus der Sicht der Regel- und BoP-Macher kann ich das neue System verstehen. Würde ich auch so machen“, so Rowe-Racing-Teamchef Hans-Peter Naundorf. „Für den Fan wird es leider intransparenter. Aber es gibt eben keine einfache Lösung. Grundsätzlich ist es wichtiger, dass wir alle ein ausgewogenes Rennen sehen. Es ist besser eine gute und sportliche Show zu haben und dafür auf einen einfachen Modus zu verzichten.“

Am Montag nach dem 24h-Qualirennen wird damit begonnen, die enormen Datenmengen auszuwerten und die ersten Teilnehmer des Top-Qualifyings zu nennen. Weitere Teams können sich noch in den Zeittrainings des ADAC Total 24h-Rennen qualifizieren.

Niki Lauda ist tot – 24h-Rennen trauert um Sieger von 1973

Mit Niki Lauda verstarb am Tag nach dem 24h-Qualifikationsrennen eine der prägenden Figuren des Motorsports. Der Österreicher, der 1975, 1977 und 1984 drei Mal die Formel-1-Weltmeisterschaft gewann, wird Fans und Aktiven als Vorbild in Erinnerung bleiben. Wie kaum ein anderer war er in vielen Rollen der Branche aktiv und erfolgreich. Als Fahrer glänzte er vor allem in den 70er und 80er Jahren, als er neben vielen Grand-Prix-Siegen auch einen Gesamtsieg beim 24h-Rennen auf dem Nürburgring holte: 1973 konnte er sich mit Teamkollege Hans-Peter Joisten im BMW 3.3 CSL des Jägermeister und Alpina Racing Teams mit einer Runde Vorsprung vor den Teamkollegen Brian Muir / Han Akersloot durchsetzen.

„Wir nehmen Abschied von einer der großen Persönlichkeit des Motorsports“, erklärt 24h-Rennleiter Walter Hornung. „Niki Lauda war als herausragender Sportler und Unternehmer und mit seiner zielstrebigen Art ein Vorbild für viele. Unsere Gedanken sind bei seiner Familie.“

Der Nürburgring spielte in Laudas Karriere stets eine wichtige Rolle. Immer präsent wird sein Feuerunfall von 1976 bleiben. In der Eifel feierte der Österreicher aber auch Triumphe – und das nicht nur in der Formel 1. 1973 zuvor hatte der damals 24-jährige etwa das 24h-Rennen auf einem BMW 3.3 SCL gewonnen. Der junge Grand-Prix-Pilot konnte das in zwei Teilen ausgetragene Rennen mit prägen und sich schon im ersten Teil von Beginn an in Führung setzen. Kuriosum: Die damalige Auflage wurde um 17 Uhr für acht Stunden gestartet, in der Nacht wurde eine achtstündige Pause eingelegt, um dann ab 9 Uhr vormittags erneut für acht Stunden zu fahren. Der damals am Nürburgirng eigens für die Veranstaltung aufgebaute Vergnügungspark sollte den Besuchern die Zwischenzeit verkürzen, während die Teams die Pause für Reparaturen nutzten. Auch nach dem Restart dominierten Lauda und sein Teamkollege Joisten das Geschehen. Sie siegten am Ende mit einer Runde Vorsprung auf ihre Teamkollegen. Mit sechs Runden Rückstand wurden Hans Heyer / Klaus Fritzinger im Werks-Ford Capri RS 2600 Dritte.

Mercedes: Turbulente Generalprobe

[Teaminfo] Der letzte Test vor dem ADAC Total 24h-Rennen verlief für Mercedes-AMG Motorsport mit Höhen und Tiefen. In der sechsten Auflage des 24h-Qualifikationsrennens sammelten die Mercedes-AMG Teams und Fahrer bei wechselhaften Wetter- und Streckenbedingungen wichtige Testkilometer auf der Nürburgring-Nordschleife. Zwei Fahrzeuge beendeten das 6-Stunden-Rennen in den Top Ten. Nach der Pole Position überquerte die Startnummer 6 vom Mercedes-AMG Team Black Falcon die Ziellinie als bester Mercedes-AMG GT3 auf Rang fünf. Das Schwesterfahrzeug #3 kam nach 41 Runden als Zehnter ins Ziel. Weitere Klassenerfolge konnte der Mercedes-AMG GT4 mit einem Sieg und Platz drei in den Klassen SP8T und SP10 feiern. Zum Trainingsauftakt sorgte jedoch ein Unfall der Startnummern 2 und 16 für einen großen Schrecken: die Fahrer Manuel Metzger und Dominik Baumann wurden vorsorglich ins Krankenhaus gebracht, befinden sich aber bereits auf dem Weg der Besserung.

