Zweimal Podium für Sorg Rennsport

[Teaminfo] Über zwei zweite Plätze freute sich das Team AVIA Sorg Rennsport beim vierten von neun Rennen zur VLN. Die Wuppertaler Mannschaft untermauerte damit nachhaltig ihre Meisterschaftsambitionen in der Gesamtwertung und mehreren Klassenwertungen. „Das war heute wieder ein guter und erfolgreicher Renntag für uns“, sagten die Brüder Benjamin und Daniel Sorg.

Für das beste Ergebnis sorgten zum dritten Mal in Folge Oliver Frisse, Torsten Kratz und Moran Gott mit dem BGStechnic-BMW 325i. In der mit 24 Fahrzeugen am stärksten besetzten Klasse der Produktionswagen bis 2500 ccm (V4) fuhr das Trio nach zwei Siegen dieses Mal auf den zweiten Platz. Sie profitierten allerdings von einem Reifenschaden beim lange Zeit Zweitplatzierten.

Die Teamkollegen Emir Asari und Ersin Yücesan mussten den HS Gebäudetechnik-BMW 325i Coupé in der ersten Runde mit technischen Problemen abstellen.

In der Klasse SP10 für GT4-Fahrzeuge lieferten sich Heiko Eichenberg und Erik Johansson im AVIA-BMW M4 GT4 erneut einen großartigen Kampf mit den Wettbewerbern. Am Ende mussten sie sich nur einem geschlagen geben, und das um gerade 12,5 Sekunden. „Das war ein 3,5 Stunden-Sprintrennen und spannend bis zum letzten Meter. Ein großes Kompliment gebührt unseren Fahrern.“

Im mit 17 Startern gut besetzten BMW M240i Racing Markenpokal wurden die beiden Norweger Sindre Setsaas und Inge Hansesaetre zusammen mit Moritz Oberheim im AVIA-M240i eigentlich als Dritter mit nur 22,781 Sekunden abgewinkt. Doch die technischen Kommissare hatten nach dem Ziel etwas zu beanstanden und nahmen das Fahrzeug aus der Wertung. Die Sorg-Brüder legten unmittelbar Berufung ein, das Verfahren ist schwebend.

Nach technischen Problemen im Training, konnten Björn Simon, Philipp Hagnauer, Philip Schauerte und Murat Ates mit dem Eibach-Porsche Cayman S aus der Klasse V6 nicht am Rennen teilnehmen.

Toyota GR Supra GT4 ab 2020 auch auf der Nordschleife?

Toyota hat einen Ausblick auf die Rennsaison 2020 gegeben und kündigt ein neues Modell für die GT4-Klasse an. In der immer populärer werdenden Katgorie bietet der größte Automobilkonzern der Welt ab dem kommenden Jahr den GR Supra als GT4-Rennversion für den Kundensport an. Im Frühjahr hatte das Unternehmen eine Konzeptvariante des Rennwagens auf dem Genfer Automobilsalon enthüllt, jetzt ist die Serienfertigung bestätigt. Entwickelt und produziert wird das Fahrzeug bei der Toyota Motorsport GmbH in Köln.

Aufgrund ihrer bezahlbaren Kosten und des verhältnismäßig einfachen Zugangs ist die GT4-Rennkategorie bei privaten Kundenteams in aller Welt beliebt. GT4-Fahrzeuge können neben dem 24h-Rennen auf dem Nürburgring beispielsweise auch in der europäischen GT4-Serie, der VLN, der japanischen Super-Taikyu-Serie oder der Michelin-Pilot-Challenge-Serie in den USA teilnehmen. Bereits jetzt ist der GR Supra im Renneinsatz und fährt in der US-amerikanischen NASCAR-Xfinity-Serie. Ab 2020 startet er außerdem in der Super GT GT500 in Japan.

Für die Arbeit am GR Supra GT4 hat sich Toyota Gazoo Racing mit drei technischen Partnern zusammengetan: Die Entwicklung der Abgasanlage erfolgt gemeinsam mit Akrapovič, die Reifen werden mit Pirelli entwickelt und die Schmierstoffe kommen von Ravenol. Details zu den Spezifikationen des GR Supra GT4 sowie zu Preisen, Verkaufsregionen und Markteinführung werden im weiteren Jahresverlauf bekanntgegeben.

Toyota GR Supra GT4 – Technische Daten:

 

Chassis
Länge 4.460 mm
Breite 1.855 mm
Höhe 1.250 mm
Karosserie Stahlkarosserie mit hochfestem Überrollkäfig
Front-Diffuser Natürlicher Verbundstoff
Heckflügel Natürlicher Verbundstoff
Kraftstofftank Motorsportspezifisch mit Schnellbetankungssystem
Fahrersitz Rennsitz nach FIA-Standard
Motor & Getriebe
Typ  Reihensechszylinder mit Twin-Scroll-Turbolader
Hubraum 2.998 ccm
Getriebe Automatik, Hinterradantrieb
Schmierstoffe Ravenol
Abgasanlage Akrapovič
Fahrwerk, Lenkung & Bremsen
Radaufhängung vorn  McPherson-Federbeine
Radaufhängung hinten  Mehrlenker-Hinterachse
Lenkung Elektrische Zahnstangenlenkung
Reifen Pirelli
Räder  Fünfloch 11×18 Zoll

 

Mathilda racing: Starke Teamleistung nicht belohnt

[Teaminfo] Beim vierten VLN-Lauf hatte mathilda racing kein Glück. Schlussendlich musste der Kölner Rennstall sogar den ersten Ausfall der Saison verkraften. Und das, obwohl das Team dank erst einer starken Teamleistung überhaupt an den Start gehen konnte. Denn im morgendlichen Qualifying, das aufgrund eines Unfalls zunächst abgebrochen und anschließend verkürzt wurde, mussten sich Matthias Wasel und Frederic Yerly mit dem zweiten Platz in der hart umkämpften TCR-Klasse der VLN begnügen. Beim Angriff auf die Pole-Position kurz vor Ende des Zeittrainings blieb Yerly ohne Vortrieb im Bereich Schwalbenschwanz liegen. Eine abgescherte Schraube war die Ursache. Ein Schreck, von dem sich das Team allerdings nicht aus der Ruhe bringen ließ.

Obwohl der goldfarbene Rennwagen erst 20 Minuten vor dem Schließen der Boxengasse mit dem Abschleppwagen zurück ins Fahrerlager gebracht wurde, konnten die Mechaniker von mathilda racing nicht nur die Antriebswelle wechseln, sondern auch den kompletten Bremsenservice erledigen. Der Cupra TCR kam wortwörtlich in letzter Minute in die Startaufstellung. Teamchef Michael Paatz lobte: „Alle haben einen fantastischen Job gemacht – der Teamgeist bei mathilda racing ist außergewöhnlich!“

In der Anfangsphase des Rennens entwickelte sich ein heißer Kampf um die Spitzenplätze in der TCR-Klasse. Andy Gülden konnte sich zunächst ein bisschen absetzen und Matthias Wasel hatte mit Jasmin Preisig alle Hände voll zu tun. Hintereinander kamen Preisig und Wasel in die Box. Und wieder zeigte sich das mathilda Team von seiner besten Seite: Ein perfekter Boxenstopp und eine schnelle erste Runde von Yerly brachten 45 Sekunden Vorsprung. Der Rückstand auf den führenden Benny Leuchter betrug nur 50 Sekunden. Durch die frühen Stopp von Gülden und Leuchter lag der Cupra TCR von mathilda racing auf aussichtsreicher Position.

Eine gute Stunde vor Ende platzte nach einem heftigen Unfall im Bereich Hatzenbach der Traum vom dritten Sieg. Glück im Unglück: Der Fahrer blieb unverletzt. Schon am Sonntagmorgen zerlegte das Team den Cupra komplett und verschaffte sich einen ersten Überblick. Der Teamchef fasst zusammen: „Die schlechte Nachricht ist, dass richtig viel kaputt gegangen ist. Die gute, dass wir den Wagen ziemlich sicher zum nächsten VLN Lauf in drei Wochen fertig bekommen.“ Mit dem 6-Stunden-Rennen am 3. August steht der Höhepunkt des Jahres vor der Tür.

