Vom WTCR-Cockpit direkt zum 24h-Qualirennen

Für zwei Piloten geht die Reise von der dritten WTCR-Runde in der Slowakei geradewegs in die Eifel: Sie starten am 18. und 19. Mai beim ADAC 24h-Qualifikationsrennen und nutzen damit die letzte Gelegenheit, sich vor dem ADAC TOTAL 24h-Rennen auf das Rennen des Jahres auf der Nordschleife vorzubereiten. Der Brasilianer Augusto Farfus wechselt aus dem Hyundai i30 N TCR-Cockpit auf einen BMW M6 GT3. 100 Teams haben ihre Nennung für das Rennen abgegeben. Farfus gehört zum engen Favoritenkreis, denn er tritt auf einem exzellent besetzten BMW des Schnitzer-Teams an. Auf den deutschen WTCR-Wildcardfahrer Luca Engstler wartet beim 24h-Qualirennen sogar ein Doppelstart: Er fährt einen Hyundai i30 N Fastback des familieneigenen Rennteams und tritt außerdem in einem Renault Mégane RS an. In beiden Cockpits gehört Vater Franz Engstler zu den Teamkollegen.

Während die FIA WTCR parallel im niederländischen Zandvoort startet, sind Farfus und Engstler beim sechsstündigen Nordschleifenrennen am Start. Der Brasilianer wird dabei den M6 GT3 des BMW Team Schnitzers pilotieren, den er sich mit Martin Tomczyk (Kobermoor) und dem gebürtigen Lahnsteiner Timo Scheider teilt: Die Kombination aus einem extrem starken Fahrertrio und einem der erfolgreichsten Nordschleifenteams macht die Mannschaft zum Mitfavoriten um den Rennsieg. Farfus dürfte frisch motiviert antreten, absolvierte er doch auf dem Slovakiaring ein erfolgreiches Wochenende: Im Hyundai i30 N TCR des BRC Lukoil-Teams gelang ihm zwei Mal der Sprung in die Top 10. Zwar folgte dem fünften Platz im ersten Rennen ein enttäuschender 21. Rang in Rennen 2. Doch im dritten Heat zeigte er seine Qualitäten und fuhr bis auf den 7. PLatz vor.

Ein ähnliches Auf und Ab erlebte Luca Engstler bei seinem Debüt in der FIA WTCR. Der Nachwuchspilot aus Wiggensbach schaffte trotz des Gewichtsnachteils, den er als Wildcardfahrer in Kauf nehmen muss, zwei Mal der Sprung auf den zehnten Platz. Nur im zweiten Heat musste er den i30 N TCR des familieneigenen Engstler-Motorsport-Teams abstellen. Das von Vater Franz geleitete Team setzt auch eines der beiden Fahrzeuge ein, mit denen er sich nun der Herausforderung Nordschleife stellt: Einen Hyundai i30 Fastback. Sowohl dieser als auch der Renault Clio, auf dem er genannt hat, startet in der kleinen, seriennahen V2T-Klasse der turbogetriebenen Produktionswagen. Beide Male wird Franz Engstler ebenfalls als Teamkollege ins Volant greifen.