Die richtige Reifenwahl wurde bei den Qualifying-Sessions und dem Start zum Rennen zur entscheidenden Frage: Zunächst sicherte sich die #6 mit Yelmer Buurman die Pole Position im 98 Fahrzeuge starken Feld. Bei nach wie vor wechselhaften Wetterbedingungen griff das Team beim Start mit den Regenreifen zur vermeintlich sicheren Variante – wie auch die weiteren Mercedes-AMG GT3 und viele Konkurrenten. Dies erwies sich aber nach wenigen Kilometern auf der Nordschleife als falsche Wahl. Die Teams steuerten nach der ersten Rennrunde wieder in die Box zum Reifenwechsel. Somit waren die auf Slicks gestarteten Konkurrenten klar im Vorteil. Die beiden Fahrzeuge von Black Falcon konnten ihr Test-Programm bis zum Rennende wie geplant abspulen und beendeten das Rennen nach 41 Runden auf Rang fünf und zehn. Der GetSpeed Mercedes-AMG GT3 #17 kam ebenfalls ohne Vorfälle auf Platz 18 ins Ziel, wohingegen die „gelbe Mamba“ mit der Startnummer 48 leider vorzeitig mit einem technischen Defekt abgestellt werden musste.

Die drei Mercedes-AMG GT4 absolvierten am Wochenende ein positives Qualifikationsrennen und feierten einen Sieg und ein Podium in ihren Klassen. In der SP8T wurde Black Falcon #47 Erster und das Schwesterfahrzeug mit der Startnummer 46 Vierter. Der dritte Mercedes-AMG GT4 von Black Falcon landete mit Platz drei auf dem Podium in der SP10-Klasse.

Das Rennwochenende in der Eifel begann für Mercedes-AMG Motorsport jedoch mit einem ziemlichen Schreckmoment. Am Samstagvormittag ereignete sich ein Unfall mit den Startnummern 2 und 16. In der Trainings-Session kam die #2 mit Manuel Metzger am Steuer als erster GT3 in den Bereich Klostertal, wurde zusammen mit weiteren Fahrzeugen von den unvorhersehbaren Streckenverhältnissen überrascht und rutschte in die Streckenbegrenzung. Dominik Baumann kam mit der Startnummer 16 wenige Sekunden später an die Unfallstelle. Im Zweikampf mit einem vor ihm fahrenden Konkurrenten war seine Sicht eingeschränkt, wodurch er nicht mehr rechtzeitig reagieren konnte. Aufgrund der Streckenbedingungen kam Baumann von der Strecke ab und traf die Startnummer 2 unglücklich mit der Fahrerseite.

Das weitreichende Sicherheitskonzept des Mercedes-AMG GT3 verhinderte zum Glück schlimmere Verletzungen. Beide Fahrer kamen vorsorglich ins Krankenhaus zum Check. Manuel Metzger konnte das Krankenhaus am gleichen Tag mit leichten Prellungen wieder verlassen. Dominik Baumann erlitt eine Fraktur am Schlüsselbein und eine Gehirnerschütterung, weshalb er über Nacht zur Beobachtung blieb. Auch er ist aber ebenfalls bereits auf dem Weg der Besserung.

Der Blick der Teams richtet sich nun auf das ADAC TOTAL 24h-Rennen auf dem Nürburgring, das dieses Jahr vom 20.-23. Juni stattfindet. Mit der Pole Position im Top-30-Qualifying des Qualifikationsrennens qualifizierte sich das Mercedes-AMG Team Black Falcon #6 bereits vorzeitig für das Top-Qualifying zum 24h-Rennen.