Bonk: Kleine Mannschaft, großer Erfolg

[Teaminfo] Bonk Motorsport startete beim vierten Lauf der in der VLN, der 50. Adenauer ADAC Rundstrecken-Trophy, nur mit einem kleinen Aufgebot. „Wir sind nur mit dem Audi RS3 LMS und dem unter Bonk-Bewerbung fahrende Nett-Peugeot angetreten. Aber mit zwei Klassensiegen haben wir den maximalen Erfolg geholt. Ein guter Renntag in der Eifel“, so Teamchef Michael Bonk.

Die Bedingungen am Nürburgring waren gut – angenehme Temperaturen und trotz dichter Wolkendecke blieb es trocken. Den in der Klasse SP3T gemeldeten Audi RS3 LMS TCR fuhren Hermann Bock und Michael Bonk. Das Training musste nach einem Unfall früh für mehr als eine Stunde unterbrochen werden. Anschließend wurde das Qualifying auf 45 Minuten verkürzt. Der Bonk-Audi startete von Position drei in der Klasse, arbeitete sich aber während der 3,5-Stunden-Renndistanz – auch die Renndauer wurde durch die morgendliche Verzögerung angepasst – schnell in der Klasse nach vorn. Dank konstant schneller Rundenzeiten reichte es zum Schluss zum Klassensieg und Rang 33 im 154 Teilnehmer starken Feld. Bonk dazu: „Wir hatten ein problemloses Rennen. Der Audi ist mittlerweile sehr zuverlässig und über die Distanz konstant schnell.“

Der unter Bonk-Bewerbung fahrenden Nett-Peugeot erlebte einen weiteren perfekten Renntag. Jürgen Nett, Achim Nett und der Brite Bradley Philpot fuhren mit dem Peugeot 308 Racing Cup TCR überlegene Trainingsbestzeit in der Klasse SP2T und siegten anschließend im Rennen auch ohne jegliche Probleme. Jürgen Nett: „Es hat wieder Spaß gemacht. Wir haben gemeinsam mit Michelin einen guten Reifen für den Peugeot entwickelt. Die Zuverlässigkeit stimmt und für die Nordschleife haben wir eine passende Abstimmung gefunden.“

Höhen und Tiefen für AVIA racing

[Teaminfo] Beide AVIA Sorg Rennsport BMWs erzielten am 13. Juli 2019 bei der 50. Adenauer ADAC Rundstrecken-Trophy, dem vierten Lauf der VLN Saison, Podestplätze in ihrer Klasse. Der BMW M4 GT 4 #181 mit dem Fahrerduo Erik Johansson und Heiko Eichenberg am Steuer, ging von Platz zwei in der SP10 Klasse in das Rennen und konnte die Position erfolgreich bis zur Zieldurchfahrt behaupten.

Der BMW M240i #695 pilotiert von Sindre Setsaas, Inge Hansesætre und Moritz Oberheim startete vom vierten Rang in der mit 17 Fahrzeugen besetzten – und damit zweitstärksten Klasse des Feldes – der Cup 5 Klasse und schloss das Rennen auf dem dritten Platz ab.

Nicht ganz ohne Kratzer, aber ohne weitere Probleme sahen die Piloten des BMW M240i Racing Cup die Zielflagge. Durch einen auffahrenden Konkurrenten während der ersten Rennstunde wurde der Wagen von Platz vier auf fünf zurückgeworfen. Bis zum Fahrerwechsel hatte die Mannschaft jedoch den vierten Rang wieder zurück.

Im Nachgang stellten die Rennkommissare aber fest, dass der Cup-BMW nicht mehr den Regeln entsprach. Aufgrund des Auffahrunfalls eines Kontrahenten auf das AVIA-Fahrzeug zu Beginn des Rennens war der Heckflügel verstellt worden. Das nahmen die Regelhüter zum Anlass, das Fahrzeug aus der Wertung auszuschließen. AVIA Sorg Rennsport legte gegen die Disqualifikation bereits umgehend Berufung ein.

Benjamin Sorg (AVIA Sorg Rennsport): „Der Kampf in der Klasse, besonders um Führungspositionen, verlangt uns alles ab. Dass wir am Ende, mit nur zwölf Sekunden Rückstand und ohne einen Kratzer am Auto, Zweiter geworden sind ist stark. Auch das super Ergebnis in der Cup 5 lässt uns zuversichtlich auf das 6h-Rennen blicken. Die Entscheidung der Rennkommisare sehen wir als unberechtigt an, wurde der Heckflügel ja offensichtlich durch die Kollission verstellt.“

Inge Hansesætre, #695 BMW M240i: „Ich fuhr einen sauberen Start-Stint und konnte unsere Position halten. Nach dem kleinen Zwischenfall übergab ich das Auto auf Fünf liegend an Moritz Oberheim. Er und Sindre Setsaas fuhren eine tolle Pace und wir wurden mit dem dritten Platz belohnt. Perfekte Teamarbeit.“

Für den AVIA Clio #620 war das Wochenende bereits in der ersten schnellen Runde des Qualifyings am Samstagmorgen zu Ende. Acht Minuten nach Beginn verunfallten vier Fahrzeuge im Bereich Klostertal, vermutlich wegen einer Betriebsmittelspur auf der Stecke. Unter ihnen war auch der AVIA Clio zu finden. Fahrer Michael Bohrer konnte das Fahrzeug unverletzt verlassen, die Beschädigungen am Auto waren jedoch nicht vor Ort zu reparieren. Bohrer verbucht den Ausfall als „unvermeidbaren Rennunfall“.

Aufgrund des Unfalls und aufwändiger Reparaturarbeiten an den Leitplanken im Abschnitt war das Qualifying lange unterbrochen und wurde nur verkürzt wieder aufgenommen. Ebenso entschied der Veranstalter durch diese Verzögerung die Renndistanz von vier auf dreieinhalb Stunden zu verkürzen.

Biathletin Nadine Horchler schnupperte RennluftAm Freitag vor dem Rennen nahm Nadine Horchler im AVIA Sorg Rennsport Audi A3 TCR neben Heiko Eichenberg Platz und erlebte ihre erste Runde durch die Grüne Hölle im Renntempo. Horchler wird von AVIA im Biathlon unterstützt und bekam die Gelegenheit, sich ein Bild vom Langstrecken-Rennsport zu machen.

Sichtlich beeindruckt äußerte sich Horchler nach dem Aussteigen: „Was die Motorsportler da draußen auf der Rennstrecke leisten ist beachtlich. Die körperliche Belastung und das hohe Maß an Konzentration, um am Limit zu fahren beeindruckt. Ebenso bin ich beeindruckt über die gesamte Stimmung im Fahrerlager und bei den Teams. Bei den Vorbereitungen und während des Rennens wird hochprofessionell aber immer mit Freude gearbeitet. Das war wirklich interessant und hat viel Spass gemacht. Danke AVIA und AVIA Sorg Rennsport für diese Einladung.“

GetSpeed: Mission erfüllt!

[Teaminfo] Mit einer großartigen Teamleistung feierte GetSpeed Performance beim vierten Saisonlauf der VLN die erste Podiumsplatzierung: Auf der anspruchsvollen Nordschleife fuhren Marek Böckmann und Philip Ellis im Vodafone-Mercedes-AMG GT3 bei der Adenauer-Rundstrecken-Trophy auf Platz zwei. Das zweite Auto, der Rooster-Rojo-J2R-Mercedes-AMG GT3 mit der Startnummer #23, beendete das Rennen auf dem zwölften Platz in der Gesamtwertung. In der Klasse Pro-Am belegten Janine Hill, John Shoffner und Fabian Schiller Rang drei.

Wie stark das Paket GetSpeed und der Mercedes-AMG GT3 ist, zeigte das Team im Zeittraining: Böckmann und Ellis sicherten mit einer Rundenzeit von 8:03,598 Minuten Startplatz zwei. Der zweite GetSpeed-Mercedes mit Schiller, Hill und Shoffner qualifizierte sich für Platz fünf. Dabei wäre für Fabian Schiller durchaus mehr drin gewesen, aber ein Elektronik-Problem stoppte die Zeitenjagd des 22-Jährigen. „Es war nicht leicht in dem nach einem Unfall auf 45 Minuten verkürzten Zeittraining das richtige Fenster für eine schnelle Runde zu finden“, sagte Schiller.