Stefan Wendl, Leiter Mercedes-AMG Customer Racing: „Das Wichtigste ist, dass es Manuel und Dominik nach dem Unfall soweit gut geht. An dieser Stelle nochmal gute Besserung an beide! Das ausgereifte Sicherheitskonzept des Mercedes-AMG GT3 hat dabei zum Glück Schlimmeres verhindert. Im weiteren Verlauf des Wochenendes war es für uns wichtig, so viele Testkilometer wie möglich zu absolvieren, damit die Teams und Fahrer genügend Erfahrungen sammeln konnten. Ein schönes Extra ist die Pole Position von Yelmer, mit dem sich das Team bereits für das Top-Qualifying zum 24h-Rennen qualifizieren konnte. Wir haben jetzt noch einen Testtag auf der Nordscheife, bei dem wir uns final für das 24-Stunden-Rennen aussortieren können.“

Thomas Jäger, Mercedes-AMG Team Black Falcon #3: „Wir hatten an diesem Wochenende alles dabei – trockene und wechselhafte Bedingungen sowie Regen. Die Fahrer konnten viel Zeit auf dem Fahrzeug absolvieren und auch die Teams hatten bei den verschiedenen Bedinungen in der Box einiges zu tun. Das war wichtig, nachdem wir bisher allgemein nicht wie erhofft viel zum Fahren gekommen sind. Die Performance hat uns aber insgesamt noch ein wenig gefehlt, das müssen wir im Detail analysieren.“

Yelmer Buurman, Mercedes-AMG Team Black Falcon #6: „Das Qualirennen ist für uns immer sehr wichtig, um uns bestmöglich auf das 24h-Rennen vorzubereiten. Ich hatte eine richtig gute Qualifying-Runde, auch wenn die Bedingungen sehr schwierig waren. Mit der Pole Position haben wir uns bereits für das Top-Qualifying zum 24-Stunden-Rennen qualifiziert, was richtig gut ist. Ich glaube, es war richtig und definitiv sicherer im Rennen mit den Regenreifen zu starten, auch wenn wir dadurch Positionen verloren haben. Danach hatte ich dann einige schöne Positionskämpfe mit Luca Stolz im Schwesterfahrzeug. Patrick, Nico und Gabriele haben anschließend ein starkes Rennen gefahren. Mit Platz fünf können wir sehr zufrieden sein.“

Fabian Schiller, GetSpeed Performance #17: „Wir hatten ein gutes Wochenende, kamen endlich ordentlich zum Fahren, nachdem das bei VLN 1, 2 und 3 nicht wirklich möglich war. Es war vor allem auch für meine Teamkollegen wichtig, viel Erfahrung auf dem Auto zu sammeln. Wir hatten immer ein schnelles Fahrzeug, ich konnte im Top-30-Qualifying auf Position sechs fahren. Auch im Rennen lief es für uns ganz gut, bis auf die Reifenwahl am Anfang. Insgesamt bin ich zufrieden mit dem Wochenende und ich freue mich jetzt auf das 24-Stunden-Rennen. “

Schnelle Familiengeschichten beim 24h-Qualirennen

„Stuck hoch drei“ hieß es 2011, als Hans-Joachim „Strietzel“ Stuck und seine beiden Söhne Johannes und Ferdinand das damalige 24h-Rennen gemeinsam auf einem Auto bestritten. In diesem Jahr lautet die Schlagzeile „Engstler hoch zwei“! Mit Franz Engstler und seinem Sohn Luca startete beim 24h-Qualirennen erneut eine international bekannte Rennfahrerfamilie gemeinsam beim Langstreckenklassiker durch die „Grüne Hölle“.

„Den Anstoß zu diesem ersten gemeinsamen Vater/Sohn Einsatz hat genaugenommen meine Frau gegeben“, sagt Franz Engstler, der am 24h-Rennen schon 18 Mal teilgenommen hat. „Aber natürlich war es auch für mich schon immer ein Traum gewesen, gemeinsam mit meinem Sohn an den Start zu gehen. Zum Glück startet Luca dieses Jahr nicht in der TCR-Germany, sondern in der TCR-Europe, so gab es keine Terminüberschneidung und er konnte hier beim 24h-Qualirennen starten. Da wir beide noch nicht die nötige Anzahl von 18 gezeiteten Runden für die vorgeschriebene Permit-A vorweisen können, haben wir an diesem Wochenende sicherheitshalber auf zwei Autos genannt, falls es mit einem Fahrzeug technische Probleme oder einen Unfall geben sollte“.