Fulminant starteten Startfahrer Böckmann auf der #2 und Schiller auf der #23 in das Rennen. Nach Kurve eins belegten die beiden Mercedes-AMG GT3 von GetSpeed die Positionen eins und drei. Als Führender bog Böckmann auf die Nordschleife ein. „Freie Sicht nach vorne, das war schon ein geiles Gefühl“, sagte Böckmann. Mit nachlassenden Reifen musste er im weiteren Rennverlauf mehr in die Zweikämpfe gehen, duellierte sich zwischenzeitlich auch mit dem zweiten GetSpeed-Mercedes. Im Abstand von wenigen Zentimetern jagten er und Schiller über die Nordschleife. „Das hat mich ganz schön ins Schwitzen gebracht“, gab Osieka zu. „Jeder von den Jungs will vorne mitfahren. Genau diese Zweikämpfe und Duelle wollen die Fans sehen, auch wenn mir dabei als Teamchef das eine oder andere graue Haar wächst.“

Richtig spannend wurde es in der Schlussphase, denn bis zum Fallen der Zielflagge kämpfte Philip Ellis mit um die Spitze. Am Ende trennten ihn 2,023 Sekunden vom ersten Sieg für GetSpeed Performance. „Das war ein Megafight am Schluss. Manuel Metzger und ich haben uns hart duelliert. Auch wenn es kleinere Berührungen gegeben hat, lief es sehr fair und respektvoll ab“, fasste Ellis die letzten Rennrunden zusammen.

Schnell unterwegs war bei VLN4 auch der Rooster Rojo J2R Mercedes-AMG GT3, der mit Fabian Schiller am Volant in der Anfangsphase zwischenzeitlich auf Gesamtrang zwei lag, über weite Strecken in den Top fünf rangierte und in der SP9 Pro-Am um den Klassensieg kämpfte. Am Ende brachte eine Zeitstrafe die Crew um den verdienten Lohn. „Ich bin untröstlich“, sagte Janine Hill, die in sechs Jahren VLN ihre erste Strafe kassiert hat.

Stimmen der Fahrer nach dem Rennen

Marek Böckmann: „Ich bin megaglücklich über meinen ersten Podestplatz bei der VLN. Wir haben uns bestmöglich vorbereitet. P2 im Qualifying war ein schon ein Ausrufezeichen. Ich habe gehofft beim Start gut wegzukommen. Das ist mir gelungen und ich konnte die Führung übernehmen. In der Anfangsphase habe ich einen kleinen Schubser aufs Heck bekommen, bei dem unser Diffusor leicht beschädigt wurde. Das Auto lag sehr unruhig auf der Hinterachse und dann haben auch die Reifen nachgelassen. Da musste ich dann mehr in die Zweikämpfe gehen. Philip hat in seinem Stint einen super Job gemacht. Das war am Ende nochmal richtig knapp. Das war das beste Rennen was ich bisher gefahren hab. Die Führungsrunden waren was ganz besonderes.“

Philip Ellis: „Das war ein Megafight am Schluss. Wir haben uns hart duelliert. Auch wenn es kleinere Berührungen gegeben hat, lief es sehr fair uns respektvoll ab. Am Ende konnte ich nicht gegenhalten, auch wenn ich alles versucht habe. Dennoch ist Platz zwei für mich und das ganze Team ein sensationelles Ergebnis. Man darf nicht vergessen, dass GetSpeed erst in diesem Jahr zu Mercedes-AMG gewechselt ist.“

Janine Hill: „Ich bin ehrlich gesagt nicht so glücklich. Das war meine erste Strafe in sechs Jahren VLN. Die hat uns möglicherweise den Klassensieg gekostet, ganz sicher aber Platz zwei. Ich habe die Flaggen gesehen und dann zweimal auf den Knopf für den Limiter gedrückt. Das war mein Fehler und ich bin untröstlich. Das gesamte Team hat wie immer einen Superjob gemacht. Wir müssen das Rennen jetzt abhaken und nach vorne blicken. Ich freue mich auf das sechs Stunden Rennen in knapp drei Wochen – 50 Prozent mehr Renndistanz. Das wird spannend.“

Max Kruse Racing: Doppelsieg in der TRC-Klasse

[Teaminfo] Beim vierten Lauf der VLN hatte die Pechsträhne des Teams Max Kruse Racing endlich ein Ende. Nach den drei vorherigen Rennen, an denen die Mannschaft punktelos blieb, fuhren die beiden Piloten Benjamin Leuchter und Andreas Gülden mit einem fehlerlosen Rennen ihren ersten Saisonsieg in der Klasse TCR ein. Direkt dahinter platzierte sich das erstmals eingesetzte „Junioren-Auto“ mit der Schweizerin Jasmin Preisig sowie Loris Prattes und machte damit den Doppelsieg perfekt.

Die 50. Adenauer ADAC Rundstrecken-Trophy sollte ein Meilenstein und ein Wendepunkt der VLN-Saison 2019 für das Team Max Kruse Racing werden. Nachdem die Mannschaft in den ersten drei Rennen jeweils durch viel Pech ohne zählbare Erfolge blieb, machte man während der langen Pause einen Reset und startete bei VLN 4 nochmal neu durch. Offensichtlichstes Merkmal dieses Neustarts war das zweite Auto, das nun an der Seite des „Güldenen Leuchters“ die VLN-Rennen bestreiten wird. Die Schweizerin Jasmin Preisig sowie der junge Deutsche Loris Prattes wechselten sich am Steuer des schneeweißen Volkswagen Golf GTI TCR mit der #819 ab. Das schwarz-goldene Top-Auto mit der charakteristischen #10 pilotierten wie gewohnt Benny Leuchter und Andy Gülden.

Bereits im Qualifying, das wegen eines schweren Unfalles auf der Strecke verkürzt werden musste, ließen die beiden Top-Piloten Leuchter und Gülden nichts anbrennen und stellten ihren Golf klar auf die Pole Position der Klasse TCR. Dahinter konnte Jasmin Preisig mit einer tollen Runde den dritten Startplatz erringen, obwohl sie in ihrer schnellsten Runde durch eine Slow-Zone etwas aufgehalten wurde. Beste Voraussetzungen also für ein erfolgreiches Rennen.

Die beiden Startfahrer Andy Gülden und Jasmin Preisig machten dann von Anbeginn klar, dass in diesem Rennen mit Max Kruse Racing zu rechnen sein würde. Während Gülden seine Pole Position souverän in eine sichere Führung umsetzte, kämpfte sich die junge Schweizerin nach einem guten Start an den Zweitplatzierten der Klasse TCR heran und konnte ihn nach einem kurzen Zweikampf überholen. In der Folge fuhr sie Rundenzeiten, die auf dem selben Niveau wie die des führenden Schwesterautos lagen. Nach den obligatorischen Fahrerwechseln zur Hälfte des um 30 Minuten verkürzten Rennens konnten die Piloten Leuchter und Prattes ihre Plätze halten. Benny Leuchter verwaltete an der Spitze seine sichere Führung und fuhr so einen blitzsauberen Start-Ziel-Sieg heraus. Dahinter steigerte sich Youngster Loris Prattes, der gerade erst seine Nordschleifen-Permit erworben hatte und zudem den Golf GTI TCR überhaupt nicht kannte, mit jeder Runde und fuhr den zweiten Platz nach Hause.

Mit diesem Befreiungsschlag ist die Jagd nach dem Meistertitel für das Team neu eröffnet. „Lord Schleife“ Andy Gülden strebt seine dritte TCR-Meisterschaft in Folge an. Mit diesem Sieg sind seine Chancen noch absolut intakt und das gesamte Team wird schon in drei Wochen beim 6h-Rennen im Rahmen von VLN 5 wieder voll angreifen.