Gemeinsames Ziel: Permit-A
„Luca hat bislang so gut wie keine Nordschleifen-Erfahrung“, erzählt der Papa. Beim ersten VLN Rennen sei er neun Runden gefahren und müsse an diesem Wochenende die fehlenden neun zum Erlangen der Permit-A drehen. „Das gilt auch für mich“, betont Franz Engstler. Zum Einsatz kommt ein von Engstler selbst, mit Unterstützung von Hyundai, aufgebauter seriennaher Hyundai i30 N Fastback mit ca. 300 PS (#160). „Das Fahrzeug reicht aber völlig aus, um Erfahrung auf der Nordschleife zu sammeln, denn es ist weit weniger aggressiv als ein TCR-Auto“, erklärt Franz Engstler. „Luca brennt auf den Einsatz hier, denn nach seinen beiden zehnten Plätzen beim WTCR-Gaststart auf dem Slovakiaring ist er bis in die Fingerspitzen motiviert“, erzählt Franz Engster, der äußerst stolz auf die Entwicklung seines Sohnes ist. Allerdings hat sich Franz Engstler in der Slowakei am rechten Daumen verletzt hat und kann den Ritt durch die „Grüne Hölle“ deshalb nicht voll genießen.

Weitere Vater/Sohn-Gespanne im Einsatz
Mit Georg und Leonard Weiss (#11 Ferrari 488 GT3) startete ein weiteres „Vater/Sohn“-Gespann beim ADAC Qualifikationsrennen und natürlich auch in fünf Wochen beim ADAC Total 24h-Rennen. „Da mein 60.Geburtstag genau auf den Starttag des 24h-Rennens (22.Juni) fällt, war es mein Wunsch, hier zusammen mit meinem Sohn Leonard erstmals gemeinsam auf einem Auto dieses besondere Rennen zu bestreiten“, betont Georg Weiss.

Als drittes weit über die Eifel hinaus bekanntes „Vater/Sohn-Duo“ nutzten Christian Menzel und sein Sohn Nico das ADAC Qualifikationsrennen als Generalprobe für das 24h-Rennen. Allerdings starten beide nicht gemeinsam im Nissan GT-R Nismo GT3, aber immerhin in einem Team: Vater Christian auf der #39 und Sohn Nico auf der #38. „Wir fahren hier zwei vom Team KCMG privat eingesetzte Nissan der neuesten Baustufe – also zwei Fahrzeuge, die in dieser Konfiguration noch nicht beim 24h-Rennen gelaufen sind“, erklärt Christian Menzel. „Möglicherweise starten wir dort sogar gemeinsam auf einem Auto – das entscheidet das Team. Für mich ist es schon der 25.Start beim Eifelklassiker, für meinen Sohn dagegen erst der Zweite“.

BMW siegt souverän beim 24h-Qualifikationsrennen

Überzeugender Auftritt für den BMW M6 GT3 beim ADAC Qualifikationsrennen auf der Nürburgring-Nordschleife: Alle Podiumsplätze beim letzten Testrennen für das 24h-Rennen am Fronleichnamswochenende (20. bis 23. Juni) gingen an Teams des bayerischen Herstellers. Während Walkenhorst Motorsport mit Christian Krognes (NOR), David Pittard und Nicholas Yelloly (beide GBR) den Gesamtsieg holte, sicherte sich ROWE Racing mit Jesse Krohn (FIN) und John Edwards (USA) den zweiten und mit Connor de Philippi (USA), Tom Blomqvist (GBR) und Mikkel Jensen (DNK) den dritten Platz. Der Porsche 911 GT3 R von Frikadelli Racing landete auf Platz vier vor dem bestplatzierten Mercedes-AMG auf Rang fünf. Der beste Audi wurde Achter.