Max Kruse: „Ich bin froh, dass wir endlich den ersten Sieg in der VLN einfahren konnten. Es war ein langer und teilweise frustrierender Weg bis hierhin, umso glücklicher sind wir alle, dass es jetzt endlich geklappt hat! Glückwunsch auch an Jasmin und Loris, die gleich bei ihrem ersten Rennen zeigen konnten, dass sie zu Recht für Max Kruse Racing an den Start gehen! Danke an das ganze Team für die gute Arbeit der letzten Wochen. Jetzt werden wir weiter hart arbeiten, um schnellstmöglich weitere Top-Ergebnisse folgen zu lassen.“

Benjamin Leuchter: „Ich freue mich sehr, dass Max Kruse Racing nun endlich für die harte Arbeit belohnt wurde. Nach all dem Pech der letzten Rennen hatten wir nun mal ein Wochenende, an dem endlich alles perfekt funktioniert hat. Wir haben das Auto auf die Pole Position gestellt und einen ungefährdeten Start-Ziel-Sieg herausgefahren. Was mich aber mindestens genauso freut, ist die Tatsache, dass uns unser Junior-Auto mit Platz zwei den Doppelsieg beschert hat. Wir mussten dafür sehr viel Arbeit investieren und mein Dank geht hier an alle Team-Mitglieder, die alles so auf den Punkt gebracht haben. Besonders wichtig war der Sieg auch für den Andy, weil wir so seine Meisterschafts-Chancen am Leben erhalten haben. Es war ein sehr intensives Wochenende und so kann es gern weiter gehen!“

Andy Gülden: „Endlich, endlich ist der Knoten geplatzt! Ab jetzt beginnt unsere Saison eigentlich erst. Das Team wächst und es ist grandios, dass wir gleich einen Doppelsieg einfahren konnten. Das komplette Team hat schon das ganze Jahr einen mega Job gemacht und es ist toll, dass wir nun auch mal die Früchte ernten durften. Wir haben das echt verdient!“

Jasmin Preisig: „Ich bin total happy mit dem Ergebnis! Dass wir beide Autos auf P1 und P2 ins Ziel bekommen haben, ist super. Ein großes Lob auch an das Team, das uns ein Top-Auto hingestellt hat. Mein Team-Kollege Loris hat auf Anhieb einen Super-Job gemacht und ich selbst konnte eine neue Bestzeit auf der Nordschleife hinlegen, die ich aber in Zukunft noch weiter runterschrauben möchte. Im Team habe ich mich sofort wohl gefühlt und wir sind heiß auf die nächsten Rennen!“

Loris Prattes: „Als ich am Freitag hier her kam, hatte ich keine Ahnung, wie sich der Golf GTI TCR anfühlt und auch wenig Nordschleifen-Erfahrung. Aber vom ersten Moment an habe ich mich sehr wohl im Auto gefühlt. Im Training konnte ich hinter Benny herfahren und habe da nochmal sehr viel gelernt. Dafür nochmal vielen Dank! Das Qualifying war wegen der Unterbrechung nicht einfach für mich, trotzdem konnten wir auf P 3 fahren. Unser Ziel im Rennen war ganz klar, mit P2 den Doppelsieg perfekt zu machen und die Lücke zum „Güldenen Leuchter“ nicht zu groß werden zu lassen, und das ist uns ganz gut gelungen. Für mich war es wichtig, dass ich mich Schritt für Schritt weiter entwickle und von meinen beiden Super-Coaches lerne. Im Team wurde ich sofort gut aufgenommen und habe mich sehr wohl gefühlt. Nun freue ich mich auf die nächsten Veranstaltungen.“

Pixum Adrenalin: Dreifachsieg und Meisterschaftsführung

[Teaminfo] Zum zweiten Mal in der Teamhistorie ist dem Pixum-Team Adrenalin Motorsport ein ganz besonderer Triple-Erfolg gelungen. Die amtierende VLN-Meistermannschaft von Teamchef Matthias Unger konnte beim vierten Saisonlauf der VLN die beiden Produktionswagenklassen V4 und V5 sowie den BMW M240i Racing Cup (Cup5) für sich entscheiden. Dank der starken Ausbeute im bisherigen Saisonverlauf übernimmt das Team zudem die Führung in der VLN-Gesamtwertung.

„Ich bin unheimlich stolz auf meine gesamte Mannschaft. Um die drei äußerst stark besetzten Klassen Cup5, V4 und V5 in einem VLN-Rennen gewinnen zu können, muss wirklich alles perfekt funktionieren. Ich kann mich nur bei allen Fahrern und Mechanikern bedanken, die zu diesem ganz besonderen Hattrick beigetragen haben – einfach nur grandios“, so Unger, der unter der Woche seinen 49. Geburtstag feierte und sich damit über ein ganz besonderes nachträgliches Geschenk seiner Mannschaft freuen durfte.

Cup5: Neuer Look – gleiche Erfolgswelle
In der Cup5-Klasse sahen David Griessner und Yannick Fübrich zum dritten Mal in dieser Saison als Sieger die Zielflagge. Das österreichisch-deutsche Fahrerduo kämpfte sich mit dem CFN-Folientechnik-BMW M240i Racing mit der Startnummer #650 von der dritten Startposition aus im dreieinhalbstündigen Rennen ganz nach vorne. „Wir freuen uns riesig über den erneuten Erfolg und dass uns auch das neue, goldfarbene Fahrzeugdesign Glück gebracht hat – schließlich ist im Motorsport auch immer ein wenig Aberglaube dabei“, waren sich die beiden Piloten im Ziel einig. Dank der bisher starken und fehlerfreien Auftritte übernehmen Griessner und Fübrich zum Start ins zweite Saisondrittel nun die Führung in der VLN-Gesamtmeisterschaft.

Einen überzeugenden Auftritt boten auch Ben Bünnagel, Francesco Merlini und Davide Dehren, die mit dem SSB-Wägetechnik-BMW M240i Racing #652 auf einen starken vierten Platz fuhren. Ihre Teamkollegen Francesco Bugane, Edoardo Bugane und Robert van Husen sicherten sich mit dem Mainhattan-Wheels-Schwesterfahrzeug #651 den siebten Rang. Komplettiert wurde das starke Teamergebnis in der Cup5-Klasse mit dem zehnten Platz von Thomas Henriksson, Stefan Kruse und Andreas Winkler (Pixum-BMW M240i Racing #655) sowie dem 13. Rang von Lutz Marc Rühl, Andrew Engelmann, Tim Heinemann und Juan Carlos Carmona Chavez (Motec-Wheels-BMW M240i Racing #654).

V4: Erster Saisonsieg für die VLN-Meister Rink/Brink/Leisen
Die VLN-Meister Christopher Rink, Danny Brink und Philipp Leisen konnten sich beim vierten VLN-Lauf an der Spitze der Klasse V4 zurückmelden. Nach einem spannenden und vor allem engen Rennverlauf setzten sie sich am Ende mit ihrem Pixum-BMW 325i E90 #1 gegen die Konkurrenz durch. „Bei den ersten VLN-Läufen waren wir von unserer Performance her schon stark unterwegs, allerdings hat uns immer ein wenig das Glück gefehlt. Heute hat dann endlich alles zusammengepasst, was uns riesig freut. Nun hoffen wir, dass es auch der Wendepunkt für uns ist“, so das Fahrertrio.

Für das Schwesterfahrzeug von Christoph Magg, Philipp Stahlschmidt und Philipp Kowalski lief es hingegen nicht wie erhofft. Nach dem Klassensieg beim 24h-Rennen im Juni musste man den Motec-BMW #702 dieses Mal nach einem Unfall im Bereich Fuchsröhre vorzeitig abstellen. Das ist schade da man bis dahin auf einem starken dritten Platz in der Klasse lag.

V5: Zils/Fischer/Sandberg behalten ihre „weiße Weste“ und feiern Wertungsgruppensieg
Ähnlich wie Fübrich/Griessner im BMW M240i Racing Cup konnten auch Daniel Zils, Norbert Fischer und Oskar Sandberg ihre Siegesserie weiter fortsetzen. So sicherte sich die Besatzung des Pixum-Porsche Cayman #444 nach einer überzeugenden Vorstellung nicht nur den dritten Saisonsieg in der V5 sondern auch den Wertungsgruppensieg bei den Produktionswagen. Ihre Teamkollegen Ulrich Korn, Charles Oakes und Daniel Reuter wurden mit dem Nexen-Tires-Porsche #445 am Ende Vierte.

V6 und SP10: Beide Fahrzeuge auf Ölspur im Training gestrandet
So gut es für das Pixum Team Adrenalin Motorsport in den Klassen Cup5, V4 und V5 auch lief, umso schwieriger sah es in den Klassen V6 und SP10 aus. Sowohl der BMW M4 GT4 #161 von Marcel Lenerz und Thorsten Wolter als auch der Veedol-Porsche Cayman S #400 von Christian Büllesbach, Andreas Schettler und Carlos Arimon waren zu Beginn des Zeittrainings in einen größeren Unfall im Bereich Kesselchen verwickelt.

„Beide Fahrzeuge sind leider auf einer Ölspur ausgerutscht. Neben uns hat es dort auch noch einige andere Teams erwischt. Schade, dass dadurch ein Renneinsatz nicht mehr möglich war. Viel wichtiger ist jedoch, dass den Fahrern in dieser Situation nichts passiert ist“, so Teamchef Matthias Unger.