>> Endergebnis Rennen Gesamt nach 6 h (PDF)

 

Packende Startphase
Schon die Startphase des sechsstündigen 24h-Qualifikationsrennens hatte es in sich: Ein spannendes Duell an der Spitze der ersten Startgruppe war geprägt von den typischen Eigenschaften der Nordschleife. Auf der feuchten Strecke hatten sich viele Teams bei der Reifenwahl scheinbar verpokert und waren auf Slicks gestartet. Marcel Fässler im Audi R8 LMS #4 konnte sich auf seinen Regenreifen deshalb perfekt in Szene setzen und Pole-Sitter Yelmer Buurman im Black-Falcon-Mercedes-AMG #6 sowie die versammelte Konkurrenz deutlich hinter sich lassen. Doch sein Feuerwerk währte nur kurz: Bereits nach vier Runden steuerte er die Box an, weil er auf der zunehmend trockenen Strecke immer mehr in Schwierigkeiten geriet. An der Spitze konnten sich bis zur Rennmitte nach drei Stunden vor allem die BMW M6 GT3 von Rowe Racing, Schnitzer und Walkenhorst sowie die beiden Porsche 911 GT3 R der Vorjahressieger von Manthey Racing in Szene setzen.

BMW dominiert spätestens ab Rennmitte
Die zweite Rennhälfte wurde dann immer mehr zur Galavorstellung der BMW-Mannschaften. Zeitweise fuhren die BMW M6 GT3 acht Sekunden schneller als die dahinter liegenden Porsche 911 GT3 R. Lediglich eine Zeitstrafe von 1:32 Minuten wegen Missachtung der Gelben Flaggen sorgte noch einmal für Stirnrunzeln der BMW-Strategen, doch am Ende gingen alle Podiumsplätze an die Münchner. Die 24h-Rekordsieger von Manthey Racing lagen bis wenige Minuten vor Rennende auf Podiumskurs, mussten dann allerdings wegen Problemen mit der Lenkungen nochmals die Boxen ansteuern. Damit war der BMW-Dreifachsieg endgültig besiegelt.

Der Norweger Christian Krognes fasste den Erfolg so zusammen: „Das ist einer meiner intensivsten Momente in diesem Jahr. Wenn du deinem Konkurrenten immer näher kommst, pusht dich das total. Ich habe schnell festgestellt, dass wir in den langsameren Passagen besseren Grip hatten. So wusste ich, dass ich am besten auf dem GP-Kurs überholen kann. Es ist nach den vielen Jahren der erste Sieg für das Team.“

Auch Rennleiter Walter Hornung zog eine positive Bilanz des Wochenendes: „Wir haben heute tolle Rennaction gesehen, die Lust auf das 24h-Rennen macht. Die Teams haben an diesem Wochenende mit nassen und trockenen Verhältnissen in Training und Rennen sehr vielfältige Testbedingungen gehabt. Wir haben eine optimale Generalprobe für das 24h-Rennen geboten – und die Fans hatten auch noch ihren Spaß bei der heißen Rennaction. Genau das ist das Ziel dieser Veranstaltung.”

News und Stimmen aus der zweiten Rennhälfte

Das Siegerpodest beim ADAC Qualifikationsrennen 24h-Rennen 2019 war fest in der Hand der BMW-Teams. Besonders die Endphase bot einen spannenden Fight der Spitzenreiter und machte viel Appetit auf das 24h-Rennen im Juni. Hier die News und Stimmen aus der zweiten Hälfte des Rennens.

1 – Lietz / Makowiecki / Pilet / Tandy (Porsche 911 GT3 R)
16:22 Uhr Patrick Pilet zieht an seinem Teamkollegen (#911) Earl Bamber vorbei und übernimmt Rang vier.
17:35 Uhr Patrick Pilet kommt zum voraussichtlich letzten Mal an die Box und bleibt im Porsche sitzen.

6 – Assenheimer / Bastian / Buurman / Piana (Mercedes-AMG GT3)
15:47 Uhr Yelmer Buurmann: „Alles nicht so optimal heute. Wir sind mit dem falschen Reifendruck losgefahren, haben dann gleich in der ersten Runde gewechselt. Dann gab es eine Strafe wegen Speeding in der Boxengasse. Irgendwas zwischen Platz sechs und acht sollte aber noch drin sein. Wichtig ist aber, dass wir alle unsere Stints gefahren sind, weitere Nordschleifen-Erfahrung gesammelt und ein paar Einstellungen getestet haben.”

11 – Weiss / Weiss / Still (Ferrari 488 GT3)
17:16 Uhr Leonard Weiss: „Ich glaube, ich habe mich noch nie so gut gefühlt im Auto. Es ist trocken, ich konnte konstant meine Linie fahren und bin gut durchgekommen. Aber auch im Regen bin ich mit dem Ferrari echt zufrieden.”

13 – Albrecht / Dittmann (VW Golf 5 R-Line GTI)
15:48 Uhr War zu schnell in der Boxengasse unterwegs und bekommt eine Zeitstrafe von 30 Sekunden.

15 – Aust / Bollrath / Koch / Bender (Audi R8 LMS)
16:37 Uhr 1:32 Min. Zeitstrafe wegen der Missachtung von Flaggensignalen.

38 – Oliveira / Burdon / Wlazik / Menzel (Nissan GT-R Nismo GT3 2018)
17:40 Uhr Christian Menzel: „Ich kann ein positives Fazit ziehen. Beide Autos sind noch im Rennen und wir sind solide und schnell unterwegs. Wir können unser Programm fahren. Das haben wir dringend gebraucht. Der heutige Tag ist für uns der wertvollste im ganzen Jahr.“

48 – Hohenadel / Arnold / Marciello (Mercedes-AMG GT3)
15:33 Uhr Teammanager Stefan Fischer: „Wir haben ein Problem an der Hinterachse. Marcello war im Auto und hatte Probleme beim Schalten sowie laute Geräusche. Die Jungs checken das jetzt gerade, aber ich fürchte, dass wir das hier nicht vor Ort reparieren können.”

50 – Posavac / Scheibner / Heldmann / Müller (BMW Z4 GT3)
16:53 Uhr Wegen der Missachtung der Höchstgeschwindigkeit in der Boxengasse wird der Z4-Besatzung nach dem Rennen 1:35 Min. auf die Fahrzeit addiert.
18:18 Uhr Der BMW Z4 GT3 gewinnt die Klasse der GT3 Fahrzeuge der älteren Generation. Somit ein erfolgreiches Saisondebüt für das Team rund um Peter Posavac.

51 – Funke / Weishar / Schädler / Göschel (BMW M4 GT4)
16:01 Uhr Sven Schädler übernimmt das Steuer des BMW M4 GT4. Für ihn ist dieses Wochenende und auch das 24h-Rennen Arbeit und Spaß zugleich. Als Reifen-Entwicklungsfahrer kann er auf der Rennstrecke sicherlich wichtige Erkenntnisse für seinen Arbeitgeber sammeln.
16:24 Uhr Hat Im Bereich Hatzenbach das linke Hinterrad verloren und sich in die Wiese gedreht

55 – Grossmann / Trummer / Hirschi (Ferrari 488)
17:17 Uhr Neue absolute Bestzeit für Simon Trummer im Ferrari mit einer Zeit von 8:18.195 Min. Der Rekord wurde im vergangenen Jahr vom Manthey Porsche neu aufgestellt mit einer Zeit von 8:17.340 Min.

62 – Thomas / von Gartzen / Kranz (Porsche 911 GT3 Cup)
16:29 Uhr Wird mit technischem Defekt im Bereich Pflanzgarten von der Strecke gezogen. Somit sind mit der #69 und #62 die beiden Erstplatzierten in der SP7 innerhalb einer Runde ausgeschieden.
17:49 Uhr War in der Boxengasse zu schnell unterwegs und bekommt eine Ersatzstrafe von 1.05 Minuten.

63 – Stengel / Huber / Schwager / Berg (Porsche 991 GT3 CUP)
16:37 Uhr Nutznießer der beiden Ausfälle in der SP7 ist jetzt Dominik Schwager, der die Klasse zum ersten Mal an diesem Wochenende anführt.

69 – Chrzanowski / Jodexnis / Brück (Porsche 991 GT3 Cup MR)
15:48 Uhr Der Clickvers Porsche ist aktuell Führender in der SP7 und verdrängt damit den Mühlner Porsche, der das ganze Wochenende bisher die Klasse dominiert hatte.
16:24 Uhr Kersten Jodexnis ist auf einer Kühlwasserspur im Bereich Klostertal in die Reifenstapel gerutscht.