Frikadelli: Cayman mit starker Performance

[Teaminfo] Das Frikadelli Racing Team ist mit einem guten Ergebnis in das zweite Saisondrittel gestartet. So konnten sich Hendrik von Danwitz und „Jules“ beim vierten Lauf zur VLN den zweiten Platz in der Porsche Cayman GT4 Clubsport Wertung (Typ 981) sichern. Damit gelang es dem Frikadelli Racing Team die Führung in der Teammeisterschaft erfolgreich zu verteidigen.

„Insgesamt können wir mit dem Rennen wieder sehr zufrieden sein, auch wenn wir natürlich gerne unseren dritten Saisonsieg gefeiert hätten. Am Ende mussten wir uns jedoch mit gerade einmal drei Sekunden Rückstand ganz knapp geschlagen geben. Schade, aber trotzdem waren es für uns wieder wichtige Punkte im Kampf um den Titel in der Porsche Cayman GT4 Clubsport Wertung (Typ 981)“, erklärt Hendrik von Danwitz.

Der Auftakt ins Rennwochenende sollte gleich äußerst turbulent verlaufen. So wurde das Zeittraining nach nur acht Minuten mit der roten Flagge unterbrochen nachdem sich im Streckenabschnitt Kesselchen ein Unfall mit vier Fahrzeugen ereignet hatte. Erst nach Räumung der Unfallstelle sowie dem Vollzug einer notwendigen Leitplankenreparatur konnte das Training fortgesetzt werden. Aufgrund der hiermit verbundenen zeitlichen Verzögerung wurde seitens der Rennleitung die Entscheidung getroffen, die Restfahrzeit im Qualifying auf 45 Minuten zu verkürzen. Hendrik von Danwitz und „Jules“ ließen sich von diesen Umständen nicht aus der Ruhe bringen und stellten den #962 Porsche Cayman GT4 CS mit einer Rundenzeit von 8:59.245 min. auf die Pole Position in der Wertung für die 981-er Baureihe des Fahrzeugs.

Im Rennen konnten die beiden Piloten an diese starke Performance anknüpfen. Nahezu über die gesamte dreieinhalbstündige Distanz bestimmten von Danwitz und „Jules“ das Geschehen an der Spitze maßgeblich mit. Schlussendlich konnte man mit dem zweiten Platz in der Porsche Cayman GT4 Clubsport Wertung (Typ 981) sowie dem vierten Rang in der Cup3-Klasse ein mehr als beachtliches Ergebnis erzielen.

„Mit dem Abschneiden unseres Porsche Cayman können wir bislang wirklich sehr zufrieden sein. Hendrik und „Jules“ haben während der ersten vier Saisonrennen eine hervorragende Leistung geboten und führen nach zwei Siegen und einem zweiten Rang die Porsche Cayman GT4 Clubsport Wertung (Typ 981) zu Recht an. Wir werden teamseitig weiterhin alles geben, um die beiden Piloten bestmöglich bei ihren Einsätzen zu unterstützen.“, erklärt Teamchef Klaus Abbelen.

Mercedes triumphiert bei VLN 4

[Teaminfo] Mercedes-AMG Motorsport holt beim vierten Lauf der VLN neben einem Doppelsieg auch zwei Klassensiege in der SP8T und SP10. Mercedes-AMG schließt damit nahtlos an die hervorragenden Ergebnisse aus dem 24h-Rennen mit dem zweiten Gesamtplatz und einem Klassensieg an. Bei teilweise wechselhaften Bedingungen in der Eifel feierte das Black Falcon Team AutoArena Motorsport mit der Startnummer 6 den Gesamtsieg und zugleich den ersten Sieg für den Mercedes-AMG GT3 in der VLN-Saison 2019. Das Team GetSpeed Performance kam mit Platz zwei zu ihrem ersten Gesamtpodium auf dem Nürburgring, seitdem sie in dieser Saison zu Mercedes-AMG gewechselt sind. Komplettiert wurde das erfolgreiche Abschneiden der Performance- und Sportwagenmarke aus Affalterbach durch die Klassensiege der Startnummern 162 und 155 von Black Falcon.

Gleich zu Beginn der vierten Veranstaltung der VLN wurde der Ablauf durcheinander gewirbelt: Nach einem Unfall während des Qualifikationstrainings musste die Session für etwas mehr als eine Stunde unterbrochen werden. Schon vor der Unterbrechung setzte Manuel Metzger auf dem Black Falcon Mercedes-AMG GT3 #6 eine Rundenzeit von 8:03.990 Minuten, welche am Ende des Zeitfahrens für die dritte Startposition reichen sollte. Marek Böckmann konnte die Zeit mit seinem GetSpeed Performance Mercedes-AMG GT3 nochmal um knapp vier Zehntelsekunden unterbieten und ging von Position zwei in das durch die Verzögerungen auf 3,5 Stunden verkürzte Rennen. Fabian Schiller mit der Startnummer 23 vom Team GetSpeed Performance stellte sein Fahrzeug auf den fünften Gesamtrang.

In der Anfangsphase entwickelte sich an der Spitze mit Beteiligung der drei Mercedes-AMG GT3 ein enger Fünfkampf mit vielen Führungswechseln. Nach den ersten Boxenstopps und leichtem Regen in manchen Streckenabschnitten zeichnete sich eine Doppelführung durch die Startnummer 2 mit Marek Böckmann und der Nummer 6 mit Patrick Assenheimer am Steuer ab. Nach den letzten Fahrerwechseln ergab sich dann ein spannendes Kopf-an-Kopf-Rennen um die Gesamtführung. Philip Ellis, der das Fahrzeug von Böckmann übernommen hatte, lieferte sich ein rundenlanges Duell mit seinem Markenkollegen Manuel Metzger, der Patrick Assenheimer am Steuer abgelöst hatte. Metzger konnte schließlich mit einem beherzten Manöver überholen und setzte sich ein wenig ab, bevor es wenige Runden vor Schluss doch wieder zu einem Dreikampf um die Führung kam.

Metzger verteidigte Position eins, während Ellis vorerst auf Platz drei zurückfiel. Die endgültige Entscheidung in einem äußert spannenden Rennen gab es aber erst knapp zehn Minuten vor dem Ende, als alle Fahrzeuge aus der Spitzengruppe die Box zu einem kurzen Tankstopp ansteuerten. Manuel Metzger profitierte durch seinen späteren Stopp, kam mit einem Vorsprung von gut einer Minute wieder auf die Strecke zurück und konnte die Führung souverän bis ins Ziel bringen. Philip Ellis setzte sich während seines Tankstopps auf die zweite Position und komplettierte damit den Doppelerfolg für Mercedes-AMG. Auf Platz zwölf (P3 in der SP9 Pro-Am) beendete der zweite GT3 von GetSpeed Performance mit Janine Hill, John Shoffner und Fabian Schiller das Rennen.

Zwei Klassensiege durch die Mercedes-AMG GT4 von Black Falcon
Vom ersten Startplatz ihrer Klasse SP10 gestartet, holte sich das Fahrertrio Tobias Müller, Tim Scheerbarth und Tristan Viidas in ihrem Mercedes-AMG GT4 vom Black Falcon Team Identica den Klassensieg und bauten damit ihre Tabellenführung in der Klasse aus. Auch in der Klasse SP8T feierte ein Mercedes-AMG GT4 den Klassensieg: Carlos Rivas, Ace Robey und Tobias Wahl, die ebenfalls unter der Bewerbung vom Team Black Falcon an den Start gingen, sicherten sich hier die erste Position.

Am 3. August geht es bei der VLN mit dem 5. Lauf der Saison in den Saisonhöhepunkt, dem ROWE 6h ADAC Ruhr-Pokal-Rennen.

Manuel Metzger, Black Falcon Team AutoArena Motorsport #6: „Es war ein hartes Stück Arbeit gegen unsere Kollegen von GetSpeed Performance, gerade in den letzten Runden. Es war ein harter, aber fairer Kampf um den Sieg. Wir sind natürlich überglücklich, dass wir gewonnen haben.“

Patrick Assenheimer, Black Falcon Team AutoArena Motorsport #6: „Wir haben uns viel erhofft im Vorfeld, aber dass es dann so gut laufen würde, ist natürlich super. Das Team hat das Auto perfekt vorbereitet. Mein Start war nicht einfach, ich musste hart mit meinem Markenkollegen Marek Böckmann kämpfen. Ich konnte dann aber das Tempo halten, bin immer weiter rangefahren und konnte schließlich überholen und erst einmal Platz zwei übernehmen. Das war bisher einer meiner besten Stints bei der VLN, vielleicht sogar noch einen Tick besser als beim VLN-Sieg im letzten Jahr.“

Marek Böckmann, GetSpeed Performance #2: „Das war das härteste Rennen, das ich je gefahren bin. Es war alles dabei: Ein aufregender Start, ein wenig Regen und viele Zweikämpfe mit leichten Kontakten. Der Mercedes-AMG GT3 ist aber solide gebaut, deswegen gab es auch keine Probleme. Wir haben hart um den Sieg gekämpft, aber die Kollegen waren heute ein bisschen schneller als wir. Unser Ziel war das Podium und das haben wir geschafft. Das Team hat uns ein tolles Auto hingestellt und einen super Job gemacht. Wir sind einfach mega happy.“

Cayman Trophy: Teichmann feiert 1. Saisonsieg

[Teaminfo] Daniel Bohr, „Max“ und „Jens“ (#960, Teichmann Racing) feierten beim vierten Lauf der VLN ihren ersten Saisonsieg in der Cayman GT4 Trophy by Manthey-Racing. Platz zwei belegten Marc Keilwerth und Marcos Adolfo Vazquez in der Startnummer 966 (Mathol Racing), gefolgt von der Startnummer 978 von KKrämer Racing pilotiert von Karsten Krämer, Charles Ladell und Alexey Veremenko.

Aufgrund einer Kollision zu Beginn des Zeittrainings wurde dieses unterbrochen und konnte erst um 10:15 Uhr wiederaufgenommen werden. In den verbleibenden 45 Minuten sicherte sich der Mühlner-Cayman mit der Startnummer 979 die Pole-Position und somit den Extra-Meisterschaftspunkt.

Durch die Verzögerungen am Morgen startete der auf dreieinhalb Stunden verkürzte, vierte VLN-Lauf für die 149 Teilnehmer mit 30 Minuten Verspätung um 12:30 Uhr. Die 50. Adenauer ADAC Rundstrecken-Trophy war geprägt von zahlreichen Positionswechseln. Besonders die Podiumsplätze waren in den 23 gefahrenen Runden umkämpft. In einem spannenden Vierkampf zu Rennbeginn konnte das Mühlner-Trio (#979) zunächst Rang eins verteidigen. Nach einer Kollision mit der Startnummer 966 (Mathol Racing) fiel der Sportwagen zurück und konnte nach einem weiteren Zwischenfall das Rennen zwar beenden, wurde jedoch aufgrund der Unterschreitung der im Reglement vorgeschriebenen Distanz, die ein Teilnehmer für eine Wertung zurücklegen muss, nicht klassifiziert. Auch die Startnummer 917 lag lange Zeit aussichtsreich in Führung, musste jedoch 35 Minuten vor Rennende den Mittelmotor-Sportwagen abstellen. Die schnellste Rennrunde absolvierten Riebensahm, Ortmann und Moelig (#945, Overdrive Racing), die auch als Erster die Ziellinie überquerten. Jedoch wurde das Fahrzeug von den Sportkommissaren nach Rennende aus der Wertung genommen. Ihren Platz nahm das von Position drei gestartete Fahrer-Trio des Teichmann-Caymans mit der Startnummer 960 ein.

In dieser Saison ist sowohl der neue Porsche 718 Cayman GT4 Clubsport als auch dessen Vorgängermodell startberechtigt, der Porsche Cayman GT4 Clubsport. In der Cayman GT4 Trophy by Manthey-Racing wird in drei verschiedenen Wertungen um Titel gekämpft: in der Fahrer-Gesamtwertung sowie in der Teamwertung für die bisherigen GT4-Cayman der Generation 981 und in der Teamwertung für Fahrzeuge der neuen Generation 982. Den ersten Platz in der Teamwertung 981 sicherte sich der Drittplatzierte Cayman mit der Startnummer 978 (KKrämer Racing).

„Max“ (Teichmann Racing), Platz 1: „Im ersten Stint sind wir nicht so gut durchgekommen, haben uns aber im zweiten nach vorne gekämpft. Es war ein gutes Rennen für uns und wir freuen uns sehr über den ersten Platz.“

Marc Keilwerth (Mathol Racing), Platz 2: „Die Anfangsphase war super spannend, vier Autos fuhren Kopf an Kopf über fast sieben Runden. Wir hatten ein bisschen Pech mit zwei kleineren Kollisionen, aber das Auto hat super gehalten. Wir sind sehr zufrieden mit dem zweiten Platz.“

Karsten Krämer (Teamchef und Fahrer KKrämer Racing), Platz 3: „Wir freuen uns riesig über den dritten Platz und den Sieg in der 981-Wertung. Mit diesem Ergebnis konnten wir an unsere gute Leistung vom 24h-Rennen anknüpfen. Es war ein spannender Fight mit dem Frikadelli-Cayman, den ich erst in der vorletzten Runde auf der Döttinger Höhe überholen konnte. Ich bin stolz auf das gesamte Team, es war ein tolles Rennen.“

VLN4: Assenheimer / Metzger kämpfen sich zum Sieg

Die Schlussphase der 50. Adenauer ADAC Rundstrecken-Trophy war nichts für schwache Nerven. Drei Teams kämpften im Sekundenabstand um den Sieg – die Entscheidung fiel erst auf den letzten Metern. Am Ende jubelten Patrick Assenheimer und Manuel Metzger im Mercedes-AMG GT3 des Black Falcon Team AutoArena Motorsport. Mit einem Vorsprung von nur 2,023 Sekunden wurde das Duo vor Marek Böckmann und Philip Ellis in einem weiteren AMG GT3 von GetSpeed Performance abgewinkt. Platz drei beim vierten Lauf der VLN Langstreckenmeisterschaft sicherten sich Christian Krognes, David Pittard und Jody Fannin im BMW M6 GT3 von Walkenhorst-Motorsport.

„Nachdem wir beim 24h-Rennen sehr viel Pech hatten, war der VLN-Sieg jetzt die richtige Antwort“, sagte Manuel Metzger, der seinen fünften Sieg in dem Nordschleifenchampionat holte. Assenheimer feierte seinen zweiten Erfolg. „Patrick hat in der Anfangsphase einen sehr guten Doppelstint gefahren. Ich hatte dann in der Schlussphase einen harten aber immer fairen Zweikampf mit Philip (Ellis).“ Metzger, 2011 VLN-Champion, musste seine ganze Nordschleifen-Erfahrung ausspielen, um den Kontrahenten auf Distanz zu halten. „Ich habe mich auf das konzentriert, was ich am besten kann: sicher zu bleiben. Philip hat aus meiner Sicht etwas mehr riskiert – am Ende hatte ich die Nase vorne.“

Auch wenn er das Nachsehen hatte, war Ellis zufrieden: „Das war ein Megafight am Schluss. Wir haben uns hart duelliert. Auch wenn es kleinere Berührungen gegeben hat, lief es sehr fair uns respektvoll ab. Am Ende konnte ich nicht gegenhalten, auch wenn ich alles versucht habe. Dennoch ist Platz zwei für mich und das ganze Team ein sensationelles Ergebnis. Man darf nicht vergessen, dass GetSpeed erst in diesem Jahr zu Mercedes-AMG gewechselt ist und erst die zweite Saison in der GT3-Klasse unterwegs ist.“

Walkenhorst-Motorsport büßte beim letzten Boxenstopp zwei Runden vor Schluss wertvolle Zeit ein und verabschiedete sich aus dem Kreis der Siegkandidaten. „Bei der VLN einen Podestplatz einzufahren, ist ein großartiger Erfolg. Auch wenn der Sieg oder Platz zwei vielleicht drin gewesen wären, bin ich nicht unzufrieden“, sagte David Pittard, der im Qualifying mit 7:59,711 Minuten die Pole-Position errungen hatte. „Unsere Pace war perfekt und die Reifen haben gut funktioniert – wir sind vorne mit bei der Musik. In drei Wochen greifen wir in der gleichen Konstellation an. Mal sehen, was dann möglich ist.“

24h-Sieger Frank Stippler beendete das Rennen zusammen mit Vincent Kolb im Audi R8 LMS von Phoenix-Racing auf Rang vier. Das schnellste GT3-Pro-Am-Fahrzeug, den Lamborghini Huracan von Konrad-Motorsport, pilotierten Axcil Jefferies und Michele Di Martino auf Rang fünf. „Nachdem wir bei den ersten Rennen mit unterschiedlichen Problemen zu kämpfen hatten, ist das ein toller Erfolg für Franz Konrad und sein Team“, sagte Di Martino. „Wir konnten endlich zeigen, was mit dem Lambo möglich ist. Wir arbeiten in die richtige Richtung.“

Auf Platz sieben fuhren Marcel Hoppe, Moritz Kranz und Peter Terting im Porsche 911 GT3 Cup von Mühlner-Motorsport das besten Jahresergebnis für ein Cup-Fahrzeug ein. Auf Rang acht folgte mit Henry Walkenhorst, Andreas Ziegler und Jörn Schmidt-Staade im BMW M6 GT3 das schnellste Fahrzeug der SP9-Am-Kategorie.