70 – Hoffmann / Kaya / Müller / Viidas (Mercedes-AMG GT4)
16:44 Uhr Tobias Müller: „Wir haben uns mit unserem GT4 vor allem auf Reifentests konzentriert. Das läuft auch ziemlich gut und bringt uns eine Menge Erkenntnisse für das Set-up. Da zählt jede Runde.”

71 – Schrey / Jäger / Hürtgen / Fischer (BMW M4 GT4)
18:26 Uhr Sieg für Hofor Racing by Bonk Motorsport in der GT4 Klasse. Die Nordschleifenexperten Hürtgen/Jäger/Schrey/Fischer können sich gegen die Konkurrenz durchsetzen.

73 – Robertson / Brunot / Ladell / White (Ginetta G55 GT4)
18:16 Uhr Unfall im Brünnchen

78 – Pflanz / Wiskirchen / „Der Bommel“ / Vleugels (Porsche 997 GT3 Cup)
18:28 Uhr Nach dem Einschlag im Zeittraining heute Morgen wird die Leistung belohnt und der Porsche des Döttinger Teams gewinnt seine Klasse.

80 – Wawer / Schmickler / Assmann / Grassl (Porsche Cayman GT4 CS)
17:43 Uhr Steht nach Unfall im Bereich Metzgesfeld

91 – Schmidt / Lammering / Stein / Rabensteiner (VW Golf VI GTI)
16:16 Uhr Hat Flaggensignale missachtet und erhält deswegen eine Zeitstrafe von 55 Sekunden.
17:01 Uhr 1:05 Min. Zeitstrafe nach dem Rennende wegen Missachtung der Höchstgeschwindigkeit in der Boxengasse.

98 – De Philippi / Blomqvist / Jensen (BMW M6 GT3)
15:55 Uhr Mikkel Jensen kommt an die Box und übergibt an Connor De Philippi.
16:25 Uhr 1:32 Min. Zeitstrafe wegen der Missachtung von Flaggensignalen für den Drittplatzierten.
17:16 Uhr Sitzt ihre Zeitstrafe von 1.32 Min. ab.
18:03 Uhr Der zweite Rowe BMW M6 übernimmt Rang drei und sorgt damit für ein reines BMW-Podium.

99 – Krohn / Edwards (BMW M6 GT3)
15:46 Uhr Der führende Jesse Krohn an die Box.
16:04 Uhr John Edwards übernimmt die Führung, da Nicholas Yelloly (#101) an die Box kommt.
17:00 Uhr Boxenstopp: John Edwards übergibt an Jesse Krohn.
17:01 Uhr Jesse Krohn setzt sich bei der Ausfahrt aus der Boxengasse direkt vor Romain Dumas im Frikadelli-Porsche auf Platz 4.
18:42 Uhr Jesse Krohn: „Natürlich bin ich enttäuscht, nachdem wir fast das gesamte Rennen über geführt haben, und es dann in den letzten Runden verloren haben. Aber der andere BMW war einfach zu schnell. Das Team hat einen tollen Job gemacht, aber es hat nicht ganz gereicht. Es sieht gut aus für das 24h-Rennen.“

100 – Walkenhorst / Ziegler / Schmidt-Staade / Tresson (BMW M6 GT3)
17:34 Uhr Hat Flaggensignale nicht beachtet und bekommt eine Ersatzstrafe von 2.07 Minuten.

101 – Krognes / Pittard / Yelloly (BMW M6 GT3)
15:46 Uhr Nicholas Yelloly übernimmt die Führung.
15:49 Uhr Christian Krognes: „Mein Stint, war echt super! Die Reifen sind perfekt, das ganze Auto liegt optimal. Ich hatte viel Spaß auf der Strecke.”
17:05 Uhr Schnellste Rennrunde durch Pittard mit einer Zeit von 8:19.383 Min.
17:17 Uhr Der Führende Walkenhorst BMW kommt in die Box. Daher wird Jesse Krohn gleich die Spitze übernehmen.
17:41 Uhr Krognes klebt an der Stoßstange des führenden Rowe-BMW M6 mit Krohn am Steuer.
17:49 Uhr Christian Krognes kann an Jesse Krohn im Rowe BMW M6 vorbeiziehen und die Führung übernehmen.
18:23 Uhr Teamchef Henry Walkenhorst: „Das ist ein Traum. Es ist unglaublich. Alle drei haben keinen Fehler gemacht und das war, glaube ich, heute ausschlaggebend. Der Wettergott hat auch mitgespielt.“
18:37 Uhr Christian Krognes: „Das ist einer meiner intensivsten Momente in diesem Jahr. Wenn du deinem Konkurrenten immer näher kommst, pusht dich das total. Ich habe schnell festgestellt, dass wir in den langsameren Passagen besseren Grip hatten. So wusste ich, dass ich am besten auf dem GP-Kurs überholen kann. Es ist nach den vielen Jahren der erste Sieg für das Team.“