Ähnlich eng wie die Entscheidung im Gesamtklassement war auch die Entscheidung in der GT4-Klasse. Tobias Müller, Tim Scheerbarth und Tristan Viidas im Mercedes-AMG GT4 des Black Falcon Team Identica überquerten 12,550 Sekunden vor Heiko Eichenberg und Erik Johansson im BMW M4 GT4 des Team AVIA Sorg Rennsport die Ziellinie. Platz drei ging auch hier an einen Walkenhorst-BMW mit den Fahrern Ben Tuck, Jörg Breuer und Will Tregurtha.

Wechsel an der Tabellenspitze: Adrenalin übernimmt die Führung

Das Pixum Team Adrenalin Motorsport startet als Tabellenführer in das zweite Saisondrittel. Mit ihrem dritten Klassensieg im BMW M240i Racing Cup haben Yannick Fübrich und David Griessner die Spitze übernommen. Das bis dato führende Trio vom Team AVIA Sorg Rennsport, Torsten Kratz, Oliver Frisse und Moran Gott, verpasste einen weiteren Klassensieg in der V4. Nach Platz zwei im Rennen steht nun auch Platz zwei in der Tabelle zu Buche.

Das Zeittraining wurde nach nur acht Minuten mit der Roten Flagge unterbrochen. Im Streckenabschnitt Kesselchen hatte sich ein Unfall mit vier Fahrzeugen ereignet. Die Strecke war blockiert, sodass die darauffolgenden Fahrzeuge nicht passieren konnten. Nach Räumung der Unfallstelle und einer notwendigen Leitplankenreparatur wurde das Training um 10:15 Uhr neu gestartet und auf 45 Minuten angesetzt. Der Rennstart erfolgte um 12:30 Uhr über die Distanz von 3:30 Stunden.

Das Ergebnis der 50. Adenauer ADAC Rundstrecken-Trophy bleibt aufgrund einer routinemäßigen Dopingkontrolle der Nationalen Anti Doping Agentur (NADA) vorläufig. Sechs zufällig ausgewählte Fahrer wurden zur Kontrolle gebeten.

In drei Wochen, am 3. August 2019, steht der Saisonhöhepunkt der VLN Langstreckenmeisterschaft Nürburgring auf dem Programm. Das ROWE-6h-ADAC-Ruhr-Pokal-Rennen bietet Teams und Fans als einziges Rennen im Jahr eine 50 Prozent längere Distanz.

Mercedes-AMG Motorsport triumphiert auf dem Nürburgring

[Teaminfo] Mercedes-AMG Motorsport freute sich nach dem vierten VLN-Lauf über die starke Performance der Kundenteams. Neben einem Doppelsieg holten die Fahrer mit dem Stern auf der Motorhaube auch zwei Klassensiege in der SP8T und SP10. Damit schließt die Marke nahtlos an die hervorragenden Ergebnisse aus dem 24h-Rennen an, wo der zweite Gesamtplatz und einem Klassensieg (SP10) heraussprangen. Bei teilweise wechselhaften Bedingungen in der Eifel feierte das Black Falcon Team AutoArena Motorsport mit der Startnummer 6 den Gesamtsieg und zugleich den ersten Sieg für den Mercedes-AMG GT3 in der VLN-Saison 2019. Das Team GetSpeed Performance kam mit Platz zwei zu ihrem ersten Gesamtpodium auf dem Nürburgring, seitdem sie in dieser Saison zu Mercedes-AMG gewechselt sind. Komplettiert wurde das erfolgreiche Abschneiden der Performance- und Sportwagenmarke aus Affalterbach durch die Klassensiege der Startnummern 162 und 155 von Black Falcon.

Gleich zu Beginn der vierten VLN-Veranstaltung wurde der Ablauf durcheinander gewirbelt: Nach einem Unfall während des Qualifikationstrainings musste die Session für etwas mehr als eine Stunde unterbrochen werden. Schon vor der Unterbrechung setzte Manuel Metzger (GER) auf dem Black-Falcon-Mercedes-AMG GT3 #6 eine Rundenzeit von 8:03.990 Minuten, welche am Ende des Zeitfahrens für die dritte Startposition reichen sollte. Marek Böckmann (GER) konnte die Zeit mit seinem GetSpeed Performance Mercedes-AMG GT3 nochmal um knapp vier Zehntelsekunden unterbieten und ging von Position zwei in das durch die Verzögerungen auf 3,5 Stunden verkürzte Rennen. Fabian Schiller (GER) mit der Startnummer 23 vom Team GetSpeed Performance stellte sein Fahrzeug auf den fünften Gesamtrang.

In der Anfangsphase entwickelte sich an der Spitze mit Beteiligung der drei Mercedes-AMG GT3 ein enger Fünfkampf mit vielen Führungswechseln. Nach den ersten Boxenstopps und leichtem Regen in manchen Streckenabschnitten zeichnete sich eine Doppelführung durch die #2 mit Marek Böckmann und der #6 mit Patrick Assenheimer am Steuer ab. Nach den letzten Fahrerwechseln ergab sich dann ein spannendes Kopf-an-Kopf-Rennen um die Gesamtführung. Philip Ellis, der das Fahrzeug von Böckmann übernommen hatte, lieferte sich ein rundenlanges Duell mit seinem Markenkollegen Manuel Metzger, der Patrick Assenheimer am Steuer abgelöst hatte. Metzger konnte schließlich mit einem beherzten Manöver überholen und setzte sich ein wenig ab, bevor es wenige Runden vor Schluss doch wieder zu einem Dreikampf um die Führung kam.

Metzger verteidigte Position eins, während Ellis vorerst auf Platz drei zurückfiel. Die endgültige Entscheidung in einem äußert spannenden Rennen gab es aber erst knapp zehn Minuten vor dem Ende, als alle Fahrzeuge aus der Spitzengruppe die Box zu einem kurzen Tankstopp ansteuerten. Manuel Metzger profitierte durch seinen späteren Stopp, kam mit einem Vorsprung von gut einer Minute wieder auf die Strecke zurück und konnte die Führung souverän bis ins Ziel bringen. Philip Ellis setzte sich während seines Tankstopps auf die zweite Position und komplettierte damit den Doppelerfolg für Mercedes-AMG. Auf Platz zwölf (P3 in der SP9 Pro-Am) beendete der zweite GT3 von GetSpeed Performance mit Janine Hill (GBR), John Shoffner (USA) und Fabian Schiller das Rennen.

Zwei Klassensiege durch die Black-Falcon-Mercedes-AMG GT4

Vom ersten Startplatz ihrer Klasse SP10 gestartet, holte sich das Fahrertrio Tobias Müller (GER), Tim Scheerbarth (GER) und Tristan Viidas (EST) in ihrem Mercedes-AMG GT4 vom Black Falcon Team Identica den Klassensieg und bauten damit ihre Tabellenführung in der Klasse aus. Auch in der Klasse SP8T feierte ein Mercedes-AMG GT4 den Klassensieg: Carlos Rivas (LUX), Ace Robey (USA) und Tobias Wahl (GER), die ebenfalls unter der Bewerbung vom Team Black Falcon an den Start gingen, sicherten sich hier die erste Position.

Manuel Metzger, Black Falcon Team AutoArena Motorsport #6: „Es war ein hartes Stück Arbeit gegen unsere Kollegen von GetSpeed Performance, gerade in den letzten Runden. Es war ein harter, aber fairer Kampf um den Sieg. Wir sind natürlich überglücklich, dass wir gewonnen haben.“

Patrick Assenheimer, Black Falcon Team AutoArena Motorsport #6: „Wir haben uns viel erhofft im Vorfeld, aber dass es dann so gut laufen würde, ist natürlich super. Das Team hat das Auto perfekt vorbereitet. Mein Start war nicht einfach, ich musste hart mit meinem Markenkollegen Marek Böckmann kämpfen. Ich konnte dann aber das Tempo halten, bin immer weiter rangefahren und konnte schließlich überholen und erst einmal Platz zwei übernehmen. Das war bisher einer meiner besten Stints bei der VLN, vielleicht sogar noch einen Tick besser als beim VLN-Sieg im letzten Jahr.“

Marek Böckmann, GetSpeed Performance #2: „Das war das härteste Rennen, das ich je gefahren bin. Es war alles dabei: Ein aufregender Start, ein wenig Regen und viele Zweikämpfe mit leichten Kontakten. Der Mercedes-AMG GT3 ist aber solide gebaut, deswegen gab es auch keine Probleme. Wir haben hart um den Sieg gekämpft, aber die Kollegen waren heute ein bisschen schneller als wir. Unser Ziel war das Podium und das haben wir geschafft. Das Team hat uns ein tolles Auto hingestellt und einen super Job gemacht. Wir sind einfach mega happy.“

Eine schrecklich schnelle Familie im Hyundai i30 Fastback N

[Teaminfo] Für Franz und Luca Engstler (beide Wiggensbach) war das diesjährige 24h-Rennen ein außergewöhnliches Highlight: Engstler Senior und Engstler Junior fuhren mit einem seriennahen Hyundai i30 Fastback N ihr erstes gemeinsames Rennen. Zusammen mit Guido Naumann (Nürnberg) und Byung-Hui Kang (Südkorea), den weiteren Piloten dieses Projektes des Hyundai Team Engstler, holten Vater und Sohn im Zweiliter-Turbo mit 275 PS den dritten Platz in der V2T-Klasse und schafften damit auf Anhieb den Sprung aufs Podium. „Es war immer mein Traum, mit meinem Sohn ein Langstreckenrennen zu bestreiten. Was wir auf dem Nürburgring geschafft haben, übertrifft aber all meine Erwartungen“, sagt der ehemalige DTM- und Tourenwagen-WM-Pilot Franz Engstler (57), der seit Ende 2015 nur noch gelegentlich im Renncockpit aktiv ist. „Auch für mich war es traumhaft und irgendwie verrückt, gemeinsam mit meinem Dad auf einem Auto ein Rennen zu fahren“, fügt Hyundai-Deutschland-Markenbotschafter und TCR-Pilot Luca Engstler (19) hinzu.

Sohn lernt vom Vater, Vater lernt vom Sohn
Speziell auf der Nürburgring-Nordschleife konnte der seit 2017 im Tourenwagensport aktive Luca Engstler von den fast vier Jahrzehnten Rennerfahrung seines Vaters profitieren. „Er hat mir genau erklärt, wie dieses große Langstrecken-Wochenende funktioniert“, sagt Luca. Der Junior machte seine Nürburgring-Hausaufgaben aber auch selbst und auf seine eigene moderne und digitale Art: „Ich bin viel Simulator gefahren und habe mir jede Menge Onboard-Videos angeschaut“, so der aktuelle Tabellenführer in der TCR-Asia-Meisterschaft. „Solch tolle Möglichkeiten gab es zu meiner aktiven Zeit noch nicht“, denkt Vater Franz an sein erstes 24h-Rennen Nürburgring im Jahr 1991 zurück. „Ich bin damals die komplette Nordschleife abgelaufen, hab mir alles angeschaut, aufgeschrieben und dann meine Notizen gebüffelt.“ Heute hat der routinierte Engstler Senior kein Problem damit, seinen Sohn um Tipps zum optimalen Training am Simulator zu bitten.

Auf dem Weg zu Platz drei teilte sich das Engstler-Duo auf dem Nürburgring ganz gezielt die Einsätze im Hyundai i30 Fastback N auf. Luca gab im Qualifying kräftig Gas. Mit seinem jugendlichen Speed holte der Nordschleifen-Neuling die Pole-Position in der V2T-Klasse. Der nordschleifenerfahrene Senior Franz übernahm das Steuer, als sonntags im Morgennebel die Aufholjagd des Hyundai Team Engstler begann und in der „Grünen Hölle“ die langjährige Routine eines zweimaligen Tourenwagen-Vizeweltmeisters gefragt war. Denn ein Elektronikproblem hatte den i30 Fastback N in der Nacht zu einem viereinhalbstündigen Aufenthalt in der Box gezwungen. „Ansonsten hätten wir sehr gute Chancen auf den Klassensieg gehabt“, betont Franz Engstler.

„Beeindruckend hohe Kurvengeschwindigkeiten“
Beide Engstlers sind deshalb fest überzeugt vom Potenzial des Hyundai i30 Fastback N, den ihr Team im Frühjahr 2019 in Kooperation mit der Hyundai Motor Company für das 24h-Rennen aufbaute. „Das Auto bietet noch enorme Möglichkeiten im Motorsport. Deshalb kann ich mir weitere gemeinsame Renneinsätze damit sehr gut vorstellen“, resümiert Vater Franz. Und Sohn Luca lobt: „Dieser Tourenwagen hat mich wirklich sehr positiv überrascht – vor allem mit seinen für ein seriennahes Fahrzeug beeindruckend hohen Kurvengeschwindigkeiten.“

Der seriennahe Hyundai i30 Fastback N hat beim 24h-Rennen Nürburgring 2019 auf einer der herausforderndsten Rennstrecken der Welt sein Leistungsvermögen eindrucksvoll bewiesen. Weitere Renneinsätze dieses Tourenwagens mit dem Hyundai Team Engstler sind möglich.

GetSpeed Performance hungrig nach Erfolg

[Teaminfo] GetSpeed Performance ist zurück auf der Heimstrecke. Und dies durchaus ambitioniert und aussichtsreich. Nach dem erfolgreichen Auftritt beim ADAC TOTAL 24h-Rennen startet das Team aus dem Gewerbepark am Nürburgring am Samstag, 13. Juli 2019, wieder in der VLN. Beide Mercedes-AMG GT3 haben bei Lauf vier der größten Breitensportserie der Welt sehr gute Chancen auf eine Platzierung auf dem Treppchen.

Ohnehin ist die Brust derzeit breit bei der Crew um Chef Adam Osieka nach einem starken 24h-Rennen in der Eifel. Ausdruck einer starken Teamleistung war der sechste Platz in der Gesamtwertung bei dem legendären Langstreckenklassiker. Nun will Osieka in der Eifel nach den Sternen greifen. „Wir kommen mit dem Auto immer besser zurecht. Es wird Zeit für den ersten Gesamtsieg von GetSpeed in der VLN. Dafür werden wir alles in die Waagschale werfen. Unser Mindestziel für das Rennen am Samstag ist ein Platz in den Top drei. Wir sind hochmotiviert.“

Gute Erinnerungen an den letzten VLN-Lauf hat Fabian Schiller. Der 21-Jährige behielt damals im Starkregen den Überblick und steuerte den #23 Rooster Rojo J2Racing-GT3 zusammen mit Janine Hill und John Shoffner auf Platz eins in der Klasse SP9 Pro-Am. Als Trio bestreiten sie jeden Testtag und die Trackdays zusammen. Es werden die Daten und die Onboard-Videos gemeinsam analysiert. „Ich bin eine Art Coach für die beiden und versuche Ihnen so viel Erfahrung wie möglich weiter zu vermitteln. Ich kann viel weiter geben, da ich schon seit drei Jahren im Mercedes-AMG GT3 unterwegs bin. Ich stehe ihnen immer mit Rat und Tat zur Seite.“

Im #2 Vodafone Mercedes AMG GT3 nehmen dieses Mal Marek Böckmann und Philip Ellis Platz. Der 22 Jahre alte Böckmann war bei VLN1 schon für GetSpeed im Einsatz und belegte zusammen mit Tristan Vautier und Luca Ludwig Platz 18. „Da konnte ich aufgrund der verkürzten Renndauer im letzten Stint nur sieben Runden fahren“, erinnert er sich. Nun bildet er mit Ellis ein schlagkräftiges Team. „Ich bin bei VLN1 in meinem Stint gegen ihn gefahren, er saß da in dem anderen GetSpeed-Mercedes. Da haben wir uns drei, vier Runden bekämpft und sind direkt hintereinander über die Ziellinie gerast. Auf der Strecke haben wir uns aber gut verstanden. Das ist schon eine gute Voraussetzung. Nun fahren wir zum ersten Mal im selben Auto“, sagt Böckmann.