131 – Büllesbach / Schettler / Pydys / Stahlschmidt (Porsche Cayman S)
15:34 Uhr Kommt nach kurzer Runde erneut an die Box, weil das Auto Kühlwasser verliert. Das war’s für den Cayman. Das Team schickt den Porsche nicht mehr auf die Strecke.

149 – Ganser / Hancke / Schöffner (Honda Accord Type R)
16:17 Uhr Steht am Hauptposten Metzgesfeld

154 – Gresek / Philipp / Gusenbauer / Engstler (BMW E90 325i)
16:47 Uhr Philipp Gresek steht kurze Zeit gegenüber der Mercedes Tribüne scheinbar mit technischen Problemen und kann das Rennen nach kurzer Zeit fortsetzen.

157 – Huber / Sagmeister / Schmidt (BMW E90 325i)
17:26 Uhr Unfall im Bereich Eiskurve.

170 – Lauck / Terting / Gulden (Hyundai i30 N TCR)
15:50 Uhr Der Hyundai TCR dominiert an diesem Wochenende die TCR-Klasse nach belieben und führt souverän seine Klasse. Gleichzeitig liegt man im Gesamt auf Platz 33 und ist somit bester Fronttriebler.

241 – Foster / Perel / Witt / Merlini (BMW M240i Racing)
15:49 Uhr Wird von der DMSB-Staffel im Bereich Klostertal abgeschleppt.

245 – Capsi Segura / Fontes / Castilo / Aso (BMW M240i Racing)
16:54 Uhr Auch der Cup-BMW von Sorg war zu schnell in der Box und bekommt nachträglich 1:05 Min. aufaddiert.

302 – Friedhoff / Friedhoff / Kasperlik / Serrano (Porsche Cayman GT4 Clubsport)
16:01 Uhr Steht im Bereich Ausgang Steilstrecke mit technischem Defekt

303 – Kranz / Jung / Schula (Porsche Cayman GT4 Clubsport)
18:13 Uhr Der Führende in der Cup3 bekommt wegen der Überschreitung der Höchstgeschwindigkeit in der Box nachträglich eine Zeitstrafe von 1:05 Min. Das dürfte aber keine Auswirkung auf das Klassenergebnis haben.

705 – Mutsch / Fernandez-Laser / Mailleux / Simonsen (SCG003C)
16:28 Uhr Felipe Laser: „Ich kann ganz happy sein. Das Auto läuft optimal. Für ein paar Schrecksekunden sorgten Regentropfen, aber das hatte sich ja schnell wieder erledigt. Das ist ja das tolle an der Nordschleife: Hier können hinter jeder Ecke andere Streckenverhältnisse lauern.”

911 – Bamber / Christensen / Estre / Vanthoor (Porsche 911 GT3 R)
15:56 Uhr Laurens Vanthoor kommt an die Box und übergibt an Earl Bamber.
16:00 Uhr Routinestopp beim Manthey-Porsche: Nach dem Wechsel zu Earl Bamber sagt Laurens Vanthoor: „Wir hatten in dieser Saison bei der Vorbereitung auf das 24h-Rennen bislang viel Regen. Daher ist es wichtig, dass es heute ziemlich trocken war. Da konnten wir eine Menge Einstellungen probieren.”
18:02 Uhr Laurens Vanthoor ist in die Box angebogen.
18:12 Uhr Teamchef Nicki Raeder: „Wir hatten ein Problem mit der Lenkung, wissen aber noch nicht genau, was los ist. Aber es wurde uns zu gefährlich. Es gab Vibrationen und das Lenkrad stand etwas schief.“